{"id":198192,"date":"2026-07-06T14:43:34","date_gmt":"2026-07-06T14:43:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/198192\/"},"modified":"2026-07-06T14:43:34","modified_gmt":"2026-07-06T14:43:34","slug":"ungewoehnlicher-komet-besucher-von-anderem-stern-ist-aelter-als-unsere-sonne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/198192\/","title":{"rendered":"Ungew\u00f6hnlicher Komet: Besucher von anderem Stern ist \u00e4lter als unsere Sonne"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der vor einem Jahr entdeckte <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/komet\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Komet<\/a> 3l\/Atlas stammt nicht nur aus einem anderen Planetensystem, sondern ist zudem mindestens doppelt so alt wie unsere Sonne. Das zeigen &#8211; unabh\u00e4ngig voneinander &#8211; Beobachtungen mit dem Weltraumteleskop James Webb und dem Very Large Telescope der Europ\u00e4ischen S\u00fcdsternwarte Eso in Chile. Der Komet m\u00fcsse demnach in der Umgebung eines jungen Sterns einer fr\u00fcheren Generation entstanden sein, schreiben die Wissenschaftler in den Fachbl\u00e4ttern \u00abNature Astronomy\u00bb und \u00abNature\u00bb.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissenschaft\/2026-07\/komet-3i-atlas-interstellares-objekt-sonnensystem-isotope\" data-ct-label=\"Weltall: Komet aus anderen Planetensystem ist doppelt so alt wie die Sonne\" data-uuid=\"b8a08ee0-62d2-4fef-9853-3cb26b32f326\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Weltall:<br \/>\n                        Komet aus anderen Planetensystem ist doppelt so alt wie die Sonne<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/29\/komet-3i-atlas-interstellares-objekt-weltraum-james-webb\" data-ct-label=\"Komet 3I\/Atlas: Kosmisch\" data-uuid=\"1b96cccc-b065-4240-b915-afc99c0a676e\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Komet 3I\/Atlas:<br \/>\n                        Kosmisch<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissenschaft\/2026-06\/primordiale-schwarze-loecher-urknall-astronomie-microlensing-gxe\" data-ct-label=\"Primordiale Schwarze L\u00f6cher: Gibt es Schwarze L\u00f6cher auch in Mini?\" data-uuid=\"7210329c-8b57-4041-b7ff-536fdeceebd2\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Primordiale Schwarze L\u00f6cher:<br \/>\n                        Gibt es Schwarze L\u00f6cher auch in Mini?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00ab3l\/Atlas bietet uns die aufregende M\u00f6glichkeit, die Zusammensetzung eines anderen Planetensystems zu untersuchen\u00bb, erl\u00e4utert Rosemary Dorsay von der Universit\u00e4t Helsinki, \u00abund zwar eines, das sich lange vor unserer Sonne und unserem Sonnensystem gebildet hat\u00bb.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Kometen sind \u00dcberreste aus der Entstehungszeit eines Planetensystems und bestehen aus Gesteinstr\u00fcmmern, Eis und gefrorenen Gasen. Sie umrunden ihren Stern zumeist in gro\u00dfer Entfernung in den k\u00fchlen Au\u00dfenbereichen eines Planetensystems. Durch St\u00f6rungen k\u00f6nnen sie sich aber auch ihrem Stern auf einer langgestreckten Ellipse n\u00e4hern &#8211; dann verdampfen Eis und gefrorene Gase und erzeugen den charakteristischen Kometenschweif.\n<\/p>\n<p>                        Bisher erst drei solche Objekte bekannt            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nach der Entdeckung von 3l\/Atlas zeigte sich, dass dieser Komet sich nicht wie andere auf einer geschlossenen Ellipse bewegt, sondern auf einer offenen Hyperbel: Er kann also nicht aus unserem Sonnensystem stammen, sondern ist aus dem interstellaren Raum eingedrungen &#8211; es ist ein Besucher aus einem anderen, fernen Planetensystem. Nach dem Asteroiden Oumuamua und dem Kometen Borisov ist es erst das dritte interstellare Objekt, das von Astronomen beim Durchqueren unseres Sonnensystems aufgesp\u00fcrt wurde.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Dank einer ausgedehnten, hellen Gash\u00fclle um den Kometen konnten Astronomen dieses Mal, im Gegensatz zu den beiden vorherigen Objekten, die Zusammensetzung des Himmelsk\u00f6rpers genauer untersuchen. Dabei zeigte sich, dass 3l\/Atlas andere Isotopenverh\u00e4ltnisse aufweist als die Kometen unseres Sonnensystems, insbesondere bei den Elementen Kohlenstoff und Stickstoff.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Als Isotope bezeichnen Forscher Atome ein und desselben Elements, die unterschiedliche Atomgewichte besitzen. Alle Atomkerne eines Elements enthalten zwar die gleiche Anzahl an elektrisch positiv geladenen Protonen, k\u00f6nnen jedoch unterschiedlich viele elektrisch neutrale Neutronen enthalten und dadurch unterschiedlich schwer sein. Aus der relativen H\u00e4ufigkeit von Isotopen l\u00e4sst sich das Alter eines Objekts bestimmen.\n<\/p>\n<p>                                    Entstanden im jungen Kosmos            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abIm Gegensatz zu Kometen unseres Sonnensystems enth\u00e4lt dieser interstellare Besucher ungew\u00f6hnlich wenig Isotope mit hohem Gewicht\u00bb, berichtet Aravind Krishnakumar von der Universit\u00e4t L\u00fcttich in Belgien. Der Komet m\u00fcsse also, so folgern die Astronomen, in einer Umgebung mit weniger schweren Elementen entstanden sein als unser Sonnensystem.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Beim Urknall vor 13,8 Milliarden Jahren sind zun\u00e4chst lediglich die leichten Elemente Wasserstoff, Helium und ein wenig Lithium entstanden. Alle anderen, schwereren Elemente haben sich erst durch Kernfusion in Sternen gebildet. Deshalb hat sich der Kosmos erst im Verlauf von Jahrmilliarden mit schwereren Elementen angereichert. Aus den bei 3l\/Atlas gemessenen H\u00e4ufigkeiten verschiedener Isotope konnten die Forscher deshalb das Alter des Kometen auf \u00fcber neun Milliarden Jahren bestimmen.\u00a0Unsere Sonne und ihre Planeten sind mit 4,5 Milliarden Jahren nur halb so alt. Der Komet stammt also aus einem Planetensystem einer fr\u00fcheren Generation, die noch weniger schwere Elemente enthielt als die Generation, zu der unsere Sonne geh\u00f6rt.\u00a0Mit dem im Bau befindlichen Extremely Large Telescope der Eso hoffen Astronomen schon in wenigen Jahren, viele weitere interstellare Asteroiden und Kometen untersuchen zu k\u00f6nnen &#8211; und so einen Einblick in die Entstehungsgeschichte von Planetensystemen zu unterschiedlichen Zeiten der kosmischen Entwicklung zu erhalten.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260706-930-341034\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der vor einem Jahr entdeckte Komet 3l\/Atlas stammt nicht nur aus einem anderen Planetensystem, sondern ist zudem mindestens&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":198193,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[15],"tags":[46,29012,15335,28689,21373,43,3559,44078,45,60,59,44,64,61,44077,44079,63,62],"class_list":["post-198192","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-ch","tag-chile","tag-eis","tag-james-webb","tag-komet","tag-news","tag-planetensystem","tag-rosemary-dorsay","tag-schweiz","tag-science","tag-science-technology","tag-switzerland","tag-technik","tag-technology","tag-ungewoehnlicher-komet","tag-universitaet-helsinki","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116873561024356561","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198192","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=198192"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198192\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/198193"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=198192"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=198192"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=198192"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}