{"id":186732,"date":"2026-06-27T22:08:27","date_gmt":"2026-06-27T22:08:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/186732\/"},"modified":"2026-06-27T22:08:27","modified_gmt":"2026-06-27T22:08:27","slug":"beispiellose-mission-niemand-hielt-das-fuer-moeglich-nasa-will-satelliten-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/186732\/","title":{"rendered":"Beispiellose Mission: \u201eNiemand hielt das f\u00fcr m\u00f6glich\u201c: Nasa will Satelliten retten"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Mit einer kurzfristig angesetzten beispiellosen Rettungsmission will die US-Raumfahrtbeh\u00f6rde Nasa einen Forschungssatelliten vor dem Absturz bewahren. Daf\u00fcr solle am Dienstag (30. Juni) eine Art Schleppraumschiff mithilfe eines \u201eStargazer\u201c-Flugzeugs und einer \u201ePegasus\u201c-Rakete von einem Atoll in den Marshallinseln im S\u00fcdpazifik aus starten, teilte die Nasa mit. Der Start k\u00f6nnte sich allerdings erneut verschieben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der sogenannte \u201eSwift\u201c-Satellit war 2004 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus ins All gebracht worden. Seitdem untersucht das mit drei Teleskopen ausgestattete Himmelsobservatorium, das nach dem 2017 gestorbenen Chef-Wissenschaftler der Mission auch \u201eNeil Gehrels Swift Observatory\u201c hei\u00dft, vor allem gewaltige Energieausbr\u00fcche im Universum, sogenannte Gammablitze.\n  <\/p>\n<p>            \u201eSwift\u201c-Observatorium spielt \u201ezentrale Rolle\u201c in Nasa-Strategie<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Mission sei so erfolgreich, dass das Himmelsobservatorium inzwischen eine \u201ezentrale Rolle in der Nasa-Strategie zur Erforschung von fl\u00fcchtigen und unvorhersagbaren Ver\u00e4nderungen am Himmel\u201c spiele, hie\u00df es von der US-Raumfahrtbeh\u00f6rde. Deswegen wurde die urspr\u00fcnglich nur auf rund zwei Jahre angelegte Mission immer weiter verl\u00e4ngert. \u201eSwift\u201c, an dem auch Italien und Gro\u00dfbritannien beteiligt sind, ist den Angaben zufolge generell in gutem Zustand.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Unter anderem wegen starker geomagnetischer St\u00fcrme, die durch Sonnenausbr\u00fcche ausgel\u00f6st wurden, droht der Satellit nun aber abzust\u00fcrzen &#8211; nach Berechnungen von Wissenschaftlern wahrscheinlich gegen Ende des Sommers. \u201eF\u00fcr ein generisches Raumschiff w\u00e4re es schon in Ordnung aus der Umlaufbahn herauszukommen. Aber das ist nicht irgendein Raumschiff. Es ist ein Observatorium mit einzigartigen F\u00e4higkeiten f\u00fcr die Astrophysik\u201c, sagte Nasa-Manager Shawn Domagal-Goldman bei einer Pressekonferenz. \u201eAlso haben wir entschieden: Ja, wir wollen das hier diesmal retten, weil es so besonders ist.\u201c\n  <\/p>\n<p>            Rettungs-Raumschiff innerhalb von neun Monaten startklar<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im September gab die Nasa der US-Raumfahrtfirma Katalyst Space den Zuschlag f\u00fcr die Rettungsmission mit einem Budget von rund 30 Millionen Dollar (etwa 26 Millionen Euro). Das Unternehmen entwickelte, baute und lieferte das rund 400 Kilogramm schwere \u201eLink\u201c-Raumschiff &#8211; mit drei Roboterarmen, drei Hauptantriebswerken und zahlreichen weiteren Instrumenten &#8211; innerhalb von nur rund neun Monaten. Nach erfolgreichem Start soll \u201eLink\u201c im All den Pl\u00e4nen zufolge zun\u00e4chst einige Tests durchf\u00fchren, sich dann dem \u201eSwift\u201c-Observatorium ann\u00e4hern und dieses dann \u00fcber einen Zeitraum von mehreren Monaten in seine Ursprungs-Umlaufbahn zur\u00fcck heben.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wenn alles l\u00e4uft wie geplant, k\u00f6nnte der derzeit im Energiespar-Modus laufende \u201eSwift\u201c-Satellit ab Herbst wieder wissenschaftliche Daten liefern &#8211; und das den Erwartungen der Wissenschaftler zufolge dann m\u00f6glicherweise noch f\u00fcr etwa f\u00fcnf Jahre oder mehr. \u201eLink\u201c w\u00fcrde nach erfolgreich ausgef\u00fchrtem Auftrag zur\u00fcck auf die Erde st\u00fcrzen und in der Atmosph\u00e4re vergl\u00fchen.\n  <\/p>\n<p>            Keine Erfolgsgarantie: Mission ist \u201eherausfordernd und riskant\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Erfolg der Rettungsmission ist aber keinesfalls garantiert. \u201eDas ist alles herausfordernd und riskant\u201c, sagte Kieran Wilson von Katalyst Space bei einer Pressekonferenz. \u201eSelbst viele Raumfahrzeuge, die viel l\u00e4nger und mit viel mehr Geld entwickelt wurden, sind aus banalen Gr\u00fcnden gescheitert.\u201c\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit einer kurzfristig angesetzten beispiellosen Rettungsmission will die US-Raumfahrtbeh\u00f6rde Nasa einen Forschungssatelliten vor dem Absturz bewahren. 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