{"id":211477,"date":"2026-07-16T17:08:10","date_gmt":"2026-07-16T17:08:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/211477\/"},"modified":"2026-07-16T17:08:10","modified_gmt":"2026-07-16T17:08:10","slug":"fuer-die-un-heisst-es-sparen-sparen-sparen-und-umziehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/211477\/","title":{"rendered":"F\u00fcr die UN hei\u00dft es sparen, sparen, sparen &#8211; und umziehen"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/palais-wilson-100.jpg\" alt=\"Blick auf das Palais Wilson in Genf.\" title=\"Blick auf das Palais Wilson in Genf. | REUTERS\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 16.07.2026 \u2022 18:42 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        St\u00fchler\u00fccken in Genf: Im Palais Wilson tauschen zwei UN-Einrichtungen die R\u00e4umlichkeiten. Das Menschenrechtsb\u00fcro zieht aus, das Fl\u00fcchtlingshilfswerk zieht ein. Beide haben daf\u00fcr denselben Grund: sparen.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/stefanie-dodt-106.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Stefanie Dodt\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/dodt-102.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Schublade um Schublade r\u00e4umen die Mitarbeiter aus, ziehen unz\u00e4hlige Namensschilder von diversen Konferenzen aus dem Schrank. Damit f\u00fcllen sie eine gro\u00dfe schwarze M\u00fclltonne fast bis zum Rand. Sie steht hinter einer der historischen Fl\u00fcgelt\u00fcren des Palais Wilson direkt am Genfer See. Alles muss raus, auch die \u00dcberbleibsel aus den fast 30 Jahren, in denen das UN-Hochkommissariat f\u00fcr Menschenrechte hier gewaltet hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es sei ein Privileg, hier gearbeitet zu haben, sagt Marta Hurtado, Sprecherin des Hochkommissariats. &#171;Es steht f\u00fcr den ersten Versuch, multilateral zu arbeiten &#8211; als erstes Hauptquartier des V\u00f6lkerbundes. Hier sind zum ersten Mal L\u00e4nder zusammengekommen und haben versucht, Konflikte friedlich zu l\u00f6sen.&#187;<\/p>\n<p>    Stellen streichen und Kosten senken<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im 19. Jahrhundert als nobles Hotel errichtet, wurde der Palais Wilson von 1920 bis 1936 zum ersten dauerhaften Sitz des V\u00f6lkerbundes, dem Vorl\u00e4ufer der Vereinten Nationen. Geblieben ist der Name &#8211; nach US-Pr\u00e4sident Wilson, der eine entscheidende Rolle bei der Gr\u00fcndung des V\u00f6lkerbundes spielte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch die Miete und Nebenkosten &#8211; rund dreieinhalb Millionen Euro pro Jahr &#8211; sind in diesen Zeiten zu hoch. &#171;Wir mussten 300 Stellen streichen und die Kosten um 10 Prozent senken&#187;, sagt Hurtado. Die Entscheidung f\u00fcr einen Umzug wurde zwar schon lange vor der UN-Finanzkrise gef\u00e4llt, aber jetzt passt sie umso besser.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        Der Umzugswagen steht schon bereit: Das Hochkommissariat f\u00fcr Menschenrechte soll nun auf dem Gel\u00e4nde des UN-Hauptquartiers sein neues Zuhause finden.\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Hochkommissariat f\u00fcr Menschenrechte zieht nun in das sogenannte H-Geb\u00e4ude, einen Neubau auf dem Gel\u00e4nde des UN-Hauptquartiers. Es ist das architektonische Gegenst\u00fcck zum historischen Palais Wilson: modern, eckig, Glasfassaden und Dreht\u00fcren. Hier sitzen auch diverse andere UNO-Organisationen, zum Beispiel das Team, das den Menschenrechtsrat organisiert.<\/p>\n<p>    Eine andere UN-Einrichtung wittert ihre Chance<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Vereinten Nationen schrumpfen derzeit wie nie zuvor. Die USA zahlen viele ihrer Beitr\u00e4ge nicht mehr. Das rei\u00dft eine Milliardenl\u00fccke. Auch viele europ\u00e4ische Staaten, darunter Deutschland, k\u00fcrzen ihre humanit\u00e4re Hilfe deutlich. In Genf hei\u00dft es deshalb: sparen, sparen, sparen &#8211; und auch: umziehen, um \u00fcber die Runden zu kommen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Umzugspl\u00e4ne hat auch eine weitere UN-Organisation mit Sitz in Genf mitbekommen &#8211; das Fl\u00fcchtlingshilfswerk UNHCR. Es ist ebenfalls heftig von den K\u00fcrzungen betroffen. Der Hauptsitz in Genf wird damit zu gro\u00df. Das UNHCR ziehe deshalb jetzt in den Palais Wilson, sagt Sprecher Matthew Saltmarsh dem ARD-Studio Genf.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#171;Wir haben so viel Personal verloren, auch hier im Hauptquartier. Das neue Geb\u00e4ude ist viel kleiner.&#187; So werde es weniger Leerstand geben. &#171;Und wir sparen viel Geld, etwa die H\u00e4lfte der Miete&#187;, so Saltmarsh.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der eine spart durch den Einzug, der andere durch den Auszug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 16.07.2026 \u2022 18:42 Uhr St\u00fchler\u00fccken in Genf: Im Palais Wilson tauschen zwei UN-Einrichtungen die R\u00e4umlichkeiten. 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