{"id":170913,"date":"2026-06-16T16:08:13","date_gmt":"2026-06-16T16:08:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/170913\/"},"modified":"2026-06-16T16:08:13","modified_gmt":"2026-06-16T16:08:13","slug":"lupus-infektionen-schwere-faelle-erhoehen-schub-risiko-um-das-74-fache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/170913\/","title":{"rendered":"Lupus-Infektionen: Schwere F\u00e4lle erh\u00f6hen Schub-Risiko um das 7,4-Fache"},"content":{"rendered":"<p>Das belegt eine aktuelle Metaanalyse mit 74 Studien und \u00fcber 29.000 Patienten. Die im Juni 2026 ver\u00f6ffentlichte Auswertung zeigt: Infektionen sind nicht blo\u00df eine Komplikation, sondern wesentlicher Ausl\u00f6ser neuer Krankheitssch\u00fcbe.<\/p>\n<p>Fast die H\u00e4lfte aller SLE-Patienten erleidet innerhalb von 15 Jahren mindestens eine schwere Infektion. Bei einem Update-Seminar f\u00fcr Rheumatologie Mitte Juni wurde betont: Infektionspr\u00e4vention muss integraler Bestandteil jeder Therapiestrategie sein.<\/p>\n<p>Prophylaxe senkt Risiko deutlich<\/p>\n<p>Anzeige: Schwere Infektionen erh\u00f6hen das Schub-Risiko bei Lupus um das 7,4-Fache. Fast jeder zweite Patient erleidet innerhalb von 15 Jahren eine schwere Infektion. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie mit einfachen Ma\u00dfnahmen vorbeugen und Risiken fr\u00fch erkennen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/lupus-infektionen-74-fach-erhoehtes-schub-risiko-5533?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_976088:Topic_chronic_pain_inflammation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=5533\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern<\/a><\/p>\n<p>Zur Pr\u00e4vention steht TMP-SMX (Trimethoprim-Sulfamethoxazol) zur Verf\u00fcgung. Die Daten zeigen eine Hazard Ratio von 0,48 \u2013 das Risiko f\u00fcr schwere Infektionen halbiert sich also fast.<\/p>\n<p>Gleichzeitig offenbaren die Studien unterschiedliche Risikoprofile moderner Wirkstoffe. Bei Herpes-Zoster-Infektionen liegt die Rate unter Anifrolumab bei 38,3 Prozent, unter Belimumab dagegen bei 21,3 Prozent. F\u00fcr personalisierte Behandlungspl\u00e4ne wird diese Differenzierung zunehmend relevant.<\/p>\n<p>Neue Wirkstoffe in der Pipeline<\/p>\n<p>Der FcRn-Blocker Nipocalimab wurde in der Phase-2-Studie JASMINE-SLE mit 228 Teilnehmern untersucht. Nach 24 Wochen erreichte der prim\u00e4re Endpunkt (SRI-4) mit 53,5 Prozent gegen\u00fcber 46,7 Prozent noch keine statistische Signifikanz (p=0,081). Doch die Langzeitbetrachtung \u00fcberzeugt: Nach einem Jahr lag die Ansprechrate bei 53,6 Prozent gegen\u00fcber 39,7 Prozent unter Placebo (p=0,02). Besonders stark profitierten Patienten mit hohen Autoantik\u00f6rperspiegeln. Ein Phase-3-Programm l\u00e4uft bereits.<\/p>\n<p>Der selektive JAK2-Inhibitor CGT1145 zeigt in pr\u00e4klinischen Daten eine mehr als 100-fache Selektivit\u00e4t. Ein Antrag auf Zulassung f\u00fcr klinische Pr\u00fcfungen wird noch 2026 erwartet.<\/p>\n<p>Mediziner des Uniklinikums Erlangen berichten zudem von Erfolgen mit CAR-T-Zelltherapie. Bei Patienten mit besonders schweren Verl\u00e4ufen f\u00fchrte sie zu Remissionen.<\/p>\n<p>Grundlagenforschung: NETs als Ausl\u00f6ser identifiziert<\/p>\n<p>Forscher der Universit\u00e4tsmedizin Mainz haben in Nature Communications einen Mechanismus entschl\u00fcsselt: Neutrophil Extracellular Traps (NETs) aktivieren \u00fcber Histone direkt T-Zellen und f\u00f6rdern deren Differenzierung zu entz\u00fcndungsf\u00f6rdernden TH17-Zellen. Histon-Inhibitoren k\u00f6nnten diesen Mechanismus k\u00fcnftig adressieren.<\/p>\n<p>Anzeige: Moderne Lupus-Wirkstoffe haben unterschiedliche Risikoprofile: Unter Anifrolumab liegt die Herpes-Zoster-Rate bei 38,3 Prozent, unter Belimumab bei 21,3 Prozent. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Therapie f\u00fcr Ihren Angeh\u00f6rigen am sichersten ist. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/lupus-infektionen-74-fach-erhoehtes-schub-risiko-5533?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_976088:Topic_chronic_pain_inflammation:Source_DNV_Dynamic_LP&amp;lp=5533\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Wirkstoff-Risikoprofile jetzt vergleichen<\/a><\/p>\n<p>Ein weiteres Projekt an der FAU Erlangen-N\u00fcrnberg untersucht die Rolle von Glykanen an Antik\u00f6rpern. Das mit 250.000 Euro gef\u00f6rderte Vorhaben soll Diagnose- und Behandlungsstrategien bei Autoimmunerkrankungen pr\u00e4zisieren.<\/p>\n<p>Sparpaket ab 2027: Auswirkungen auf Rheumatologie?<\/p>\n<p>Ab 2027 plant die gesetzliche Krankenversicherung ein Sparpaket mit Entlastungen von mindestens 16,3 Milliarden Euro. Wie stark die Rheumatologie betroffen sein wird, ist noch offen. Experten betonen: Eine verbesserte Fr\u00fcherkennung von Begleiterkrankungen wie Lupusnephritis sei entscheidend \u2013 sowohl f\u00fcr die Patientengesundheit als auch f\u00fcr die langfristige Kosteneffizienz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das belegt eine aktuelle Metaanalyse mit 74 Studien und \u00fcber 29.000 Patienten. 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