{"id":165263,"date":"2026-06-12T17:59:18","date_gmt":"2026-06-12T17:59:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/165263\/"},"modified":"2026-06-12T17:59:18","modified_gmt":"2026-06-12T17:59:18","slug":"zu-niedriger-blutdruck-dreifach-erhoehtes-demenz-risiko-entdeckt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/165263\/","title":{"rendered":"Zu niedriger Blutdruck: Dreifach erh\u00f6htes Demenz-Risiko entdeckt"},"content":{"rendered":"<p>Neue Leitlinien und Forschungsergebnisse aus dem Juni 2026 zeigen: Manschettenlose Messger\u00e4te halten Einzug in den Praxisalltag. Gleichzeitig werfen Studien Fragen zur Sicherheit etablierter Medikamente auf.<\/p>\n<p>Ring statt Manschette<\/p>\n<p>Das s\u00fcdkoreanische Unternehmen Sky Labs hat einen Ring entwickelt, der den Blutdruck pr\u00e4zise misst \u2013 ohne die l\u00e4stige Oberarmmanschette. Das Ger\u00e4t erf\u00fcllt die ISO-Norm 81060-2:2018 und tr\u00e4gt seit Januar 2026 das CE-MDR-Zertifikat.<\/p>\n<p>Anzeige: Eine aktuelle Analyse mit fast 800.000 Erwachsenen zeigt: Zu niedriger Blutdruck erh\u00f6ht das Demenz-Risiko drastisch \u2013 bis zu dreifach. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber, wie Sie Ihren Blutdruck optimal einstellen und gef\u00e4hrliche Werte fr\u00fchzeitig erkennen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/zu-niedriger-blutdruck-dreifach-erhoehtes-demenz-risiko-4271?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_968672:Topic_chronic_disease_management:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=4271\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern<\/a><\/p>\n<p>Auf Fachkongressen in Danzig und Manchester pr\u00e4sentierte Sky Labs im Juni die Technologie. In S\u00fcdkorea wurde der Ring bereits \u00fcber 260.000 Mal verschrieben. Die Korean Society of Hypertension (KSH) empfiehlt als erste Fachgesellschaft weltweit den Einsatz manschettenloser Ger\u00e4te.<\/p>\n<p>Der Vorteil liegt auf der Hand: Patienten k\u00f6nnen ihren Blutdruck kontinuierlich \u00fcberwachen, ohne durch die Manschette eingeschr\u00e4nkt zu sein.<\/p>\n<p>Risiken bei Kalziumkanalblockern<\/p>\n<p>Doch nicht nur bei der Messmethode tut sich etwas. Neue klinische Daten stellen die Sicherheit g\u00e4ngiger Blutdrucksenker infrage. Eine Studie mit \u00fcber 31.000 Typ-2-Diabetikern, vorgestellt auf dem ERA-Kongress in Glasgow, zeigt: Kalziumkanalblocker k\u00f6nnten das Risiko f\u00fcr schwere Nierensch\u00e4den um 33 Prozent erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Dieser Effekt trat unabh\u00e4ngig von einer Begleittherapie auf. Die Charit\u00e9 und die Queen Mary University pr\u00e4sentierten parallel das OBSCORE-Modell, das eine verbesserte Risikoeinsch\u00e4tzung erm\u00f6glichen soll.<\/p>\n<p>Finerenon und Dapagliflozin: Hoffnungstr\u00e4ger<\/p>\n<p>Ganz anders die Nachrichten f\u00fcr den Wirkstoff Finerenon. Die FIND-CKD-Studie belegt: Finerenon senkt das Risiko f\u00fcr kombinierte Nieren- und Herzereignisse auch bei Patienten ohne Diabetes um 23 Prozent.<\/p>\n<p>Noch beeindruckender sind die Daten zu Dapagliflozin. Eine im Juni in Nature Medicine ver\u00f6ffentlichte Untersuchung zeigt: Der SGLT2-Inhibitor reduziert das Risiko f\u00fcr Krankenhausaufenthalte bei Herzschw\u00e4che signifikant. Bei Patienten mit bestimmten genetischen Merkmalen liegt die Wirksamkeit sogar bei bis zu 82 Prozent.<\/p>\n<p>Konservierungsstoffe als Risikofaktor<\/p>\n<p>Auch die Ern\u00e4hrung spielt eine wichtige Rolle. Eine Studie im European Heart Journal mit \u00fcber 112.000 Teilnehmern untersuchte den Zusammenhang zwischen Konservierungsstoffen und Bluthochdruck. Das Ergebnis: Eine hohe Aufnahme nicht-antioxidativer Konservierungsstoffe wie E250 oder E330 erh\u00f6ht das Risiko um 29 Prozent.<\/p>\n<p>Blutdruck und Demenz: Die Hypotonie-Falle<\/p>\n<p>Ein weiterer \u00fcberraschender Zusammenhang: Zu niedriger Blutdruck k\u00f6nnte gef\u00e4hrlicher sein als gedacht. Eine Analyse im Journal of the American Heart Association vom 10. Juni wertete Daten von fast 800.000 Erwachsenen aus.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Nicht nur Bluthochdruck, sondern insbesondere Hypotonie zeigt eine starke Assoziation mit Demenzerkrankungen. In der UK Biobank war das Risiko bei betroffenen Personen dreifach erh\u00f6ht, in US-Kohorten immerhin zweifach.<\/p>\n<p>Interdisziplin\u00e4re Versorgung im Fokus<\/p>\n<p>Anzeige: Viele Menschen messen ihren Blutdruck nur oben \u2013 und \u00fcbersehen die Gefahr nach unten. Die neue Hypotonie-Studie belegt: Wer dauerhaft zu niedrige Werte hat, tr\u00e4gt ein bis zu dreifach erh\u00f6htes Demenz-Risiko. Unser Ratgeber zeigt Ihnen 3 Warnsignale und nat\u00fcrliche Stabilisierungs-Wege. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/zu-niedriger-blutdruck-dreifach-erhoehtes-demenz-risiko-4271?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_968672:Topic_chronic_disease_management:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=4271\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Ratgeber jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Die Fachgesellschaften reagieren auf die neuen Erkenntnisse. Die Deutsche Hochdruckliga zertifiziert neue Hypertonie-Zentren und bietet Fortbildungen an. Die Stiftung Diabetes | Herz | Gef\u00e4\u00dfe (DHG) erweitert ihre Teams um Experten aus Endokrinologie und Neurologie.<\/p>\n<p>In der klinischen Praxis gewinnen minimal-invasive Verfahren an Bedeutung. \u00c4rzte des Marien Hospitals Witten erl\u00e4uterten Mitte Juni die Fortschritte bei kathetergest\u00fctzten Klappeninterventionen \u2013 besonders relevant f\u00fcr Patienten mit Vorhofflimmern.<\/p>\n<p>Seit dem 11. Juni gelten zudem Neuregelungen f\u00fcr die Behandlung von Long- und Post-COVID-Patienten. Sie erm\u00f6glichen den Off-Label-Einsatz bestimmter Wirkstoffe wie Ivabradin.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Leitlinien und Forschungsergebnisse aus dem Juni 2026 zeigen: Manschettenlose Messger\u00e4te halten Einzug in den Praxisalltag. 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