{"id":191700,"date":"2026-07-01T14:36:37","date_gmt":"2026-07-01T14:36:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/191700\/"},"modified":"2026-07-01T14:36:37","modified_gmt":"2026-07-01T14:36:37","slug":"existenzielle-bedrohung-eso-warnt-vor-satellitenplaenen-von-spacex-co","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/191700\/","title":{"rendered":"\u201eExistenzielle Bedrohung\u201c: ESO warnt vor Satellitenpl\u00e4nen von SpaceX &#038; Co."},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Existential-threat-to-optical-astronomy-warning-about-satellite-plans-11350542.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Aktuelle Pl\u00e4ne f\u00fcr die Platzierung von mehr als 1,7 Millionen Satelliten in die Erdumlaufbahn stellen f\u00fcr die optische Astronomie eine \u201eexistenzielle Bedrohung\u201c dar, in Gro\u00dfst\u00e4dten k\u00f6nnten deren k\u00fcnstliche Leuchtpunkte k\u00fcnftig die einzigen sichtbaren Objekte am Nachthimmel sein. Davor warnt die Europ\u00e4ische S\u00fcdsternwarte ESO auf Basis einer neuen Studie, deren Ergebnisse in eine <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Eine-Million-SpaceX-Satelliten-und-Sonnenspiegel-Dramatische-Appelle-an-die-FCC-11221181.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stellungnahme bei der US-Kommunikationsaufsicht FCC<\/a> einflie\u00dfen sollen. Die Forschungseinrichtung bezieht sich namentlich unter anderem auf die gigantischen <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hoehepunkt-des-Wahnsinns-Analyse-zerpflueckt-Plaene-fuer-Rechenzentren-im-All-11191531.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pl\u00e4ne von SpaceX f\u00fcr allein eine Million neuer Satelliten<\/a> und Reflect Orbital f\u00fcr zwar viel weniger, aber daf\u00fcr deutlich hellere Satelliten.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Satelliten heller als der Vollmond<\/p>\n<p>In der <a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/germany\/news\/eso2607\/?lang\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Zusammenfassung erinnert die ESO daran<\/a>, dass die Zahl der aktiven Satelliten im Erdorbit seit 2019 auf \u00fcber 14.000 angestiegen ist, mehr als zwei Drittel davon entfallen auf das Satelliteninternet Starlink von SpaceX. Hinzu kommen fast 20.000 inaktive Satelliten und Weltraumschrott. Die Folgen f\u00fcr die Astronomie lassen sich bereits darstellen, mehrere Zeitraffer zeigen die zahllosen Lichtstreifen \u00fcber den Observatorien der ESO in Chile. Die seien aber nicht einmal ansatzweise mit dem vergleichbar, was wir beim n\u00e4chtlichen Blick nach oben zu sehen bekommen w\u00fcrden, sollten die aktuellen Pl\u00e4ne f\u00fcr weitere Megakonstellationen genehmigt und realisiert werden.<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes Video (TargetVideo GmbH) geladen.\n  <\/p>\n<p>        Video jetzt laden\n      <\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Helligkeit am Nachthimmel bei den Satelliten von SpaceX &amp; Co. gewisserma\u00dfen nur ein Nebenprodukt ist, ist sie Kernpunkt der Pl\u00e4ne von Reflect Orbital. Das Start-up will riesige Spiegel ins All schie\u00dfen, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Astronomen-alarmiert-US-Satelliten-sollen-Sonnenlicht-zur-Erde-reflektieren-10749257.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die nachts Sonnenlicht auf die Erdoberfl\u00e4che reflektieren<\/a>, damit Solaranlagen l\u00e4nger Strom generieren k\u00f6nnen. Obwohl es schon berechtigte Zweifel daran gibt, wie realistisch die Versprechungen der Firma daf\u00fcr sind, soll noch in diesem Jahr ein Prototyp gestartet werden. St\u00fcnde man direkt in einem solchen Lichtkegel \u2013 der aber nur auf Solarfarmen gerichtet werden soll \u2013 w\u00fcrde solch ein Satellit viermal heller erscheinen als der Vollmond, schreibt die ESO. Das d\u00fcrfte zugleich Kritik befeuern, dass solch ein Satellit f\u00fcr die Solaranlagen nicht genug Licht liefert.<\/p>\n<p>Auch wenn man nicht in einem solchen Lichtkegel steht, w\u00e4re jeder einzelne dieser Satelliten am Nachthimmel heller als der \u201eMorgenstern\u201c Venus. Zugleich will Reflect Orbital die eigene Flotte demnach schon bis 2035 auf 50.000 solcher Satelliten ausbauen. Aus der Innenstadt von M\u00fcnchen w\u00fcrde man nach der Realisierung nur noch Hunderte dieser Satelliten sehen, keine echten Sterne mehr. F\u00fcrs reine Sternengucken w\u00e4ren die anderen geplanten Satelliten nicht ganz so problematisch, aber f\u00fcr die Astronomie w\u00e4ren die Folgen verheerend. Beim Very Large Telescope (VLT) der ESO beispielsweise w\u00fcrde der errechnete Verlust f\u00fcr zwei Stunden nach Einbruch der Dunkelheit einer Verringerung des nutzbaren Sichtfelds um 28 Prozent entsprechen.<\/p>\n<p>      Empfohlener redaktioneller Inhalt<\/p>\n<p class=\"opt-in__description\">\n    Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externes Video (TargetVideo GmbH) geladen.\n  <\/p>\n<p>        Video jetzt laden\n      <\/p>\n<p>Maximal 100.000 Satelliten<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die ESO nennt weitere Folgen einer m\u00f6glichen Realisierung und spricht von \u201edrastischen Konsequenzen\u201c. Die lie\u00dfen sich nur abwenden, wenn die Gesamtzahl der bestehenden und k\u00fcnftigen Satelliten auf 100.000 begrenzt wird, sagt Erstautor Olivier Hainaut. Das sei aber kein starrer Grenzwert, bei dieser Zahl w\u00fcrden die zu erwartenden Verluste auf dem Niveau anderer Ausf\u00e4lle liegen: \u201eNat\u00fcrlich w\u00e4ren mir 50.000 lieber.\u201c Die Zahl gelte auch nur f\u00fcr den Fall, dass die scheinbare Helligkeit aller Satelliten unter Magnitude 7 bleibt. Andernfalls m\u00fcsse die Gesamtzahl deutlich reduziert werden. <a href=\"https:\/\/www.eso.org\/public\/archives\/releases\/sciencepapers\/eso2607\/eso2607a.pdf\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Das Forschungspapier<\/a> wurde zur Ver\u00f6ffentlichung in Astronomy &amp; Astrophysics angenommen. Es richtet sich vor allem auch an die FCC, die den Gro\u00dfteil der Satelliten genehmigen muss.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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