{"id":186174,"date":"2026-06-27T11:16:45","date_gmt":"2026-06-27T11:16:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/186174\/"},"modified":"2026-06-27T11:16:45","modified_gmt":"2026-06-27T11:16:45","slug":"druck-auf-russland-ukraine-startet-nach-eigenen-angaben-40-taegige-geheimdienstoperation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/186174\/","title":{"rendered":"Druck auf Russland: Ukraine startet nach eigenen Angaben 40-t\u00e4gige Geheimdienstoperation"},"content":{"rendered":"<p>Mit einer Geheimdienstoperation will die Ukraine den Druck auf Russland erh\u00f6hen, wie Wolodymyr Selenskyj mitteilt. Unterdessen gab es gegenseitige Angriffe auf Moskau und Kiew.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben eine neue Geheimdienstoperation abgesegnet. Die Operation werde 40 Tage dauern und diene dazu, Russland zum Frieden zu zwingen, schrieb er auf sozialen Netzwerken nach einem Treffen mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewheni Chmara. Details nannte er nicht.<\/p>\n<p>Russland f\u00fchrt seit mehr als vier Jahren Krieg in der Ukraine. Kiew wehrt sich nicht nur an der Front, sondern hat den Krieg inzwischen mit Drohnen in das Land des Aggressors zur\u00fcckgetragen. Selenskyj bezeichnet die Schl\u00e4ge, die sich gegen Milit\u00e4r- und R\u00fcstungsobjekte, aber auch Anlagen der \u00d6l- und Gasindustrie richten, als \u201eLangstrecken-Sanktionen\u201c. F\u00fcr diese Operationen sind oft verschiedene ukrainische Geheimdienste verantwortlich.<\/p>\n<p>Auch in der Nacht zum Freitag startete die Ukraine nach russischen Angaben massive Drohnenangriffe auf Moskau. Innerhalb von etwa einer Stunde seien mindestens 28 auf Moskau zusteuernde Drohnen zerst\u00f6rt worden, erkl\u00e4rte der B\u00fcrgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. In der Region Tula wurde nach Angaben des dortigen Gouverneurs eine Industrieanlage in der Stadt Nowomoskowsk besch\u00e4digt. In der Gegend befinden sich mehrere gro\u00dfe Chemiewerke. Zudem seien Stromleitungen besch\u00e4digt und eine Frau verletzt worden.<\/p>\n<p>Explosionen in Kiew<\/p>\n<p>In Kiew sind unterdessen am Donnerstagabend w\u00e4hrend eines Luftalarms mehrere Explosionen zu h\u00f6ren gewesen. Das berichteten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP. Zuvor hatten die ukrainische Luftwaffe und die Stadtverwaltung vor russischen ballistischen Raketen gewarnt, die in Richtung der Hauptstadt abgefeuert worden seien.<\/p>\n<p>Kiews B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko erkl\u00e4rte im Onlinedienst Telegram, die Luftabwehr sei im Einsatz. Er rief die Einwohner auf, Schutzr\u00e4ume aufzusuchen. In einer weiteren Mitteilung erkl\u00e4rte Klitschko, im Bezirk Darnyzja seien Raketentr\u00fcmmer auf einer Freifl\u00e4che niedergegangen. Dort sei ein Lager in Brand geraten. Rettungskr\u00e4fte seien auf dem Weg zu dem Ort. Bei den Angriffen sind nach Beh\u00f6rdenangaben mindestens zwei Menschen verletzt worden. Die beiden Verletzten seien ambulant behandelt worden, teilte Klitschko mit. <\/p>\n<p>Der Bezirk Darnyzja liegt im S\u00fcdosten Kiews am linken Ufer des Dnipro. Es handelt sich um ein dicht besiedeltes Wohngebiet. Zuvor hatte der Leiter der Milit\u00e4rverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, erkl\u00e4rt, Russland habe \u201eballistische Raketen\u201c auf Kiew abgefeuert.<\/p>\n<p>AFP-Journalisten sahen am Himmel \u00fcber der Hauptstadt Rauchspuren, die von Flugk\u00f6rpern der Luftabwehr hinterlassen wurden. Zudem h\u00f6rten sie Explosionen w\u00e4hrend des Abfangens von Geschossen.<\/p>\n<p>Lukaschenko betont, keine Kriegsabsicht zu haben<\/p>\n<p>Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko ruft nach Spekulationen um eine Beteiligung seines Landes am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine dagegen zu Gespr\u00e4chen auf. Er habe erst k\u00fcrzlich eine Delegation des ukrainischen Pr\u00e4sidenten Wolodymyr Selenskyj empfangen und diesen davor gewarnt, Belarus in den Krieg hineinzuziehen, sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Moskauer Umlands, Andrej Worobjow. \u201eUnsere Position ist friedliebend\u201c, sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge. \u201eLasst uns verhandeln, Leute.\u201c<\/p>\n<p>Lukaschenko betonte, keine Angriffsabsichten zu haben. Auf der anderen Seite st\u00e4nden nur Einheiten der ukrainischen Territorialverteidigung. \u201eWerden wir etwa auf diese Maschinenschlosser, Melkerinnen und Arbeiter schie\u00dfen, die gar nicht gegen die Belarussen k\u00e4mpfen wollen? Auch wir wollen nicht gegen die Ukrainer k\u00e4mpfen\u201c, betonte der belarussische Staatschef. Dar\u00fcber habe er in der Vergangenheit auch mit Kremlchef Wladimir Putin geredet. Er sei sogar bereit, die Grenze zu \u00f6ffnen, damit Ukrainer im belarussischen Grenzgebiet nach Beeren und Pilzen suchen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Selenskyj wiederum wiederholte den Vorwurf der Kriegsvorbereitungen gegen\u00fcber Minsk. \u201eEntlang unserer Staatsgrenze zu Belarus werden Bauarbeiten f\u00fcr Stra\u00dfen, Waffen- und Treibstoffdepots abgeschlossen, die keinen anderen als einen milit\u00e4rischen Zweck haben\u201c, teilte Selenskyj in sozialen Netzwerken mit. Dazu ver\u00f6ffentlichte er Karten und Satellitenfotos, die diese Baut\u00e4tigkeiten belegen sollen. Selenskyj forderte Belarus zur Deeskalation und zu einem Stopp der Bauarbeiten auf.<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen sind die Spannungen zwischen Minsk und Kiew deutlich gewachsen. Die Ukraine warnte Belarus vor einer direkten Kriegsbeteiligung und sprach von Angriffsvorbereitungen. Beim \u00dcberfall auf die Ukraine vor mehr als vier Jahren starteten Putins Truppen auch von belarussischem Gebiet aus ihre Angriffe. <\/p>\n<p>dpa\/nw\/luwi<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit einer Geheimdienstoperation will die Ukraine den Druck auf Russland erh\u00f6hen, wie Wolodymyr Selenskyj mitteilt. 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