{"id":173596,"date":"2026-06-18T11:30:09","date_gmt":"2026-06-18T11:30:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173596\/"},"modified":"2026-06-18T11:30:09","modified_gmt":"2026-06-18T11:30:09","slug":"matter-1-6-nimmt-neuen-anlauf-bei-plattformuebergreifender-geraeteverwaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173596\/","title":{"rendered":"Matter 1.6 nimmt neuen Anlauf bei plattform\u00fcbergreifender Ger\u00e4teverwaltung"},"content":{"rendered":"<p>Die Connectivity Standards Alliance (CSA) hat die Spezifikation Matter 1.6 ver\u00f6ffentlicht. Neue Ger\u00e4teklassen werden nicht eingef\u00fchrt. Stattdessen soll die Spezifikation ein zentrales, bislang nur teilweise eingel\u00f6stes Versprechen des Standards voranbringen: Smart-Home-Ger\u00e4te unabh\u00e4ngig vom gew\u00e4hlten \u00d6kosystem nutzbar zu machen. Daf\u00fcr soll die gemeinsame Verwaltung eines Smart Homes durch Plattformen wie Apple Home, Google Home und Alexa deutlich einfacher werden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>M\u00f6glich machen soll das vor allem eine neue Funktion namens Joint Fabric. Sie erweitert den Multi-Admin-Ansatz von Matter, also die Nutzung eines Smart-Home-Ger\u00e4ts \u00fcber mehrere Plattformen hinweg. Bereits Matter 1.4 sollte die Freigabe von Ger\u00e4ten zwischen verschiedenen Plattformen mit einer einzigen Zustimmung des Nutzers vereinfachen, lie\u00df aber weiterhin getrennte Matter-Netze der einzelnen Anbieter bestehen. Joint Fabric geht einen Schritt weiter: Mehrere vom Nutzer autorisierte Smart-Home-Plattformen sollen k\u00fcnftig dieselbe Matter-Installation gemeinsam verwalten k\u00f6nnen, statt jeweils eigene Matter-Netze aufzubauen. Ger\u00e4te, die zu dieser gemeinsamen Umgebung hinzugef\u00fcgt werden, sollen dann automatisch in allen teilnehmenden Systemen verf\u00fcgbar sein. Zugriffsrechte lassen sich laut CSA unabh\u00e4ngig von den Ger\u00e4ten erteilen oder entziehen.<\/p>\n<p>Eine weitere Neuerung soll die Einrichtung fest installierter Matter-Ger\u00e4te vereinfachen. Matter 1.6 erlaubt erstmals die vollst\u00e4ndige Inbetriebnahme \u00fcber bidirektionale NFC-Kommunikation. Bislang konnte NFC zwar bereits Einrichtungsinformationen bereitstellen und damit das Scannen eines QR-Codes ersetzen, die eigentliche Einrichtung lief aber weiterhin \u00fcber Bluetooth LE. K\u00fcnftig soll der gesamte Vorgang per NFC m\u00f6glich sein. Das ist vor allem bei Deckenleuchten, Unterputzschaltern und anderen fest verbauten Ger\u00e4ten relevant, die sich so bereits vor der endg\u00fcltigen Montage oder vor dem Einschalten des Netzstroms einrichten lassen. Bei gr\u00f6\u00dferen Installationen k\u00f6nnen mehrere Ger\u00e4te vorab konfiguriert und sp\u00e4ter am vorgesehenen Ort aktiviert werden.<\/p>\n<p>Weitere Verbesserungen f\u00fcr Thermostate und Sicherheit<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/csa-iot.org\/newsroom\/matter-1-6-enables-more-intuitive-setup-multi-ecosystem-experiences-and-context-driven-control\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Matter 1.6<\/a> bringt au\u00dferdem \u00c4nderungen f\u00fcr vernetzte Thermostate. Statt direkter Befehle k\u00f6nnen Smart-Home-Plattformen k\u00fcnftig zeitlich begrenzte Empfehlungen senden. Das Thermostat entscheidet dann anhand der aktuellen Situation und der vom Nutzer festgelegten Pr\u00e4ferenzen, ob es diese Empfehlung umsetzt oder zur\u00fcckstellt. So soll verhindert werden, dass eine Automatisierung kurz nach einer manuellen \u00c4nderung die Temperatur wieder \u00fcberschreibt oder dass ein Energiesparprogramm eines Versorgers durch eine andere Plattform ausgehebelt wird. Auch Vorgaben wie Energieeinsparung, Luftqualit\u00e4t oder Luftfeuchtigkeit sollen sich \u00fcber mehrere Dienste hinweg ber\u00fccksichtigen lassen. Folgt das Thermostat einer Empfehlung nicht, soll es daf\u00fcr eine standardisierte Begr\u00fcndung liefern.<\/p>\n<p>Daneben f\u00fchrt die neue Spezifikation mehrere Detailverbesserungen ein. Ger\u00e4te k\u00f6nnen ihre F\u00e4higkeiten und Betriebsgrenzen standardisiert mitteilen, Sicherheitssensoren zus\u00e4tzlich zu ihrem aktuellen Status auch fr\u00fchere Ereignisse melden. Rauch- und CO-Melder zeigen k\u00fcnftig an, wenn sie aus der Halterung entfernt wurden. Zudem soll die Verwaltung widerrufener Zertifikate skalierbarer werden.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Wann und in welcher Form Hersteller und Plattformbetreiber die neuen Funktionen umsetzen werden, bleibt offen. Die z\u00f6gerliche Umsetzung neuer Matter-Spezifikationen durch die Plattformen gilt bislang als eines der gr\u00f6\u00dften Hindernisse des Standards.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:Tomislav.Bezmalinovic@heise.de\" title=\"Tomislav Bezmalinovi\u0107\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">tobe<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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