{"id":21532,"date":"2026-02-26T14:09:13","date_gmt":"2026-02-26T14:09:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/21532\/"},"modified":"2026-02-26T14:09:13","modified_gmt":"2026-02-26T14:09:13","slug":"usa-und-iran-starten-in-genf-in-dritte-verhandlungsrunde","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/21532\/","title":{"rendered":"USA und Iran starten in Genf in dritte Verhandlungsrunde"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">In Genf in der Schweiz hat die dritte Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran begonnen. Das berichteten iranische Staatsmedien. Ziel der Gespr\u00e4che ist es, eine L\u00f6sung im seit Jahrzehnten andauernden Streit \u00fcber das iranische Atomprogramm zu finden. Nach drei Stunden wurden die Beratungen am Mittag unterbrochen. Die Delegationen beider Staaten k\u00e4men nun jeweils zu eigenen Beratungen zusammen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Am Abend sollen die Verhandlungen demnach fortgesetzt werden.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump hat f\u00fcr den Fall eines Scheiterns mit einem Milit\u00e4rschlag gedroht, zugleich aber betont, er bevorzuge eine diplomatische Einigung. Parallel dazu ordnete er einen massiven Truppenaufmarsch im Nahen Osten an. Mehrere Staaten zogen aus Sorge vor einer milit\u00e4rischen Eskalation Personal aus der Region ab. Zahlreiche Staaten raten von Reisen in den Iran ab.<\/p>\n<p>Teheran signalisiert Flexibilit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Kurz vor Beginn der neuen Runde sagte Teheran zu, &#171;ernsthaft und flexibel&#187; in die Gespr\u00e4che zu gehen. Die F\u00fchrung zeigte sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Irans Pr\u00e4sident Massud Peseschkian wies erneut Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck, sein Land strebe heimlich nach Atomwaffen. Der oberste F\u00fchrer Ali Chamenei habe Massenvernichtungswaffen verboten. Das bedeute ganz klar, &#171;dass Teheran keine Atomwaffen entwickeln wird&#187;. Chamenei hat im politischen System Irans bei strategischen Fragen wie dem Atomprogramm das letzte Wort.<\/p>\n<p><img alt=\"Gespr\u00e4ch zwischen dem Au\u00dfenminister des Oman Badr al-Bussaidi (r.) und seinem Kollegen aus dem Iran, Abbas Araghtschi, vor Verhandlungen mit den USA in Genf&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Omani Foreign Ministry\/AFP&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/69c0eb20a22af14092ab69c1350a2df3.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Gespr\u00e4ch zwischen dem Au\u00dfenminister des Oman Badr al-Bussaidi (r.) und seinem Kollegen aus dem Iran, Abbas Araghtschi, vor Verhandlungen mit den USA in GenfOmani Foreign Ministry\/AFP<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">In den USA, anderen westlichen Staaten und bei Irans Erzfeind Israel bleibt das Misstrauen dennoch gro\u00df. Washington fordert \u00fcber das Atomprogramm hinaus auch Verhandlungen \u00fcber das iranische Raketenarsenal. Au\u00dfenminister Marco Rubio bezeichnete die Weigerung Teherans, dar\u00fcber zu sprechen, als &#171;gro\u00dfes Problem&#187;. Die Raketen seien &#171;einzig dazu bestimmt, Amerika anzugreifen&#187; und bedrohten die regionale Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Ein Sprecher des iranischen Au\u00dfenministeriums stellte dagegen im Gespr\u00e4ch mit dem Sender Press TV klar, die Verhandlungen konzentrierten sich ausschlie\u00dflich auf Nuklearfragen und die Aufhebung von Sanktionen.<\/p>\n<p><img alt=\"Sicherheitsvorkehrungen vor der Residenz des omanischen Botschafters in Genf&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Martial Trezzini\/KEYSTONE\/dpa\/picture alliance&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/e78b988a572d88d311a265274df671b2.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Sicherheitsvorkehrungen vor der Residenz des omanischen Botschafters in GenfMartial Trezzini\/KEYSTONE\/dpa\/picture alliance<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Der Iran unterliegt umfangreichen internationalen Sanktionen, die die Wirtschaft schwer belasten. Inflation, W\u00e4hrungsverfall und Arbeitslosigkeit haben die soziale Lage versch\u00e4rft. Zuletzt sah sich die F\u00fchrung erneut mit Massenprotesten konfrontiert, die gewaltsam niedergeschlagen wurden. Zahlreiche Menschen kamen dabei ums Leben.<\/p>\n<p>Vermittlung durch Oman<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">An den indirekten Gespr\u00e4chen in Genf nehmen auf US-Seite der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teil. Die iranische Delegation wird von Au\u00dfenminister Abbas Araghtschi geleitet.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Als Vermittler fungiert erneut Omans Au\u00dfenminister Badr al-Bussaidi. Verhandlungsort ist die Residenz des omanischen Botschafters in Genf. Ziel ist es, nach Monaten der Blockade einen Ausweg aus der diplomatischen Sackgasse zu finden. &#171;Ein Abkommen ist in Reichweite, aber nur, wenn die Diplomatie Vorrang hat&#187;, erkl\u00e4rte Araghtschi auf der Plattform X.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Araghtschi traf Omans Au\u00dfenminister al-Bussaidi bereits am Mittwochabend nach seiner Ankunft in Genf. Die beiden Chefdiplomaten besprachen einen ersten Entwurf der iranischen Seite f\u00fcr ein neues Abkommen, meldete eine omanische Nachrichtenagentur. Al-Bussaidi wolle diese an diesem Donnerstag zun\u00e4chst der amerikanischen Seite pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><img alt=\"Ankunft der iranischen Delegation an der Residenz des omanischen Botschafters in Genf&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Martial Trezzini\/KEYSTONE\/dpa\/picture alliance&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/797402c8c0fe6589968079faed38b413.jpeg\"\/><\/p>\n<p>Ankunft der iranischen Delegation an der Residenz des omanischen Botschafters in GenfMartial Trezzini\/KEYSTONE\/dpa\/picture alliance<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Auch der Chef der Internationalen Atomenergiebeh\u00f6rde (IAEA), Rafael Grossi, ist eingebunden. Iranische Medien zeigten ihn am Donnerstagmorgen bei einem Treffen mit al-Bussaidi. Zuvor hatte dieser bereits mit Witkoff und Kushner gesprochen. Man habe &#171;Perspektiven und Vorschl\u00e4ge der iranischen Seite&#187; sowie entsprechende Reaktionen der USA er\u00f6rtert, teilte das omanische Au\u00dfenministerium mit.<\/p>\n<p>Milit\u00e4rische Drohkulisse w\u00e4chst<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die Furcht vor einer milit\u00e4rischen Eskalation besch\u00e4ftigt Politik und Finanzm\u00e4rkte gleicherma\u00dfen. Trump hatte am 19. Februar eine Einigung binnen zehn bis 15 Tagen gefordert. Andernfalls w\u00fcrden &#171;sehr schlimme Dinge&#187; geschehen.<\/p>\n<p><img alt=\"US-Flugzeugtr\u00e4ger USS Gerald R. Ford verl\u00e4sst die Souda-Bucht der griechischen Insel Kreta&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Costas Metaxakis\/AFP&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/23f682751f36a0a8b78fe4fc9fb6f4d9.jpeg\"\/><\/p>\n<p>US-Flugzeugtr\u00e4ger USS Gerald R. Ford verl\u00e4sst die Souda-Bucht der griechischen Insel KretaCostas Metaxakis\/AFP<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Gleichzeitig l\u00e4uft die gr\u00f6\u00dfte US-Milit\u00e4rverlegung in den Nahen Osten seit der Irak-Invasion 2003. Der Flugzeugtr\u00e4ger USS Gerald R. Ford verlie\u00df am Donnerstag einen Hafen nahe der griechischen Insel Kreta und wird vor der nordisraelischen K\u00fcste erwartet.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Zudem verlegten die USA nach Angaben eines US-Vertreters rund ein Dutzend F-22-Kampfjets nach Israel. Das Pentagon \u00e4u\u00dferte sich dazu nicht. Bereits im Juni vergangenen Jahres hatten die USA gemeinsam mit Israel iranische Atomanlagen angegriffen. F\u00fcr den Fall eines erneuten Angriffs drohte Teheran mit scharfer Vergeltung.<\/p>\n<p><img alt=\"US-Tankflugzeuge am Flughafen Ben Gurion in Israel&lt;span class=&quot;copyright&quot;&gt;Gideon Markowicz\/Anadolu\/picture alliance&lt;\/span&gt;\" loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" decoding=\"async\" data-nimg=\"1\" class=\"rounded-lg\" style=\"color:transparent\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/e8fa3e74e2587dc08e6804536d30d1c1.jpeg\"\/><\/p>\n<p>US-Tankflugzeuge am Flughafen Ben Gurion in IsraelGideon Markowicz\/Anadolu\/picture alliance<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">Die \u00d6lpreise zogen am Donnerstag leicht an. H\u00e4ndler bef\u00fcrchten Lieferunterbrechungen im Falle eines milit\u00e4rischen Konflikts. Nach Angaben eines Insiders erh\u00f6ht Saudi-Arabien vorsorglich seine \u00d6lproduktion und -exporte, um m\u00f6glichen Engp\u00e4ssen entgegenzuwirken.<\/p>\n<p class=\"mb-4 text-lg md:leading-8 break-words\">pgr\/haz (rtr, afp, dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Genf in der Schweiz hat die dritte Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran begonnen. 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