{"id":182311,"date":"2026-06-24T15:21:10","date_gmt":"2026-06-24T15:21:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/182311\/"},"modified":"2026-06-24T15:21:10","modified_gmt":"2026-06-24T15:21:10","slug":"jaume-plensa-ausstellung-duisburg-erste-schau-seit-zehn-jahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/182311\/","title":{"rendered":"Jaume Plensa: Ausstellung Duisburg \u2013 erste Schau seit zehn Jahren"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Gleich zwei Stars der internationalen Kunstszene kann man zurzeit in Duisburgs Museen kennenlernen. Zum einen den indisch-britischen Bildhauer Anish Kapoor im <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/lehmbruck-museum\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Lehmbruck-Museum<\/a> (bis 30. August) und nun den spanischen K\u00fcnstler Jaume Plensa im Museum K\u00fcppersm\u00fchle f\u00fcr moderne Kunst. Es ist die erste Pr\u00e4sentation Plensas in einem deutschen Museum seit zehn Jahren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"><a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duisburg\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Duisburg<\/a> ist f\u00fcr den vielfach preisgekr\u00f6nten K\u00fcnstler aus <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/barcelona\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Barcelona<\/a> \u00fcbrigens kein Neuland. Im Jahr 2005 konnte ihn der damalige Direktor des Lehmbruck-Museums, Christoph Brockhaus, f\u00fcr eine Ausstellung mit dem Fragezeichentitel \u201eGl\u00fcckauf?\u201c gewinnen. Sch\u00f6n, dass sich die beiden architektonisch so verschiedenen Museen, die jeweils auf ihre Weise herausragend sind, so erg\u00e4nzen. Ein enormer Gewinn f\u00fcr Duisburg!<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">International bekannt ist Jaume Plensa (Jahrgang 1955) durch seine monumentalen Arbeiten im \u00f6ffentlichen Raum geworden. In vielen gro\u00dfen St\u00e4dten, in Europa, in den USA und <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/asien\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Asien<\/a> sind sie zu finden. In Deutschland steht unter anderen die Gro\u00dfskulptur \u201eLaurelle\u201c in Bonn-Bad Godesberg, \u201eBody of Knowledge\u201c in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/frankfurt-am-main\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Frankfurt am Main<\/a> und \u201eGl\u00e4serne Seele\u201c in Potsdam. Im Sommer 2025 war Plensa mit seinem Projekt \u201eSecret Garden\u201c bei den Salzburger Festspielen vertreten. Dort traf er mit Walter Smerling, dem Direktor des Museums K\u00fcppersm\u00fchle, zusammen. Und dort wurde der Plan f\u00fcr die Ausstellung in Duisburg geschmiedet, die am Donnerstag, 25. Juni, 19 Uhr, er\u00f6ffnet wird und bis zum 1. November zu sehen ist. Es ist eine grandiose Schau geworden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bereits vor dem Museum empf\u00e4ngt die Besucherinnen und Besucher die monumentale Skulptur \u201eFlora\u201c. Im Museum selber wurden in den vergangenen beiden Wochen insgesamt 50 \u201eSchwestern\u201c von \u201eFlora\u201c installiert. Diese zum Teil riesigen menschlichen K\u00f6pfe, stets in die L\u00e4nge gezogen und mit geschlossenen Augen, sind typisch f\u00fcr das gesamte Schaffen Plensas. Manchmal mahnt ein an die Lippen gehaltener Finger zur Stille. Durch die k\u00fcnstlerische Verl\u00e4ngerung des Kopfes und des Gesichts bekommen alle Figuren etwas Einheitliches, gleichwohl kann man individuelle Z\u00fcge in den weiblichen Antlitzen erkennen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Jaume Plensa geht es eigenem Bekunden darum, die W\u00fcrde aller Menschen in seinen Skulpturen festzuhalten und das, was die Menschheit eint, in den Mittelpunkt zu stellen. Zugleich soll das Individuelle erhalten bleiben. Ein wahrer Menschheitstraum!<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der \u00f6sterreichische Schriftsteller Clemens J. Setz hat f\u00fcr den im August erscheinenden Katalog einen sch\u00f6nen Essay \u00fcber Jaume Plensa und seine Gro\u00dfskulpturen im \u00f6ffentlichen Raum geschrieben. Da hei\u00dft es treffend: \u201eDiese gro\u00dfen, still vor sich hin sinnenden K\u00f6pfe stehen als W\u00e4chter in unseren urbanen Sph\u00e4ren, Vertreter eines Geschlechts von Riesen, die die Stra\u00dfen ertr\u00e4umen, durch die wir im selben Augenblick laufen.\u201c Die Ausstellung im Museum K\u00fcppersm\u00fchle l\u00e4sst uns noch eindringlicher die Tiefenschichten von Plensas Kunst sp\u00fcren. In dessen sch\u00f6nen Skulpturen m\u00f6chte man riesige W\u00e4chterinnen der Menschlichkeit sehen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neben den Skulpturen aus Marmor, Granit und Holz schuf der K\u00fcnstler auch \u201eunsichtbare\u201c Werke aus Stahl, die so gro\u00df sind, dass man sich in sie hineinstellen kann. Auch diese Skulpturen sind als Gesichter gestaltet. Die Stahlelemente, aus denen die Skulpturen zusammengesetzt sind, bestehen aus unterschiedlichen Buchstabenformen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMir geht es dabei um die Sprachen der Welt\u201c, sagte der K\u00fcnstler beim Pressegespr\u00e4ch. Zu den sprachlichen Universalien geh\u00f6rt nach Ansicht Plensas auch die Musik. Deshalb besteht eines diese \u201eunsichtbaren\u201c Stahlwerke aus Notenzeichen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein Film, der in Dauerschleife im Museum K\u00fcppersm\u00fchle gezeigt wird, zeigt Plensa bei seiner Arbeit im Atelier in Barcelona, das so gro\u00df wie eine Werkshalle ist. Dort ist auch die sieben Meter hohe \u201eInvisible Anna\u201c entstanden, die nun dauerhaft in den Silot\u00fcrmen, im Durchgang von Alt- und Neubau, aufgestellt wurde. Eine wirklich sch\u00f6ne Bereicherung f\u00fcrs Museum!<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Neben den riesigen \u201eW\u00e4chterinnen\u201c, deren Vorbilder \u00fcbrigens stets auf der ganzen Welt fotografierte Frauen sind, zeigt die Schau auch Zeichnungen des K\u00fcnstlers sowie eine mehrteilige Arbeit, die T\u00fcren zeigt, auf denen die Menschenrechte zitiert werden. Diese Arbeit entstand schon vor einigen Jahren, sie sei aber gerade jetzt besonders aktuell und werde deshalb auch in der gegenw\u00e4rtigen Ausstellung gezeigt, so der K\u00fcnstler.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Gleich zwei Stars der internationalen Kunstszene kann man zurzeit in Duisburgs Museen kennenlernen. 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