{"id":173598,"date":"2026-06-18T11:31:10","date_gmt":"2026-06-18T11:31:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173598\/"},"modified":"2026-06-18T11:31:10","modified_gmt":"2026-06-18T11:31:10","slug":"ex-kanzler-sebastian-kurz-startup-dream-erreicht-bewertung-von-drei-milliarden-us-dollar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/173598\/","title":{"rendered":"Ex-Kanzler Sebastian Kurz\u2019 Startup DREAM erreicht Bewertung von drei Milliarden US-Dollar"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6sterreichs Ex-Kanzler Kurz steigt als Gr\u00fcnder von DREAM in die Tech-Elite auf. Die Firma sch\u00fctzt Staaten mit einem speziellen KI-Modell vor Cyberattacken. Die neueste Finanzierungsrunde \u00f6ffnet dem Unternehmen neue M\u00e4rkte auf drei Kontinenten.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Einst residierte Sebastian Kurz am Wiener Ballhausplatz im Kanzleramt, das einem barocken Stadtpalais \u00e4hnelt. Heute empf\u00e4ngt Kurz in einem modernen Glaspalast, der sich elegant in die Skyline von Tel Aviv einf\u00fcgt. Die Wirkungsst\u00e4tten und Arbeitswelten k\u00f6nnten unterschiedlicher nicht sein. Gleich geblieben sind der unb\u00e4ndige Ehrgeiz und das unfassbare Tempo, mit dem Sebastian Kurz Erfolgsmeldungen produziert. Mit 27 Jahren wurde Kurz Au\u00dfenminister, mit 31 Jahren <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/sebastian-kurz\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/sebastian-kurz\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00f6sterreichischer Bundeskanzler<\/a> \u2013 der j\u00fcngste aller Zeiten. Heute, mit 39 Jahren, steigt er zu den bedeutendsten Startup-Gr\u00fcndern Europas und Israels auf. <\/p>\n<p>Sein Unternehmen DREAM hat eine Finanzierungsrunde \u00fcber 260 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Damit steigt die Unternehmensbewertung nach eigenen Angaben auf drei Milliarden US-Dollar. F\u00fcr das Unternehmen, das erst vor dreieinhalb Jahren gegr\u00fcndet wurde, markiert die neue Finanzierungsrunde einen wichtigen Meilenstein. Die Series-C-Runde wird von den Investmentfonds Bicycle Capital und Group 11 angef\u00fchrt, gemeinsam mit Beteiligung von Bain Capital, Tru Arrow Partners mit Investor James Rothschild, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/gruenderszene\/rechtswidrig-anwalt-kritisiert-geleaktes-antler-dokument\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/gruenderszene\/rechtswidrig-anwalt-kritisiert-geleaktes-antler-dokument\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Antler aus Norwegen<\/a> und weiteren globalen Investoren.<\/p>\n<p>Angesichts der klangvollen Namen der Investoren und der drei Milliarden hohen Bewertung w\u00fcrden manch andere Gr\u00fcnder \u00fcber die Flure ihres Unternehmens schweben. Doch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/sebastian-kurz\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/sebastian-kurz\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sebastian Kurz<\/a> und seinem israelischen Mitgr\u00fcnder Shalev Hulio ist keinerlei Triumphgebaren anzusehen. Konzentriert und schnellen Schrittes bewegen sie sich durch die stilvoll-modernen B\u00fcror\u00e4ume in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tel-aviv\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/tel-aviv\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tel Aviv<\/a>.<\/p>\n<p class=\"c-citation__text\">Der n\u00e4chste Cyberkrieg wird von KI gegen KI gef\u00fchrt<\/p>\n<p>Fast dem\u00fctig ist ihr Ton, als sie im B\u00fcro von Hulio Platz nehmen. \u201eAls wir vor dreieinhalb Jahren dieses Unternehmen aus dem Nichts aufgebaut haben, konnten wir \u00fcberhaupt nicht wissen, ob es funktionieren w\u00fcrde. Jetzt sind wir sehr gl\u00fccklich, dass wir weitermachen k\u00f6nnen\u201c, sagt der Unternehmer Kurz, um dann doch einen kurzen Moment lang wieder wie ein Politiker zu klingen: \u201eAber wichtiger als unser pers\u00f6nlicher Erfolg sind uns die Werte, die wir f\u00fcr ganze Nationen schaffen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Seine \u00dcberzeugung: \u201eDer n\u00e4chste Cyberkrieg wird von KI gegen KI gef\u00fchrt.\u201c Um Staaten, Milit\u00e4r, Sicherheitsbeh\u00f6rden, Gesundheitsdaten und kritische Infrastruktur vor Cyberangriffen zu sch\u00fctzen, entwickelten Kurz und Hulio die Idee, zwei bislang getrennte Welten zusammenzuf\u00fchren: die Expertise der besten Hacker und die Leistungsf\u00e4higkeit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kuenstliche-intelligenz\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/kuenstliche-intelligenz\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fcnstlicher Intelligenz<\/a>. Auf dieser Grundlage entwickelte das Unternehmen ein speziell f\u00fcr Cybersicherheit ausgelegtes KI-Modell, das von international f\u00fchrenden Experten trainiert wurde.<\/p>\n<p>Daraus entstand eine Plattform, die staatlich gesteuerte Cyberangriffe fr\u00fchzeitig erkennt und abwehrt \u2013 noch bevor sie kritische Infrastruktur oder staatliche Einrichtungen besch\u00e4digen k\u00f6nnen. \u201eDie meisten Angriffe, die wir verhindern konnten, kamen aus China, Russland, Iran und Nordkorea\u201c, erkl\u00e4rt Hulio, der innerhalb des Unternehmens die Technologie verantwortet. Er bringt einen gro\u00dfen Erfahrungsschatz als Mitgr\u00fcnder und sp\u00e4terer Leiter der NSO Group mit, einem israelischen Tech-Unternehmen, das f\u00fcr seine Spyware Pegasus bekannt wurde. \u201eRussland nutzt gro\u00dfangelegte Phishing-Kampagnen. China baut KI-gest\u00fctzte Angriffsstrukturen auf.\u201c Das Alleinstellungsmerkmal von DREAM sei, dass es Staaten bei der Cyberabwehr unabh\u00e4ngig machen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Kurz: Sind seit diesem Jahr profitabel<\/p>\n<p>\u201eL\u00e4nder sollen nicht von den USA oder China abh\u00e4ngig sein. Wir entwickeln L\u00f6sungen, die Regierungen selbst besitzen, selbst betreiben und selbst kontrollieren k\u00f6nnen. Die Daten m\u00fcssen nicht in eine Cloud hochgeladen werden und werden mit niemandem geteilt.\u201c Der Kundenkreis wachse rasant\u00a0\u2013 in Europa, im Nahen Osten und in S\u00fcdostasien. Auftr\u00e4ge in H\u00f6he von rund 300 Millionen US-Dollar stehen in den B\u00fcchern. Seit diesem Jahr sei das Unternehmen mit seinen 350 Mitarbeitern profitabel, so Kurz.<\/p>\n<p>Ob die Gr\u00fcnder von DREAM angesichts des rasanten Wachstums schon von einem B\u00f6rsengang tr\u00e4umen, wie ihn Elon Musk gerade mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/spacex\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/spacex\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SpaceX<\/a> hingelegt hat? \u201eEin B\u00f6rsengang ist eine Option, eine sehr realistische Option f\u00fcr ein wachsendes Unternehmen wie unseres\u201c, sagt Kurz. Der n\u00e4chste gro\u00dfe operative Schritt sei aber zun\u00e4chst die Expansion des Standortes in Abu Dhabi. Auch die Entscheidung f\u00fcr ein Forschungs- und Entwicklungszentrum in Deutschland sei gefallen. Nur auf den Ort habe man sich noch nicht festgelegt, sagt Hulio. \u201eWichtig ist f\u00fcr uns eine direkte Flugverbindung nach Tel Aviv.\u201c<\/p>\n<p>Hulio: \u201eDaran musste ich mich als Israeli gew\u00f6hnen\u201c<\/p>\n<p>Die Kombination der israelischen und der westeurop\u00e4ischen Mentalit\u00e4ten und F\u00e4higkeiten scheint eines der Erfolgsgeheimnisse von DREAM zu sein. Allein modisch unterscheiden sich der Kanzler und der israelische Tech-Guru. Kurz ist glattrasiert und tr\u00e4gt ein wei\u00dfes Hemd. Hulio tr\u00e4gt ein schwarzes T-Shirt, Bart und f\u00e4llt durch ein lebensfrohes L\u00e4cheln auf.<\/p>\n<p>Am Anfang h\u00e4tten sich die kulturellen Unterschiede zwischen den Gr\u00fcndern manchmal bemerkbar gemacht, erz\u00e4hlt Hulio. \u201eSebastian kann 20 Meetings in eine Stunde quetschen. Er ist sehr diszipliniert. Das muss ihm erstmal einer nachmachen. Und wer zu einem Meeting eine Minute zu sp\u00e4t kommt, gilt in Sebastians Augen schon als unp\u00fcnktlich. Daran musste ich mich als Israeli erstmal gew\u00f6hnen\u201c, sagt Hulio und lacht. Er habe w\u00e4hrend seiner Laufbahn schon mit einigen guten Leuten zusammengearbeitet.<\/p>\n<p>Sebastian Kurz sei allerdings der beste Partner, den er je gehabt habe. \u201eWas er innerhalb k\u00fcrzester Zeit in der Politik erreicht hat, gelingt ihm nun in der Tech-Welt. Sebastian ist ein brillanter Geist. H\u00e4tte er sich schon als junger Mensch f\u00fcr das Unternehmertum entschieden, st\u00fcnde er heute schon in einer Reihe mit Elon Musk\u201c, sagt Hulio sehr ernsthaft.<\/p>\n<p>Der Altkanzler ist wiederum voll des Lobes f\u00fcr seinen Mitgr\u00fcnder, der schon vor DREAM als Star der israelischen Tech-Branche galt. \u201eF\u00fcr mich ist Shalev ein Genie. Wenn ihm jemand sagt, es gebe keine L\u00f6sung f\u00fcr ein technisches Problem, stachelt ihn das an und er pusht das Team bis ans Limit. W\u00e4hrend seiner Laufbahn hat er immer wieder technologische Durchbr\u00fcche erreicht, die nicht f\u00fcr m\u00f6glich gehalten wurden.\u201c Ein wenig gilt dieser Satz wohl auch f\u00fcr ihn selbst. W\u00e4hrend andere Spitzenpolitiker oft vergeblich eine Rolle in der Wirtschaft suchen oder wie andere Altkanzler ihr Geld als Gas-Lobbyisten f\u00fcr Diktatoren machen, ist Kurz der Durchbruch als Unternehmer gelungen.<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Business Insider <\/a>erstellt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/jan-philipp-burgard\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/jan-philipp-burgard\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jan Philipp Burgard<\/a> ist Axel Springer Global Reporter f\u00fcr den Nahen Osten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00d6sterreichs Ex-Kanzler Kurz steigt als Gr\u00fcnder von DREAM in die Tech-Elite auf. 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