{"id":201412,"date":"2026-07-09T03:31:07","date_gmt":"2026-07-09T03:31:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/201412\/"},"modified":"2026-07-09T03:31:07","modified_gmt":"2026-07-09T03:31:07","slug":"lungennarben-reversibel-antikoerper-monalizumab-macht-fibrose-rueckgaengig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/201412\/","title":{"rendered":"Lungennarben reversibel: Antik\u00f6rper Monalizumab macht Fibrose r\u00fcckg\u00e4ngig"},"content":{"rendered":"<p>Die Erforschung chronisch-entz\u00fcndlicher Prozesse macht derzeit gro\u00dfe Spr\u00fcnge. Neue genetische Marker und innovative Zelltherapien er\u00f6ffnen Behandlungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr bisher schwer therapierbare Erkrankungen. Im Fokus: die gezielte Steuerung des Immunsystems.<\/p>\n<p>Chim\u00e4re Rezeptoren gegen Allergien<\/p>\n<p>Am Universit\u00e4tsspital Lausanne haben Forscher um Prof. Yannick D. Muller eine neue Waffe gegen Asthma entwickelt. Chim\u00e4re Allergenrezeptoren \u2013 kurz CAlleRs \u2013 bef\u00e4higen regulatorische T-Zellen, gezielt Birkenpollen-Allergene zu bek\u00e4mpfen. Im Labor lie\u00dfen sich Asthmasymptome damit deutlich lindern. Ein Paradigmenwechsel in der Allergiebehandlung zeichnet sich ab.<\/p>\n<p>Lungenfibrose: Narben werden umkehrbar<\/p>\n<p>Noch spektakul\u00e4rer sind die Ergebnisse aus Heidelberg. Dr. Wolfgang Merkt und sein Team vom Universit\u00e4tsklinikum zeigten im Mai 2026: Lungennarben sind potenziell reversibel. Der Trick: Der Antik\u00f6rper Monalizumab blockiert den NKG2A-Rezeptor. Das reaktiviert nat\u00fcrliche Killerzellen (NK-Zellen), die das Fortschreiten der Fibrose nicht nur stoppen \u2013 sie machen Gewebever\u00e4nderungen sogar r\u00fcckg\u00e4ngig.<\/p>\n<p>Doch NK-Zellen haben eine Schattenseite. Forscher der Universit\u00e4t Duisburg-Essen fanden im Juli 2026 heraus: Eine Sepsis beeintr\u00e4chtigt ihre Funktion \u00fcber den mTORC1-Signalweg. Die Immunabwehr wird geschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>Genetische Durchbr\u00fcche bei Darmerkrankungen<\/p>\n<p>Chronisch-entz\u00fcndliche Darmerkrankungen (CED) profitieren zunehmend von Genforschung. Das Wellcome Sanger Institute ver\u00f6ffentlichte Anfang Juli die bisher gr\u00f6\u00dfte genetische Studie zu CED-Merkmalen. Ergebnis: Der Marker HLA-DRB1*01:03 ist mit besonders schweren Verl\u00e4ufen von Colitis ulcerosa und Morbus Crohn verbunden.<\/p>\n<p>Eine Multi-Omics-Analyse lieferte zudem eine Signatur aus vier Genen \u2013 SAG, WDR48, IFITM2, SIRPA \u2013 die die Diagnose bei Colitis ulcerosa pr\u00e4zisieren soll.<\/p>\n<p>TREM1: Ein Regulator f\u00fcr Entz\u00fcndungen<\/p>\n<p>Eine Studie in Nature Communications vom 8. Juli identifizierte das Protein TREM1 als zentralen Schalter f\u00fcr Entz\u00fcndungsprozesse bei CED. Eine erh\u00f6hte TREM1-Signatur steht in direktem Zusammenhang mit Therapieresistenzen.<\/p>\n<p>Parallel dazu gibt es Fortschritte bei mikrobiom-basierten Ans\u00e4tzen. Seres Therapeutics legte am selben Tag erste klinische Daten zu SER-155 vor. Von 15 Patienten mit immuncheckpoint-inhibitor-induzierter Enterokolitis erreichten 80 Prozent bis zum 15. Tag ein klinisches Ansprechen \u2013 ohne weitere Immunsuppressiva.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Chronische Beschwerden wie Ersch\u00f6pfung oder Gelenkschmerzen haben oft eine gemeinsame Ursache: stille Entz\u00fcndungen im K\u00f6rper. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen, wie Sie mit 12 nat\u00fcrlichen Lebensmitteln gezielt gegensteuern k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD1of2-EAID-1019805\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Die 12 st\u00e4rksten Entz\u00fcndungs-Killer gratis entdecken<\/a><\/p>\n<p>Fettfreie Makrophagen: Freunde und Feinde im Herz<\/p>\n<p>Die Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t M\u00fcnchen pr\u00e4zisierte die Rolle von Entz\u00fcndungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Im Fachmagazin Circulation zeigten Forscher: Fettfreie Makrophagen in atherosklerotischen Plaques beseitigen Zelltr\u00fcmmer \u2013 sch\u00e4digen aber auch das Endothel. Der Regulator miR-147 kann die Plaquebildung begrenzen, indem er das Protein Galectin-3 hemmt.<\/p>\n<p>CAR-T-Zellen gegen Nervenkrankheiten<\/p>\n<p>In der Neuroimmunologie w\u00e4chst die Hoffnung auf CAR-T-Zell-Therapien. Seit der ersten Anwendung im M\u00e4rz 2021 forschen Wissenschaftler daran, diese Methode aus der Onkologie auf neuroimmunologische Erkrankungen zu \u00fcbertragen. Aktuelle Studien zeigen zudem: Chronische Entz\u00fcndungen unterdr\u00fccken die Bildung neuer Nervenzellen im Gehirn. Der Botenstoff TNF-? versetzt Stammzellen im Hippocampus in einen Alarmmodus. Eine Blockade des Typ-I-Interferon-Signalwegs kann diesen Prozess teilweise wiederherstellen.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Was haben chronische Entz\u00fcndungen, Gelenkschmerzen und st\u00e4ndige M\u00fcdigkeit gemeinsam? Die \u00fcberraschende Antwort und praktische Tipps f\u00fcr eine antientz\u00fcndliche Ern\u00e4hrung finden Sie in diesem kostenlosen Leitfaden. <a href=\"https:\/\/info.gesundheitswissen-aktuell.de\/entzuendungshemmende-ernaehrung\/?af=KOOP_G_TG_DNV_YES_ENTZUENDUNGSHEMMENDE-ERNAEHRUNG_X-RSS-Ad-Hoc-News-AD2of2-EAID-1019805\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Kostenlosen Ratgeber gegen Entz\u00fcndungen anfordern<\/a><\/p>\n<p>FDA-Status und Melatonin gegen Schmerz<\/p>\n<p>Die US-Gesundheitsbeh\u00f6rde FDA erteilte Merck KGaA den Breakthrough-Therapy-Status f\u00fcr Enpatoran. Der Wirkstoff ist gegen Lupus mit Hautmanifestationen vorgesehen \u2013 ein Bereich ohne zugelassene Therapien. Die Entscheidung st\u00fctzt sich auf die Phase-2-Studie Willow.<\/p>\n<p>Eine Metaanalyse der University of Sydney im Fachjournal PAIN zeigt neue Einsatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Melatonin. In 23 randomisierten kontrollierten Studien mit \u00fcber 2.000 Erwachsenen reduzierte das Hormon chronische Schmerzen des Bewegungsapparats sowie postoperative Schmerzen um etwa 9 Punkte auf einer 100er-Skala. Die Wirkung ist vergleichbar mit Paracetamol oder NSAR \u2013 bei moderaten Nebenwirkungen und verbesserter Schlafqualit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"margin-top:20px;margin-bottom:20px;\">&#13;<br \/>\n\t\t\tDisclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf  oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und M\u00e4rkten ohne Gew\u00e4hr; \u00c4nderungen jederzeit m\u00f6glich. B\u00f6rsengesch\u00e4fte k\u00f6nnen zu hohen Verlusten f\u00fchren. Unsere Beitr\u00e4ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterst\u00fctzung von AI erstellt und gepr\u00fcft.&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Erforschung chronisch-entz\u00fcndlicher Prozesse macht derzeit gro\u00dfe Spr\u00fcnge. 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