{"id":171183,"date":"2026-06-16T19:49:14","date_gmt":"2026-06-16T19:49:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/171183\/"},"modified":"2026-06-16T19:49:14","modified_gmt":"2026-06-16T19:49:14","slug":"demenz-risiko-verringern-studie-zeigt-auswirkungen-von-kaffee-auf-den-koerper","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/171183\/","title":{"rendered":"Demenz-Risiko verringern: Studie zeigt &#8211; Auswirkungen von Kaffee auf den K\u00f6rper"},"content":{"rendered":"<p class=\"em_text\">Die Deutschen trinken gerne Kaffee. Das Hei\u00dfgetr\u00e4nk schmeckt nicht nur &#8211; sondern soll auch Demenz entgegenwirken k\u00f6nnen, wie eine gro\u00dfe US-Studie nun zeigt. Was steckt genau dahinter? Ein Blick auf die Studienergebnisse.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe US-amerikanische Studie legt nahe, dass der Konsum koffeinhaltigen Kaffees und Tees langfristig mit einem geringeren Demenzrisiko verbunden sein k\u00f6nnte. Ver\u00f6ffentlicht wurde die Untersuchung im Fachjournal JAMA. Grundlage waren Daten aus zwei gro\u00dfen Langzeitstudien, der Nurses\u2019 Health Study und der Health Professionals Follow-up Study. Insgesamt wurden die Angaben von 131.821 Frauen und M\u00e4nnern ausgewertet, die zu Studienbeginn weder an Krebs noch an Parkinson oder Demenz erkrankt waren. Die medizinische Beobachtung erstreckte sich \u00fcber einen Zeitraum von bis zu 43 Jahren.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>    Studie untersucht Zusammenhang zwischen Koffeinkonsum und Demenzrisiko<\/p>\n<p class=\"em_text\">Im Verlauf der Beobachtungszeit wurden 11.033 neue Demenzf\u00e4lle dokumentiert. Die Forschenden analysierten wiederholt, in welchem Umfang die Teilnehmenden koffeinhaltigen Kaffee, entkoffeinierten Kaffee und Tee konsumierten. Dabei zeigte sich ein statistischer Zusammenhang: Personen, die mehr koffeinhaltigen Kaffee tranken, erkrankten seltener an Demenz. Zudem berichteten sie seltener \u00fcber einen subjektiven R\u00fcckgang ihrer Ged\u00e4chtnisleistung. F\u00fcr entkoffeinierten Kaffee lie\u00df sich ein vergleichbarer Zusammenhang nicht feststellen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliche Beobachtungen ergaben sich auch f\u00fcr Tee. Besonders deutlich war der Zusammenhang bei moderatem Konsum. Nach den Ergebnissen der Studie waren etwa zwei bis drei Tassen koffeinhaltiger Kaffee oder ein bis zwei Tassen Tee pro Tag mit den g\u00fcnstigsten Werten verbunden. Ein h\u00f6herer Konsum war laut der Untersuchung jedoch nicht automatisch mit zus\u00e4tzlichen Vorteilen verkn\u00fcpft.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>    Auff\u00e4llige Ergebnisse bei moderatem Konsum<\/p>\n<p class=\"em_text\">Der Studienleiter Daniel Wang von der Harvard T.H. Chan School of Public Health betonte in einer Pressemitteilung, dass es sich um eine Beobachtungsstudie handelt. Solche Studien k\u00f6nnen Zusammenh\u00e4nge aufzeigen, erlauben jedoch keinen Nachweis einer urs\u00e4chlichen Wirkung. Auch andere Einflussfaktoren wie Lebensstil, Ern\u00e4hrung oder sozio\u00f6konomische Bedingungen k\u00f6nnten bei den Ergebnissen eine Rolle gespielt haben.<\/p>\n<p>Wang erkl\u00e4rte zudem, Ern\u00e4hrungsrichtlinien konzentrierten sich bislang vor allem auf die Vorbeugung chronischer Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes, w\u00e4hrend die kognitive Gesundheit seltener im Mittelpunkt stehe. Dabei gebe es Zusammenh\u00e4nge zwischen diesen Bereichen. Die Ergebnisse k\u00f6nnten dazu beitragen, die Verbindung zwischen Ern\u00e4hrung und Gehirngesundheit st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>    Kein Anlass f\u00fcr unbegrenzten Koffeinkonsum<\/p>\n<p class=\"em_text\">Fachleute mahnen dennoch zur Vorsicht. Die vorliegenden Daten liefern keinen Anlass, den eigenen Koffeinkonsum gezielt zu erh\u00f6hen. Zudem reagieren manche Menschen empfindlich auf Koffein, etwa bei Schlafproblemen, Angstst\u00f6rungen oder Herzrhythmusst\u00f6rungen.<\/p>\n<p>Warum Kaffee und Tee m\u00f6glicherweise g\u00fcnstige Effekte auf die Gehirngesundheit haben k\u00f6nnten, ist weiterhin Gegenstand der Forschung. Neben Koffein enthalten beide Getr\u00e4nke zahlreiche bioaktive Substanzen, darunter Polyphenole. Diese k\u00f6nnten unter anderem Entz\u00fcndungsprozesse und oxidativen Stress beeinflussen.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon ersetzen Kaffee und Tee keine etablierten Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der Hirngesundheit. Regelm\u00e4\u00dfige Bewegung, ausreichend Schlaf, der Verzicht auf Rauchen, eine ausgewogene Ern\u00e4hrung sowie die Kontrolle von Blutdruck und Diabetes gelten weiterhin als wichtige Faktoren. Kaffee kann nach derzeitigem Forschungsstand allenfalls als ein m\u00f6glicher Baustein unter mehreren betrachtet werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p style=\"text-align:right;\">emf    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Deutschen trinken gerne Kaffee. 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