{"id":205095,"date":"2026-07-12T00:46:10","date_gmt":"2026-07-12T00:46:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/205095\/"},"modified":"2026-07-12T00:46:10","modified_gmt":"2026-07-12T00:46:10","slug":"grafikkarten-krise-nvidia-rtx-5090-kostet-4-000-euro-statt-1-850","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/205095\/","title":{"rendered":"Grafikkarten-Krise: Nvidia RTX 5090 kostet 4.000 Euro statt 1.850"},"content":{"rendered":"<p>Die explodierenden Kosten f\u00fcr Speicherchips treiben die Preise f\u00fcr High-End-Hardware in nie gekannte H\u00f6hen. Branchenf\u00fchrer SK Hynix warnte nach seinem B\u00f6rsengang am 10. Juli 2026, dass sich das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage weiter versch\u00e4rfen werde \u2013 mit einem H\u00f6hepunkt der Engp\u00e4sse im Jahr 2027.<\/p>\n<p>SK Hynix deb\u00fctiert an der Wall Street mit d\u00fcsterer Prognose<\/p>\n<p>Der s\u00fcdkoreanische Chipriese SK Hynix feierte am 10. Juli 2026 sein Deb\u00fct an der Nasdaq. Mit einem Emissionserl\u00f6s von 24,5 Milliarden Euro \u00fcbertraf der B\u00f6rsengang s\u00e4mtliche bisherigen Rekorde f\u00fcr internationale Deb\u00fcts. Die Aktie legte am ersten Handelstag um 14,8 Prozent zu. Das Unternehmen war im Mai 2026 bereits mit einer Billion US-Dollar bewertet worden.<\/p>\n<p>Doch trotz des erfolgreichen Kapitalzuflusses zeichnete Konzernchef Kwak Noh-jung ein d\u00fcsteres Bild f\u00fcr die Branche: Das Jahr 2027 werde voraussichtlich das schwierigste in der Geschichte der Speicherchip-Verf\u00fcgbarkeit. Der Bedarf \u2013 angetrieben vor allem durch K\u00fcnstliche Intelligenz \u2013 werde die globale Produktionskapazit\u00e4t mindestens bis 2030 \u00fcbersteigen.<\/p>\n<p>Die Zahlen des Konzerns sprechen eine deutliche Sprache: 2025 erzielte SK Hynix einen Rekordgewinn von umgerechnet rund 30 Milliarden Euro. F\u00fcr das zweite Quartal 2026 werden sogar Gewinne von \u00fcber 42 Milliarden Euro erwartet.<\/p>\n<p>Grafikkarten-Preise explodieren: VRAM-Kosten dominierenLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/microsoft-blackout-11-juli-routing-fehler-legt-cloud-lahm\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Microsoft-Blackout 11. Juli: Routing-Fehler legt Cloud lahm<\/a><\/p>\n<p>Am deutlichsten zeigt sich die Krise im High-End-Grafikkartenmarkt. Die Nvidia GeForce RTX 5090 kostet auf Plattformen wie Amazon aktuell 4.000 Euro \u2013 mehr als das Doppelte des urspr\u00fcnglichen UVP von 1.850 Euro. Branchenanalysten f\u00fchren die extreme Preisvolatilit\u00e4t darauf zur\u00fcck, dass der Videospeicher (VRAM) inzwischen \u00fcber 80 Prozent der gesamten Materialkosten einer High-End-Grafikkarte ausmacht.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Hardware-Preise durch den KI-Boom steigen, versch\u00e4rfen neue Regulierungen wie der EU AI Act die Anforderungen an Unternehmen zus\u00e4tzlich. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den notwendigen \u00dcberblick \u00fcber Fristen, Pflichten und Risikoklassen, den Ihre IT-Abteilung jetzt dringend braucht. <a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/ki-verordnung\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_KI-VERORDNUNG_X-AD1of2-EAID-1025410-CWBNC-BCPID_32533\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">EU AI Act in 5 Schritten verstehen<\/a><\/p>\n<p>Nvidia selbst verzeichnet im Rechenzentrumsgesch\u00e4ft ein Umsatzplus von 92 Prozent im Jahresvergleich und k\u00fcndigte k\u00fcrzlich ein Aktienr\u00fcckkaufprogramm \u00fcber 74 Milliarden Euro sowie eine Dividendenanhebung an. Die Einf\u00fchrung der RTX-50-Super-Serie wurde jedoch auf 2027 verschoben. Um die Erwartungen der Kunden zu managen, verteilte Nvidia Anfang Juli kostenlose Sammelkarten an Enthusiasten \u2013 neue Grafikkarten f\u00fcr den Endverbrauchermarkt wird es dieses Jahr nicht mehr geben.<\/p>\n<p>Auch der Wettbewerb reagiert: AMD hat seine Board-Partner \u00fcber eine zehnprozentige Preiserh\u00f6hung bei Paketen mit Grafikkarten und GDDR6-Speicher informiert. W\u00e4hrend aktuelle Modelle wie die Radeon RX 9070 XT in Europa noch relativ stabil bepreist sind, werden Neubestellungen die h\u00f6heren Kosten sofort widerspiegeln.<\/p>\n<p>Verbraucher zahlen drauf: Vom Laptop bis zur Spielkonsole<\/p>\n<p>Die Speicherknappheit betrifft l\u00e4ngst nicht mehr nur High-End-Gaming-Hardware. Smartphones, Laptops und Spielkonsolen werden ebenfalls teurer. Aktuelle Marktdaten zeigen, dass Kunden zwischen 50 und 200 Euro mehr f\u00fcr Ger\u00e4te zahlen als noch zu Jahresbeginn.<\/p>\n<p>Laptops: Apple erh\u00f6hte die Preise f\u00fcr seine Notebooks im Juni 2026 um rund 100 Euro. Weltweit sind Laptop-Preise um durchschnittlich 15 bis 20 Prozent gestiegen. Einige Windows-Hersteller liefern ihre Ger\u00e4te inzwischen mit nur 8 statt 16 Gigabyte Arbeitsspeicher aus, um die Preise niedrig zu halten.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Nicht nur die Hardware-Beschaffung wird komplexer, auch die rechtliche Absicherung beim Einsatz von KI-Systemen stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Compliance-Experten warnen vor empfindlichen Strafen und empfehlen diesen kostenlosen Umsetzungsleitfaden zur neuen KI-Verordnung. <a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/ki-verordnung\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_KI-VERORDNUNG_X-AD2of2-EAID-1025410-CWBNC-BCPID_32533\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenlosen Leitfaden zum EU AI Act anfordern<\/a><\/p>\n<p>Spielkonsolen: Die PlayStation 5 kostet aktuell 100 Euro mehr als im Januar 2026. In den Niederlanden sollen die Preise f\u00fcr Xbox-Konsolen ab August um 50 Euro steigen.<\/p>\n<p>Smartphones: Samsungs Galaxy-A-Serie verteuerte sich um rund 50 Euro.<\/p>\n<p>KI-Rechenzentren schlucken die globale Produktion<\/p>\n<p>Der Haupttreiber der Krise ist die massive Verlagerung der Speicherproduktion hin zu High-Bandwidth-Memory (HBM) for KI-Rechenzentren. Marktforscher von IDC erwarten, dass diese Einrichtungen 2026 rund 70 Prozent der gesamten Speicherproduktion absorbieren werden. Die HBM-Herstellung ist besonders aufwendig: Sie ben\u00f6tigt die dreifache Waferfl\u00e4che im Vergleich zu Standard-DDR5-Speicher.<\/p>\n<p>Finanzanalysten gehen davon aus, dass bis 2027 rund die H\u00e4lfte der globalen DRAM-Kapazit\u00e4t in langfristigen Vertr\u00e4gen gebunden sein wird. Die Preise f\u00fcr HBM4 k\u00f6nnten bis 2027 auf vier bis f\u00fcnf Dollar pro Gigabit steigen \u2013 von rund zwei Dollar in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2026. Solange die Hersteller diese margenstarken KI-Vertr\u00e4ge bevorzugen, bleibt die Verf\u00fcgbarkeit von Speicherchips f\u00fcr Endverbraucherger\u00e4te auf Jahre hinaus angespannt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die explodierenden Kosten f\u00fcr Speicherchips treiben die Preise f\u00fcr High-End-Hardware in nie gekannte H\u00f6hen. 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