{"id":189397,"date":"2026-06-30T01:46:14","date_gmt":"2026-06-30T01:46:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/189397\/"},"modified":"2026-06-30T01:46:14","modified_gmt":"2026-06-30T01:46:14","slug":"lausanne-athleten-zu-10-000-dollar-praemie-des-ioc-luft-nach-oben-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/189397\/","title":{"rendered":"Lausanne | Athleten zu 10.000-Dollar-Pr\u00e4mie des IOC: \u00abLuft nach oben\u00bb"},"content":{"rendered":"<p>Lausanne (dpa) &#8211; Das 10.000-Dollar-Versprechen des IOC f\u00fcr jeden Olympia-Teilnehmer st\u00f6\u00dft in der Athletengemeinde nicht auf ungebremste Begeisterung. \u00abBis zu einer fairen Beteiligung ist noch erheblich Luft nach oben\u00bb, sagte Leo K\u00f6pp, Pr\u00e4sidiumsmitglied von Athleten Deutschland. Der Umfang des angek\u00fcndigten Fonds des Internationalen Olympischen Komitees von 140 Millionen Dollar f\u00fcr den Zuschuss stelle \u00abweniger als zwei Prozent des Gesamtumsatzes des IOC im selben Zyklus\u00bb dar.\u00a0<\/p>\n<p>Die Dachorganisation hatte bei einem Sondergipfel in Lausanne nach vielen Jahren mit ihrer Tradition gebrochen und den Forderungen vieler Olympioniken nach direkter finanzieller Unterst\u00fctzung nachgegeben. \u00abGemeinsamer Druck. Ein gemeinsamer Erfolg\u00bb, bejubelte die Interessenvertretung \u00abGlobal Athlete\u00bb die Entscheidung des IOC. Die Vereinigung hatte zuletzt eine Pr\u00e4mie von 25.000 Dollar pro Olympia-Teilnehmer gefordert.\u00a0<\/p>\n<p>Ganz leer gehen aktuell die Paralympics-Teilnehmer unter dem Dach des Internationalen Paralympics Komitee aus. \u00abNat\u00fcrlich w\u00fcrden wir dies auch beim IPC begr\u00fc\u00dfen, eine Gleichstellung der Athletinnen und Athleten ist immer w\u00fcnschenswert. Uns sind dahingehend aber keinerlei Gespr\u00e4che bekannt\u00bb, sagte Sportdirektor Marc M\u00f6llmann vom Deutschen Behindertensportverband.<\/p>\n<p>IOC betont: Das ist kein Preisgeld<\/p>\n<p>\u00dcber Jahrzehnte hinweg hatte sich das IOC gegen eine Entlohnung olympischer Athleten gewehrt und auf die Aussch\u00fcttung eines gro\u00dfen Teils der Milliarden-Einnahmen an nationale und internationale Dachverb\u00e4nde verwiesen. Noch zuletzt hatte IOC-Chefin Kirsty Coventry bekr\u00e4ftigt, sie glaube nicht an eine Bezahlung von Olympia-Teilnehmern &#8211; und war daf\u00fcr heftig kritisiert worden. Nun sagte die 42-J\u00e4hrige: \u00abDas ist schon seit vielen Jahren ein Thema, und ich bin sehr stolz darauf, dass wir dies nun umsetzen k\u00f6nnen.\u00bb<\/p>\n<p>Pau Gasol, Vorsitzende der IOC-Athletenkommission, betonte bei der Vorstellung der Olympia-Pr\u00e4mie, es handle sich nicht um ein Preisgeld. \u00abHier geht es darum, den Weg und das Engagement anzuerkennen, die n\u00f6tig sind, um Olympionike zu werden\u00bb, sagte der Ex-Basketballprofi aus Spanien.\u00a0<\/p>\n<p>Athleten Deutschland w\u00fcrdigte den einstimmigen IOC-Beschluss als historischen, aber l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4lligen Schritt. \u00abDas IOC wagt damit einen vorsichtigen Einstieg in eine im internationalen Profi-Sport l\u00e4ngst g\u00e4ngige Praxis &#8211; und zwar diejenigen an den wirtschaftlichen Gewinnen zu beteiligen, die diese Gewinne durch ihre Leistungen erst erm\u00f6glichen\u00bb, sagte Pr\u00e4sidiumsmitglied K\u00f6pp.<\/p>\n<p>Die Athletinnen und Athleten m\u00fcssen den Zuschuss \u00fcber die Plattform \u00abAthlete365\u00bb beantragen. Alle Teilnehmer der Winterspiele von Mailand und Cortina d`Ampezzo im Februar haben bereits Anspruch auf das Geld. Laut IOC-Chefin Coventry werde es rund sechs Monate dauern, bis alle Antr\u00e4ge bearbeitet sind. Der Zuschuss wird \u00fcber die Nationalen OIympischen Komitees ausgezahlt. Die NOKs m\u00fcssen nachweisen, dass die Sportlerinnen und Sportler die volle Summe erhalten haben.\u00a0<\/p>\n<p>Zuschuss auch f\u00fcr Sport-Million\u00e4re<\/p>\n<p>Laut Sporthilfe-Vorst\u00e4ndin Karin Orgeldinger ist der Zuschuss eine sinnvolle Erg\u00e4nzung zu den F\u00f6rderstrukturen des deutschen Sports. \u00abEntscheidend wird nun eine unb\u00fcrokratische und transparente Umsetzung durch das IOC sein\u00bb, sagte Orgeldinger. Besonders wichtig sei, dass die umgerechnet rund 8.800 Euro hohe Pr\u00e4mie den \u00dcbergang in die berufliche Karriere unterst\u00fctzen solle, erkl\u00e4rte Sporthilfe-Vorstandssprecher Max Hartung.\u00a0<\/p>\n<p>Bisher mussten deutsche Olympia-Teilnehmer Medaillen gewinnen, um in den Genuss von Pr\u00e4mien zu kommen. Die Sporthilfe zahlte f\u00fcr Gold zuletzt 30.000 Euro, f\u00fcr Silber 20.000 Euro und f\u00fcr Bronze 10.000 Euro. Seit diesem Jahr sind diese Zusch\u00fcsse erstmals auch steuerfrei.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Winterspiele in Italien und die kommenden Sommerspiele in Los Angeles rechnet das IOC mit rund 14.000 Sportlerinnen und Sportlern, die Anspruch auf den 10.000-Dollar-Zuschuss haben. Dazu geh\u00f6ren auch Sport-Million\u00e4ren aus Fu\u00dfball, Tennis, Eishockey und anderen Sportarten. \u00abSie entscheiden, wie sie damit umgehen. Wir wollen, dass auch sie gew\u00fcrdigt werden\u00bb, sagte Gasol, selbst einst Gro\u00dfverdiener in der NBA.<\/p>\n<p>Er wies darauf hin, dass jeder Sportler die Pr\u00e4mie auch spenden oder ablehnen k\u00f6nnte. Nicht abgerufene Zusch\u00fcsse verbleiben im Fonds des IOC und sollen zuk\u00fcnftigen Sportler-Generationen zugutekommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lausanne (dpa) &#8211; Das 10.000-Dollar-Versprechen des IOC f\u00fcr jeden Olympia-Teilnehmer st\u00f6\u00dft in der Athletengemeinde nicht auf ungebremste Begeisterung.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":189398,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[29],"tags":[355,494,17167,118,991,39332,45,7306],"class_list":["post-189397","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-lausanne","tag-deutschland","tag-international","tag-ioc","tag-lausanne","tag-olympia","tag-reaktionen","tag-schweiz","tag-sportpolitik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116836530627698290","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=189397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/189397\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/189398"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=189397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=189397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=189397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}