{"id":19773,"date":"2026-02-25T11:34:05","date_gmt":"2026-02-25T11:34:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19773\/"},"modified":"2026-02-25T11:34:05","modified_gmt":"2026-02-25T11:34:05","slug":"fuer-webb-sichtbar-fuer-hubble-nicht-stern-vor-supernova-koennte-ein-raetsel-loesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19773\/","title":{"rendered":"F\u00fcr Webb sichtbar, f\u00fcr Hubble nicht: Stern vor Supernova k\u00f6nnte ein R\u00e4tsel l\u00f6sen"},"content":{"rendered":"<p>Erstmals ist es einer Forschungsgruppe gelungen, auf alten Aufnahmen des Weltraumteleskops James Webb einen Stern zu identifizieren, der sp\u00e4ter als Supernova explodiert ist. Es handelt sich um einen Roten Superriesen, der am Rand der nur etwa 40 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie NGC 1637 nachweisbar war, bis er am 29. Juni 2025 explodiert ist. Auf Archivaufnahmen des erst seit wenigen Jahren aktiven Weltraumteleskops wurde der Stern dann nachtr\u00e4glich identifiziert und hat sich als \u201e\u00fcberraschend rot\u201c herausgestellt, schreibt die Forschungsgruppe. Das deute darauf hin, dass er vor seinem Ende von Staub umgeben war, der die blauen Wellenl\u00e4ngen herausgefiltert hat. Dieser Fund k\u00f6nnte jetzt beim L\u00f6sen eines R\u00e4tsels der Astronomie helfen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>\u00dcberraschend gut versteckt<\/p>\n<p>Entdeckt wurde der Vorg\u00e4ngerstern in Aufnahmen, die das Weltraumteleskop im Jahr 2024 gemacht hat, <a href=\"https:\/\/esawebb.org\/news\/weic2604\/\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">schreibt das Team<\/a>. Und dass er darauf so unerwartet rot war, k\u00f6nnte den \u201eFall der fehlenden roten Superriesen\u201c kl\u00e4ren helfen. Dabei gehe es darum, dass man eigentlich erwarten w\u00fcrde, dass die massereichsten Sterne vor ihrem Ende in einer Supernova auch am hellsten sein m\u00fcssten. Deshalb sollte man sie nachtr\u00e4glich auf Archivaufnahmen leicht finden k\u00f6nnen. Der Stern, der jetzt in der Supernova 2025pht geendet hat, deute darauf hin, dass solche Himmelsk\u00f6rper in dieser Phase ihrer Entwicklung aber von dichtem Staub umgeben sind, der sie regelrecht versteckt. Auf einer Archivaufnahme des Weltraumteleskops Hubble, das in einem anderen Spektrum forscht, ist der Stern nicht auszumachen.<\/p>\n<p>Auch wegen dieser gro\u00dfen Frage habe man auf eine Supernova wie 2025pht gewartet, schreibt Studienleiter Charlie Kilpatrick von der Northwestern University im US-Bundesstaat Illinois. Besonders hilfreich war demnach, dass das Weltraumteleskop James Webb den Vorg\u00e4ngerstern auch im mittelinfraroten Spektrum beobachtet hat, weil man damit die Zusammensetzung des Staubs habe analysieren k\u00f6nnen. Dieser war demnach \u00fcberraschend kohlenstoffreich, erwartet habe man mehr Silikate. Man k\u00f6nne nur spekulieren, aber der Kohlenstoff k\u00f6nnte kurz vor der Explosion aus dem Inneren des Sterns herausgeschleudert worden sein. <a href=\"https:\/\/iopscience.iop.org\/article\/10.3847\/2041-8213\/ae04de\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">Die Forschungsarbeit<\/a> zu dem Fund ist im Fachmagazin \u201eThe Astrophysical Journal Letters\u201c erschienen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Start-geglueckt-Das-Weltraumteleskop-James-Webb-ist-endlich-im-All-6306902.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Das Weltraumteleskop James Webb wurde am 25. Dezember 2021 gestartet<\/a>, und zwar auf so ideale Weise, dass der eingesparte Treibstoff eine Verdoppelung der Missionsdauer auf 20 Jahre erm\u00f6glicht hat. Anfang Juli 2022 hat das Instrument dann die Forschungsarbeit aufgenommen und sorgt seitdem mit gro\u00dfer Regelm\u00e4\u00dfigkeit f\u00fcr wichtige und teils bahnbrechende Entdeckungen. Eine Reihe seiner Beobachtungen stellt unsere Annahmen zur Fr\u00fchgeschichte auf die Probe. So wurden mit dem Ger\u00e4t winzige, extrem helle und auffallend rote Lichtpunkte entdeckt, bei denen es sich wom\u00f6glich nicht um \u00fcberraschend reife Galaxien, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/hintergrund\/Schwarze-Loecher-im-Sternkostuem-Black-Hole-Stars-im-fruehen-Universum-11123964.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">sondern aktive Schwarze L\u00f6cher handelt<\/a>. Vor zwei Jahren wurde au\u00dferdem eine unerwartet fr\u00fche Kollision zweier au\u00dfergew\u00f6hnlich massereicher Galaxien gefunden.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mho@heise.de\" title=\"Martin Holland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mho<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. 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