{"id":164901,"date":"2026-06-12T13:52:16","date_gmt":"2026-06-12T13:52:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/164901\/"},"modified":"2026-06-12T13:52:16","modified_gmt":"2026-06-12T13:52:16","slug":"13-ahv-rente-rechner-zeigt-was-dich-der-kompromiss-kostet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/164901\/","title":{"rendered":"13. AHV-Rente: Rechner zeigt, was dich der Kompromiss kostet"},"content":{"rendered":"<p>      Samira Marti zu 13. AHV-Rente<\/p>\n<p class=\"m-teaser__text js-m-teaser__text\">SP-Nationalr\u00e4tin Samira Marti zur 13. AHV-Rente: \u00ab Sie setzen den Volksentscheid damit nicht um. Die 13. AHV-Rente wurde vom Volk deutlich beschlossen. Es ist Ihre Aufgabe, sie auch zu finanzieren.\u00bb<\/p>\n<p class=\"m-teaser__lead\">10.06.2026<\/p>\n<p class=\"a-paragraph a-paragraph--lead\" data-t-name=\"Paragraph\">Ein paar Franken vom Lohn, ein paar Rappen beim Shoppen: So will das Parlament die 13. AHV-Rente finanzieren. Der blue News Rechner zeigt dir, wie viel du daf\u00fcr bezahlen w\u00fcrdest.<\/p>\n<p>  Keine Zeit? blue News fasst f\u00fcr dich zusammen<\/p>\n<p>    Die 13. AHV-Rente wird im Dezember erstmals ausbezahlt \u2013 doch wie sie finanziert wird, ist weiter offen.Die Einigungskonferenz schl\u00e4gt nun einen Kompromiss vor: 0,4 Prozentpunkte mehr Mehrwertsteuer plus 0,2 Lohnprozente, h\u00e4lftig getragen von Angestellten und Arbeitgebern.Der St\u00e4nderat sagte am Donnerstag Ja.\u00a0Gibt es n\u00e4chste Woche im Nationalrat ein Nein, ist die Vorlage gescheitert \u2013 und die Rente wird weiter aus den Reserven des AHV-Fonds bezahlt.Mit dem blue News Rechner siehst du, wie viel dich die 13. AHV-Rente kosten w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Update: Am Donnerstag, 11. Juni, stimmte der St\u00e4nderat mit 26:19 bzw. mit 26:18 Stimmen dem Kompromissvorschlag zu.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Vor einigen Tagen stellte ein blue News Leser die Frage, wieso das Volk immer noch auf die 13. AHV-Rente warten m\u00fcsse \u2013 das Ja der Volksabstimmung sei ja schon \u00fcber zwei Jahre her. Fakt ist: Der erste \u00abDreizehnte\u00bb wird <a href=\"https:\/\/www.bluewin.ch\/de\/news\/schweiz\/pensionierte-erhalten-ab-ende-2026-die-13-ahv-rente-2587637.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">dieses Jahr im Dezember ausbezahlt<\/a>. Daran kann nicht mehr ger\u00fcttelt werden.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Offen bleibt aber, wie diese 13. AHV-Rente finanziert wird. Seit Monaten wird im Bundeshaus heftig dar\u00fcber gestritten, wie stark sich wer an der Finanzierung beteiligen soll. Die Fronten sind verh\u00e4rtet. Der Streit dreht sich um die Fragen: Soll das Einkaufen im Laden (sprich: der Konsum) teurer werden, indem die Mehrwertsteuer erh\u00f6ht wird? Sollen sich Arbeiterinnen und Arbeiter via soziale Finanzierung beteiligen, indem Besserverdienende mehr bezahlen als \u00c4rmere? Oder soll ein v\u00f6llig anderer Weg gew\u00e4hlt werden?<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Nun steht ein <a href=\"https:\/\/www.bluewin.ch\/de\/news\/schweiz\/13-ahv-rente-finanzierung-einigungskonferenz-kompromiss-showdown-3272836.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kompromissvorschlag<\/a> auf dem Tisch, der nach Lesart von SP, Gr\u00fcnen und Mitte einen sozialeren Ansatz w\u00e4hlt: Wer viel verdient, zahlt in Franken gerechnet mehr.\u00a0<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">blue News hat dazu einen Rechner erstellt, der anhand des Lohns und der ungef\u00e4hren Konsumausgaben ausrechnet, wie viel dich die 13. AHV-Rente kosten soll.<\/p>\n<p>  Was kostet dich die 13. AHV-Rente?<\/p>\n<p class=\"ahvw-subheading\">\n    Gem\u00e4ss Kompromiss der Einigungskonferenz: +0,2 Lohnprozente<br \/>\n    (je h\u00e4lftig Angestellte und Arbeitgeber) und +0,4 Mehrwertsteuer-Prozentpunkte.\n  <\/p>\n<p>\n        Mehr Lohnabzug<br \/>\n        \u2014\n      <\/p>\n<p>\n        Dein Arbeitgeber zahlt nochmals gleich viel.<br \/>\n        \u2014\n      <\/p>\n<p>\n        Mehr Mehrwertsteuer<br \/>\n        \u2014\n      <\/p>\n<p>\n        G\u00fcter des t\u00e4glichen Bedarfs ausgenommen.<br \/>\n        \u2014\n      <\/p>\n<p>Deine Mehrkosten<\/p>\n<p>Lohnabzug und Mehrwertsteuer zusammen<\/p>\n<p class=\"ahvw-note\">\n      Vereinfachte Berechnung: Lohnabzug = 0,1\u00a0Prozent des Bruttolohns<br \/>\n      (die H\u00e4lfte der Erh\u00f6hung um 0,2 Prozentpunkte, die andere H\u00e4lfte tr\u00e4gt<br \/>\n      der Arbeitgeber). Mehrwertsteuer = 0,4\u00a0Prozent der angegebenen<br \/>\n      Konsumausgaben. Jahreswerte mit 12 Monatsl\u00f6hnen gerechnet \u2013 auf einem<br \/>\n      allf\u00e4lligen 13. Monatslohn f\u00e4llt der Abzug ebenfalls an.\n    <\/p>\n<p>Fronten klar verh\u00e4rtet<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Ausgehandelt wurde der Kompromissvorschlag in der sogenannten Einigungskonferenz: Sie ist ein spezielles Gremium, bestehend aus je 13 St\u00e4nderats- und Nationalratsmitgliedern, zusammengesetzt aus sieben Mitgliedern der SVP, je sechs von SP und Mitte, f\u00fcnf von der FDP und zwei Vertretungen der Gr\u00fcnen.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Dass eine Einigungskonferenz einberufen wird, bedeutet eines: Die Fronten in Nationalrat und St\u00e4nderat sind so verh\u00e4rtet, dass Politiker*innen nicht einmal hinter geschlossenen T\u00fcren in ihren Kommissionen einen Kompromiss finden konnten. In solchen F\u00e4llen werden aus beiden Parlamentskammern gleich grosse Gruppen gebildet, um noch ein letztes Mal nach einem Kompromiss zu suchen.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Am Mittwochmorgen lautete dann das Ergebnis: Die Mehrheit will nicht nur die Mehrwertsteuer erh\u00f6hen, um den Ausbau der AHV zu finanzieren, sondern auch die Lohnbeitr\u00e4ge. Der Kompromiss bedeutet eine Mehrbelastung f\u00fcr Angestellte und Arbeitgeber \u2013 und verteuert den Konsum.<\/p>\n<p>Lebensmittel-Konsum bleibt verschont<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Die Belastung ist aber nicht f\u00fcr alle Menschen gleich gross. Der Grund: Von der Mehrwertsteuer-Erh\u00f6hung um 0,4 Prozentpunkte nicht betroffen sind Eink\u00e4ufe von \u00abG\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs\u00bb. Wer 100 Franken f\u00fcr Lebensmittel ausgibt, f\u00fcr den wird der Konsum nicht teurer. Wer 100 Franken aber f\u00fcr einen Coiffeurtermin, f\u00fcr Kleider oder Alkohol ausgibt, zahlt 40 Rappen mehr.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Ein \u00abAber\u00bb gibt es auch beim Lohnbeitrag: Er soll um 0,2 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent steigen. Aufgeteilt wird das auf Angestellte und Unternehmen \u2013 wobei Besserverdiener in Franken gerechnet st\u00e4rker zur Kasse gebeten werden: Wer 5000 Franken im Monat brutto verdient, zahlt f\u00fcr die 13. AHV-Rente neu 5 Franken mehr pro Monat \u2013 der Arbeitgeber aber auch. Wer stolze 18&#8217;000 Franken im Monat verdient, der oder die muss mit 18 Franken mehr Lohnabz\u00fcgen rechnen.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Beim Kompromissvorschlag konnten sich so SP, Gr\u00fcne und Mitte durchsetzen. Sie wollen die 13. AHV-Rente dauerhaft \u00fcber einen Mix aus Mehrwertsteuer und Lohnbeitr\u00e4gen finanzieren. Sie st\u00fctzen ihr Argument auf die AHV-Logik, wonach Lohnbeitr\u00e4ge keine Obergrenze kennen: Ein Milliard\u00e4r zahlt deutlich mehr in die AHV ein als ein B\u00fcezer, damit die AHV von breiteren Schultern getragen wird \u2013 bei der Auszahlung gilt aber f\u00fcr beide derselbe AHV-H\u00f6chstbetrag von rund 2500 Franken.<\/p>\n<p>FDP droht mit Nein in Volksabstimmung<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Auf der anderen Seite stehen SVP, FDP und GLP, die jede Erh\u00f6hung der Lohnabz\u00fcge ablehnen. Sie warnen, h\u00f6here Lohnnebenkosten bedeuteten weniger Netto vom Brutto und tr\u00e4fen ausgerechnet junge Familien und den unteren Mittelstand. Dem widersprach SP-Fraktionschefin Samira Marti vehement: Die Mix-L\u00f6sung mit den Lohnbeitr\u00e4gen sei \u00abgerade f\u00fcr Familien mit mittleren Einkommen [\u2026] die deutlich g\u00fcnstigere Variante\u00bb.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Die b\u00fcrgerliche Seite lehnt den Kompromiss ab, sieht sich aber nicht als Verhinderin: Sie wollte die Mehrwertsteuer st\u00e4rker, daf\u00fcr nur befristet erh\u00f6hen \u2013 um den Reformdruck f\u00fcr eine gr\u00f6ssere AHV-Revision aufrechtzuerhalten.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Die FDP machte nach der Einigungskonferenz unmissverst\u00e4ndlich klar, wo sie steht: \u00abH\u00e4nde weg vom Lohn\u00bb, hiess es in ihrer Mitteilung \u2013 man werde den Kompromiss ablehnen \u00abund auch in einer allf\u00e4lligen Volksabstimmung bek\u00e4mpfen\u00bb.<\/p>\n<p>      Andri Silberschmidt zu 13. AHV-Rente<\/p>\n<p class=\"m-teaser__text js-m-teaser__text\">FDP-Nationalrat: \u00abJunge Familien, die heute knapp bei Kasse sind, haben damit nicht mehr, sondern weniger Geld.\u00bb<\/p>\n<p class=\"m-teaser__lead\">10.06.2026<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Das Nein zum Kompromiss wird denn auch insbesondere von SVP, FDP und GLP erwartet. Den konkreten Antrag auf Ablehnung gestellt hat in der Einigungskonferenz eine Minderheit aus elf SVP- und FDP-Mitgliedern: die St\u00e4nder\u00e4tin Esther Friedli (SVP\/SG) und die St\u00e4nder\u00e4te Josef Dittli (FDP\/UR), Hannes Germann (SVP\/SH) und Damian M\u00fcller (FDP\/LU) sowie die Nationalr\u00e4tinnen Diana Gutjahr (SVP\/TG) und Regine Sauter (FDP\/ZH) und die Nationalr\u00e4te Cyril Aellen (FDP\/GE), Thomas Aeschi (SVP\/ZG), Thomas de Courten (SVP\/BL), Andreas Glarner (SVP\/AG) und R\u00e9my Wyssmann (SVP\/SO).<\/p>\n<p>Volk m\u00fcsste nochmals abstimmen<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Wie geht es nun weiter? Am Donnerstag gab es vom St\u00e4nderat ein Ja zum Kompromissantrag. N\u00e4chste Woche entscheidet der Nationalrat. Dann gibts noch eine Schlussabstimmung \u00fcbern\u00e4chsten Freitag.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Sagt auch nur eine der beiden Kammern Nein, ist <a href=\"https:\/\/www.bluewin.ch\/de\/news\/schweiz\/finanzierung-der-13-ahv-rente-muss-in-die-einigungskonferenz-3271633.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">das Gesch\u00e4ft gescheitert<\/a> \u2013 und das Parlament m\u00fcsste einen komplett neuen Anlauf nehmen. An der 13. AHV-Rente selbst \u00e4ndert das nichts: Sie wird im Dezember erstmals ausbezahlt, das ist beschlossene Sache.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Solange keine Zusatzfinanzierung steht, wird sie aber aus den Reserven des AHV-Fonds bezahlt. Das kostet rund 4,5 Milliarden Franken pro Jahr. Und selbst wenn das Parlament den Kompromiss durchwinkt, ist die Sache nicht erledigt: Weil die Mehrwertsteuer-Erh\u00f6hung eine Verfassungs\u00e4nderung braucht, kommt sie zwingend vors Volk. Wie das Volk entscheidet, zeigt sich erst nach der Auszahlung der ersten 13. AHV-Rente. Mit dem Rechner k\u00f6nnen B\u00fcrger*innen aber schon jetzt ausrechnen, wie viel sie f\u00fcr die 13. AHV-Rente bezahlen m\u00fcssten.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Linke und Gewerkschaften gewannen die Volksabstimmung \u00fcber die 13. AHV-Rente unter anderem mit dem Argument, dass der \u00abDreizehnte\u00bb ein n\u00f6tiger Ausgleich f\u00fcr Teuerung und steigende Fixkosten sei und die AHV die Existenz sichern m\u00fcsse.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Das st\u00e4rkste Argument des Nein-Lagers betraf die unsichere Finanzierungsfrage. Oft kritisiert wurde auch das Giesskannen-Prinzip, wonach von der 13. AHV-Rente alle profitieren \u2013 auch jene, die nicht darauf angewiesen sind. Kritisiert wurde zudem, die 13. AHV-Rente sei unsolidarisch gegen\u00fcber der jungen Generation, weil diese ihr Leben lang mit h\u00f6heren Konsum- oder Lohnabgaben zur Kasse gebeten werde.<\/p>\n<p>      Das sagen Deutsche zur 13. AHV-Rente: \u00abSch\u00f6n w\u00e4r&#8217;s\u00bb<\/p>\n<p class=\"m-teaser__text js-m-teaser__text\">Das Stimmvolk hat die Initiative f\u00fcr eine 13. AHV-Rente mit 58 Prozent angenommen.\u00a0blue News wollte von unseren deutschen Nachbarn wissen, wie sie sie vom Abstimmungsergebnis halten.\n<\/p>\n<p class=\"m-teaser__lead\">04.03.2024<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Samira Marti zu 13. AHV-Rente SP-Nationalr\u00e4tin Samira Marti zur 13. 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