{"id":215777,"date":"2026-07-20T09:47:20","date_gmt":"2026-07-20T09:47:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/215777\/"},"modified":"2026-07-20T09:47:20","modified_gmt":"2026-07-20T09:47:20","slug":"kunstmuseum-bern-direktorin-nina-zimmer-blickt-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/215777\/","title":{"rendered":"Kunstmuseum Bern: Direktorin Nina Zimmer blickt zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/b3c61d58709bc2c0180954d1bdc75fd4-347519779-data.jpg\" width=\"1024\" height=\"683\" alt=\"Nina Zimmer, diretora da Kunsthaus Bern\" loading=\"eager\" decoding=\"sync\" fetchpriority=\"high\"\/><\/p>\n<p>                &#171;Auch wenn diese Initiativen ein ermutigender Anfang sind, brauchen wir eine dauerhafte Finanzierung&#187;, sagt Nina Zimmer, Direktorin des Kunstmuseums Bern.             <\/p>\n<p>            Keystone\/Lukas Lehmann        <\/p>\n<p>        Nachdem die Stimmberechtigten die Finanzierung eines umfassenden Umbaus des Kunstmuseums Bern abgelehnt haben, spricht die scheidende Direktorin Nina Zimmer \u00fcber ihre k\u00fcnftige Aufgabe als Direktorin der Wiener Galerie Belvedere und ihre Rolle bei der Neuausrichtung des Schweizer Umgangs mit NS-Raubkunst.\n<\/p>\n<p>        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht    <\/p>\n<p>        20. Juli 2026 &#8211; 11:00\n<\/p>\n<p>Gegen Ende von Nina Zimmers ereignisreichen und viel beachteten zehnj\u00e4hrigen Amtszeit am Kunstmuseum Bern und am Zentrum Paul Klee musste das Museum einen R\u00fcckschlag hinnehmen. Am 14. Juni lehnten 51,8 Prozent der Stimmberechtigten im Kanton Bern in einer Volksabstimmung die Finanzierung eines grossen Sanierungs- und Neubauprojekts am Kunstmuseum ab.<\/p>\n<p>Bescheidenere L\u00f6sung gesucht<\/p>\n<p>Das Projekt mit gesch\u00e4tzten Kosten von 147 Millionen Franken sah vor, den bestehenden Erweiterungsbau von 1983, in dem derzeit Ausstellungsr\u00e4ume, B\u00fcros und das Caf\u00e9 untergebracht sind, durch einen freistehenden Sandsteinbau zu ersetzen. Vorgesehen war zudem eine Gesamtsanierung des urspr\u00fcnglichen Geb\u00e4udes, des sogenannten Stettlerbaus.<\/p>\n<p>Zur Abstimmung stand ein Kredit von 15,7 Millionen Franken, den das Kantonsparlament im September bewilligt hatte. <a href=\"https:\/\/nein-zum-millionprojekt.ch\/de\/Home\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Ein \u00fcberparteiliches KomiteeExterner Link<\/a> von Gegner:innen sammelte die n\u00f6tigen 10\u2019000 Unterschriften, um das Referendum dagegen zu ergreifen. Seine Mitglieder teilten zwar die Ansicht, dass das Kunstmuseum saniert werden muss, pl\u00e4dierten jedoch f\u00fcr eine bescheidenere Umsetzung.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/696471425_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"974\" alt=\"Fassade des Kunstmuseums Bern: Das Sanierungsprojekt wurde von einem B\u00fcndnis rechter Parteien torpediert.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Fassade des Kunstmuseums Bern: Das Sanierungsprojekt wurde von einem B\u00fcndnis rechter Parteien zu Fall gebracht.             <\/p>\n<p>            Keystone \/ Christian Beutler        <\/p>\n<p>\u00abWir hatten uns ein anderes Ergebnis erhofft\u00bb, sagt Zimmer. \u00abGleichzeitig respektieren wir den Entscheid der Berner Stimmbev\u00f6lkerung. Die Aufgabe besteht nun darin, auf dem Abstimmungsergebnis aufzubauen und einen neuen Weg zu finden.\u00bb Der Entscheid bedeute nicht das Ende des Projekts, sagt sie. Doch m\u00fcssten sie nun neue Finanzierungswege ausloten.<\/p>\n<p>Zimmers Abgang wurde bereits im M\u00e4rz bekannt gegeben, lange vor der Abstimmung. Sie \u00fcbernimmt die Leitung der renommierten Wiener Galerie Belvedere \u2013 eine Berufung, welche die Tr\u00e4gerstiftung von Kunstmuseum und Zentrum Paul Klee als \u00abAuszeichnung, die Nina Zimmers bisherige Arbeit w\u00fcrdigt\u00bb bezeichnete.<\/p>\n<p>Das Kunstmuseum erkl\u00e4rte, der Stiftungsrat werde die Finanzierung des Sanierungsprojekts umfassend \u00fcberpr\u00fcfen, bevor er \u00fcber das weitere Vorgehen entscheide. Zimmer hat in den kommenden Monaten also viel zu tun. Vor ihrem Abgang muss sie zudem noch vier neue Ausstellungen er\u00f6ffnen.<\/p>\n<p>Sammlung Gurlitt<\/p>\n<p>Die Aufgabe aber, die ihre Amtszeit gepr\u00e4gt hat, ist \u2013 zumindest vorerst \u2013 abgeschlossen. Als Zimmer 2016 ans Kunstmuseum kam, hatte dieses kurz zuvor das Erbe von Cornelius Gurlitt angenommen. Es umfasste rund 1600 Kunstwerke, darunter zahlreiche Arbeiten auf Papier. Gurlitt hatte die Kunst von seinem Vater Hildebrand Gurlitt geerbt. Der Kunsth\u00e4ndler hatte in den von den Nazis besetzten Gebieten Kunst f\u00fcr Adolf Hitlers geplantes \u00abF\u00fchrermuseum\u00bb in Linz erworben. Das Museum wurde nie gebaut.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/537511060_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Eine Frau betrachtet Werke aus dem Gurlitt-Nachlass w\u00e4hrend der Vorbesichtigung der Ausstellung \u201eGurlitt \u2013 Bestandsaufnahme\u201c (2022). Die Werke dokumentieren die Kunstpl\u00fcnderung und den Kunsthandel w\u00e4hrend der Nazizeit und sollen Antworten auf Fragen zur Provenienzforschung und zu den Herausforderungen im Umgang mit den Forschungsergebnissen liefern.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Ausstellung \u00abGurlitt \u2013 Bestandsaufnahme\u00bb (2022). Die Werke dokumentieren die Kunstpl\u00fcnderung und den Kunsthandel w\u00e4hrend der Nazizeit.            <\/p>\n<p>            Keystone \/ Anthony Anex        <\/p>\n<p>2012, als Cornelius Gurlitt noch lebte, durchsuchten die deutschen Zollbeh\u00f6rden seine M\u00fcnchner Wohnung und beschlagnahmten mehr als 1200 Kunstwerke. Weitere bewahrte er in seinem Haus in Salzburg auf. Als der Fund 2013 publik wurde, l\u00f6ste er international grosse Emp\u00f6rung aus \u2013 und f\u00fchrte zu einer Flut von Anspr\u00fcchen von Nachfahr:innen j\u00fcdischer Kunstsammler:innen, deren Werke von den Nazis geraubt worden waren.<\/p>\n<p>Gurlitt-Erbe mit vielen Aspekten<\/p>\n<p>Gurlitt vermachte bei seinem Tod 2014 seinen gesamten Besitz dem Kunstmuseum Bern. Der Stiftungsrat bezeichnete das Erbe damals als \u00abgrossartig\u00bb, auch wenn es \u00abeine erhebliche Last an Verantwortung und eine F\u00fclle von Fragen der schwierigsten und heikelsten Art\u00bb mit sich bringe.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/192317675_highres.jpg\" width=\"1013\" height=\"1300\" alt=\"Foto aus dem Jahr 1925 des Kunsthistorikers Hildebrand Gurlitt. Sein Sohn Cornelius Gurlitt erkl\u00e4rte gegen\u00fcber der deutschen Zeitschrift \u201eDer Spiegel\u201c (17. November 2013), er wolle die von seinem verstorbenen Vater Hildebrand aufgebaute Sammlung sch\u00fctzen.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Foto aus dem Jahr 1925 des Kunsthistorikers Hildebrand Gurlitt.             <\/p>\n<p>            Kunstsammlungen Zwickau \/ Keystone        <\/p>\n<p>Das Verm\u00e4chtnis weckte auch Zimmers Neugier. \u00abIch habe mich in vollem Bewusstsein des \u00a0Gurlitt-Legats beworben\u00bb, sagt sie im Gespr\u00e4ch im Kunstmuseum. \u00abEs hat mich besonders interessiert und war einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr meine Bewerbung. Es war eine Herausforderung, der ich mich stellen wollte.\u00bb<\/p>\n<p>Am schwierigsten sei es laut Zimmer gewesen, die vielen verschiedenen Aspekte des Verm\u00e4chtnisses gleichzeitig zu bew\u00e4ltigen, w\u00e4hrend \u00abwir von der ersten Sekunde an unter massiver medialer Beobachtung standen. Wir mussten alles sehr sorgf\u00e4ltig durchdenken, es aber sofort kommunizieren. Es war wichtig, transparent zu sein, aber auch anspruchsvoll.\u00bb<\/p>\n<p>Zu den unmittelbaren Aufgaben geh\u00f6rten laut Zimmer die Koordination mit den deutschen Beh\u00f6rden und den Provenienzforscher:innen, die die Sammlung bereits untersuchten, sowie die Organisation des Transports aus Depots in Deutschland und \u00d6sterreich nach Bern.<\/p>\n<p>Hinzu kamen die Dokumentation der Werke, der Aufbau einer Website und einer Datenbank sowie die Organisation von Ausstellungen. Daf\u00fcr mussten die Werke auch restauriert werden, da einige aufgrund der Lagerbedingungen Sch\u00e4den aufwiesen. Das Kunstmuseum richtete zudem als erstes Museum der Schweiz eine eigene Abteilung f\u00fcr Provenienzforschung ein.<\/p>\n<p>Herausforderung und Chance zugleich<\/p>\n<p>W\u00e4hrend all dies im Hintergrund geschah, \u00e4usserten sich zahlreiche Kommentator:innen mit unterschiedlichen politischen Ansichten auf \u00f6ffentlichen Plattformen dazu, wie mit dem Verm\u00e4chtnis umzugehen sei. \u00abDie mediale Aufmerksamkeit, die von der ersten Minute an da war, war eine Herausforderung, aber auch eine Chance\u00bb, sagt Zimmer. <\/p>\n<p>\u00abDie Aufmerksamkeit und der Raum, den die Debatte in der \u00d6ffentlichkeit einnahm, erm\u00f6glichten es uns, diese Anliegen aufzunehmen, uns mit den verschiedenen politischen Perspektiven auseinandersetzen und die Menschen vom Weg zu \u00fcberzeugen, den wir f\u00fcr das Kunstmuseum Bern gew\u00e4hlt hatten \u2013 und das fand Akzeptanz.\u00bb<\/p>\n<p>Provenienzforschung mit Fortschritten<\/p>\n<p>Seither hat das Kunstmuseum zu mehreren Werken der Sammlung Vereinbarungen mit den Nachfahr:innen j\u00fcdischer Sammler:innen getroffen. Der Fall hat zudem einen grossen Einfluss darauf, wie die Schweiz mit der Frage der NS-Raubkunst in \u00f6ffentlichen Sammlungen umgeht. <\/p>\n<p>Eine vom Bund eingesetzte neue Unabh\u00e4ngige Kommission f\u00fcr historisch belastetes Kulturerbe nahm am 1. M\u00e4rz dieses Jahres ihre Arbeit auf. Viele weitere Schweizer Museen verf\u00fcgen inzwischen \u00fcber Abteilungen f\u00fcr Provenienzforschung.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/000_1BP1I1.jpg\" width=\"3600\" height=\"2400\" alt=\"Nina Zimmer posiert vor Henri Matisses Gem\u00e4lde &quot;Die blaue Bluse&quot;. Als Georges F. Keller begann, Gem\u00e4lde von Meistern wie Matisse und Dal\u00ed dem Kunstmuseum Bern zu stiften, stand sein Ruf ausser Frage. Der Schweizer mit brasilianischer Staatsangeh\u00f6rigkeit war ein angesehener Kunsth\u00e4ndler gewesen, der dem Museum von den 1950er-Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 1981 insgesamt 116 Werke schenkte. Doch der Provenienzforscher des Museums stie\u00df auf ein Archivdokument, das Keller mit Etienne Bignou in Verbindung brachte \u2013 einem Mann, der heute als \u201eumstrittener\u201c H\u00e4ndler gilt, da er im von den Nazis besetzten Paris Kunst mit Deutschen gehandelt hatte.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Nina Zimmer posiert vor Henri Matisses Gem\u00e4lde \u00abDie blaue Bluse\u00bb.            <\/p>\n<p>            Fabrice Coffrini \/ AFP        <\/p>\n<p>\u00abIn dieser ganzen Debatte um NS-Raubkunst gibt es ein \u2039Vor Gurlitt\u203a und ein \u2039Nach Gurlitt\u203a\u00bb, sagt Zimmer. \u00abDie wichtigste Ver\u00e4nderung ist, dass das Thema heute weithin verstanden wird \u2013 es steht auf der Agenda. Als \u00f6ffentliches Museum kann man sich nicht mehr weigern, dazu Stellung zu beziehen.\u00bb<\/p>\n<p>Das Team f\u00fcr Provenienzforschung am Kunstmuseum konzentriert sich inzwischen auf die \u00fcbrigen Best\u00e4nde des Hauses, nachdem es seine Arbeit am Nachlass Gurlitts \u2013 zumindest vorl\u00e4ufig \u2013 abgeschlossen hat. Im Legat \u00abgibt es eine kleine Gruppe von Werken, es sind keine bedeutenden Werke, bei denen noch Entscheidungen anstehen und weitere Forschung n\u00f6tig ist\u00bb, sagt Zimmer.<\/p>\n<p>\n    Mehr<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/DollN_2023_Copyrigh_Annette_Koroll.jpg\" width=\"6000\" height=\"4000\" alt=\"Nikola Doll blickt in die Kamera.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>        Mehr    <\/p>\n<p>        Kultur\n        <\/p>\n<p>        Die historische B\u00fcrde der Raubkunst in der Schweiz lastet auf ihren Schultern    <\/p>\n<p class=\"teaser-wide-card__excerpt\">\n<p>                        Dieser Inhalt wurde am ver\u00f6ffentlicht                    <\/p>\n<p>                        22. Apr. 2024                    <\/p>\n<p>                Fast 80 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg will die Schweiz ihren Umgang mit Raubkunst verbessern. Nikola Doll wird dabei eine zentrale Rolle spielen.            <\/p>\n<p>    <a class=\"teaser-wide-card__link\" href=\"https:\/\/www.swissinfo.ch\/ger\/kultur\/die-historische-b%c3%bcrde-der-raubkunst-in-der-schweiz-lastet-auf-ihren-schultern\/75973959\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\"><\/p>\n<p>            Mehr Die historische B\u00fcrde der Raubkunst in der Schweiz lastet auf ihren Schultern<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>\u00abSobald es neue Erkenntnisse gibt, werden wir die F\u00e4lle wieder aufnehmen. Provenienzforschung ist nie endg\u00fcltig abgeschlossen. Neues Material aus Privatarchiven wird zug\u00e4nglich, und wir k\u00f6nnen F\u00e4lle erneut aufgreifen, die wir f\u00fcr abgeschlossen hielten. Das ist in der Gurlitt-Forschung zur Routine geworden.\u00bb<\/p>\n<p>\u00abEin neues Kapitel in meiner Biografie\u00bb<\/p>\n<p>Das Thema NS-Raubkunst wird Zimmer zweifellos auch an die Galerie Belvedere begleiten. Das Museum hat <a href=\"https:\/\/www.belvedere.at\/das-belvedere\/provenienzforschung\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">mehr als 60 WerkeExterner Link<\/a> an die Erb:innen j\u00fcdischer Sammler:innen restituiert \u2013 darunter als ber\u00fchmtestes Beispiel Gustav Klimts \u00abGoldene Adele\u00bb, \u00fcber die 2015 der Film \u00abDie Frau in Gold\u00bb mit Helen Mirren in der Hauptrolle erschien.<\/p>\n<p>\u00abIn \u00d6sterreich ist es ganz anders, weil es ein Restitutionsgesetz gibt und nationale Strukturen geschaffen wurden\u00bb, sagt Zimmer. \u00abIn der Schweiz existierten diese Strukturen und ein solches Gesetz nicht, und wir mussten in Bern unsere eigenen Strukturen entwickeln. Ich freue mich darauf, meine Kolleg:innen dort und ihre Arbeitsweisen kennenzulernen.\u00bb<\/p>\n<p>Das Belvedere beherbergt mehrere Meisterwerke Klimts, darunter den weltber\u00fchmten \u00abKuss\u00bb, und z\u00e4hlte im vergangenen Jahr zwei Millionen Besucher:innen \u2013 rund zehnmal so viele wie das Kunstmuseum und das Zentrum Paul Klee zusammen.<\/p>\n<p>Der \u00f6sterreichische Kulturminister Andreas Babler erkl\u00e4rte, Zimmers \u00ablangj\u00e4hrige Erfahrung in der Museumsleitung und ihre F\u00e4higkeit, souver\u00e4n mit komplexen Strukturen und unterschiedlichen Anspruchsgruppen umzugehen\u00bb, h\u00e4tten die Auswahlkommission \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>    <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/72926025_highres.jpg\" width=\"1300\" height=\"867\" alt=\"Galerie Belvedere in Vienna, Nina Zimmer's new home.\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" fetchpriority=\"auto\"\/><\/p>\n<p>                Galerie Belvedere in Wien, Nina Zimmers neue Wirkungsst\u00e4tte.            <\/p>\n<p>            Wolfgang Weinhaeupl \/ Keystone        <\/p>\n<p>\u00abF\u00fcr mich ist das ein neues Kapitel in meiner Biografie: in diesem fantastischen Museum mit einer Sammlung von enormer Bedeutung f\u00fcr das ganze Land zu arbeiten\u00bb, sagt Zimmer. Als besonders reizvoll nennt sie die Tradition des Hauses bei digitalen Innovationen und die grosse Vielfalt des Publikums. Doch nach 20 Jahren in der Schweiz \u2013 in denen die geb\u00fcrtige M\u00fcnchnerin das Schweizer B\u00fcrgerrecht angenommen hat \u2013 werde sie das Land vermissen.<\/p>\n<p>\u00abIch bewundere das politische System und das Zusammenspiel \u00f6ffentlicher und privater Institutionen in der Kulturszene\u00bb, sagt sie. \u00abIn der Schweiz gibt es eine starke Kultur philanthropischer Stiftungen, einen tief verwurzelten Sinn f\u00fcr \u00c4sthetik und Modernit\u00e4t sowie ein breites Interesse an Kultur.\u00bb<\/p>\n<p>Editiert von Virginie Mangin. \u00dcbertragung aus dem Englischen von Michael Heger<\/p>\n<p>        Artikel in dieser Story    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"&#171;Auch wenn diese Initiativen ein ermutigender Anfang sind, brauchen wir eine dauerhafte Finanzierung&#187;, sagt Nina Zimmer, Direktorin des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":215778,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[30],"tags":[122,13864,17112,13870,125,17113,2317,13867,1497,13868,120,45],"class_list":["post-215777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bern","tag-article","tag-arts-general","tag-beat-culture","tag-beat-swiss-fine-arts","tag-bern","tag-culture","tag-history","tag-library-and-museum","tag-multi","tag-painting","tag-production-type-adaptation","tag-schweiz"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116951668563787812","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=215777"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/215777\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/215778"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=215777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=215777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=215777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}