{"id":19067,"date":"2026-02-24T22:52:10","date_gmt":"2026-02-24T22:52:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19067\/"},"modified":"2026-02-24T22:52:10","modified_gmt":"2026-02-24T22:52:10","slug":"mazda-baute-und-toetete-einen-v6-mx-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19067\/","title":{"rendered":"Mazda baute und t\u00f6tete einen V6-MX-5"},"content":{"rendered":"<p>Der Mazda MX-5 und der Vierzylinder geh\u00f6ren seit jeher fest zusammen. Beim MX-5 ging es immer darum, die perfekte Balance aus geringem Gewicht und dem richtigen Ma\u00df an Leistung zu finden. Umso \u00fcberraschender kommt daher diese Nachricht: Mazdas Ingenieure bauten einst als Leidenschaftsprojekt einen V6-Prototypen.<\/p>\n<p>Fans w\u00fcnschen sich seit gef\u00fchlten Ewigkeiten einen gr\u00f6\u00dferen Motor im Kult-Roadster. Nat\u00fcrlich hat die Tuning-Szene in allen erdenklichen Auspr\u00e4gungen geliefert \u2013 von V8-Umbauten bis hin zu v\u00f6llig verr\u00fcckten V12-Transplantationen. So weit ging Mazda bei dem vor rund 20 Jahren heimlich aufgebauten Miata nicht: Stattdessen entschieden sich die Ingenieure f\u00fcr einen 2,5-Liter-V6.<\/p>\n<p>Die bemerkenswerte Enth\u00fcllung stammt von Christian Schultze, Mazdas Forschungs- und Entwicklungschef in Europa. Im Gespr\u00e4ch mit dem niederl\u00e4ndischen Magazin <a href=\"https:\/\/autorai.nl\/interview-opvolger-mazda-mx-5\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">AutoRAI<\/a> erkl\u00e4rte der Manager, das MX-5-Einzelst\u00fcck sei kein offiziell abgesegnetes Projekt gewesen. Vielmehr h\u00e4tten Ingenieure das Auto nach Feierabend im Stillen aufgebaut.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1771383908_441_16x9-tr.png\" alt=\"&lt;p&gt;Mazda MX-5 Miata (NC-Generation)&lt;\/p&gt;\" width=\"16\" height=\"9\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mazda MX-5 Miata (NC-Generation)<\/p>\n<p>Bild von: Mazda<\/p>\n<p>Nachdem man den V6 in den Motorraum gezw\u00e4ngt hatte, tauchte direkt ein Problem auf: Der Sechszylinder sa\u00df zu hoch und zerst\u00f6rte die Proportionen \u2013 unklar bleibt, ob daf\u00fcr ein NB- oder NC-MX-5 herhalten musste. \u201eVor 20 Jahren\u201c w\u00fcrde bedeuten, dass der Sechszylinder-MX-5 um 2006 herum entstanden ist, also ungef\u00e4hr zu der Zeit, als der Roadster von der zweiten in die dritte Generation wechselte. Da der NC die gr\u00f6\u00dfte MX-5-Generation ist, liegt nahe, dass die Ingenieure diese Basis genutzt haben.<\/p>\n<p>Obwohl das Ergebnis laut Schultze \u201eoptisch nicht ansprechend\u201c gewesen sei, sei der V6-Prototyp \u201edefinitiv interessant\u201c zu fahren. Allerdings stellt sich die Frage, wie sich ein gr\u00f6\u00dferer, schwererer Motor auf das Fahrerlebnis ausgewirkt h\u00e4tte \u2013 die Gewichtsverteilung d\u00fcrfte gelitten haben. <a href=\"https:\/\/de.motor1.com\/mazda\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mazda<\/a> hat stets eine perfekte 50:50-Balance priorisiert; ein schwererer Motor h\u00e4tte unweigerlich seinen Tribut gefordert, mit mehr Gewicht auf der Vorderachse.<\/p>\n<p>Wie viel Leistung das Auto hatte, ist unklar, doch der Hubraum von 2,5 Litern deutet auf einen Motor aus der K-Serie hin. Der KL-DE im gr\u00f6\u00dferen MX-6 brachte 200 PS. Das h\u00e4tte dem V6-MX-5 eine Mehrleistung von 40 PS\u00a0gegen\u00fcber dem st\u00e4rksten erh\u00e4ltlichen NC-MX-5 mit 160 PS-Zweiliter-Vierzylinder\u00a0verschafft. Nat\u00fcrlich g\u00e4be es bei einem V6 auch jenseits der Spitzenleistung Vorteile \u2013 aber daraus wurde nichts.<\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/1771383908_441_16x9-tr.png\" alt=\"&lt;p&gt;Mazda MX-5 Miata (NC-Generation)&lt;\/p&gt;\" width=\"16\" height=\"9\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Mazda MX-5 Miata (NC-Generation)<\/p>\n<p>Bild von: Mazda<\/p>\n<p>Es ist naheliegend, dass Mazda das Know-how gehabt h\u00e4tte, den V6 sauber zu integrieren \u2013 allerdings h\u00e4tte das deutlich mehr Entwicklungsaufwand erfordert. Das h\u00e4tte die Kosten erh\u00f6ht, ein besonders sensibles Thema bei Kleinserienprodukten wie einem Sportwagen. Selbst wenn der V6 physisch gepasst h\u00e4tte, muss ein Serienauto zudem Sicherheits- und Abgasvorschriften erf\u00fcllen. Die Rechnung w\u00e4re kaum aufgegangen.<\/p>\n<p>Auch 2026 hat der MX-5 die 200-PS-Marke noch nicht geknackt. Der st\u00e4rkste MX-5 ist die nur in Japan angebotene 12R-Sonderedition mit 197 PS. Vermutlich m\u00fcssen wir auf die n\u00e4chste Generation warten, bis bei &#171;Leistung&#187; eine &#171;2&#187; vorne steht.\u00a0<\/p>\n<p>Motor1 meint:\u00a0Wie bei anderen Herstellern mit langer Historie d\u00fcrfte auch Mazda viele Geschichten in der Schublade haben. Da der MX-5 das Aush\u00e4ngeschild der Marke ist und seit Jahrzehnten einer strengen Formel folgt, ist nachvollziehbar, warum man sich scheut, selbige \u00fcber Bord zu werfen. Dieses Rezept funktioniert, seit die NA-Generation 1989 auf den Markt kam.<\/p>\n<p>Ein gr\u00f6\u00dferer Motor w\u00e4re zwar reizvoll, doch die finanzielle Realit\u00e4t ist: Mazda ist ein vergleichsweise kleiner Hersteller und kann sich beim MX-5 kaum Experimente leisten. Und mit weiter versch\u00e4rften Emissionsvorschriften ist ein Motor mit mehr als vier Zylindern \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich. Wir sollten eher froh sein, dass der Miata 2026 \u00fcberhaupt noch lebt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Mazda MX-5 und der Vierzylinder geh\u00f6ren seit jeher fest zusammen. 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