{"id":182203,"date":"2026-06-24T13:51:18","date_gmt":"2026-06-24T13:51:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/182203\/"},"modified":"2026-06-24T13:51:18","modified_gmt":"2026-06-24T13:51:18","slug":"schwere-technik-flensburger-ruestungsfirma-entwickelt-bergepanzer-fuer-warschau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/182203\/","title":{"rendered":"Schwere Technik: Flensburger R\u00fcstungsfirma entwickelt Bergepanzer f\u00fcr Warschau"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            23\/06\/2026 &#8211; 15:32 MESZ\n            <\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund einer angespannten geopolitischen Lage r\u00fccken S\u00fcdkorea, Deutschland und Polen r\u00fcstungspolitisch enger zusammen. Am Rande der internationalen R\u00fcstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris (15. bis 19. Juni) haben der s\u00fcdkoreanische Panzerhersteller Hyundai Rotem und die deutsche FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Gemeinsam sollen sie Bergepanzer f\u00fcr die polnischen Streitkr\u00e4fte entwickeln und produzieren.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Flensburger Know-how auf koreanischem Fahrgestell<\/p>\n<p>Wie das polnische Fachportal Portal Obronny berichtet, basiert der neue Bergepanzer auf dem Fahrgestell des K2 Black Panther \u2013 jenem s\u00fcdkoreanischen Kampfpanzer, den Polen seit 2022 in gro\u00dfer St\u00fcckzahl beschafft. Das neue Fahrzeug tr\u00e4gt die Bezeichnung K2PL ARV (Armored Recovery Vehicle).<\/p>\n<p>Die Entscheidung, FFG als deutschen Partner einzubinden, begr\u00fcndet sich laut Portal Obronny mit der langj\u00e4hrigen Erfahrung des Flensburger Unternehmens im Bau schwerer Kettenfahrzeuge. Viele Komponenten stammen aus dem bew\u00e4hrten WiSENT 2 \u2013 dem auf dem Leopard-2-Fahrgestell basierenden Bergepanzer, den unter anderem Deutschland und Kanada einsetzen. Das Flensburger Unternehmen besch\u00e4ftigt nach eigenen Angaben rund 1.000 Mitarbeitende.<\/p>\n<p>Klare Aufgabenteilung: Entwicklung in Deutschland, Fertigung in Polen<\/p>\n<p>FFG \u00fcbernimmt im Rahmen der Kooperation die Projektentwicklung sowie die Lieferung von 31 Bergepanzern, wie das R\u00fcstungsmagazin Hartpunkt berichtet. Zum Technologiepaket geh\u00f6ren demnach eine Hauptwinde mit 40 Tonnen Zugkraft im Einfachzug, eine Hilfswinde, ein Hydraulikkran mit einer maximalen Tragkraft von 32 Tonnen, ein R\u00e4umschild sowie ein spezialisiertes Gefechtsfeldbergesystem.<\/p>\n<p>Der s\u00fcdkoreanische Panzerbauer Hyundai Rotem bleibt dabei Hauptauftragnehmer des Gesamtprogramms. FFG integriert die Ausr\u00fcstung in das Fahrgestell und bereitet einen Prototypen vor, wie Portal Obronny unter Berufung auf einen anonymen Vertreter des koreanischen Unternehmens berichtet. Die Serienproduktion soll anschlie\u00dfend in Polen stattfinden. Hauptverantwortlich ist laut Focus das Werk Bumar-\u0141ab\u0119dy im schlesischen Gleiwitz (poln. Gliwice), das auch f\u00fcr die technische Unterst\u00fctzung zust\u00e4ndig sein wird.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich sollte die Entwicklung des Bergepanzers von einem polnischen Unternehmen \u00fcbernommen werden. Laut Medienberichten scheiterte das jedoch an Zeitproblemen: Die vom polnischen Auftragnehmer vorgeschlagenen Fertigstellungstermine h\u00e4tten eine rechtzeitige Lieferung an die polnischen Streitkr\u00e4fte nicht gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Technische Daten des Bergepanzers<\/p>\n<p>Das K2PL ARV (Armored Recovery Vehicle) wird laut den von Portal Obronny ver\u00f6ffentlichten technischen Angaben 9 Meter lang, 3,6 Meter breit und 3,4 Meter hoch sein.<\/p>\n<p>Das Kampfgewicht betr\u00e4gt 61,5 Tonnen, die Besatzung umfasst drei Soldaten. Zur Selbstverteidigung ist ein ferngesteuertes Waffenmodul sowie je zwei S\u00e4tze Rauchgranatenwerfer vorgesehen.<\/p>\n<p>81 Unterst\u00fctzungspanzer bis 2031<\/p>\n<p>Das Gesamtprogramm umfasst laut Fachmagazin Hartpunkt insgesamt 81 Unterst\u00fctzungsfahrzeuge auf K2PL-Basis: 31 Bergepanzer (K2PL ARV), 25 Pionierpanzer sowie 25 Br\u00fcckenlegepanzer. Die Auslieferungen sind f\u00fcr den Zeitraum 2029 bis 2031 vorgesehen und sollen zeitlich mit den Lieferungen der K2PL-Kampfpanzer koordiniert werden.<\/p>\n<p>Polen baut seine Panzertruppe massiv aus<\/p>\n<p>Der Vertrag f\u00fcgt sich in Polens schrittweise aufgebaute R\u00fcstungskooperation mit S\u00fcdkorea ein. Den Ausgangspunkt bildete 2022 ein Rahmenvertrag \u00fcber die Lieferung von 180 K2-Kampfpanzern direkt aus s\u00fcdkoreanischer Produktion \u2013 die ersten zehn Exemplare wurden noch im selben Jahr \u00fcbergeben, wie mehrere Portaleberichten.<\/p>\n<p>2023 folgte eine Kooperationsvereinbarung zwischen Hyundai Rotem und dem polnischen Verteidigungsministerium \u00fcber die Lizenzfertigung von bis zu 820 Panzern des Typs K2PL in Polen. Bestandteil dieser Vereinbarung war auch die Produktion von Unterst\u00fctzungsfahrzeugen \u2013 zu denen nun der K2PL ARV z\u00e4hlt. Insgesamt plant Polen die Beschaffung von bis zu 1.000 Kampfpanzern des Typs K2.<\/p>\n<p>Den politischen Rahmen dieser Zusammenarbeit bekr\u00e4ftigten Polens Ministerpr\u00e4sident Donald Tusk und S\u00fcdkoreas Pr\u00e4sident Lee Jae-myung im April 2026 beim <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/04\/13\/panzer-kampfflugzeuge-warschau-seoul-ruestung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ersten Besuch eines polnischen Regierungschefs in Seoul seit 27 Jahren<\/a>. Tusk bezeichnete S\u00fcdkorea dabei als Polens &#171;wichtigsten Verb\u00fcndeten nach den Vereinigten Staaten, insbesondere im Bereich der Verteidigungsindustrie&#187;, wie Euronews berichtete. Das bilaterale R\u00fcstungsabkommen, das der Zusammenarbeit zugrunde liegt, hat ein Volumen von 44,2 Milliarden Dollar (entspricht rund 38 Milliarden Euro).<\/p>\n<p>Die Dimension von Polens milit\u00e4rischem Aufbau verdeutlicht eine Zahl: Bis <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2025\/08\/03\/bis-2030-polen-wird-mehr-panzer-haben-als-deutschland-frankreich-italien-und-grossbritanni\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">2030 wird Polen mehr Kampfpanzer besitzen als Deutschland<\/a>, Frankreich, Gro\u00dfbritannien und Italien zusammen. Warschau gab 2025 nach NATO-Sch\u00e4tzungen 4,48 Prozent seines <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/06\/17\/europas-rustungsausgaben-polen-investiert-hoheren-bip-anteil-als-die-usa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">BIP f\u00fcr Verteidigung<\/a> aus \u2013 mehr als doppelt so viel wie die fr\u00fchere Zielmarke und der h\u00f6chste Wert im B\u00fcndnis, noch vor den Vereinigten Staaten mit 3,22 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 23\/06\/2026 &#8211; 15:32 MESZ Vor dem Hintergrund einer angespannten geopolitischen Lage r\u00fccken S\u00fcdkorea, Deutschland und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":182204,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[9],"tags":[355,42,5977,5792,3415,40,41459,49,48,47],"class_list":["post-182203","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-deutschland","tag-nachrichten","tag-panzer","tag-polen","tag-ruestungsindustrie","tag-schlagzeilen","tag-verteidigungspolitik","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116805407771616375","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=182203"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/182203\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/182204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=182203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=182203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=182203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}