{"id":19882,"date":"2026-02-25T12:48:10","date_gmt":"2026-02-25T12:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19882\/"},"modified":"2026-02-25T12:48:10","modified_gmt":"2026-02-25T12:48:10","slug":"feststoff-revolution-renault-pusht-lithium-metall-akkus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/19882\/","title":{"rendered":"Feststoff-Revolution? Renault pusht Lithium-Metall-Akkus"},"content":{"rendered":"<p>Reichweite wird oft \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der Batterie und Aerodynamik beeinflusst. Doch ein Limit schwappt tief unten im Unterboden: fl\u00fcssige Elektrolyte. Normale Lithium-Ionen-Akkus sto\u00dfen an ihre physikalischen Grenzen, wenn es darum geht, die Energiedichte und Ladeleistung weiter signifikant zu steigern.<\/p>\n<p>Genau hier setzen <a href=\"https:\/\/insideevs.de\/renault\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"2\" data-params=\"%7B%22alias%22%3A%22renault%22%7D\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Renault<\/a>s E-Auto-Schmiede Ampere und das spanische Start-up Basquevolt an und greifen nach dem Heiligen Gral der Batterie-Entwicklung: der Festk\u00f6rperbatterie. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die sogenannte Lithium-Metall-Batterie schnellstm\u00f6glich zur Serienreife zu pr\u00fcgeln und die n\u00e4chste Fahrzeug-Generation damit auszustatten.<\/p>\n<p>Polymer schl\u00e4gt fl\u00fcssig: Das Geheimnis der Feststoffzelle<\/p>\n<p>Das Zauberwort bei dieser Kooperation hei\u00dft Polymer-Elektrolyt. Was im ersten Moment nach einem dr\u00f6gen Chemie-Seminar klingt, ist f\u00fcr die Praxis ein gigantischer Sprung. Basquevolt ersetzt die herk\u00f6mmliche, entflammbare Fl\u00fcssigkeit im Akku durch einen festen Kunststoff (das Polymer). Da es keine Fl\u00fcssigkeit mehr gibt, sprechen wir hier ganz offiziell von einem Festk\u00f6rper-Ansatz.<\/p>\n<p>Der Clou an der Sache: Durch den festen Elektrolyten besteht grunds\u00e4tzlich eine bessere Ausgangsbasis, auf der Minuspolseite reines Lithium-Metall einzusetzen. Zwar gibt es weiterhin Optimierungsm\u00f6glichkeiten, in heutigen Fl\u00fcssig-Akkus ist es jedoch aufwendiger, die M\u00f6glichkeit der sich bildenden kristallinen Spitzen (sogenannte Dendriten) zu verhindern, die den Akku kurzschlie\u00dfen k\u00f6nnen. Feste Polymer\u2011Elektrolyte k\u00f6nnen dieses Risiko reduzieren.<\/p>\n<p>Das Resultat dieser Feststoff-Magie? sehr kompakte, deutlich leichtere Batteriepakete und eine gestiegene thermische Stabilit\u00e4t. Das erm\u00f6glicht im Umkehrschluss theoretisch h\u00f6here Ladeleistungen als heute \u00fcblich. Aktuell geht es laut den Partnern um die Validierung der sogenannten Pre-A-Muster. Man befindet sich also in der fr\u00fchen Prototypenphase f\u00fcr den Fahrzeugeinsatz.<\/p>\n<p>Kosten runter, Effizienz rauf<\/p>\n<p>Aber nicht nur die Ingenieure, auch die Buchhalter in Boulogne-Billancourt d\u00fcrften bei dieser Technik feuchte H\u00e4nde bekommen. Nach gut zw\u00f6lf Monaten gemeinsamer T\u00fcftelei zeige sich n\u00e4mlich, dass diese neuen Lithium-Metall-Zellen laut der Unternehmen durch ihren simpleren Aufbau Geld sparen k\u00f6nnen. Die Rede ist von 30 Prozent weniger Investitionskosten pro Gigawattstunde in einer konventionellen Gigafactory und einem um 30 Prozent reduzierten Energiebedarf bei der Zellproduktion.<\/p>\n<p>Im knallharten Preiskampf der E-Mobilit\u00e4t ist das eine echte Ansage. Pablo Fern\u00e1ndez, Chef von Basquevolt, spricht daher auch von einem entscheidenden Meilenstein, um die Polymer-Technologie n\u00e4her an den Massenmarkt zu bringen:<\/p>\n<p>&#171;Der Start dieser n\u00e4chsten Phase mit Ampere markiert einen wichtigen Meilenstein auf unserer Mission, die Polymer-Elektrolyt-Technologie n\u00e4her an den Massenmarkt zu bringen.&#187;<\/p>\n<p>Nicolas Racquet (VP Vehicle &amp; Powertrain Engineering bei Ampere) erg\u00e4nzt, dass man sich nun voll darauf konzentriere, den \u00dcbergang zur n\u00e4chsten EV-Batterie-Generation zu beschleunigen. Der Weg zu g\u00fcnstigeren, leichteren und langstreckentauglichen Stromern scheint f\u00fcr die Franzosen jedenfalls geebnet.<\/p>\n<p>Unter dem Strich:<\/p>\n<p>Immer gr\u00f6\u00dfere Akkus sorgen f\u00fcr immer schwerere Autos. Renault k\u00f6nnte mit dem Lithium-Metall-Akku jedoch nicht nur Gewicht sparen, sondern gleichzeitig die Energiedichte und die Ladeleistung steigern. Ob die Kostenersparnisse der Produktion dann am Ende auch bei der Kundschaft ankommt, sei mal dahingestellt. Gerade Volumenherstellern wie den Franzosen k\u00f6nnten effizientere Batterien jedoch bei Reichweiten und Ladeleistung von Kleinwagen wie <a href=\"https:\/\/insideevs.de\/renault\/twingo\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"1\" data-params=\"%7B%22make_alias%22%3A%22renault%22%2C%22alias%22%3A%22twingo%22%7D\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Twingo<\/a>, <a href=\"https:\/\/insideevs.de\/reviews\/736829\/renault-5-electric-2024-test\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"0\" data-params=\"%7B%22article_edition_id%22%3A%22736829%22%2C%22section%22%3A%222%22%2C%22alias%22%3A%22renault-5-electric-2024-test%22%7D\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R5<\/a> und <a href=\"https:\/\/insideevs.de\/reviews\/758702\/renault-4etech-electric-test\/\" data-inline-widget=\"internal-links\" data-type-id=\"0\" data-params=\"%7B%22article_edition_id%22%3A%22758702%22%2C%22section%22%3A%222%22%2C%22alias%22%3A%22renault-4etech-electric-test%22%7D\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">R4<\/a> enorm weiterhelfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Reichweite wird oft \u00fcber die Gr\u00f6\u00dfe der Batterie und Aerodynamik beeinflusst. 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