{"id":190658,"date":"2026-06-30T20:59:15","date_gmt":"2026-06-30T20:59:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/190658\/"},"modified":"2026-06-30T20:59:15","modified_gmt":"2026-06-30T20:59:15","slug":"neue-alzheimer-therapien-lecanemab-und-donanemab-seit-juni-fuer-120-000-patienten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/190658\/","title":{"rendered":"Neue Alzheimer-Therapien: Lecanemab und Donanemab seit Juni f\u00fcr 120.000 Patienten"},"content":{"rendered":"<p>Neue Studien zeigen \u00fcberraschende Zusammenh\u00e4nge zwischen Alltagsgewohnheiten und Demenzrisiko.<\/p>\n<p>Die t\u00e4gliche Fl\u00fcssigkeitsaufnahme k\u00f6nnte eine untersch\u00e4tzte Rolle bei der Alzheimer-Pr\u00e4vention spielen. Eine Kohortenstudie mit 287 Teilnehmern zwischen 55 und 90 Jahren untersuchte den Zusammenhang zwischen Trinkmenge und Amyloid-?-Ablagerungen \u2013 einem charakteristischen Alzheimer-Marker.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Wer weniger als f\u00fcnf Tassen Fl\u00fcssigkeit pro Tag zu sich nimmt, weist ein h\u00f6heres Ma\u00df an diesen sch\u00e4dlichen Ablagerungen auf. Der Effekt zeigte sich besonders bei Personen ohne das Risiko-Gen ApoE4.<\/p>\n<p>Ern\u00fcchterung bei Fisch\u00f6l<\/p>\n<p>Ganz anders sieht es bei Omega-3-Fetts\u00e4uren aus. Eine placebokontrollierte Doppelblindstudie der Keck Medicine of USC mit 365 Teilnehmern pr\u00fcfte die Wirkung von Docosahexaens\u00e4ure (DHA) aus Fisch\u00f6l. Die t\u00e4gliche Einnahme von 2.000 Milligramm \u00fcber zwei Jahre erh\u00f6hte zwar die DHA-Konzentration im Liquor um 17 Prozent.<\/p>\n<p>Doch klinische Vorteile blieben aus: Weder Ged\u00e4chtnis noch kognitive Leistung verbesserten sich. Auch die Schrumpfung des Hippocampus \u2013 ein fr\u00fches Alzheimer-Anzeichen \u2013 wurde nicht verlangsamt.<\/p>\n<p>Medikamente: Gewinner und Verlierer<\/p>\n<p>Differenzierte Entwicklungen zeigen sich bei der medikament\u00f6sen Pr\u00e4vention. Diabetes-Wirkstoffe senken das Alzheimer-Risiko erheblich: SGLT2-Inhibitoren um 43 Prozent, GLP-1-Agonisten um 33 Prozent. Sogar eine G\u00fcrtelrose-Impfung reduziert das Demenzrisiko um bis zu 24 Prozent.<\/p>\n<p>Doch einige Medikamente wirken gegenteilig. Anticholinergika erh\u00f6hen das Risiko um 54 Prozent, Protonenpumpenhemmer um 44 Prozent. Auch der Blutdruck spielt eine kritische Rolle: Hypertonie steigert das Risiko um den Faktor 1,57, dauerhaft niedriger Blutdruck sogar um 2,74.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Ob Bluthochdruck oder Medikamentennebenwirkungen \u2013 viele Faktoren beeinflussen unsere geistige Gesundheit im Alter massiv. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen 11 praktische Alltags\u00fcbungen und Ern\u00e4hrungstipps, mit denen Sie Demenz gezielt vorbeugen und Ihre Konzentration st\u00e4rken k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/gehirntraining-leicht-gemacht\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_GEHIRNTRAINING-LEICHT-GEMACHT_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-1002913\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">11 \u00dcbungen f\u00fcr geistige Fitness kostenlos sichern<\/a><\/p>\n<p>Seit Juni 2026 stehen in deutschen Kliniken mit Lecanemab und Donanemab zwei neue Antik\u00f6rper-Therapien zur Verf\u00fcgung. Sie zielen darauf ab, Amyloid-Plaques im Gehirn abzubauen. Sch\u00e4tzungsweise 120.000 der rund 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten in Deutschland kommen daf\u00fcr infrage.<\/p>\n<p>KI erkennt Risiko Jahre vor Symptomen<\/p>\n<p>Die Fr\u00fcherkennung macht gro\u00dfe Spr\u00fcnge. KI-gest\u00fctzte Netzhautscans k\u00f6nnen ein Alzheimer-Risiko bis zu 8,55 Jahre vor Symptombeginn identifizieren. Der Markt f\u00fcr solche Analysen w\u00e4chst rasant und soll bis 2033 ein Volumen von 9,4 Milliarden US-Dollar erreichen. Auch Bluttests von Roche und Eli Lilly erzielen mittlerweile eine Genauigkeit von \u00fcber 90 Prozent.<\/p>\n<p>Kognitive Aktivit\u00e4t zeigt ebenfalls positive Effekte: Gezieltes Geschwindigkeitstraining am Computer senkt das Alzheimer-Risiko um 25 Prozent. Auch regelm\u00e4\u00dfige Internetnutzung im Alter wird mit verlangsamtem kognitivem Abbau in Verbindung gebracht.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Da die Fr\u00fcherkennung entscheidend ist, fragen sich viele Betroffene bei kleineren Ged\u00e4chtnisl\u00fccken, ob diese bereits ein Warnsignal darstellen. Mit diesem kurzen, anonymen Selbsttest erhalten Sie in nur 2 Minuten eine erste Einsch\u00e4tzung zu m\u00f6glichen Demenz-Anzeichen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/demenz-selbsttest\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_DEMENZ-SELBSTTEST_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-1002913\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Hier den kostenlosen Demenz-Selbsttest starten<\/a><\/p>\n<p>Forderung nach digitaler Infrastruktur<\/p>\n<p>Angesichts j\u00e4hrlicher Kosten von \u00fcber 80 Milliarden Euro durch Demenzerkrankungen fordern Wissenschaftsakademien wie Leopoldina und Acatech bessere Datennutzung. Ein zentrales Anliegen: die Einf\u00fchrung einer digitalen Identit\u00e4tsnummer (UID), um Gesundheitsdaten effizienter zu verkn\u00fcpfen. Experten gehen davon aus, dass fast jede zweite Demenzerkrankung durch eine Kombination aus Lebensstil\u00e4nderungen, Fr\u00fcherkennung und optimierter Versorgung vermeidbar w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Neue Studien zeigen \u00fcberraschende Zusammenh\u00e4nge zwischen Alltagsgewohnheiten und Demenzrisiko. 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