{"id":212249,"date":"2026-07-17T08:57:08","date_gmt":"2026-07-17T08:57:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/212249\/"},"modified":"2026-07-17T08:57:08","modified_gmt":"2026-07-17T08:57:08","slug":"die-karriere-begann-mit-einem-kochbuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/212249\/","title":{"rendered":"Die Karriere begann mit einem Kochbuch"},"content":{"rendered":"<p>Fast vier Jahrzehnte lang kochte Michael Baader im Basler \u00abTeufelhof\u00bb. Warum ein Spitzenkoch einem Haus sein ganzes Berufsleben treu blieb und weshalb ausgerechnet sein ehemaliger Lernender nun seine Nachfolge antritt.<\/p>\n<p>Die Geschichte, wie Michael Baader \u00fcberhaupt nach Basel kam, ist einzigartig. Monica Thommy, Mitgr\u00fcnderin von \u00abDer Teufelhof Basel\u00bb, entdeckte eines seiner Rezepte im Kochbuch \u00abKulinarische Jahreszeiten von den Schweizer Stuben\u00bb. Sp\u00e4ter erz\u00e4hlte sie ihm, sie habe sogar davon getr\u00e4umt, dass genau dieser Koch im \u00abTeufelhof\u00bb wirke. Nach dem ersten Treffen war f\u00fcr Baader klar: \u00abDer Teufelhof war Liebe auf den ersten Blick.\u00bb<\/p>\n<p>\u00a0\u00abDer Teufelhof ist mein zweites Zuhause.\u00bb<br \/>\u00a0Michael Baader, ehemaliger K\u00fcchenchef \u00abDer Teufelhof Basel\u00bb<\/p>\n<p>Aus der Begegnung wurde eine aussergew\u00f6hnliche Erfolgsgeschichte. Seit 1989 pr\u00e4gte Baader die K\u00fcche des Basler Gast- und Kulturhauses. Ein Stellenwechsel kam f\u00fcr ihn nie infrage. \u00abDer Teufelhof ist mein zweites Zuhause\u00bb, sagt er. Auch mit Erreichen des Pensionsalters habe er nie daran gedacht, einfach aufzuh\u00f6ren. Die Freude am Kochen, hochwertige Produkte und die Emotionen der G\u00e4ste seien bis heute seine gr\u00f6sste Motivation.<\/p>\n<p>Mehr als ein K\u00fcchenchef<\/p>\n<p>Baader pr\u00e4gte den \u00abTeufelhof\u00bb jedoch nicht nur kulinarisch. Unter seiner Leitung absolvierten rund 70 Lernende ihre Ausbildung. Zudem engagierte er sich w\u00e4hrend vieler Jahre als Pr\u00fcfungsexperte in Basel. Sein Anspruch ging dabei \u00fcber das Kochen hinaus. Im Zentrum standen das Handwerk, der respektvolle Umgang miteinander und die \u00dcberzeugung, m\u00f6glichst vieles im Haus selbst herzustellen. \u00abDer respektvolle Ton und die Wertsch\u00e4tzung des gesamten Teams waren mir immer wichtig\u00bb, sagt er.[RELATED]<\/p>\n<p>Der Lehrling wird Chef<\/p>\n<p>Seit Anfang Juli hat Christoph Hartmann die K\u00fcchenleitung \u00fcbernommen. F\u00fcr Baader ist die Nachfolgel\u00f6sung ein Gl\u00fccksfall. Schliesslich absolvierte Hartmann einst seine Lehre im \u00abTeufelhof\u00bb. Bis Ende Jahr bleibt Baader noch in einem reduzierten Pensum. Dass er nun seinen ehemaligen Lernenden unterst\u00fctzt, erf\u00fcllt ihn mit Stolz. \u00abIch werde quasi vom Chef wieder zum lernenden Mitarbeiter\u00bb, sagt er mit einem L\u00e4cheln.<\/p>\n<p>Ganz verabschiedet hat sich der 70-J\u00e4hrige noch nicht. Bis Ende des Jahres stehen mehrere kulinarische Veranstaltungen mit langj\u00e4hrigen Wegbegleitern auf dem Programm. Danach will er gemeinsam mit seiner Frau reisen und sich Zeit f\u00fcr den n\u00e4chsten Lebensabschnitt nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fast vier Jahrzehnte lang kochte Michael Baader im Basler \u00abTeufelhof\u00bb. 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