{"id":19639,"date":"2026-02-25T09:28:09","date_gmt":"2026-02-25T09:28:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19639\/"},"modified":"2026-02-25T09:28:09","modified_gmt":"2026-02-25T09:28:09","slug":"unternehmen-setzen-auf-ethereum-was-bedeutet-das-fuer-die-entwicklung-der-branche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19639\/","title":{"rendered":"Unternehmen setzen auf Ethereum: Was bedeutet das f\u00fcr die Entwicklung der Branche?"},"content":{"rendered":"<p>Bitcoin galt lange als der &#171;Goldstandard&#187; der Krypto-Welt. Doch 2026 zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab, denn institutionelle Investoren setzen zunehmend auf Ethereum.<\/p>\n<p>Dieser Trend markiert einen \u00dcbergang: weg von Krypto als reinem Wertspeicher, hin zur Anerkennung als digitale Infrastruktur. Viele Unternehmen blicken \u00fcber die blosse Knappheit hinaus. Stattdessen setzen sie auf Ethereums F\u00e4higkeit, zuverl\u00e4ssige Ertr\u00e4ge zu erzielen und die Finanztechnologie voranzutreiben.<\/p>\n<p>Grosse Akteure bauen ihre Ethereum-Positionen aus<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr diesen Wandel ist BitMine Immersion Technologies. Das Unternehmen hat sich als f\u00fchrendes &#171;Ethereum Treasury&#187;-Unternehmen neu aufgestellt. Anfang 2026 gab BitMine bekannt, \u00fcber 4,3 Millionen ETH angesammelt zu haben &#8211; rund 3,5% des weltweiten Angebots. Durch aggressives Staking will die Firma hohe Ertr\u00e4ge erzielen. \u00dcber ein eigenes Validator-Netzwerk strebt sie j\u00e4hrliche Rewards von \u00fcber 370 Millionen US-Dollar an.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten 13F-Einreichungen von Goldman Sachs zeigen ein ausgewogenes Bild. Der Bankkonzern h\u00e4lt rund 1,1 Milliarden US-Dollar in Bitcoin und 1 Milliarde in Ethereum. Bitcoins Marktkapitalisierung ist deutlich gr\u00f6sser als die von Ethereum. Diese Beinahe-Parit\u00e4t stellt daher eine klare \u00dcbergewichtung dar und ist ein starkes Vertrauensvotum in ETH als strategisches Asset.<\/p>\n<p>Warum einige Unternehmen Ethereum gegen\u00fcber Bitcoin bevorzugen<\/p>\n<p>Der Kern dieses Trends liegt in Ethereums F\u00e4higkeit, &#171;Yield&#187; zu erzeugen. Das bedeutet: Anleger k\u00f6nnen eine Art Zins oder Dividende auf ihre Investition verdienen. Durch einen Prozess namens <a href=\"https:\/\/cvj.ch\/glossary\/staking\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Staking<\/a> verdienen Institutionen j\u00e4hrlich etwa 3% bis 5%, indem sie das Netzwerk sichern. Dieser Cashflow ist ein grosser Anziehungspunkt f\u00fcr Wall-Street-Firmen. Sie bevorzugen Anlagen mit klar erkennbaren Ertr\u00e4gen gegen\u00fcber solchen, die nur in einem Tresor liegen.<\/p>\n<p>\u00dcber die direkten Ertr\u00e4ge hinaus bieten Ethereums Smart Contracts zus\u00e4tzlichen Nutzen. Sie fungieren als selbstausf\u00fchrender Code auf der Blockchain und bilden das R\u00fcckgrat f\u00fcr Decentralized Finance (<a href=\"https:\/\/cvj.ch\/maerkte\/dezentrale-finanzen-defi\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DeFi<\/a>). Dabei automatisieren sie Dienste wie Kreditvergabe, Kreditaufnahme und Handel &#8211; ganz ohne Mittelsm\u00e4nner. Zugleich ist Ethereum der wichtigste Standort f\u00fcr Real-World Assets (<a href=\"https:\/\/cvj.ch\/glossary\/real-world-asset-rwa\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">RWA<\/a>). Dieser Sektor ist Anfang 2026 auf \u00fcber 24 Milliarden US-Dollar gewachsen (laut rwa.xyz). Traditionelle Anlagen wie Anleihen, Aktien und Immobilien werden dabei auf die Blockchain gebracht. Das macht den Handel schneller, g\u00fcnstiger und rund um die Uhr verf\u00fcgbar. Ethereum h\u00e4lt derzeit rund 60% Marktanteil bei tokenisierten Anlagen. Die Blockchain ist damit zum &#171;Premiumviertel&#187; geworden, in dem grosse Banken und Fonds ihre wichtigsten Gesch\u00e4fte abwickeln.<\/p>\n<p>Wie sich Ethereum von Bitcoin abkoppelt<\/p>\n<p>Derzeit l\u00e4sst sich ein struktureller Bruch in der Korrelation beider Assets beobachten. Seit der Einf\u00fchrung von Spot-ETFs haben sich die Kapitalfl\u00fcsse aufgeteilt. Bitcoin wird als &#171;digitales Gold&#187; gekauft, Ethereum als &#171;digitale Infrastruktur&#187; gesammelt. Ethereums eigene Fundamentaldaten bestimmen zunehmend den Kurs. Dazu geh\u00f6ren steigende On-Chain-Aktivit\u00e4t, ein sinkendes Angebot und die Verbreitung tokenisierter Anlagen bei Banken.<\/p>\n<p>Die Zahlen zeigen ein starkes Potenzial. ETH k\u00f6nnte in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2026 deutlich besser abschneiden als BTC. Nach Bitcoins Konsolidierung d\u00fcrfte Kapital vermehrt in nutzbare Assets wie ETH fliessen. Mehrere Faktoren st\u00fctzen dieses Szenario: anhaltende Staking-ETF-Zufl\u00fcsse, Protokoll-Upgrades und regulatorische Fortschritte. Dazu kommt ein g\u00fcnstiges Umfeld mit sinkenden Realzinsen. In einem reifenden Bullenmarkt sind relative Zugewinne von 2x bis 3x gegen\u00fcber Bitcoin m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Dieser Wandel positioniert ETH neu: weg vom reinen Wertspeicher, hin zur f\u00fchrenden programmierbaren Blockchain. Davon profitiert die gesamte Branche durch mehr Vielfalt und Widerstandsf\u00e4higkeit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bitcoin galt lange als der &#171;Goldstandard&#187; der Krypto-Welt. 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