{"id":20840,"date":"2026-02-26T03:45:09","date_gmt":"2026-02-26T03:45:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/20840\/"},"modified":"2026-02-26T03:45:09","modified_gmt":"2026-02-26T03:45:09","slug":"sind-die-atomgespraeche-in-genf-die-letzte-chance-auf-einen-deal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/20840\/","title":{"rendered":"Sind die Atomgespr\u00e4che in Genf die letzte Chance auf einen Deal?"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/iran-teheran-usa-100.jpg\" alt=\"Passanten laufen in der iranischen Hauptadt Teheran an einer Plakatwand vorbei, die die US-Flagge zeigt.\" title=\"Passanten laufen in der iranischen Hauptadt Teheran an einer Plakatwand vorbei, die die US-Flagge zeigt. | EPA\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 26.02.2026 \u2022 04:19 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Weitere Verhandlungen \u00fcber das iranische Atomprogramm in Genf. Ein Deal zwischen Washington und Teheran ist diesmal wahrscheinlicher als noch vor einer Woche. Aber noch immer stehen gegenseitige Drohungen im Raum.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/kathrin-hondl-103.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Kathrin Hondl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/hondl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Neun Tage nach ihrem letzten Treffen in der Genfer Residenz des omanischen UN-Botschafters kommen sie wieder zusammen: Der iranische Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi und die Unterh\u00e4ndler von Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner. Wieder soll \u00fcber das iranische Atomprogramm verhandelt werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Trump droht Teheran mit Milit\u00e4rschl\u00e4gen, sollte es zu keiner Einigung kommen. Angesichts der enormen Milit\u00e4rpr\u00e4senz der USA rund um Iran stellt sich die gro\u00dfe Frage: Kommt es zu einem gro\u00dfen Krieg oder doch noch zu einem diplomatischen Deal?<\/p>\n<p>    Drohungen, ohne Strategie<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#171;Ich glaube, die Chancen stehen insgesamt besser, als sie vielleicht noch vor einer Woche standen&#187;, sagt Roland Popp, strategischer Analyst von der Milit\u00e4rakademie an der ETH Z\u00fcrich. Insgesamt entstehe der Eindruck, dass die Trump-Administration einen milit\u00e4rischen Aufmarsch durchgezogen habe, ohne eine wirkliche unterliegende Strategie.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#171;Und nun scheint man sich dessen gewahr zu werden, wie gef\u00e4hrlich tats\u00e4chlich ein Waffengang w\u00e4re.&#187; Und die Bereitschaft der USA, eine Verhandlungsl\u00f6sung zu erreichen, scheine gr\u00f6\u00dfer als noch in der vergangenen Woche, erkl\u00e4rt Popp weiter.<\/p>\n<p>    Weitere Sanktionen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gleichzeitig erh\u00f6ht Washington den Druck auf Teheran. Am Vorabend der Gespr\u00e4chsrunde in Genf verh\u00e4ngte die US-Regierung neue Sanktionen &#8211; gegen, wie es hei\u00dft: Personen, Unternehmen und Schiffe, denen unter anderem zur Last gelegt werde, &#187; Iran in die Lage zu versetzen, sein Programm f\u00fcr ballistische Raketen voranzutreiben&#187;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Iraner, so US-Pr\u00e4sident Trump in seiner Rede an die Nation, arbeiteten daran, Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten von Amerika erreichen w\u00fcrden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine durchaus ernst zu nehmende Bedrohung, sagt Milit\u00e4rstrategie-Experte Popp: &#171;Die Iraner sind, was Raketentechnologie angeht, einer der fortgeschrittensten Staaten auf der Welt inzwischen.&#187; Das Land sei in der Lage, Satelliten in den Weltraum zu schicken. &#171;Und wenn sie das k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnen sie theoretisch auch interkontinentale Raketen bauen.&#187;<\/p>\n<p>    Iran will nur \u00fcber Atomprogramm reden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Iraner h\u00e4tten sich bei der Entwicklung neuer Raketen in den vergangenen Jahren sozusagen selbst eine Reichweitenbeschr\u00e4nkung auferlegt &#8211; um eben auch kein Argument zu liefern f\u00fcr einen amerikanischen Milit\u00e4rschlag. Aber die technologische M\u00f6glichkeit h\u00e4tten die Iraner durchaus, so Popp. &#171;Gegenw\u00e4rtig sind sie dazu noch nicht in der Lage.&#187;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA wollen bei den Gespr\u00e4chen in Genf auch das iranische Raketenprogramm thematisieren, Teheran will allerdings nur \u00fcber sein Atomprogramm verhandeln und im Gegenzug \u00fcber die Aufhebung von Sanktionen.<\/p>\n<p>    Brandgef\u00e4hrliche Ausgangslage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Man wolle alles tun, um so schnell wie m\u00f6glich eine Einigung zu erzielen, hei\u00dft es laut iranischen Staatsmedien vom Regime in Teheran, das gleichzeitig ebenfalls mit milit\u00e4rischen Schl\u00e4gen droht, sollten die USA angreifen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4hnlich die Tonlage in Washington: Pr\u00e4sident Trump bevorzuge eine diplomatische L\u00f6sung, so Vize-Pr\u00e4sident JD Vance im Sender Fox News, werde aber &#171;wenn n\u00f6tig, das Milit\u00e4r entfesseln&#187;.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine brandgef\u00e4hrliche Ausgangslage f\u00fcr die Gespr\u00e4chsrunde heute in Genf. &#171;Die Situation ist insofern sehr gef\u00e4hrlich, dass man diese milit\u00e4rische Drohkulisse nicht lange aufrechterhalten kann&#187;, sagt Popp. &#171;Das hei\u00dft, wenn Trump jetzt einfach abz\u00f6ge und das aufg\u00e4be, ohne irgendeinen Deal erreicht zu haben, w\u00e4re es ein gewaltiger Gesichtsverlust.&#187; Im Grunde habe sich Pr\u00e4sident Trump in eine Lage man\u00f6vriert, aus der nun kaum wieder herauskomme, erkl\u00e4rt Popp weiter. &#171;Und das macht die Kriegsgefahr eben so gro\u00df.&#187;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 26.02.2026 \u2022 04:19 Uhr Weitere Verhandlungen \u00fcber das iranische Atomprogramm in Genf. 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