{"id":201394,"date":"2026-07-09T02:50:11","date_gmt":"2026-07-09T02:50:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/201394\/"},"modified":"2026-07-09T02:50:11","modified_gmt":"2026-07-09T02:50:11","slug":"pcos-heisst-jetzt-pmos-neue-diagnose-fuer-170-millionen-frauen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/201394\/","title":{"rendered":"PCOS hei\u00dft jetzt PMOS: Neue Diagnose f\u00fcr 170 Millionen Frauen"},"content":{"rendered":"<p>Aus PCOS wird PMOS \u2013 Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom.<\/p>\n<p>Die Entscheidung wurde im Juli 2026 wirksam. Sie beendet einen 14-j\u00e4hrigen Abstimmungsprozess mit 56 internationalen Organisationen und \u00fcber 22.000 Umfrageteilnehmern. Der neue Name macht klar: Es handelt sich nicht um eine rein gyn\u00e4kologische Erkrankung, sondern um eine systemische Multisystemerkrankung.<\/p>\n<p>Abkehr von einer rein gyn\u00e4kologischen Sichtweise<\/p>\n<p>Der seit 1935 gebr\u00e4uchliche Name PCOS suggerierte eine Ursache in den Eierst\u00f6cken. Doch viele betroffene Frauen haben gar keine Ovarialzysten. Die im Fachmagazin The Lancet ver\u00f6ffentlichte Entscheidung tr\u00e4gt dem Rechnung.<\/p>\n<p>Die Erkrankung umfasst endokrine, metabolische, reproduktive, dermatologische und psychologische Aspekte. Weltweit sind sch\u00e4tzungsweise 170 Millionen Frauen betroffen \u2013 etwa jede achte Frau. Ein gro\u00dfes Problem: Rund 70 Prozent der F\u00e4lle bleiben unentdeckt.<\/p>\n<p>Die Endokrinologin Susanne Reger-Tan betont, dass die neue Bezeichnung die Stoffwechselkomponente ins Zentrum r\u00fcckt. Das hat entscheidende Folgen f\u00fcr Diagnostik und Behandlung.<\/p>\n<p>Insulinresistenz und metabolische Risiken im Fokus<\/p>\n<p>Ein zentraler Mechanismus der Erkrankung ist die Insulinresistenz. Sie liegt bei etwa 85 Prozent der Patientinnen vor. Die Umbenennung in PMOS soll das Bewusstsein f\u00fcr die damit verbundenen Risiken sch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Betroffene haben ein deutlich erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Schlafapnoe. Auch Endometriumkarzinome werden mit dem Syndrom assoziiert.<\/p>\n<p>In der Diagnostik verschiebt sich der Schwerpunkt hin zu Parametern des Glukosestoffwechsels. Empfohlen werden Untersuchungen von N\u00fcchtern-Glukose, HbA1c-Werten sowie ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) und die Bestimmung des HOMA-IR.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die Umbenennung von PCOS in PMOS r\u00fcckt den Stoffwechsel in den Fokus. Erfahren Sie in 3 Schritten, wie Sie die neuen Diagnosekriterien nutzen, Ihre Ern\u00e4hrung anpassen und N\u00e4hrstoffdefizite ausgleichen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/pcos-heisst-jetzt-pmos-neue-diagnose-fuer-170-millionen-12604?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1019818:Topic_nutrition_diet:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=12604\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen PMOS-Ratgeber anfordern<\/a><\/p>\n<p>Neue Untersuchungen zeigen, dass metabolische Komplikationen auch die Leber betreffen k\u00f6nnen. Eine auf dem Kongress ENDO 2026 vorgestellte Studie an 95 Patientinnen ergab: Bei \u00fcber 42 Prozent der Frauen wurde eine Fettleber diagnostiziert. Standard-Screenings sind oft unzureichend. Fachleute raten bei hohem Body-Mass-Index oder Hyperandrogenismus vermehrt zum Einsatz von FibroScans.<\/p>\n<p>Neue therapeutische Ans\u00e4tze und die Rolle des Lebensstils<\/p>\n<p>Die Behandlung von PMOS umfasst zunehmend Medikamente aus der Diabetes-Therapie. Neben Metformin gewinnen GLP-1-Agonisten und SGLT2-Inhibitoren an Bedeutung. Letztere werden zudem mit einer Senkung des Alzheimer-Risikos in Verbindung gebracht.<\/p>\n<p>Eine Harvard-Studie wies darauf hin, dass Umweltfaktoren eine Rolle spielen k\u00f6nnen. Eine pr\u00e4natale Exposition gegen\u00fcber PFAS erh\u00f6ht das Risiko f\u00fcr PMOS um das 2,3- bis 2,7-Fache.<\/p>\n<p>Trotz medikament\u00f6ser Optionen bleibt die Lebensstilmodifikation eine tragende S\u00e4ule der Therapie. Studien deuten darauf hin, dass eine mediterrane Di\u00e4t und regelm\u00e4\u00dfige Bewegung die Symptome um bis zu 80 Prozent verbessern k\u00f6nnen. Bereits 30 Minuten Krafttraining pro Woche senken das Diabetesrisiko signifikant.<\/p>\n<p>Da etwa 45 Prozent der Frauen mit Insulinresistenz Mikron\u00e4hrstoffdefizite bei Vitamin D, Magnesium oder Eisen aufweisen, wird auch eine gezielte Supplementierung erwogen.<\/p>\n<p>Kritik an der globalen Repr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Umstellung auf den Namen PMOS verl\u00e4uft nicht ohne Widerspruch. Organisationen wie PCOS Challenge kritisieren, dass der Entscheidungsprozess nicht ausreichend global repr\u00e4sentativ gewesen sei.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Rund 70 % der PCOS-F\u00e4lle bleiben unentdeckt \u2013 mit den neuen PMOS-Kriterien \u00e4ndert sich das. Holen Sie sich die Checkliste f\u00fcr die Diagnose, einen mediterranen Ern\u00e4hrungsplan und Tipps zu Vitamin D, Magnesium und Eisen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/pcos-heisst-jetzt-pmos-neue-diagnose-fuer-170-millionen-12604?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1019818:Topic_nutrition_diet:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=12604\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">PMOS-Ratgeber jetzt kostenlos sichern<\/a><\/p>\n<p>Besonders Beteiligte aus L\u00e4ndern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sowie aus dem asiatischen Raum \u2013 wo die meisten Betroffenen leben \u2013 seien unterrepr\u00e4sentiert gewesen.<\/p>\n<p>Die formale Umstellungsphase f\u00fcr medizinische Klassifikationen ist auf drei Jahre angesetzt. Professor Helena Teede, die den Prozess ma\u00dfgeblich leitete, betont: Der neue Name wurde kulturell sensibel gew\u00e4hlt, um Stigmatisierung zu vermeiden und die Versorgungsqualit\u00e4t nachhaltig zu verbessern.<\/p>\n<p style=\"margin-top:20px;margin-bottom:20px;\">&#13;<br \/>\n\t\t\tDisclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf  oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und M\u00e4rkten ohne Gew\u00e4hr; \u00c4nderungen jederzeit m\u00f6glich. B\u00f6rsengesch\u00e4fte k\u00f6nnen zu hohen Verlusten f\u00fchren. Unsere Beitr\u00e4ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterst\u00fctzung von AI erstellt und gepr\u00fcft.&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Aus PCOS wird PMOS \u2013 Polyendokrines Metabolisches Ovarialsyndrom. Die Entscheidung wurde im Juli 2026 wirksam. 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