{"id":173402,"date":"2026-06-18T08:59:06","date_gmt":"2026-06-18T08:59:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173402\/"},"modified":"2026-06-18T08:59:06","modified_gmt":"2026-06-18T08:59:06","slug":"lithium-verlangsamt-gedaechtnisverlust-studie-zeigt-fast-50-weniger-verfall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173402\/","title":{"rendered":"Lithium verlangsamt Ged\u00e4chtnisverlust: Studie zeigt fast 50% weniger Verfall"},"content":{"rendered":"<p>In der Psychiatrie ist das Metall seit Jahrzehnten etabliert. Nun r\u00fcckt es in den Fokus der Alzheimer-Forschung. Klinische Tests deuten auf neuroprotektive Eigenschaften hin \u2013 selbst in niedriger Dosierung.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Vergesslichkeit ab 50 muss kein Schicksal sein \u2013 oft lassen sich erste Warnsignale fr\u00fchzeitig erkennen und gezielt gegensteuern. Dieser kostenlose Ratgeber liefert 11 praktische \u00dcbungen und wertvolle Tipps zur Demenzvorbeugung. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/gehirntraining-leicht-gemacht\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_GEHIRNTRAINING-LEICHT-GEMACHT_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-979660\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Diese 11 Alltags\u00fcbungen halten Ihr Gehirn bis ins hohe Alter fit<\/a><\/p>\n<p>Ged\u00e4chtnisverlust um fast die H\u00e4lfte verlangsamt<\/p>\n<p>Die University of Pittsburgh untersuchte in einer zweij\u00e4hrigen Pilotstudie die Wirkung von Lithiumcarbonat. 80 \u00e4ltere Probanden mit leichten kognitiven Beeintr\u00e4chtigungen (MCI) nahmen teil. Die Ergebnisse ver\u00f6ffentlichte das Fachjournal JAMA Neurology.<\/p>\n<p>Die prim\u00e4ren Endpunkte verfehlte die Studie zwar. Doch bei der Ged\u00e4chtnisleistung zeigte sich ein deutlicher Unterschied: In der Lithium-Gruppe sank das verbale Ged\u00e4chtnis j\u00e4hrlich um 0,73 Punkte. In der Kontrollgruppe waren es 1,42 Punkte \u2013 fast doppelt so viel.<\/p>\n<p>Die Forscher stuften die Anwendung als sicher und machbar ein. Klar ist aber: Umfassendere klinische Best\u00e4tigungen stehen noch aus.<\/p>\n<p>Warum Lithium im Gehirn von Alzheimer-Patienten fehlt<\/p>\n<p>Eine Harvard-Studie aus dem Jahr 2025 lieferte Einblicke in die biochemischen Zusammenh\u00e4nge. Dr. Robert H. Shmerling und sein Team fanden heraus: Lithium ist das einzige Metall, das im Gehirn von Alzheimer-Patienten in signifikant reduzierter Konzentration vorkommt.<\/p>\n<p>Offenbar wird das Metall in Amyloid-Plaques eingeschlossen. F\u00fcr normale neuronale Prozesse steht es dann nicht mehr ausreichend zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Tierversuche mit Ratten untermauern die These: Ein Lithiummangel in der Ern\u00e4hrung f\u00fchrte zu vermehrter Plaquebildung. Eine Behandlung mit Lithiumorotat konnte den Ged\u00e4chtnisverlust verhindern. Allerdings ist Lithiumorotat derzeit nur als Nahrungserg\u00e4nzungsmittel erh\u00e4ltlich \u2013 nicht zur medizinischen Behandlung von Alzheimer zugelassen.<\/p>\n<p>Demenz-Zahlen k\u00f6nnten auf 2,1 Millionen steigen<\/p>\n<p>Die Dringlichkeit pr\u00e4ventiver Ans\u00e4tze zeigt eine aktuelle Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Ver\u00f6ffentlicht im Juni 2026 im European Journal of Epidemiology, prognostiziert sie: Bis 2060 k\u00f6nnten die Demenzf\u00e4lle in Deutschland auf bis zu 2,1 Millionen steigen. Aktuell sind es rund 1,3 Millionen Betroffene.<\/p>\n<p>Die regionalen Unterschiede sind enorm: In M\u00fcnchen liegt die Pr\u00e4valenz bei 1,7 Prozent. Im Landkreis Elbe-Elster sind es bis zu 6,2 Prozent.<\/p>\n<p>Neben medikament\u00f6sen Ans\u00e4tzen setzen Experten auf Lebensstil\u00e4nderungen. Eine Leipziger Studie auf Basis der NAKO-Gesundheitsstudie mit rund 150.000 Teilnehmern vom Mai 2026 zeigt: Risikofaktoren wie Rauchen, Bewegungsmangel und Depressionen beeintr\u00e4chtigen die kognitive Leistungsf\u00e4higkeit bereits im Alter zwischen 20 und 39 Jahren. Sch\u00e4tzungen zufolge sind etwa 36 Prozent der Demenzf\u00e4lle in Deutschland durch Pr\u00e4vention beeinflussbar.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Ob altersbedingte Vergesslichkeit oder erste Anzeichen einer Erkrankung \u2013 Gewissheit schafft Sicherheit f\u00fcr die Zukunft. Mit diesem kurzen, von Experten entwickelten Check k\u00f6nnen Sie Ihre kognitiven Signale diskret von zuhause aus pr\u00fcfen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/demenz-selbsttest\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_DEMENZ-SELBSTTEST_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-979660\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gewissheit in 2 Minuten: Check auf fr\u00fche Demenz?Anzeichen<\/a><\/p>\n<p>Weitere Wirkstoffe in der Pipeline<\/p>\n<p>Die Lithium-Forschung ist nur ein Teil eines breiteren Spektrums. Im Juni 2026 pr\u00e4sentierten Forscher der ETH Z\u00fcrich Ergebnisse zum Wirkstoff CPD10. Er hemmt in M\u00e4usen das Enzym GRK2 und stabilisiert so die Mitochondrienfunktion in Nervenzellen.<\/p>\n<p>Ebenfalls im Juni 2026 ver\u00f6ffentlichte die Monash University Daten zu einem kupferbasierten Medikament namens Cu(ATSM). In Labormodellen reduzierte es Beta-Amyloid-Ablagerungen um 42 Prozent. Das r\u00e4umliche Ged\u00e4chtnis verbesserte sich um fast 44 Prozent.<\/p>\n<p>Und dann ist da noch Glucosamin: Forscher identifizierten es im Juni 2026 im Fachjournal Nature Metabolism als potenziellen Risikofaktor. Es k\u00f6nnte die Hyperglykosylierung im Gehirn verst\u00e4rken und den Krankheitsfortschritt beschleunigen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In der Psychiatrie ist das Metall seit Jahrzehnten etabliert. Nun r\u00fcckt es in den Fokus der Alzheimer-Forschung. 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