{"id":200339,"date":"2026-07-08T09:01:08","date_gmt":"2026-07-08T09:01:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/200339\/"},"modified":"2026-07-08T09:01:08","modified_gmt":"2026-07-08T09:01:08","slug":"staatliche-rundfunksender-in-ungarn-sender-entschuldigt-sich-fuer-luegen-waehrend-amtszeit-von-viktor-orban-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/200339\/","title":{"rendered":"Staatliche Rundfunksender in Ungarn: Sender entschuldigt sich f\u00fcr L\u00fcgen w\u00e4hrend Amtszeit von Viktor Orb\u00e1n"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">In <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ungarn\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ungarn<\/a> haben die wichtigsten staatlichen Rundfunksender mit Verbindung zum abgew\u00e4hlten Ministerpr\u00e4sident <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/viktor-orban\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Viktor Orb\u00e1n<\/a> den Sendebetrieb eingestellt. Auf der Frequenz von M1 war ab dem Nachmittag blo\u00df ein schwarzer Bildschirm mit einer Botschaft zu sehen. Dort hie\u00df es: \u00bbDie Medien k\u00f6nnen nicht l\u00fcgen. Wir entschuldigen uns daf\u00fcr, dass wir es jahrelang getan haben.\u00ab\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">M1 ist der Sender, der bis zur Wahlniederlage von Orb\u00e1n als besonders regierungsfreundlich aufgefallen war. In <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ungarn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ungarn<\/a> wurde er auch schon als \u00bbPropaganda-Schleuder\u00ab bezeichnet. Betroffen waren laut \u00f6rtlichen Zeitungen die Fernsehstation M1 und der H\u00f6rfunksender Kossuth Radio. Der jetzige Ministerpr\u00e4sident P\u00e9ter Magyar gab bekannt, dass der Sender unter neuer Verwaltung den Betrieb wieder aufnehmen sollte. Vor\u00fcbergehend sollen aber keine Nachrichtensendungen laufen. Eine \u00e4hnliche Regelung trat bei Kossuth Radio in Kraft. Als eine der meistgeh\u00f6rten Radiostationen des Landes spielte diese bis auf Weiteres nur noch das Musikprogramm eines Partnersenders ab. Auch die Websites zeigten einen schwarzen Bildschirm.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/peter-magyar\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Magyar<\/a> schrieb in einem Beitrag auf Facebook von einem historischen Tag. \u00bbHeute endet die Ausstrahlung von Propaganda auf den Plattformen der \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien. Sie haben nachts gelogen, sie haben tags\u00fcber gelogen, sie haben \u00fcber jeden verf\u00fcgbaren Kanal gelogen. Das ist nun vorbei.\u00ab\n<\/p>\n<p>            Magyar will Medien umstrukturieren            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">In seiner 16-j\u00e4hrigen Amtszeit hatte Orb\u00e1n laut Kritikern \u00f6ffentlich-rechtliche Medien faktisch zu Staatssendern umgebaut. Insider der Medienbranche sprachen von Zust\u00e4nden \u00bbwie in Russland\u00ab. Der neue konservative und proeurop\u00e4ische Ministerpr\u00e4sident Magyar hatte mit seiner Tisza-Partei die <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-07\/ungarn-magyar-mandatsbegrenzung-abgeordnete-12-jahre-gxe\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Parlamentswahl<\/a> im April unter anderem mit dem Versprechen gewonnen, die Medienlandschaft grundlegend zu reformieren.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">W\u00e4hrend des Wahlkampfs hatte Magyar angek\u00fcndigt, die Unabh\u00e4ngigkeit der staatlichen Medien wiederherzustellen und mehrfach betont, dass er die Pressefreiheit respektiere. Nach seiner Vereidigung ordnete Magyar eine umfassende \u00dcberpr\u00fcfung der <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-06\/antikorruptionsgesetz-ungarn-peter-magyar-eu-gelder\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Arbeitsweise und Finanzierung<\/a> der staatlichen Medien an. Beim f\u00fchrenden Privatsender TV2, der sich im Besitz von mit Orb\u00e1n verb\u00fcndeten Gesch\u00e4ftsleuten befindet, wurden seit Magyars Wahlsieg der Nachrichtenchef und die wichtigsten Nachrichtensprecher ausgewechselt. Kritik kam indes von dem abgew\u00e4hlten Regierungschef, wie ungarische Zeitungen berichten. Er sprach von einem \u00bbweiteren Schritt der Tisza-Tyrannei\u00ab.\n<\/p>\n<p>Ungarn<\/p>\n<p>            P\u00e9ter Magyar         <\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2026-06\/peter-magyar-ungarn-rechtsextremismus-demokratie\" data-ct-label=\"P\u00e9ter Magyar: Das Land geh\u00f6rt euch\" data-uuid=\"c4541187-58cd-4fee-9aa8-ab06f5aa9a6f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    P\u00e9ter Magyar:<br \/>\n                        Das Land geh\u00f6rt euch<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Ungarn haben die wichtigsten staatlichen Rundfunksender mit Verbindung zum abgew\u00e4hlten Ministerpr\u00e4sident Viktor Orb\u00e1n den Sendebetrieb eingestellt. 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