{"id":193893,"date":"2026-07-03T05:31:09","date_gmt":"2026-07-03T05:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/193893\/"},"modified":"2026-07-03T05:31:09","modified_gmt":"2026-07-03T05:31:09","slug":"saeureblocker-langzeiteinnahme-erhoeht-demenzrisiko-um-44-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/193893\/","title":{"rendered":"S\u00e4ureblocker: Langzeiteinnahme erh\u00f6ht Demenzrisiko um 44 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Doch eine dauerhafte Einnahme k\u00f6nnte gef\u00e4hrlicher sein als gedacht. Aktuelle Studien zeigen: Protonenpumpenhemmer (PPI) erh\u00f6hen das Risiko f\u00fcr Demenz und verschlimmern Lungenerkrankungen.<\/p>\n<p>44 Prozent mehr Demenzrisiko<\/p>\n<p>Eine im Juni 2026 in Nature Metabolism ver\u00f6ffentlichte Studie kommt zu alarmierenden Ergebnissen. Die Langzeiteinnahme von PPI steigert das Demenzrisiko um 44 Prozent. Die Forscher werteten Daten von rund 66.000 Probanden aus. Kurzzeitige Anwendungen gelten demnach als unbedenklich. Kritisch wird die dauerhafte Einnahme.<\/p>\n<p>Eine weitere Langzeitstudie der University of California, San Diego, untermauert die Erkenntnisse. 688 \u00e4ltere Erwachsene wurden zehn Jahre lang beobachtet. Medikamente mit anticholinerger Wirkung erh\u00f6hten das Risiko f\u00fcr leichte kognitive Beeintr\u00e4chtigungen um 47 Prozent. Bei genetisch Vorbelasteten oder Personen mit Alzheimer-Biomarkern stieg die Gefahr sogar um das Zwei- bis Vierfache.<\/p>\n<p>Gefahr f\u00fcr Lungenkranke<\/p>\n<p>Die Risiken beschr\u00e4nken sich nicht auf das Gehirn. Eine belgische Analyse im Fachjournal Chest untersuchte die Daten von \u00fcber 932.000 Erwachsenen aus den Jahren 2017 bis 2021. Ergebnis: Bei Asthma- oder COPD-Patienten erh\u00f6hte die Langzeiteinnahme von S\u00e4ureblockern das Risiko f\u00fcr Exazerbationen \u2013 pl\u00f6tzliche Verschlechterungen der Symptome \u2013 um durchschnittlich 18 Prozent. Bei H\u00f6chstdosen stieg das Risiko auf 25 Prozent.<\/p>\n<p>Besonders betroffen: Patienten unter 50 Jahren und Asthmatiker. Das Risiko war vor allem bei jenen erh\u00f6ht, die PPI einnahmen, ohne tats\u00e4chlich an Reflux zu leiden. Experten fordern nun ein Umdenken in den Behandlungsleitlinien \u2013 weg von der reinen Symptombek\u00e4mpfung, hin zu fr\u00fchzeitigen entz\u00fcndungshemmenden Therapien.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Vergessen Sie Namen oder Termine immer \u00f6fter? Der 2?Minuten?Selbsttest mit 7 Fragen zeigt, ob das noch normal ist \u2013 anonym &amp; kostenlos. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/demenz-selbsttest\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_DEMENZ-SELBSTTEST_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-1008229\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Gewissheit in 2 Minuten: Check auf fr\u00fche Demenz?Anzeichen<\/a><\/p>\n<p>Gibt es auch sch\u00fctzende Medikamente?<\/p>\n<p>Ja. W\u00e4hrend bestimmte Wirkstoffe das Demenzrisiko erh\u00f6hen, zeigen andere einen sch\u00fctzenden Effekt. Daten des National Institutes of Health (NIH) und britischer Langzeitstudien belegen: SGLT2-Hemmer, die prim\u00e4r gegen Diabetes eingesetzt werden, senken das Alzheimerrisiko um 43 Prozent. Bei GLP-1-Agonisten betr\u00e4gt die Reduktion 33 Prozent.<\/p>\n<p>Auch andere Faktoren spielen eine Rolle. Eine G\u00fcrtelrose-Impfung kann das Demenzrisiko \u00fcber sieben Jahre um 20 Prozent senken. Eine hochdosierte Grippeimpfung reduziert es innerhalb von zwei Jahren sogar um 55 Prozent. Mediterrane Ern\u00e4hrung senkt das Risiko um bis zu 30 Prozent, und H\u00f6rger\u00e4te bei Schwerh\u00f6rigkeit verringern die Wahrscheinlichkeit um 23 Prozent. Achtung: Dauerhaft zu niedriger Blutdruck gilt als Risikofaktor \u2013 er erh\u00f6ht die Alzheimer-Wahrscheinlichkeit um den Faktor 2,74.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Viele Medikamente im Alter k\u00f6nnen die geistige Fitness beeintr\u00e4chtigen und das Sturzrisiko erh\u00f6hen. 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KI-gest\u00fctzte Netzhautscans k\u00f6nnen ein Alzheimer-Risiko bis zu 8,5 Jahre vor Symptombeginn erkennen. Moderne Bluttests auf das Protein pTau217 erreichen eine Genauigkeit von \u00fcber 90 Prozent. Diese Technologien k\u00f6nnten helfen, die Versorgungsl\u00fccke zu schlie\u00dfen \u2013 und Eingriffe zu erm\u00f6glichen, bevor irreversible Sch\u00e4den entstehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Doch eine dauerhafte Einnahme k\u00f6nnte gef\u00e4hrlicher sein als gedacht. 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