{"id":198946,"date":"2026-07-07T06:55:04","date_gmt":"2026-07-07T06:55:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/198946\/"},"modified":"2026-07-07T06:55:04","modified_gmt":"2026-07-07T06:55:04","slug":"pcos-umbenannt-170-millionen-frauen-profitieren-von-neuer-diagnose","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/198946\/","title":{"rendered":"PCOS umbenannt: 170 Millionen Frauen profitieren von neuer Diagnose"},"content":{"rendered":"<p>Seit Fr\u00fchjahr 2026 hei\u00dft die Erkrankung \u201ePolyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom\u201c (PMOS). Die Entscheidung fiel in der Fachzeitschrift The Lancet nach einem 14-j\u00e4hrigen internationalen Abstimmungsprozess.<\/p>\n<p>56 Organisationen und \u00fcber 22.000 Umfrageteilnehmer waren beteiligt. Ziel der Neudefinition: Die hormonellen und systemischen Stoffwechselaspekte der Erkrankung st\u00e4rker in den Fokus r\u00fccken. Der alte Name PCOS f\u00fchrte oft zu Fehldiagnosen \u2013 viele glaubten f\u00e4lschlich, Zysten an den Eierst\u00f6cken seien eine zwingende Voraussetzung f\u00fcr die Diagnose.<\/p>\n<p>Systemischer Fokus ersetzt alte Bezeichnung<\/p>\n<p>Die Neubenennung wurde ma\u00dfgeblich von Expertinnen wie Anuja Dokras (Penn Medicine) und Helena Teede (Monash University) vorangetrieben. Die alte Bezeichnung PCOS war seit 1935 gebr\u00e4uchlich und suggerierte eine rein gyn\u00e4kologische Ursache.<\/p>\n<p>Die klinischen Daten sprechen eine deutliche Sprache: Rund 85 Prozent der Betroffenen leiden unter einer Insulinresistenz. Weltweit bleiben etwa 70 Prozent der F\u00e4lle unentdeckt. Die Umstellungsphase f\u00fcr medizinische Klassifizierungen, Abrechnungscodes und Fachliteratur ist auf drei Jahre angesetzt.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tzungen zufolge sind weltweit rund 170 Millionen Frauen von PMOS betroffen \u2013 etwa eine von acht Frauen. Regionale Unterschiede sind enorm: In der Golfregion liegt die Betroffenenquote bei 18,8 Prozent, im SWANA-Raum (S\u00fcdwestasien und Nordafrika) bei 11,9 Prozent.<\/p>\n<p>Molekulare Entz\u00fcndungstreiber entdeckt<\/p>\n<p>Eine im Juli 2026 in Scientific Reports ver\u00f6ffentlichte Studie vertieft das Verst\u00e4ndnis der Entz\u00fcndungsmechanismen bei PMOS. Forscher identifizierten eine spezifische regulatorische Achse aus exosomalen nicht-kodierenden RNAs (ncRNAs), die zur chronischen Entz\u00fcndung beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Seit Fr\u00fchjahr 2026 hei\u00dft PCOS offiziell PMOS \u2013 und mit der neuen Bezeichnung kommen neue Diagnosekriterien. Wer die alten PCOS-Kriterien anwendet, \u00fcbersieht 70% der F\u00e4lle. Dieser Ratgeber zeigt, welche Tests und Biomarker jetzt entscheidend sind. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/pcos-umbenannt-in-pmos-neue-diagnose-fuer-170-mio-frauen-12000?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1016074:Topic_chronic_pain_inflammation:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=12000\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen PMOS-Ratgeber anfordern<\/a><\/p>\n<p>Bei Patientinnen sind bestimmte Botenstoffe wie die mRNA von IL-6 und TGF-?1 sowie spezifische lncRNAs (darunter GAS5, NEAT1 und H19) hochreguliert. Diese molekularen Marker k\u00f6nnten als Biomarker f\u00fcr die Diagnose dienen. Die Analyse der Netzwerke deutet darauf hin, dass bestimmte mikroRNAs als zentrale Schaltstellen in der Steuerung der Entz\u00fcndungsprozesse fungieren.<\/p>\n<p>Umweltgifte als Risikofaktor<\/p>\n<p>Neben genetischen Faktoren \u2013 sie machen rund 70 Prozent des Risikos aus \u2013 r\u00fccken Umwelteinfl\u00fcsse in den Fokus der Forschung. Eine 2026 ver\u00f6ffentlichte Studie der Harvard University untersuchte den Zusammenhang zwischen PFAS-Belastung w\u00e4hrend der Schwangerschaft und der sp\u00e4teren PMOS-Entwicklung.<\/p>\n<p>Die Untersuchung von 325 Mutter-Tochter-Paaren zeigte: Eine erh\u00f6hte pr\u00e4natale Exposition gegen\u00fcber diesen \u201eEwigkeitschemikalien\u201c korreliert mit einem 2,3- bis 2,7-fach erh\u00f6hten PMOS-Risiko bei den T\u00f6chtern im Teenageralter. Es ist die erste dokumentierte Verbindung zwischen einer Belastung im Mutterleib und dem sp\u00e4teren Auftreten des Syndroms.<\/p>\n<p>Neue Therapieans\u00e4tze setzen auf Stoffwechselkontrolle<\/p>\n<p>Die Behandlung von PMOS orientiert sich zunehmend an der Kontrolle des Stoffwechsels und der Reduktion von Entz\u00fcndungswerten. Neben etablierten Wirkstoffen wie Metformin gewinnen GLP-1-Rezeptor-Agonisten an Bedeutung. Sie adressieren die h\u00e4ufig vorliegende Insulinresistenz und Adipositas \u2013 letztere gilt als Hauptrisikofaktor, da sie die Androgenproduktion verst\u00e4rkt und den Eisprung st\u00f6ren kann.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Rund 85% der PMOS-Betroffenen leiden unter Insulinresistenz \u2013 oft unerkannt. Die neue Diagnose r\u00fcckt den Stoffwechsel in den Fokus. Erfahren Sie, wie Sie mit einem gezielten Ern\u00e4hrungsplan Entz\u00fcndungen senken und Ihre Symptome lindern k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/pcos-umbenannt-in-pmos-neue-diagnose-fuer-170-mio-frauen-12000?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1016074:Topic_chronic_pain_inflammation:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=12000\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Ern\u00e4hrungsplan gegen Insulinresistenz jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend zur medikament\u00f6sen Therapie betonen Fachleute die Rolle der Lebensstilmodifikation. In rund 80 Prozent der F\u00e4lle f\u00fchren Anpassungen bei Ern\u00e4hrung und Bewegung zu einer signifikanten Verbesserung der Symptomatik. Forschungsergebnisse des indischen Instituts AIIMS zeigen: Eine Ern\u00e4hrung mit hohem glyk\u00e4mischem Index \u2013 etwa raffiniertes Mehl oder gezuckerte Getr\u00e4nke \u2013 versch\u00e4rft die Insulinresistenz und befeuert Entz\u00fcndungsprozesse.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Erkenntnisse der Northwestern University aus dem Jahr 2026 deuten darauf hin, dass die Eierst\u00f6cke auch nach der Menopause eine immunologische Funktion behalten. In Gewebeanalysen zeigte sich: Die Organe k\u00f6nnen sich in einen Zustand verst\u00e4rkter Immunzellaktivit\u00e4t transformieren \u2013 ein weiterer Erkl\u00e4rungsansatz f\u00fcr altersbedingte Entz\u00fcndungskrankheiten bei Frauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Seit Fr\u00fchjahr 2026 hei\u00dft die Erkrankung \u201ePolyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom\u201c (PMOS). 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