{"id":17307,"date":"2026-02-23T17:36:07","date_gmt":"2026-02-23T17:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/17307\/"},"modified":"2026-02-23T17:36:07","modified_gmt":"2026-02-23T17:36:07","slug":"bitcoin-faellt-unter-65000-usd-nach-trumps-zoll-eskalation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/17307\/","title":{"rendered":"Bitcoin f\u00e4llt unter 65&#8217;000 USD nach Trumps Zoll-Eskalation"},"content":{"rendered":"<p>Bitcoin verlor im fr\u00fchen asiatischen Handel am Montag bis zu 4.8 Prozent und fiel auf rund 64&#8217;300 USD. Das ist der tiefste Stand seit Anfang Februar. Ethereum gab 5.2 Prozent ab, kleinere Altcoins noch deutlich st\u00e4rker. Insgesamt verlor der Krypto-Markt innerhalb von 24 Stunden weitere 100 Milliarden USD an Wert.<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser ist die j\u00fcngste Eskalation in der US-Handelspolitik. Pr\u00e4sident Donald Trump erh\u00f6hte am Sonntag die angek\u00fcndigten globalen Z\u00f6lle von 10 auf 15 Prozent. Die neuen Abgaben treten am 24. Februar um 00:01 Uhr ET in Kraft. Neben Krypto-Assets gerieten auch US-Dollar, S&amp;P-500-Futures (minus 0.8 Prozent) und Nasdaq-100-Futures (minus 1 Prozent) unter Druck.<\/p>\n<p>Supreme Court stoppt Trumps Z\u00f6lle, Trump weicht auf neues Gesetz aus<\/p>\n<p>Der Hintergrund: Am 20. Februar entschied der US Supreme Court mit 6 zu 3 Stimmen, dass Trumps pauschale Z\u00f6lle unter dem IEEPA verfassungswidrig sind. Chief Justice John Roberts formulierte unmissverst\u00e4ndlich: &#171;IEEPA autorisiert den Pr\u00e4sidenten nicht, Z\u00f6lle zu erheben.&#187; Die Besteuerungsmacht liege beim Kongress.<\/p>\n<p>Trump bezeichnete das Urteil als &#171;l\u00e4cherlich, schlecht geschrieben und ausserordentlich anti-amerikanisch&#187;. Denn statt einzulenken, wechselte er die rechtliche Grundlage. Konkret berief er sich auf Section 122 des Trade Act von 1974. Dieses Gesetz erlaubt Z\u00f6lle von maximal 15 Prozent f\u00fcr eine Dauer von 150 Tagen, sofern der Kongress nicht verl\u00e4ngert. Kein US-Pr\u00e4sident hat Section 122 zuvor genutzt.<\/p>\n<p>Die rechtliche Auseinandersetzung d\u00fcrfte allerdings weitergehen. Bis Dezember 2025 hatte die US-Regierung rund 133 Milliarden USD aus den vorherigen Z\u00f6llen eingenommen. Gleichzeitig haben \u00fcber 1&#8217;000 Importeure Klagen auf R\u00fcckerstattung eingereicht. Die neue Rechtsgrundlage ist ebenfalls ungetestet und k\u00f6nnte vor Gericht angefochten werden.<\/p>\n<p>ETF-Investoren ziehen Milliarden ab<\/p>\n<p>Die zw\u00f6lf US-gelisteten Spot-Bitcoin-Fonds verzeichneten ihre f\u00fcnfte aufeinanderfolgende Woche mit Netto-Abfl\u00fcssen. So lang war die Abfluss-Serie zuletzt im Februar 2025. In diesen f\u00fcnf Wochen zogen Investoren 3.8 Milliarden USD ab. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste entsprechend auf etwa 4.5 Milliarden USD.<\/p>\n<p>Selbst die gr\u00f6ssten Fonds bleiben nicht verschont. BlackRocks IBIT verzeichnete am 18. Februar allein 84.2 Millionen USD an Abfl\u00fcssen, Fidelitys FBTC weitere 49 Millionen. Die verwalteten Verm\u00f6gen aller Bitcoin-ETFs liegen bei 83.6 Milliarden USD &#8211; das entspricht 6.3 Prozent der gesamten Bitcoin-Marktkapitalisierung. Institutionelle Anleger reduzieren damit aktiv ihre Krypto-Exposition.<\/p>\n<p>Zwei Billionen Dollar seit dem Allzeithoch vernichtet<\/p>\n<p>Bitcoin erreichte am 6. Oktober 2025 ein Allzeithoch \u00fcber 126&#8217;000 USD. Damals trieben Hoffnungen auf eine krypto-freundlichere Trump-Administration die Kurse. Seitdem ist Bitcoin um fast 50 Prozent gefallen. Der gesamte Krypto-Markt schrumpfte von einem Rekord bei 4.4 Billionen USD um 44 Prozent auf rund 2.3 Billionen USD. Das entspricht einem R\u00fcckgang von etwa 2 Billionen USD.<\/p>\n<p>Anfang Februar 2026 l\u00f6schte Bitcoin die verbleibenden Gewinne seit Trumps Wiederwahl im November 2024 vollst\u00e4ndig aus. Die aktuelle Korrektur unterscheidet sich dennoch vom FTX-Zusammenbruch 2022: Keine grossen institutionellen Krypto-Firmen sind gescheitert. B\u00f6rsen, Custody-Services und Blockchain-Netzwerke funktionieren weiterhin. Analysten sprechen daher von einer Vertrauenskrise statt einem systemischen Versagen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/BTCUSD_2026-02-23_07-10-02.png\"><img data-lazyloaded=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-83127\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/BTCUSD_2026-02-23_07-10-02.png\" alt=\"\" width=\"1836\" height=\"1170\"  data-\/><\/a>Entwicklung Bitcoin-Preis (BTC\/USD) \/ Chart: <a href=\"https:\/\/www.tradingview.com\/?aff_id=18142&amp;offer_id=10\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Tradingview<\/a><\/p>\n<p>Der Crypto Fear &amp; Greed Index fiel auf 9. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2022, als der Zusammenbruch von Terra\/Luna und Three Arrows Capital die Branche ersch\u00fctterte. Besonders kleinere Token traf es hart.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bitcoin verlor im fr\u00fchen asiatischen Handel am Montag bis zu 4.8 Prozent und fiel auf rund 64&#8217;300 USD.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":17308,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[14],"tags":[2071,715,57,46,52,51,53,56,45,44,55,54],"class_list":{"0":"post-17307","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-bitcoin","9":"tag-btc","10":"tag-business","11":"tag-ch","12":"tag-companies","13":"tag-companies-markets","14":"tag-markets","15":"tag-maerkte","16":"tag-schweiz","17":"tag-switzerland","18":"tag-unternehmen","19":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17307","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17307"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17307\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17308"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17307"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17307"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17307"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}