{"id":20227,"date":"2026-02-25T17:02:08","date_gmt":"2026-02-25T17:02:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/20227\/"},"modified":"2026-02-25T17:02:08","modified_gmt":"2026-02-25T17:02:08","slug":"max-planck-team-will-dunkle-materie-mit-zucker-nachweisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/20227\/","title":{"rendered":"Max-Planck-Team will Dunkle Materie mit Zucker nachweisen"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/Max-Planck-team-wants-to-detect-dark-matter-using-sugar-11189378.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Dunkle Materie soll den gr\u00f6\u00dferen Teil des Universums ausmachen. Experimentell wurde sie bisher aber nicht nachgewiesen. Vielleicht kann ein S\u00fc\u00dfmittel dabei helfen. Ein Team des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Physik (MPP) testet das.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe will Saccharose, also herk\u00f6mmlichen Haushaltszucker, als Detektormaterial einsetzen, um Weakly Interacting Massive Particles (WIMP) nachzuweisen. Diese schwach wechselwirkenden massereichen Teilchen gelten als Kandidaten f\u00fcr Dunkle-Materie-Teilchen.<\/p>\n<p>Der Nachweis eines solchen Teilchens w\u00fcrde \u00fcber eine Interaktion mit einem anderen Teilchen erfolgen: Trifft das Dunkle-Materie-Teilchen auf einen Atomkern, prallt dieser zur\u00fcck. Die Energie des R\u00fccksto\u00dfes lasse sich als minimaler Temperaturanstieg und als schwaches Licht messen, <a href=\"https:\/\/www.mpp.mpg.de\/aktuelles\/meldungen\/dunkle-materie-nachweis-mithilfe-von-zucker\" rel=\"external noopener nofollow\" target=\"_blank\">erl\u00e4utert das CRESST-Team<\/a>. CRESST, eine Abk\u00fcrzung f\u00fcr Cryogenic Rare Event Search with Superconducting Thermometers ist ein europ\u00e4isches Experiment zur Suche nach Dunkler Materie.<\/p>\n<p>Zucker eignet sich gut als Detektor, weil er aus Kohlenstoff, Sauerstoff und insgesamt 22 Wasserstoffatomen besteht. Wasserstoff ist das leichteste Element \u00fcberhaupt \u2013 und je leichter ein Atomkern, desto besser, sagt CRESST-Sprecherin Federica Petricca: \u201eDenn ein sehr leichtes Dunkle-Materie-Teilchen kann einen schweren Atomkern kaum aus der Ruhe bringen, genauso wenig wie eine Murmel, die auf eine Bowlingkugel prallt.\u201c<\/p>\n<p>Besondere Zuckerkristalle<\/p>\n<p>Als Detektor kann jedoch nicht einfach Zucker aus der T\u00fcte im Lebensmittelregal genutzt werden. Die Kristalle m\u00fcssen sehr gro\u00df und besonders rein sein, weshalb das Team sie in einem mehrw\u00f6chigen Verfahren selbst z\u00fcchtet. Zus\u00e4tzlich wird der Zucker mit Temperatur- sowie mit Lichtsensoren ausgestattet.<\/p>\n<p>Zum Test hat das Team den Zuckersensor einer radioaktiven Quelle ausgesetzt. Dabei verzeichnete es ein Lichtsignal und einen Temperaturanstieg. \u201eDas Ergebnis hat uns selbst \u00fcberrascht, denn Saccharose bildet einen eher weichen Kristall\u201c, erl\u00e4utert Petricca. Eigentlich seien Materialien mit einem festen Kristallgitter besser geeignet, da es nach einer Teilchenkollision zu einer gr\u00f6\u00dferen Temperatur\u00e4nderung komme.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dunkle Materie soll etwa 85 Prozent des Universums ausmachen und gilt als dessen Ger\u00fcst. Allerdings ist sie unsichtbar: Sie strahlt kein Licht aus, sie reflektiert, absorbiert und blockiert es nicht. Der Nachweis muss entsprechend indirekt erfolgen. Zucker eigne sich also grunds\u00e4tzlich als Detektor, sagt Petricca. \u201eAllerdings wird sich erst nach vielen weiteren Tests und im Vergleich mit anderen Materialien zeigen, ob ein Detektor aus Saccharose zu realisieren ist.\u201c<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:wpl@heise.de\" title=\"Werner Pluta\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wpl<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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