{"id":170499,"date":"2026-06-16T11:15:08","date_gmt":"2026-06-16T11:15:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/170499\/"},"modified":"2026-06-16T11:15:08","modified_gmt":"2026-06-16T11:15:08","slug":"tausende-kleine-rueckstoesse-treiben-sterbende-sterne-durchs-all","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/170499\/","title":{"rendered":"Tausende kleine R\u00fcckst\u00f6\u00dfe treiben sterbende Sterne durchs All"},"content":{"rendered":"<p> PASADENA\/USA. Ein neues Modell des California Institute of Technology erkl\u00e4rt, wie sonnen\u00e4hnliche Sterne am Ende ihres Lebens in Bewegung geraten. Rund 10.000 ungleichm\u00e4\u00dfige Ausw\u00fcrfe sollen den entstehenden Wei\u00dfen Zwerg \u00fcber Hunderttausende Jahre hinweg beschleunigen. <\/p>\n<p>Sonnen\u00e4hnliche Sterne dehnen sich im Alter zu Roten Riesen aus und verlieren gro\u00dfe Mengen ihrer \u00e4u\u00dferen Materie. Zur\u00fcck bleibt schlie\u00dflich ein dichter Wei\u00dfer Zwerg. Wie Phys.org am 15. Juni 2026 berichtet, k\u00f6nnten die ausgesto\u00dfenen Gasmassen dem Stern bei jedem einzelnen Ereignis einen kleinen Schub in die entgegengesetzte Richtung geben.<\/p>\n<p>Der Astrophysiker Jim Fuller vom California Institute of Technology stellte das Modell beim 248. Treffen der American Astronomical Society in Pasadena vor. Die wissenschaftliche Arbeit wurde zur Ver\u00f6ffentlichung eingereicht.<\/p>\n<p>Viele kleine Sch\u00fcbe summieren sich<\/p>\n<p>Nach Fullers Berechnungen erlebt ein sterbender Roter Riese etwa 10.000 solcher R\u00fcckst\u00f6\u00dfe. Jeder davon beschleunigt den Stern zun\u00e4chst nur um wenige Meter pro Sekunde.<\/p>\n<p>Da die Materie in zuf\u00e4llige Richtungen entweicht, ver\u00e4ndert sich auch die Bewegungsrichtung immer wieder. \u00dcber lange Zeit ergibt sich dennoch eine Nettogeschwindigkeit von ungef\u00e4hr einem Kilometer pro Sekunde.<\/p>\n<p>Das Modell \u00e4hnelt einem zuf\u00e4lligen Weg mit vielen kleinen Schritten. Obwohl jeder einzelne Schritt eine andere Richtung haben kann, entfernt sich das Objekt allm\u00e4hlich von seinem Ausgangspunkt.<\/p>\n<p>Weite Doppelsternsysteme k\u00f6nnen zerbrechen<\/p>\n<p>Die Berechnungen k\u00f6nnten erkl\u00e4ren, warum besonders weit voneinander entfernte Doppelsterne seltener werden, sobald einer der beiden Sterne zu einem Wei\u00dfen Zwerg geworden ist. \u00dcbersteigt der R\u00fccksto\u00df die Umlaufgeschwindigkeit, kann die gegenseitige Schwerkraft die beiden Himmelsk\u00f6rper nicht mehr zusammenhalten.<\/p>\n<p>Beobachtungen hatten bereits darauf hingedeutet, dass Wei\u00dfe Zwerge solche Sch\u00fcbe erhalten. Das neue Modell verbindet diese Daten erstmals mit unregelm\u00e4\u00dfigen Massenausw\u00fcrfen auf der Oberfl\u00e4che sterbender Roter Riesen.<\/p>\n<p>Modell sagt m\u00f6gliche Sternkollisionen voraus<\/p>\n<p>In einzelnen Doppelsternsystemen k\u00f6nnten die Sch\u00fcbe auch das Gegenteil bewirken. Statt die Sterne voneinander zu trennen, k\u00f6nnten sie ihre Bahnen so ver\u00e4ndern, dass die beiden Himmelsk\u00f6rper zusammensto\u00dfen.<\/p>\n<p>Eine solche Kollision k\u00f6nnte eine Explosion ausl\u00f6sen. Astronomen sollen k\u00fcnftig nach entsprechenden Ereignissen suchen und damit pr\u00fcfen, ob die Vorhersagen des Modells zutreffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"PASADENA\/USA. 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