{"id":212745,"date":"2026-07-17T15:13:13","date_gmt":"2026-07-17T15:13:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/212745\/"},"modified":"2026-07-17T15:13:13","modified_gmt":"2026-07-17T15:13:13","slug":"ki-kuendigung-kranke-und-behinderte-mitarbeiter-verklagen-meta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/212745\/","title":{"rendered":"KI-K\u00fcndigung: Kranke und behinderte Mitarbeiter verklagen Meta"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/AI-Dismissal-Sick-and-disabled-employees-sue-Meta-11366549.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Weil K\u00fcnstliche Intelligenz zu ihrer K\u00fcndigung durch Meta Platforms gef\u00fchrt haben soll, ziehen 26 Personen in den USA gegen den Konzern vor Gericht. Dieser stellt die Vorw\u00fcrfe in Abrede. Die endg\u00fcltige Kl\u00e4rung wird geheim bleiben: Meta zwingt seine (ehemaligen) Angestellten in jeweils einzelne, nicht-\u00f6ffentliche Schiedsgerichtsverfahren.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Dennoch beginnt der Rechtsstreit vor Gericht. Die 26 Kl\u00e4ger haben bei einem US-Bundesbezirksgericht jeweils eine Einstweilige Verf\u00fcgung beantragt: Sie soll die Arbeitspl\u00e4tze und die damit verbundenen Anspr\u00fcche vorl\u00e4ufig sichern, bis das Schiedsgerichtsverfahren f\u00fcr den jeweiligen Mitarbeiter abgeschlossen ist.<\/p>\n<p>Hintergrund ist die <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Meta-Vor-Massenentlassung-auch-noch-tausende-Stellenwechsel-angekuendigt-11298177.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Massenk\u00fcndigung durch Meta Platforms vom 20. Mai<\/a>. Damals wurden zehn Prozent der Belegschaft auf die Stra\u00dfe gesetzt, darunter auch die 26 Kl\u00e4ger. An den Grunds\u00e4tzen dieser K\u00fcndigungswelle r\u00fctteln sie nicht. Allerdings habe Meta in ihren F\u00e4llen geltendes Arbeitsrecht verletzt, indem es Schutzbestimmungen f\u00fcr Mitarbeiter mit bestimmten Behinderungen oder besonderen Formen des Krankenstandes missachtete.<\/p>\n<p>Sture KI-Rangliste<\/p>\n<p>Meta habe mehrere interne K\u00fcnstliche Intelligenzen eingesetzt, um eine Rangliste aller Mitarbeiter zu erstellen. Diese Liste sei dann Grundlage der Entscheidung, wer (nicht) behalten werde, gewesen. Einfluss hatten laut Klage der Verbrauch von KI-Tokens durch den jeweiligen Mitarbeiter, die \u00dcberwachung seiner Tastatur und anderer Aktivit\u00e4ten, die von den Mitarbeitern selbst trainierten \u201esecond brain\u201d-Agenten, der konzerninterne Chatbot Metamate sowie andere Reihungs-Algorithmen.<\/p>\n<p>Doch diese Herangehensweise benachteilige automatisch Personen, die krank sind, gerade ein Kind bekommen (haben), oder bestimmte Behinderungen aufweisen. Beispielsweise verbraucht, wer gerade nicht arbeitet, gar keine KI-Tokens, was zu schlechterer algorithmischer Bewertung f\u00fchrt. Meta habe verabs\u00e4umt, die Rangliste entsprechend zu korrigieren, obwohl dies rechtlich vorgeschrieben sei.<\/p>\n<p>Die Kl\u00e4ger sind insbesondere Frauen im Mutterschutz und Eltern im gesetzlich vorgesehenen Elternurlaub, aber auch ein Verunfallter, mehrere Behinderte, die sich mit Meta auf bestimmte Arbeitsanpassungen verst\u00e4ndigt hatten, sowie Mitarbeiter mit rechtlich gesch\u00fctztem Krankenstand. In zwei F\u00e4llen sollen Meta-Manager Kranke sogar davon abgehalten haben, in gesch\u00fctzten Krankenstand zu gehen, weil dies zur K\u00fcndigung im Rahmen der K\u00fcndigungswelle f\u00fchren w\u00fcrde. Ihnen wurden dennoch gek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Meta meint, nicht KI, sondern Manager h\u00e4tten entschieden, wer rausgeschmissen wird. Die Klage sei daher haltlos. Das Verfahren hei\u00dft Does 1 through 26 v Meta Platforms und ist am US-Bundesbezirksgericht f\u00fcr den Norden Kaliforniens anh\u00e4ngig (Az. 3:26-cv-07122).<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@ct.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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