{"id":167633,"date":"2026-06-14T15:47:09","date_gmt":"2026-06-14T15:47:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/167633\/"},"modified":"2026-06-14T15:47:09","modified_gmt":"2026-06-14T15:47:09","slug":"franzosen-veraergern-schweizer-zehntausende-g7-gegner-demonstrieren-in-genf-gegen-gipfel-krawalle-befuerchtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/167633\/","title":{"rendered":"Franzosen ver\u00e4rgern Schweizer: Zehntausende G7-Gegner demonstrieren in Genf gegen Gipfel &#8211; Krawalle bef\u00fcrchtet"},"content":{"rendered":"<p>Franzosen ver\u00e4rgern SchweizerZehntausende G7-Gegner demonstrieren in Genf gegen Gipfel &#8211; Krawalle bef\u00fcrchtet<\/p>\n<p>14.06.2026, 17:01 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:08 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Aktivisten-der-No-G7-Bewegung-nehmen-an-einer-Demonstration-gegen-den-G7-Gipfel-teil-der-vom-15-bis-.webp\" alt=\"Aktivisten-der-No-G7-Bewegung-nehmen-an-einer-Demonstration-gegen-den-G7-Gipfel-teil-der-vom-15-bis-17-Juni-in-Evian-stattfinden-soll\"\/>Die Demonstration startet in einem Park direkt am Genfersee. (Foto: picture alliance\/dpa\/KEYSTONE)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Genf im Ausnahmezustand: W\u00e4hrend sich im rund 50 Kilometer entfernten \u00c9vian die G7-Staats- und Regierungschefs treffen, bereitet sich die Schweizer Stadt auf Proteste und m\u00f6gliche Gewalt vor. Aus Sorge vor Krawallen wie 2003 sind mehrere Tausend Sicherheitskr\u00e4fte im Einsatz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Kurz vor Beginn des G7-Gipfels in Frankreich wollen in Genf zahlreiche Demonstranten auf die Stra\u00dfe gehen, um gegen die Politik der sieben m\u00e4chtigen Industrienationen zu protestieren. Ein Protestmarsch hat begonnen. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA beginnt am Montag. Zur Koalition der G7-Gegner z\u00e4hlen unter anderem pro-pal\u00e4stinensische und anti-kapitalistische Aktivisten.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei strahlendem Sonnenschein sammelten sich am Treffpunkt in einem Park direkt am Genfersee nach ersten Einsch\u00e4tzungen mehrere Tausend Menschen mit Plakaten. Viele Teilnehmer trugen Pal\u00e4stinenserfahnen. Der Marsch wird von einer Koalition aus rund 60 verschiedenen Gruppen organisiert, darunter auch Feministinnen, Gewerkschaftsvertreter, Kurden und ein &#171;revolution\u00e4rer Block&#187;, wie eine Sprecherin vorher angek\u00fcndigt hatte. Die Polizei hatte sich vorher auf rund 50.000 Teilnehmende eingestellt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die &#171;No G7&#187;-Koalition will gem\u00e4\u00df Manifest unter anderem gegen US-Milit\u00e4rbasen in Europa demonstrieren, f\u00fcr h\u00f6here Mindestl\u00f6hne, kostenlose Verh\u00fctungsmittel, grenzenlose Freiz\u00fcgigkeit f\u00fcr Arbeitende aus aller Welt und die Streichung der Angabe des Geschlechts aus allen Ausweisdokumenten. Die G7 erw\u00e4hnen sie in ihrem Manifest auch. Diese sei eine &#171;illegitime und \u00fcberholte Institution, ein privater Club, der nicht mehr der heutigen Welt entspricht&#187;. Dort f\u00e4llten &#171;Gro\u00dfm\u00e4chte Entscheidungen zugunsten der privilegiertesten Minderheit der Welt und zum Nachteil von mehr als 90 Prozent der Bev\u00f6lkerung.&#187; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mehrere Nichtregierungsorganisationen prangern das Fehlen international bedeutender Themen beim G7-Gipfel im franz\u00f6sischen \u00c9vian an, etwa den Kampf gegen die Folgen des Klimawandels oder die Solidarit\u00e4t mit Entwicklungsl\u00e4ndern. Auch die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen und die extreme Konzentration des Reichtums st\u00fcnden nicht auf der Tagesordnung, kritisieren sie. <\/p>\n<p>Frankreich verbietet Proteste <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die G7-Gegner protestieren in Genf rund 50 Kilometer vom Gipfelort \u00c9vian entfernt, weil Frankreich zu dem Anlass keine Demonstration dulden wollte, wie die Genfer Regierung kritisiert. Frankreich sei auch auf ihre Bitten um finanzielle Beteiligung an den Sicherheitskosten nicht eingegangen. Der Gewerbeverband hat in einem Brief emp\u00f6rt dagegen protestiert, dass Genf die Demonstration \u00fcberhaupt erlaubt hat.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Gastgeber des Gipfeltreffens am S\u00fcdufer des Genfer Sees ist Frankreichs Pr\u00e4sident Emmanuel Macron, der derzeit den Vorsitz der informellen Staatengruppe hat. Neben Bundeskanzler Friedrich Merz und US-Pr\u00e4sident Donald Trump werden die Staats- und Regierungschefs von Italien, Gro\u00dfbritannien, Kanada und Japan erwartet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">China ist nicht Teil der G7 &#8211; spielt aber dennoch indirekt eine Rolle bei dem Treffen, da es um den Abbau von wirtschaftlichen Ungleichheiten gehen soll. Damit ist unter anderem die Versorgungssicherheit bei wichtigen Materialien wie den sogenannten seltenen Erden gemeint.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das Treffen in \u00c9vian findet unter h\u00f6chsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Auf franz\u00f6sischer Seite sind etwa 16.000 Sicherheitskr\u00e4fte und Feuerwehrleute im Einsatz. Die Schweiz beteiligt sich mit etwa 4000 Soldaten an der Absicherung.<\/p>\n<p>Selenskyj zu Gipfel eingeladen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Auf der Agenda des G7-Treffens stehen am Dienstag zun\u00e4chst die Kriege in der Ukraine und in der Golfregion. Zudem soll es um den Umgang mit K\u00fcnstlicher Intelligenz und den Abbau geostrategischer Ungleichgewichte gehen. Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj wird am Dienstag in \u00c9vian dabei sein und dort auch Trump treffen, wie es in Washington hie\u00df. Beim Thema Iran wollen die Europ\u00e4er unter anderem eine \u00d6ffnung der Stra\u00dfe von Hormus erreichen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident war im Vorfeld stark bem\u00fcht, Trump bei der Stange zu halten. Zun\u00e4chst wurde das Datum des Treffens verschoben, damit dieser am Sonntag noch seinen 80. Geburtstag mit einer Kampfshow vor dem Wei\u00dfen Haus feiern kann. Am Mittwoch ist Trump zu einem Abendessen im Schloss von Versailles mit Macron eingeladen &#8211; was Trumps Geschmack f\u00fcr Glanz und Glimmer entgegenkommt.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zu einigen Programmteilen des bis Mittwoch dauernden Gipfels sind auch die Staats- und Regierungschefs der Partnerl\u00e4nder Brasilien, S\u00fcdkorea, \u00c4gypten, Indien und Kenia eingeladen. Dies soll der Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen, die G7-Gruppe sei eine elit\u00e4re Gruppe, die \u00fcber die K\u00f6pfe anderer hinweg entscheide.<\/p>\n<p>Krawalle vor 23 Jahren<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In der Genfer Innenstadt herrscht schon seit Tagen Ausnahmezustand: Hunderte Luxusgesch\u00e4fte und Banken, aber auch Hotels und Superm\u00e4rkte haben ihre Fassaden und Schaufenster aus Sorge vor Ausschreitungen mit Sperrholzplatten verbarrikadiert. Dies geht auf Erinnerungen an das Jahr 2003 zur\u00fcck. Damals hatten Demonstranten sich gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert und zahlreiche Gesch\u00e4fte verw\u00fcstet. Die Sch\u00e4den wurden auf etwa sechs Millionen Schweizer Franken gesch\u00e4tzt.  Auch damals ging es um einen Gipfel in \u00c9vian. 2003 war Russland noch dabei, deshalb hie\u00df die Veranstaltung G8.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"> Das Uni-Krankenhaus baute Zelte auf, um m\u00f6glicherweise Verletzte schnell versorgen zu k\u00f6nnen. Ein urspr\u00fcnglich geplanter Gegengipfel im franz\u00f6sischen Annemasse war wegen der hohen Sicherheitsauflagen abgesagt worden. Die Ereignisse von 2003 seien ein Trauma f\u00fcr die Genfer Polizei, sagte die Polizeichefin des Kantons, Monica Bonfanti. Sie bekommt dieses Mal Verst\u00e4rkung aus der ganzen Schweiz, auch von der Armee. Es sollen mehr als 7000 Sicherheitskr\u00e4fte auf den Stra\u00dfen sein.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Aufgabe der franz\u00f6sischen und Schweizer Sicherheitskr\u00e4fte ist nicht nur die Bew\u00e4ltigung der Demonstration. Sie m\u00fcssen auch die Sicherheit der anreisenden Staatschefs garantieren. Genf ist der n\u00e4chstgelegene Flughafen zu \u00c9vian, und die meisten Delegationen sollen dort am Montag eintreffen. Genf ist wie eine Enklave auf franz\u00f6sischem Gebiet. Die Schweizer haben die rund 30 Grenz\u00fcberg\u00e4nge bis auf sieben geschlossen und f\u00fchrten schon am Freitag Personenkontrollen in der Stadt durch.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, mwa\/AFP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Franzosen ver\u00e4rgern SchweizerZehntausende G7-Gegner demonstrieren in Genf gegen Gipfel &#8211; Krawalle bef\u00fcrchtet 14.06.2026, 17:01 Uhr Artikel anh\u00f6ren(07:08 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":167634,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26,27],"tags":[2436,2599,3180,863,3178,29527,115,114,934,623,175,851,12304,45,1631,1658],"class_list":["post-167633","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-geneve","category-genf","tag-demonstrationen","tag-donald-trump","tag-emmanuel-macron","tag-frankreich","tag-friedrich-merz","tag-g7","tag-geneve","tag-genf","tag-klimawandel","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-politik","tag-polizei","tag-proteste","tag-schweiz","tag-ukraine","tag-wolodymyr-selenskyj"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116749240258456249","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167633","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=167633"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/167633\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/167634"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=167633"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=167633"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=167633"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}