{"id":173212,"date":"2026-06-18T06:48:29","date_gmt":"2026-06-18T06:48:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173212\/"},"modified":"2026-06-18T06:48:29","modified_gmt":"2026-06-18T06:48:29","slug":"neue-studie-blutungen-nach-der-geburt-sind-ein-riesenproblem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173212\/","title":{"rendered":"Neue Studie: Blutungen nach der Geburt sind ein Riesenproblem"},"content":{"rendered":"<p>Der erste Schrei des Babys, Tr\u00e4nen der Erleichterung, ein Moment voller Gl\u00fcck \u2013 f\u00fcr viele Familien ist die <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/geburt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Geburt<\/a> der Augenblick, auf den sie monatelang gewartet haben.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4hrend sich die Aufmerksamkeit ganz auf das neue Leben richtet, kann f\u00fcr die Mutter eine unsichtbare Gefahr entstehen. Starke Blutungen nach der Geburt geh\u00f6ren weltweit zu den h\u00e4ufigsten Komplikationen im <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/podcast\/wochenbett-das-erwartet-dich-in-den-wochen-nach-der-geburt\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wochenbett<\/a> \u2013 und sie werden oft zu sp\u00e4t erkannt.<\/p>\n<p>Jedes Jahr sind rund 27 Millionen Frauen von sogenannten postpartalen Blutungen betroffen, etwa 43.000 sterben an den Folgen.<\/p>\n<p>Dabei z\u00e4hlt jede Minute: Je fr\u00fcher eine Blutung erkannt und behandelt wird, desto gr\u00f6\u00dfer sind die Chancen, schwere Komplikationen zu verhindern. Dennoch bleibt nach Sch\u00e4tzungen etwa die H\u00e4lfte der F\u00e4lle zun\u00e4chst unentdeckt. Eine aktuelle Untersuchung unterstreicht deshalb, wie wichtig es ist, den Blutverlust nach der Geburt nicht nur zu sch\u00e4tzen, sondern pr\u00e4zise zu messen \u2013 und damit M\u00fctter besser zu sch\u00fctzen, wenn sie gerade erst ein neues Leben willkommen gehei\u00dfen haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"Wie k\u00f6nnen Mamas besser vor dem Blutverlust nach der Geburt gesch\u00fctzt werden?\" width=\"1200\" height=\"675\" data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/amelies-geschichte-6.jpg\"\/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/amelies-geschichte-6.jpg\" alt=\"Wie k\u00f6nnen Mamas besser vor dem Blutverlust nach der Geburt gesch\u00fctzt werden?\" width=\"1200\" height=\"675\"\/><\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen Mamas besser vor dem Blutverlust nach der Geburt gesch\u00fctzt werden? Foto: UnsplashDie Ursachen f\u00fcr postpartale Blutungen sind verschieden<\/p>\n<p>Folgende Faktoren werden jedoch h\u00e4ufig mit postpartalen Blutungen in Verbindung gebracht.<\/p>\n<p>Verletzungen des Genitaltraktes<br \/>\neine unvollst\u00e4ndige Abl\u00f6sung der Platzenta<br \/>\nein nicht ausreichendes Zusammenziehen der Geb\u00e4rmutter<br \/>\nBlutgerinnungsst\u00f6rungen<\/p>\n<p>H\u00e4ufiger betroffen sind laut der WHO Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften, nach Kaiserschnitt-Geburten, mit starkem \u00dcbergewicht oder bei weiblicher Genitalverst\u00fcmmelung.<\/p>\n<p>        Aber was k\u00f6nnen \u00c4rzte und medizinisches Personal tun, um dies zu verhindern?<\/p>\n<p>Um starke Blutungen nach der Geburt zu verhindern oder zumindest abzumildern, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei jeder Geburt den Einsatz sogenannter Uterotonika.<\/p>\n<p>Diese Medikamente unterst\u00fctzen die <a href=\"https:\/\/www.echtemamas.de\/geburtstrauma-meine-gebaermutter-musste-entfernt-werden\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Geb\u00e4rmutter<\/a> dabei, sich nach der Entbindung zusammenzuziehen \u2013 ein nat\u00fcrlicher Vorgang, der wichtig ist, damit sich die Blutgef\u00e4\u00dfe an der ehemaligen Plazentastelle verschlie\u00dfen. So kann das Risiko f\u00fcr gef\u00e4hrliche Blutverluste deutlich gesenkt werden und M\u00fctter starten sicherer in die ersten Stunden mit ihrem Baby.<\/p>\n<p>Was sind Uterotonika?<\/p>\n<p data-start=\"0\" data-end=\"175\">Uterotonika sind Medikamente, die die Muskulatur der Geb\u00e4rmutter anregen, sich zusammenzuziehen. Der Name leitet sich von \u201eUterus\u201c (Geb\u00e4rmutter) und \u201eTonus\u201c (Spannung) ab.<\/p>\n<p data-start=\"177\" data-end=\"465\">Nach der Geburt haben diese Kontraktionen eine wichtige Aufgabe: Sie helfen der Geb\u00e4rmutter, sich wieder zu verkleinern und die Blutgef\u00e4\u00dfe an der Stelle zu verschlie\u00dfen, an der zuvor die Plazenta sa\u00df. Dadurch wird der Blutverlust reduziert und das Risiko f\u00fcr starke Nachblutungen gesenkt.<\/p>\n<p data-start=\"467\" data-end=\"727\">Zu den am h\u00e4ufigsten eingesetzten Uterotonika geh\u00f6rt das Hormon Oxytocin, das auch vom K\u00f6rper selbst w\u00e4hrend der Geburt und beim Stillen produziert wird. Je nach Situation k\u00f6nnen \u00c4rzte und Hebammen auch andere Wirkstoffe verwenden.<\/p>\n<p data-start=\"729\" data-end=\"918\" data-is-last-node=\"\" data-is-only-node=\"\">F\u00fcr uns Eltern l\u00e4sst sich vereinfacht sagen: Uterotonika unterst\u00fctzen die nat\u00fcrliche R\u00fcckbildung der Geb\u00e4rmutter direkt nach der Geburt und tragen dazu bei, gef\u00e4hrliche Blutungen zu verhindern.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem r\u00e4t die WHO noch zur vermehrten Behandlung von Blutarmut sowie dazu, dass nur Kaiserschnittgeburten genehmigt werden, die auch wirklich medizinisch notwendig sind.<\/p>\n<p>Das Gravierende:<\/p>\n<p>Laut der WHO wird etwa die H\u00e4lfte der postpartalen Blutungen \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Deshalb ruft die WHO dazu auf, den Blutverlust im Krankenhaus genauer messen zu lassen, damit weniger F\u00e4lle unter dem Radar laufen.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Was das genau bedeutet?<\/p>\n<p>Damit starke Blutungen nach der Geburt schneller erkannt werden, schlagen Forschende eine angepasste Definition vor. Demnach sollte bereits dann von einer behandlungsbed\u00fcrftigen Blutung ausgegangen werden, wenn eine Frau mindestens 300 Milliliter Blut verliert, und gleichzeitig Warnzeichen wie Herzrasen oder ein zu niedriger Blutdruck auftreten.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von solchen Symptomen gilt auch ein Blutverlust von mindestens 500 Millilitern als postpartale Blutung. Im deutschsprachigen Raum wird eine postpartale H\u00e4morrhagie (PPH) derzeit nach den <a href=\"https:\/\/www.dggg.de\/presse\/pressemitteilungen-und-nachrichten\/leitlinie-zu-diagnostik-und-therapie-von-geburtsbedingten-blutungen-ist-vollstaendig-ueberarbeitet\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe<\/a> definiert als ein Blutverlust von mindestens 500 Millilitern nach einer vaginalen Geburt oder mindestens 1.000 Millilitern nach einem Kaiserschnitt.<\/p>\n<p>Die Forschenden hoffen, dass die neue Definition dazu beitragen kann, gef\u00e4hrliche Blutungen fr\u00fcher zu erkennen und schneller zu behandeln \u2013 noch bevor gr\u00f6\u00dfere Mengen Blut verloren gehen.<\/p>\n<p>Schnelles Handeln zur Vermeidung dieser Verz\u00f6gerung kann f\u00fcr eine Frau mit postpartaler Blutung den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.<\/p>\n<p class=\"em--name\">Expert:innen der WHO<\/p>\n<p>Die Geburt eines Kindes markiert den Beginn eines neuen Lebensabschnitts \u2013 voller Hoffnung, Freude und gro\u00dfer Gef\u00fchle.<\/p>\n<p>Umso wichtiger ist es, dass auch die Gesundheit der Mutter in diesen entscheidenden Stunden im Mittelpunkt steht. Jede Blutung, die fr\u00fcher erkannt wird, kann Leben retten.<\/p>\n<p>Neue Erkenntnisse und pr\u00e4zisere Diagnosemethoden k\u00f6nnten dazu beitragen, dass mehr Frauen die ersten Momente mit ihrem Baby sicher erleben k\u00f6nnen \u2013 und aus einem riskanten Augenblick ein unbeschwerter Start ins Familienleben wird \u2013 und das sollte sofort angegangen werden.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Hattet ihr nach der Geburt mit Blutungen zu k\u00e4mpfen? Verrate es uns gern in den Kommentaren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der erste Schrei des Babys, Tr\u00e4nen der Erleichterung, ein Moment voller Gl\u00fcck \u2013 f\u00fcr viele Familien ist die&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":173213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[17],"tags":[39894,46,2520,8147,2196,67,66,45,956,44],"class_list":["post-173212","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-aufreger","tag-ch","tag-eltern","tag-erziehung","tag-geburt","tag-gesundheit","tag-health","tag-schweiz","tag-studien","tag-switzerland"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116769771409043572","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173212","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=173212"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/173212\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/173213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=173212"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=173212"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=173212"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}