{"id":167557,"date":"2026-06-14T14:49:20","date_gmt":"2026-06-14T14:49:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/167557\/"},"modified":"2026-06-14T14:49:20","modified_gmt":"2026-06-14T14:49:20","slug":"keine-10-millionen-schweiz-die-schweiz-lehnt-die-initiative-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/167557\/","title":{"rendered":"\u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb: Die Schweiz lehnt die Initiative ab"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/715604345_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Marcel Dettling mit SVP-Nationalr\u00e4ten\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Die Entt\u00e4uschung ist gross: SVP-Pr\u00e4sident Marcel Dettling (links) im Gespr\u00e4ch mit den SVP-Nationalr\u00e4ten Matter und Egger.            <\/p>\n<p>            Keystone \/ Peter Schneider        <\/p>\n<p>        Die SVP-Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb findet keine Mehrheit. Die Initiative scheitert am St\u00e4ndemehr. Die Stimmbeteiligung war vergleichsweise hoch.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        14. Juni 2026 &#8211; 16:00\n<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/upload-temp-file-f0cf42dc-9ba2-428f-84b8-86c53fdd1d8c-89198823.jpg\" width=\"2520\" height=\"2679\" alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>\n                In meiner Arbeit befasse ich mich mit Themen, die f\u00fcr die Schweizerinnen und Schweizer im Ausland relevant sind \u2013 von politischen Entwicklungen in der Schweiz und deren Auswirkungen auf die Diaspora bis hin zu sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragestellungen.<br \/>\nVor SWI swissinfo.ch habe ich als Lokaljournalistin f\u00fcr die Aargauer Zeitung geschrieben. Ich habe einen Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation und &#8211; klassisch schweizerisch &#8211; eine Lehre als Kauffrau abgeschlossen.            <\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/author\/melanie-eichenberger\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Mehr von dieser Autorin \/ diesem Autoren            <\/a><\/p>\n<p>            <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/department\/deutschsprachige-redaktion\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                Deutschsprachige Redaktion            <\/a><\/p>\n<p>\n        mit SRF und Keystone \/ SDA    <\/p>\n<p>\n        Fran\u00e7ais    <\/p>\n<p>\n        fr    <\/p>\n<p>            La Suisse refuse de plafonner sa population \u00e0 10 millions d\u2019habitants        <\/p>\n<p>            Original\n            <\/p>\n<p>    <a class=\"article-translations-item__link\" lang=\"fr\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/fre\/politique-suisse\/resultats-votation-du-14-juin-pas-de-suisse-a-10-millions\/91552392\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>            Mehr La Suisse refuse de plafonner sa population \u00e0 10 millions d\u2019habitants<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Volk und Kantone haben am Sonntag die SVP-Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb abgelehnt. Laut der letzten Hochrechnung von gfs.bern liegt das Nein bei 55% der Bev\u00f6lkerung. Die Fehlermarge betr\u00e4gt +\/- 1 Prozentpunkte.<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt liegen die Ergebnisse aus fast allen Kantonen vor. Die Mehrheit lehnt die Vorlage ab.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber SRF erkl\u00e4rt Lukas Golder von gfs.bern die Ablehnung mit einer Allianz aus der politischen Mitte und dem linken Lager. Diese habe Vorst\u00f6sse gegen die Personenfreiz\u00fcgigkeit sowie m\u00f6gliche Auswirkungen auf sicherheitsrelevante Abkommen wie die Schengen-Zusammenarbeit gerade in der aktuellen geopolitischen Lage kritisch beurteilt.<\/p>\n<p>Zudem habe die ablehnende Haltung in der Westschweiz und in den St\u00e4dten das Resultat massgeblich gepr\u00e4gt. Dort sei die Skepsis gegen\u00fcber der Vorlage deutlich gr\u00f6sser gewesen als in l\u00e4ndlichen Gebieten, wo vielerorts der Eindruck bestanden habe, dass bei der Zuwanderung \u00abetwas getan werden m\u00fcsse\u00bb, so Golder.<\/p>\n<p>Stadt-Land-Graben<\/p>\n<p>Die Frage, ob die Bev\u00f6lkerungszahl in der Schweiz gedeckelt werden soll, offenbart einen deutlichen Graben zwischen Stadt und Land. Auch der R\u00f6sti-Graben ist deutlich erkennbar.<\/p>\n<p>In den Westschweizer Kantonen f\u00e4llt das Ergebnis einstimmig aus. Neuenburg lehnt den Text mit \u00fcber 67% ab. Es folgen Genf mit \u00fcber 65% und der Kanton Waadt mit 64% Nein-Stimmen. Der Jura sagt mit fast 60% Nein, Freiburg mit rund 55% und das Wallis mit fast 53%.<\/p>\n<p>In der Deutschschweiz pr\u00e4sentieren sich die Ergebnisse differenzierter. In der Zentralschweiz geht der Trend eher zum Ja. Die Initiative deutlich angenommen haben die Kantone Schwyz und Appenzell Innerrhoden mit \u00fcber 60% deutlich an. Auch Uri, Glarus und Nidwalden stimmen mit fast 60% zu. Aargau, Schaffhausen und Solothurn stimmen hingegen nur knapp zu.<\/p>\n<p>Am st\u00e4rksten ausgepr\u00e4gt ist die Ablehnung in Basel-Stadt, wo das Projekt mit 73,5% der Stimmen deutlich verworfen wird. Auch Bern und Basel-Landschaft lehnen es mit 55% Nein-Stimmen ab.<\/p>\n<p>Das Tessin nimmt die Vorlage mit 50,7% der Stimmen knapp an.<\/p>\n<p>Ein beispielloses Projekt<\/p>\n<p>Die Schweizerische Volkspartei (SVP), die st\u00e4rkste Partei des Landes, <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/keine-10-millionen-schweiz-soll-die-schweiz-ihre-bev%c3%b6lkerungszahl-begrenzen\/91165182\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wollte die Bev\u00f6lkerungszahl bis 2050 auf zehn Millionen begrenzen<\/a>, indem sie die Einwanderung drastisch einschr\u00e4nkte.<\/p>\n<p>Erste Massnahmen h\u00e4tten bereits bei Erreichen der 9,5-Millionen-Marke ergriffen werden m\u00fcssen, vorrangig im Bereich Asyl und Familiennachzug. Als letztes Mittel h\u00e4tte das Abkommen \u00fcber den freien Personenverkehr mit der Europ\u00e4ischen Union (EU) gek\u00fcndigt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Lesen Sie hier unseren Erkl\u00e4rungsartikel zur Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb:<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1781448559_54_454006733_highres_f166ae.jpg\" width=\"1091\" height=\"738\" alt=\"Dichtestress? Sommerliche Szene am Seeufer in Z\u00fcrich.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Schweizer Politik\n        <\/p>\n<p>        \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb: Soll die Schweiz ihre Bev\u00f6lkerungszahl begrenzen?    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        08. Apr. 2026                    <\/p>\n<p>                Am 14. Juni stimmt die Schweizer Stimmbev\u00f6lkerung \u00fcber die SVP-Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb ab. Diese will die Zuwanderung deckeln.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/keine-10-millionen-schweiz-soll-die-schweiz-ihre-bev%c3%b6lkerungszahl-begrenzen\/91165182\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb: Soll die Schweiz ihre Bev\u00f6lkerungszahl begrenzen?<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Ein klares Signal \u2013 in beide Richtungen<\/p>\n<p>SVP-Pr\u00e4sident Marcel Dettling zeigte sich am Sonntagnachmittag entt\u00e4uscht \u00fcber das Nein zur Initiative. \u00abDie Schweiz hat heute nichts zu feiern\u00bb, sagte er gegen\u00fcber SRF. Besonders kritisierte er die St\u00e4dte, die das Land bei der Meinungsbildung \u00abausradiert\u00bb h\u00e4tten.<\/p>\n<p>SVP-Politikerin Stefanie Gartenmann sagte bei SRF: Die 45% Ja-Stimmen seien ein \u00abklares Signal, dass wir etwas machen m\u00fcssen in der Politik\u00bb.<\/p>\n<p>Ebenfalls ein klares Signal sieht die FDP im klaren Nein gegen die \u00abChaos-Initiative\u00bb. Und zwar gegen einen starren Bev\u00f6lkerungsdeckel und f\u00fcr reale Probleml\u00f6sungen,\u00a0<a href=\"https:\/\/www.fdp.ch\/aktuell\/medienmitteilungen\/medienmitteilung-detail\/news\/probleme-loesen-statt-bewirtschaften\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">wie sie mitteilt.Externer Link<\/a> Die Partei fordert nun konkrete Massnahmen, darunter den Ausbau der Nationalstrassen, Reformen der Sozialsysteme und die Umsetzung der vom Volk beschlossenen Individualbesteuerung.<\/p>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.sp-ps.ch\/artikel\/nein-zur-svp-initiative-sieg-fuer-die-soziale-schweiz\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">SP Schweiz bezeichnete das Nein zur SVP-InitiativeExterner Link<\/a> gegen eine 10-Millionen-Schweiz als historischen Erfolg f\u00fcr eine soziale und offene Schweiz. Laut SP-Co-Pr\u00e4sident C\u00e9dric Wermuth habe die Bev\u00f6lkerung damit nicht nur die Initiative abgelehnt, sondern auch einen Angriff auf den Lohnschutz abgewehrt.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnen haben die \u00abdeutliche Ablehnung\u00bb der SVP-Initiative erleichtert zur Kenntnis genommen. Sie fordern nun den Bundesrat und die b\u00fcrgerlichen Parteien auf, die europ\u00e4ische Zusammenarbeit mit den Bilateralen III zu sichern. Die Schweizer Stimmbev\u00f6lkerung habe der Angstmacherei und der S\u00fcndenbockpolitik eine Absage erteilt,\u00a0<a href=\"https:\/\/gruene.ch\/medienmitteilungen\/schweiz-erteilt-der-svp-eine-absage\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">teilten die Gr\u00fcnen mitExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>Die Partei Die Mitte begr\u00fcsst das Nein zur SVP-Initiative ebenfalls. \u00abGleichzeitig nehmen wir das Signal ernst, das die Bev\u00f6lkerung mit dem Resultat gesendet hat. Viele Menschen machen sich Sorgen \u00fcber die Auswirkungen des starken Bev\u00f6lkerungswachstums auf Wohnen, Verkehr, Gesundheit und Infrastruktur\u00bb,<a href=\"https:\/\/die-mitte.ch\/bevoelkerung-erwartet-antworten-auf-herausforderungen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">\u00a0teilt die Mitte mitExterner Link<\/a>.<\/p>\n<p>Erleichterung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmendenverb\u00e4nden<\/p>\n<p>Die Ablehnung der Initiative gegen eine 10-Millionen-Schweiz wird von Wirtschaft und Gewerkschaften positiv bewertet. Monika R\u00fchl, Direktorin von Economiesuisse, sieht das Ergebnis als wichtiges Signal f\u00fcr die kommende Abstimmung \u00fcber die Bilateralen Vertr\u00e4ge III.<\/p>\n<p>Sie betonte gegen\u00fcber Radio SRF, dass die Initiative die Personenfreiz\u00fcgigkeit und damit den Bilateralen Weg gef\u00e4hrdet h\u00e4tte. <\/p>\n<p>Die Abstimmung wurde international mit grosser Aufmerksamkeit verfolgt<\/p>\n<p>Das Thema wurde sowohl in der Schweiz als auch <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/demografie\/10-millionen-initiative-gibt-es-daf%c3%bcr-vorbilder-ausserhalb-der-schweiz\/91341609\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">international aufgrund seines neuartigen Charakters<\/a> intensiv diskutiert. Zwar befassen sich die meisten L\u00e4nder mit der Steuerung der Einwanderung, doch hat kein Land eine feste Bev\u00f6lkerungsgrenze in seiner Gesetzgebung verankert. Ebenso wenig hat ein Land Einwanderungsbeschr\u00e4nkungen eingesetzt, um das Bev\u00f6lkerungswachstum zu begrenzen.<\/p>\n<p>Lesen Sie unseren internationalen Pressespiegel:<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/711218085_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Bildschirme in einem Bahnhof, die Werbung f\u00fcr eine Initiative machen\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Schweizer Politik\n        <\/p>\n<p>        Abstimmung \u00fcber die Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb im internationalen Fokus    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        02. Juni 2026                    <\/p>\n<p>                Die Initiative der SVP zur Begrenzung der Schweizer Bev\u00f6lkerung findet im Ausland \u00fcberdurchschnittlich grosse Beachtung in den Medien.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/abstimmung-%c3%bcber-die-initiative-keine-10-millionen-schweiz-im-internationalen-fokus\/91512753\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Abstimmung \u00fcber die Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz\u00bb im internationalen Fokus<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Das politische Br\u00fcssel hat den ganzen Abstimmungskampf sehr zur\u00fcckhaltend beobachtet, zwischen den Zeilen aber dennoch durchblicken lassen, dass man auf ein Nein hofft. Ein EU-Parlamentarier begr\u00fcsste am Sonntagnachmittag den Entscheid der Schweiz, \u00abf\u00fcr Stabilit\u00e4t statt Unsicherheit\u00bb in den Beziehungen zur EU zu stimmen. Der Franzose Christophe Grudler blickte zudem auf L\u00f6sungen, welche die Bilateralen III bieten w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Grudler anerkannte, dass es in Grenzregionen zu Schwierigkeiten kommen k\u00f6nne, wie er der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage schriftlich mitteilte. Diese w\u00fcrden in Zusammenarbeit \u00fcberwunden werden.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang erw\u00e4hnte er das bilaterale Vertragspaket Bilaterale III, das vom Bundesrat und der Europ\u00e4ischen Kommission unterzeichnet wurde und sich derzeit im Ratifizierungsprozess befindet.<\/p>\n<p>\u00abDiese Abkommen werden konkrete Antworten auf mehrere in der Schweiz ge\u00e4usserte Bedenken liefern, insbesondere dank einer Schutzklausel f\u00fcr den Fall erheblicher Schwierigkeiten\u00bb, sagte Grudler.<\/p>\n<p>Ein neuer Vorstoss gegen die Einwanderung<\/p>\n<p>Die Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb war die j\u00fcngste einer Reihe von Vorlagen der SVP mit \u00e4hnlichen Zielen. Die Bef\u00fcrworter:innen der Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb (auch \u00abNachhaltigkeitsinitiative\u00bb genannt) haben ihre Kampagne diesmal st\u00e4rker auf die negativen Folgen des starken Bev\u00f6lkerungswachstums f\u00fcr die Lebensqualit\u00e4t und die Umwelt ausgerichtet.<\/p>\n<p>Im Visier steht jedoch weiterhin die als \u00abunkontrolliert\u00bb angesehene Einwanderung, die ihrer Argumentation zufolge f\u00fcr fast \u00aballe Probleme der Schweiz\u00bb verantwortlich ist \u2013 von der Wohnungskrise und Staus bis hin zu steigender Kriminalit\u00e4t, \u00fcberlasteter Infrastruktur und der Zubetonierung der Landschaft.<\/p>\n<p>Die SVP pr\u00e4sentierte ihre Initiative als Mittel, um der Schweiz wieder mehr Kontrolle \u00fcber ihre Migrationspolitik zu verschaffen. <a href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/j%c3%bcngste-umfrage-sagt-nein-zu-keine-schweiz-mit-10-millionen-voraus\/91515521\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Laut der zweiten Umfrage des Instituts gfs.bern<\/a>, die etwa zehn Tage vor der Abstimmung ver\u00f6ffentlicht wurde, unterst\u00fctzte die SVP-W\u00e4hlerschaft das Projekt fast einstimmig.<\/p>\n<p>Die SVP allein gegen alle<\/p>\n<p>Auch wenn es der Partei gelang, \u00fcber ihre traditionelle Anh\u00e4ngerschaft hinaus zu \u00fcberzeugen, gewannen im Lauf der Kampagne die Argumente der Gegner:innen an Boden. Alle anderen politischen Parteien, der Bundesrat, das Parlament sowie die Wirtschaft sprachen sich gegen die Initiative aus.<\/p>\n<p>Die Gegner:innen des Textes machten geltend, dass eine Begrenzung der Bev\u00f6lkerungszahl den Wohlstand der Schweiz gef\u00e4hrden w\u00fcrde, da dieser weitgehend von ausl\u00e4ndischen Arbeitskr\u00e4ften abh\u00e4ngt, und den bilateralen Weg mit der EU bedrohen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Einige zogen Parallelen zum Brexit \u2013 dem einzigen Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr einen Ausstieg aus der Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der EU \u2013 und sagten voraus, dass eine Annahme der Initiative dazu f\u00fchren w\u00fcrde, die bestehenden Migrationsstr\u00f6me durch andere, prek\u00e4rere und weniger regulierte zu ersetzen.<\/p>\n<p>Lassen sich Parallelen zwischen der SVP-Initiative und dem Brexit ziehen? Unser Artikel zu diesem Thema<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/1781448560_94_279852005_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"749\" alt=\"Brexit\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Schweizer Politik\n        <\/p>\n<p>        \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb und Brexit: Was vergleichbar ist \u2013 und was nicht    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        20. Mai 2026                    <\/p>\n<p>                Mitten im Abstimmungskampf zur Initiative \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb lohnt sich ein Blick nach Grossbritannien: Der Brexit hatte bei der Migration andere Folgen als erwartet.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/schweizer-politik\/keine-10-millionen-schweiz-und-brexit-was-vergleichbar-ist-und-was-nicht\/91436509\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr \u00abKeine 10-Millionen-Schweiz!\u00bb und Brexit: Was vergleichbar ist \u2013 und was nicht<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>Auch in den Kantonen an den Landesgrenzen stiess die Frage eines m\u00f6glichen zus\u00e4tzlichen Zustroms von Grenzg\u00e4nger:innen auf Ablehnung.<\/p>\n<p>                    Deutlicheres Nein der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer                <\/p>\n<p>Das Abstimmungsresultat in den Wahlkreisen der Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer wird erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt bekannt sein.<\/p>\n<p>Die letzte Umfrage des Instituts gfs.bern deutete jedoch auf eine deutlich st\u00e4rkere Ablehnung in der Schweizer Diaspora hin. Diese profitiert vom Abkommen \u00fcber die Personenfreiz\u00fcgigkeit mit der Europ\u00e4ische Union und stimmt traditionell eher links als die Bev\u00f6lkerung im Inland: Zehn Tage vor der Abstimmung gaben 63 Prozent der befragten Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer an, die Begrenzung der Bev\u00f6lkerung ablehnen zu wollen.<\/p>\n<p>Auch die Auslandschweizer-Organisation hatte sich gegen die Vorlage ausgesprochen. Sie bef\u00fcrchtete, dass diese den Status der rund 480\u2019000 Schweizerinnen und Schweizer, die in der EU leben, schw\u00e4chen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Entt\u00e4uschung ist gross: SVP-Pr\u00e4sident Marcel Dettling (links) im Gespr\u00e4ch mit den SVP-Nationalr\u00e4ten Matter und Egger. 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