{"id":170527,"date":"2026-06-16T11:36:13","date_gmt":"2026-06-16T11:36:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/170527\/"},"modified":"2026-06-16T11:36:13","modified_gmt":"2026-06-16T11:36:13","slug":"rumaeniens-tarom-vor-dem-kollaps-streit-zwischen-vizepremierministerin-und-piloten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/170527\/","title":{"rendered":"Rum\u00e4niens Tarom vor dem Kollaps? Streit zwischen Vizepremierministerin und Piloten"},"content":{"rendered":"\n<p>Rum\u00e4niens Vizepremierministerin attackierte das Management der staatlichen Fluggesellschaft des Landes. In einem Facebook-Post schrieb Oana Gheorghiu am Mittwoch (10. Juni), es handele sich um \u00abein Unternehmen auf direktem Flug in den Ruin\u00bb.<\/p>\n<p>Sie listet auf: \u00abfinanzielle Verbindlichkeiten des Unternehmens: 930 Millionen Rum\u00e4nische Leu\u00bb, umgerechnet rund 177 Millionen Euro; ein gesch\u00e4tzter Verlust 2025 von umgerechnet 35,5 Millionen Euro, ein negatives Eigenkapital von etwa 20 Millionen. \u00abAuslastung der Flugzeuge: unter 70 Prozent und damit weit unter den angestrebten Zielen.\u00bb<\/p>\n<p>Vizepremierministerin sieht Tarom im Teufelskreis<\/p>\n<p>2024 habe Tarom zum ersten Mal in den vergangenen zehn Jahren einen Gewinn erwirtschaftet &#8211; \u00abder jedoch in Wahrheit nur auf dem Papier existierte\u00bb, so die Politikerin. Er sei nur durch den Verkauf von Verm\u00f6genswerten und buchhalterische Sondereffekte m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Dabei mangele es nicht an Potenzial, sondern an guter Unternehmensf\u00fchrung, so Gheorghiu. Tarom scheine in einem Teufelskreis gefangen zu sein: \u00abUnternehmensverm\u00f6gen wird verkauft, um Verluste zu decken; schwierige Entscheidungen werden aufgeschoben; Konflikte in der Unternehmensf\u00fchrung blockieren Reformen.\u00bb Es fehle an einer schl\u00fcssigen Strategie und klarer Vision. Zur Rettung von Tarom fordert sie unter anderem eine Professionalisierung der Unternehmensf\u00fchrung, messbare Ziele und finanzielle Disziplin.<\/p>\n<p>\u00abDas Zeitfenster ist jedoch sehr klein\u00bb<\/p>\n<p>\u00abDas Zeitfenster ist jedoch sehr klein. Nach Jahren der k\u00fcnstlichen Beatmung wird es nahezu unm\u00f6glich sein, Tarom allein durch staatliche Beihilfen zu retten\u00bb, schreibt die Vizepremierministerin. \u00abEntweder beginnen wir jetzt mit einer echten Reform bei Tarom, oder das Unternehmen wird weiterhin st\u00fcckweise verkauft, nur um etwas mehr Zeit zu gewinnen.\u00bb<\/p>\n<p>Cockpitcrew-Gewerkschaft kritisiert Vizepremierministerin<\/p>\n<p>Gegenwind bekommt die Vizepremierministerin von der rum\u00e4nischen Gewerkschaft der Cockpitcrews. Deren Chef Mihai Panait nannte die Aussagen der Politikerin laut dem rum\u00e4nischen Portal <a href=\"https:\/\/www.digi24.ro\/stiri\/economie\/companii\/oana-gheorghiu-despre-situatia-tarom-singurul-an-cu-profit-a-venit-din-vanzarea-de-active-si-tratamente-contabile-exceptionale-3808731\" id=\"34b93abd-511e-4cfd-829c-afeb19ade65f\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">Digi 24<\/a> \u00abv\u00f6llig unverantwortlich\u00bb. Sie k\u00f6nnten sich negativ auf den Ticketverkauf und das \u00f6ffentliche Vertrauen in Tarom auswirken. Gheorghiu suggeriere \u00abfernab der Realit\u00e4t\u00bb ein drohendes Ende der Fluggesellschaft, so Panait. Dabei bef\u00e4nde sich die Fluglinie in einem laufenden, von der EU genehmigten Restrukturierungsprozess.<\/p>\n<p>Zudem bef\u00e4nde sich die Vizepremierministerin in den letzten Tagen ihrer Amtszeit. \u00abWelches Ziel verfolgen solche Erkl\u00e4rungen, die in den letzten Tagen der Amtszeit abgegeben wurden?\u00bb, fragt der Gewerkschafter. \u00abWelches konkrete Problem l\u00f6sen sie? Wie helfen sie Mitarbeitenden, Flugg\u00e4sten, Lieferanten oder Steuerzahlern?\u00bb Der Staat k\u00f6nne nicht von einem Unternehmen Sanierung verlangen und gleichzeitig st\u00e4ndig Botschaften in der \u00d6ffentlichkeit verbreiten, die das Vertrauen in dieses Unternehmen untergraben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>So setzt sich die Flotte von Tarom zusammen<\/p>\n<p>Gheorghiu geh\u00f6rt zur Regierung von Ministerpr\u00e4sident Ilie Bolojan, die nach einem Misstrauensvotum des rum\u00e4nischen Parlaments im Mai offiziell abgesetzt wurde. Derzeit soll Eugen Tomac als neuer Ministerpr\u00e4sident eine neue Regierung formen.<\/p>\n<p>Hinter aeroTELEGRAPH steckt mehr als eine Website: ein Team erfahrener Journalistinnen und Journalisten, das fliegt, recherchiert und einordnet \u2013 Tag f\u00fcr Tag. Mit Ihrer Unterst\u00fctzung bleiben wir unabh\u00e4ngig und Sie lesen werbefrei. <a href=\"https:\/\/www.aerotelegraph.com\/insider\" id=\"32010e0b-f27e-47dd-b299-bc3a7bd16d1a\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jetzt hier klicken und abonnieren<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Rum\u00e4niens Vizepremierministerin attackierte das Management der staatlichen Fluggesellschaft des Landes. In einem Facebook-Post schrieb Oana Gheorghiu am Mittwoch&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":170528,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[9],"tags":[42,14987,40,39522,49,48,47],"class_list":["post-170527","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-nachrichten","tag-rumaenien","tag-schlagzeilen","tag-tarom","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116759578177348258","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/170527","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=170527"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/170527\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/170528"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=170527"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=170527"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=170527"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}