{"id":184667,"date":"2026-06-26T08:24:08","date_gmt":"2026-06-26T08:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/184667\/"},"modified":"2026-06-26T08:24:08","modified_gmt":"2026-06-26T08:24:08","slug":"deutschland-verabschiedet-sich-vom-bargeld-mit-folgen-fuer-den-einzelhandel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/184667\/","title":{"rendered":"Deutschland verabschiedet sich vom Bargeld \u2013 mit Folgen f\u00fcr den Einzelhandel"},"content":{"rendered":"<p>Kontaktlos statt Kleingeld: Mobile Zahlungen legen in Deutschland kr\u00e4ftig zu, w\u00e4hrend Bargeld weiter an Bedeutung verliert. So manchen H\u00e4ndler stellt das inzwischen vor unerwartete Herausforderungen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Bar oder Karte? Auf diese Frage an der Kasse lautet die Antwort inzwischen auch in Deutschland h\u00e4ufig: Karte. Nur noch 50,5 Prozent <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus6a16e3efbd0d0e58e09d985b\/creditreform-analyse-65-000-kleine-laeden-sind-verschwunden-und-das-ist-erst-der-anfang.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus6a16e3efbd0d0e58e09d985b\/creditreform-analyse-65-000-kleine-laeden-sind-verschwunden-und-das-ist-erst-der-anfang.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der Transaktionen im Station\u00e4rgesch\u00e4ft<\/a> entfielen 2025 auf die Bezahlart Bargeld, zeigt die aktuelle Studie \u201eZahlungssysteme im Einzelhandel\u201c des Handelsforschungsinstituts EHI Retail. Vor zehn Jahren lag dieser Anteil noch bei 78 Prozent.<\/p>\n<p>Deutlich wird der Wandel auch beim Blick auf den Umsatz: Von den 500 Milliarden <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/Euro\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/Euro\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Euro<\/a>, die im deutschen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/einzelhandel\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/einzelhandel\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Einzelhandel<\/a> ausgegeben werden, wurden zwei Drittel (65 Prozent) per Karte bezahlt. Dominierend bei der Kartenzahlung bleibt die EC-Karte, die inzwischen offiziell Girokarte hei\u00dft, die aber inzwischen meistens kontaktlos \u00fcbers Leseger\u00e4t gehalten wird, nur noch in 15 Prozent der F\u00e4lle wurde sie hineingesteckt. <\/p>\n<p>Einen Boom erlebt das sogenannte Mobile Payment \u2013 also das kontaktlose Bezahlen per Handy oder <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/smartwatch\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/smartwatch\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Smartwatch<\/a>, bei dem die physischen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/bezahlkarte\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/bezahlkarte\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bezahlkarten<\/a> digital in Apps hinterlegt sind. \u201eDas mobile Bezahlen liegt im Trend und wird immer h\u00e4ufiger im Handel genutzt\u201c, erkl\u00e4rt Horst R\u00fcter, der Payment-Experte des EHI. Etwa jede f\u00fcnfte unbare Zahlung an den Kassen des Einzelhandels werde von der Kundschaft mittlerweile mobil get\u00e4tigt. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil erst bei 12,8 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>Das liegt daran, dass die Technik f\u00fcr immer mehr Menschen immer leichter verf\u00fcgbar ist. Die Sparkassen bieten zwar schon seit einigen Jahren sowohl Kreditkarten als auch die \u00adGirocard in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/apple\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/apple\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Apple<\/a> Wallet f\u00fcr das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/iphone\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/iphone\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">iPhone<\/a> an. <\/p>\n<p>Im vergangenen Jahr \u00adhaben nun aber auch die Volks- und Raiffeisenbanken nachgezogen, ebenso <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256221740\/PayPal-Nun-soll-das-Handy-zur-Geldquelle-werden-aber-es-gibt-einen-Haken.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256221740\/PayPal-Nun-soll-das-Handy-zur-Geldquelle-werden-aber-es-gibt-einen-Haken.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wie der Online-Marktf\u00fchrer \u00adPayPal<\/a>. Zuvor war Apple von der \u00adEU-Kommission dazu gezwungen \u00adworden, die zuvor gesch\u00fctzte Kontaktlos-Schnittstelle des iPhones auch f\u00fcr Apps von Drittanbietern zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Die Verschiebungen beim Bezahlen im Laden k\u00f6nnten bei einzelnen H\u00e4ndlern auch Folgen f\u00fcr das sogenannte Cashback haben, also die Bargeldauszahlung an Verbraucher an der Kasse, wie es sie zum Beispiel bei Superm\u00e4rkten gibt. Denn Bargeld wird knapper in den Filialen. Laut Experte R\u00fcter musste im vergangenen Jahr schon jedes zw\u00f6lfte Unternehmen die Ausgabe sp\u00fcrbar einschr\u00e4nken. <\/p>\n<p>Und einen Zukauf von Bargeld lehnen die Unternehmen dem EHI-Vertreter zufolge ab. \u201eEs ist schlie\u00dflich nicht die Aufgabe des Handels, mit Geld zu handeln\u201c, sagte er j\u00fcngst auf einem Kongress zur Begr\u00fcndung. Online spielen Bargeld und Girokarte keine Rolle. Hier ist <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/paypal\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/paypal\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">PayPal<\/a> mit fast 29 Prozent die beliebteste Zahlungsmethode, gefolgt vom Kauf auf Rechnung mit 26 Prozent. Dahinter folgen Lastschriftverfahren, Kreditkarte, Vorkasse und Kundenkarten.\u00a0<\/p>\n<p>Die europ\u00e4ische PayPal-Alternative Wero taucht nur unter \u201eSonstiges\u201c auf. Gegen die Technik, die von f\u00fchrenden europ\u00e4ischen Banken \u00adund Zahlungsdienstleistern getragen wird, gibt es im Handel noch Vorbehalte. \u201eDas Produkt muss sich noch weiterentwickeln, damit es mithalten kann mit den anderen gro\u00dfen Zahlarten, die wir anbieten\u201c, sagt Katy Roewer, die Finanzvorst\u00e4ndin vom Branchenriesen Otto Group. Getestet wird es im Konzern gerade bei der Versandtochter Baur. \u201eWir brauchen noch Zeit, und Wero braucht noch Zeit, um das Produkt in einen weiteren Reifegrad zu bringen, bis wir es dann auch voll einf\u00fchren werden\u201c, sagt Roewer. <\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Business Insider<\/a> erstellt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Carsten Dierig<\/a> ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. Er berichtet \u00fcber Handel und Konsumg\u00fcter, Maschinenbau und die Stahlindustrie sowie Mittelstandsunternehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kontaktlos statt Kleingeld: Mobile Zahlungen legen in Deutschland kr\u00e4ftig zu, w\u00e4hrend Bargeld weiter an Bedeutung verliert. 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