{"id":19600,"date":"2026-02-25T08:53:11","date_gmt":"2026-02-25T08:53:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19600\/"},"modified":"2026-02-25T08:53:11","modified_gmt":"2026-02-25T08:53:11","slug":"schweizer-technik-in-russischen-waffen-aus-keinem-anderen-europaeischen-land-stammen-so-viele-komponenten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19600\/","title":{"rendered":"Schweizer Technik in russischen Waffen: aus keinem anderen europ\u00e4ischen Land stammen so viele Komponenten"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/14e5c9.webp.jpeg\" width=\"1280\" height=\"960\" alt=\"Drohneneinschlag in Kramatorsk, 9. Februar 2026.\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                Ein Drohneneinschlag in Kramatorsk, 9. Februar 2026.            <\/p>\n<p>            Keystone \/ Maria Senovilla        <\/p>\n<p>        Trotz Sanktionen finden sich in russischen Raketen, Drohnen und Panzern weiterhin Komponenten von Schweizer Firmen.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        24. Februar 2026 &#8211; 10:34\n<\/p>\n<p>Es ist eine Szene, die sich in der Ukraine t\u00e4glich wiederholt: n\u00e4chtliche Angriffe, Einschl\u00e4ge in Wohnh\u00e4user, Tote und Verletzte. Der US\u2011Menschenrechtsaktivist Samuel Bickett von der Stiftung \u00abThe Committee for Freedom in Hong Kong\u00bb und sein Team haben untersucht, welche ausl\u00e4ndische Technologie Russlands Bombenterror in der Ukraine erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Schauen Sie dazu den Beitrag von SRF: <\/p>\n<p>Am meisten Funde von Schweizer Firmen<\/p>\n<p>Er bezieht sich auch auf eine Auswertung ukrainischer Beh\u00f6rden. Dort tauchten bislang 322 Komponenten von Schweizer Herstellern auf \u2013 es geht um Mikroprozessoren, GPS\u2011Module, Stecker und Kabel. Samuel Bickett sagt: \u00abAuf dem ukrainischen Schlachtfeld tauchen mehr Bauteile von Schweizer Firmen auf als praktisch aus jedem anderen europ\u00e4ischen Land. Die meisten davon finden wir in Raketen und Drohnen. Aber auch in Panzern, in Kommandozentren, in Flugzeugen und anderen Waffensystemen.\u00bb<\/p>\n<p>Huber+Suhner und Lemo Gruppe auch auf der Liste<\/p>\n<p>Medien berichten seit Jahren \u00fcber Schweizer Technologie in russischen Waffen \u2013 etwa Mikroprozessoren, Stecker oder Kabel \u2013 auch Komponenten f\u00fcr Raketen, Drohnen und Bomben. Es handelt sich um Elektronik von Ublox oder ST Microelectronics und anderen.<\/p>\n<p>Nun erscheinen auch die Genfer Lemo\u2011Gruppe und Huber+Suhner in den russischen Zolldaten. Produziert werden die Komponenten meist nicht in der Schweiz, sondern in Asien oder anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Russische Zolldokumente, die Bickett und sein Team ausgewertet haben, erw\u00e4hnen Antennen-Stecker der Firma Huber+Suhner. Am 24. Januar 2024 gelangten sie nach Hongkong \u2013 zu einem Unternehmen, das das russische Milit\u00e4r beliefert. Wie genau und \u00fcber welche Zwischenh\u00e4ndler die Stecker dorthin gelangten, erw\u00e4hnen die Dokumente nicht.<\/p>\n<p>Huber+Suhner schreibt auf Anfrage, man habe die Transaktion gepr\u00fcft, k\u00f6nne sie aber \u00abnicht nachvollziehen\u00bb, weil auf den Dokumenten Informationen fehlten. Alle Gesch\u00e4fte mit Russland seien seit Kriegsbeginn gestoppt, s\u00e4mtliche Vertriebspartner vertraglich verpflichtet, nicht weiterzuliefern. Die Lemo-Gruppe antwortete nicht auf die Anfrage von SRF.<\/p>\n<p>Lieferungen nach Russland sind verboten<\/p>\n<p>Auch Ublox\u2011GPS\u2011Module tauchen heute noch in russischen Drohnen auf \u2013 ein konkretes Modul stammt aus einer Produktion vom M\u00e4rz 2025. Das Unternehmen betont, es handle sich um Massenware, die es auch in E-Rollern oder Baumaschinen gebe, sie k\u00f6nnten einfach entfernt und zweckentfremdet werden. Lieferungen nach Russland und Drittstaaten seien seit Kriegsbeginn verboten.<\/p>\n<p>Das zust\u00e4ndige Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft, Seco, lehnt ein Interview ab. Schriftlich heisst es, man ahnde Verst\u00f6sse \u00abkonsequent\u00bb, habe die personellen Mittel seit 2022 verdreifacht und setzte die Sanktionen \u00abpriorit\u00e4r\u00bb um.<\/p>\n<p>+ <a href=\"https:\/\/thecfhk.org\/research\/europe-sanctions-evasion\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die Analyse: Bypassing the Blockade: How Hong Kong Feeds European Technology Into Russia\u2019s War in UkraineExterner Link<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Bickett reicht das nicht: Die Schweiz m\u00fcsse jede Ware pr\u00fcfen, die in russischen Zolldaten auftauche. Man m\u00fcsse s\u00e4mtliche Beteiligten sanktionieren: die Firmen, Vertriebspartner, Logistikunternehmen, Banken und Versicherungen, welche die Fracht finanzieren oder versichern. Nur das w\u00fcrde helfen, sagt er.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/newsletter_teaser_foreign_affairs.jpg\" width=\"880\" height=\"587\" alt=\"Newsletter sobre a pol\u00edtica externa\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Aussenpolitik\n        <\/p>\n<p>        Unser Newsletter zur Aussenpolitik    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                Die Schweiz in einer Welt, die sich bewegt. Beobachten Sie mit uns die Schweizer Aussenpolitik und ihre Entwicklungen \u2013 wir liefern die Vertiefung dazu.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/aussenpolitik\/newsletter-aussenpolitik\/46741298\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Unser Newsletter zur Aussenpolitik<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ein Drohneneinschlag in Kramatorsk, 9. Februar 2026. 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