{"id":165635,"date":"2026-06-13T00:40:07","date_gmt":"2026-06-13T00:40:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/165635\/"},"modified":"2026-06-13T00:40:07","modified_gmt":"2026-06-13T00:40:07","slug":"depression-charite-testet-hormon-dhea-als-zusatztherapie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/165635\/","title":{"rendered":"Depression: Charit\u00e9 testet Hormon DHEA als Zusatztherapie"},"content":{"rendered":"<p>Die klinische Forschung konzentriert sich zunehmend auf personalisierte Behandlungen f\u00fcr Patienten mit therapieresistenten Depressionen. Neben etablierten Verfahren untersuchen Wissenschaftler Wirkstoffe aus anderen medizinischen Bereichen auf ihre psychiatrische Wirksamkeit. Hormonpr\u00e4parate, Entz\u00fcndungshemmer und technologische Innovationen in der Diagnostik stehen dabei im Zentrum.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Warum f\u00fchlen Sie sich st\u00e4ndig m\u00fcde und haben Schmerzen? Stille Entz\u00fcndungen k\u00f6nnten der Grund sein. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-969129\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Ein kostenloser Selbsttest verr\u00e4t, ob Ihr K\u00f6rper heimlich unter Entz\u00fcndungen leidet \u2013 und was Sie dagegen tun k\u00f6nnen<\/a><\/p>\n<p>Charit\u00e9 startet DHEA-Studie<\/p>\n<p>Ein bedeutendes Forschungsprojekt startete Mitte Juni an der Berliner Charit\u00e9. In einer gro\u00dfangelegten Studie wird der Einsatz von Dehydroepiandrosteron (DHEA) als Zusatztherapie bei schwer behandelbaren Depressionen gepr\u00fcft. Das Vorhaben wird mit 2,3 Millionen Euro gef\u00f6rdert und erstreckt sich \u00fcber neun Zentren.<\/p>\n<p>Ziel der Wissenschaftler ist es, belastbare Daten zu etablieren und den Weg f\u00fcr eine personalisierte Behandlung zu ebnen. DHEA, ein nat\u00fcrlich vorkommendes Steroidhormon, soll die Ansprechraten bei Patienten verbessern, die auf herk\u00f6mmliche Antidepressiva nicht ausreichend reagieren.<\/p>\n<p>Von Diabetesmitteln bis zu Rheumamedikamenten<\/p>\n<p>Parallel zur Hormonforschung zeigen Studien das Potenzial von Wirkstoffen, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr Stoffwechsel- oder Autoimmunerkrankungen entwickelt wurden. Eine Phase-II-Studie in Lancet Psychiatry vom 11. Juni weist beim GLP-1-Agonisten Liraglutid antidepressive Effekte bei Patienten mit Major Depression (MDD) nach. Die Daten belegen eine Responserate von 30 Prozent gegen\u00fcber 15 Prozent in der Placebogruppe, mit signifikanter Verbesserung ab der vierten Woche.<\/p>\n<p>Eine Zulassungspr\u00fcfung durch FDA und EMA wird nach Abschluss der laufenden Phase-III-Studien ab 2029 erwartet.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Juni ver\u00f6ffentlichte die University of Bristol Ergebnisse einer Pilotstudie zum IL-6-Blocker Tocilizumab. Bei Patienten mit therapieresistenter Depression und leichten Entz\u00fcndungswerten f\u00fchrte das Rheumamedikament in 54 Prozent der F\u00e4lle zu einer Remission. Die Beobachtungen st\u00fctzen die Hypothese, dass Entz\u00fcndungsprozesse eine wesentliche Rolle bei depressiven Symptomen spielen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Ob Entz\u00fcndungsprozesse oder Vitalstoffmangel \u2013 die richtige Interpretation Ihrer Laborwerte ist entscheidend f\u00fcr die passende Therapie. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/laborwerte-selbstcheck\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_LABORWERTE-SELBSTCHECK_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-969129\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Dieser kostenlose Report erkl\u00e4rt, welche Werte wirklich wichtig sind \u2013 und welche oft \u00fcberbewertet werden<\/a><\/p>\n<p>Fortschritte in Neuromodulation und KI-Wirkstoffsuche<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend zu medikament\u00f6sen Ans\u00e4tzen treibt die Universit\u00e4t Regensburg die Erforschung der repetitiven Transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) voran. Die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef\u00f6rderte COIL-\/STOP-D-Studie vergleicht eine einw\u00f6chige Intensivbehandlung mit der mehrw\u00f6chigen Standardtherapie. Mittels Neuronavigation soll die Zielgenauigkeit der Magnetwellen erh\u00f6ht werden. Eine Teilnahme ist laut Universit\u00e4t noch bis Ende 2026 m\u00f6glich.<\/p>\n<p>An der Universit\u00e4t Jena arbeiten Forscher an der Beschleunigung der Wirkstoffsuche. Ein mit drei Millionen Euro dotierter ERC Advanced Grant erm\u00f6glicht die Entwicklung des KI-Verfahrens \u201eBindingShadows\u201c. Das System soll bioaktive Molek\u00fcle aus Massenspektren vorhersagen und so die Identifizierung neuer therapeutischer Ans\u00e4tze beschleunigen.<\/p>\n<p>Regulatorische \u00c4nderungen und Versorgungsh\u00fcrden<\/p>\n<p>Die Relevanz neuer Therapieoptionen unterstreicht auch eine aktuelle Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Seit dem 11. Juni ist der Off-Label-Use von Wirkstoffen wie Agomelatin und Vortioxetin f\u00fcr spezifische Symptome bei Long- und Post-COVID verordnungsf\u00e4hig \u2013 darunter Fatigue und kognitive Defizite.<\/p>\n<p>Trotz wissenschaftlicher Fortschritte steht die praktische Versorgung vor H\u00fcrden. Auf dem 5. Deutschen Psychotherapie Kongress im Juni in Berlin thematisierten Fachvertreter drohende Honorark\u00fcrzungen und Budgetierungen. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) warnte vor einer Verschlechterung der ambulanten Versorgung durch das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Gleichzeitig debattierte der Bundestag \u00fcber ein Sparpaket, das Entlastungen f\u00fcr die Krankenkassen von \u00fcber 16 Milliarden Euro bis 2027 vorsieht \u2013 in Fachkreisen stie\u00df das auf deutliche Kritik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die klinische Forschung konzentriert sich zunehmend auf personalisierte Behandlungen f\u00fcr Patienten mit therapieresistenten Depressionen. 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