{"id":219364,"date":"2026-07-22T21:06:16","date_gmt":"2026-07-22T21:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/219364\/"},"modified":"2026-07-22T21:06:16","modified_gmt":"2026-07-22T21:06:16","slug":"pusten-statt-bluten-geraet-misst-fettverbrennung-in-der-atemluft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/219364\/","title":{"rendered":"Pusten statt bluten: Ger\u00e4t misst Fettverbrennung in der Atemluft"},"content":{"rendered":"<p>Im Kern basiert das nun getestete Handger\u00e4t auf einer <a href=\"https:\/\/ethz.ch\/de\/news-und-veranstaltungen\/eth-news\/news\/2017\/10\/pusten-statt-blutanalyse.html\" class=\"eth-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sensortechnologie<\/a>, deren Entwicklung vor \u00fcber 10 Jahren an der ETH Z\u00fcrich begann und die 2017 erstmals vorgestellt wurde. Bereits damals konnten G\u00fcntner und seine Mitautor:innen nachweisen, dass die von ihnen entwickelten Gassensoren so empfindlich sind, dass sie einzelne Aceton-Molek\u00fcle unter hundert Millionen anderen Molek\u00fclen nachweisen k\u00f6nnen.\u00a0<\/p>\n<p>Dank Filter und App reproduzierbar <\/p>\n<p>Zwar sind bereits heute Atem-Aceton-Ger\u00e4te verf\u00fcgbar, aber deren Messungen sind nur begrenzt reproduzierbar und k\u00f6nnen nur ausgepr\u00e4gte Stoffwechselver\u00e4nderungen nachweisen. Sie reagieren nicht nur auf Aceton, sondern auch auf andere Komponenten in der Atemluft, beispielsweise wenn Proband:innen zuvor etwas gegessen oder getrunken haben.\u00a0<\/p>\n<p>Die Forschenden haben deshalb einen Filter entwickelt, der st\u00f6rende Molek\u00fcle blockiert und eine Smartphone-App, welche die Proband;innen w\u00e4hrend des Ausatmens in Echtzeit anleitet. \u00abDas Ger\u00e4t misst das Ausatemvolumen und nimmt erst nach einer gewissen Zeit eine Probe, die tief aus der Lunge kommt\u00bb, sagt Erstautorin Simone Hersberger und erg\u00e4nzt: \u00abAnsonsten w\u00fcrde jede Messung etwas anders ausfallen\u00bb. Damit das klappt werden die Ger\u00e4te in einem ersten Schritt kalibriert und auf das jeweilige Lungenvolumen der Patient:innen eingestellt.<\/p>\n<p>Von der Grundlagenforschung zum Produkt\u202f\u00a0 <\/p>\n<p>Mit der erfolgreichen Validierungsstudie haben die Forschenden ein wichtiges Etappenziel erreicht. \u00abWir konnten nachweisen, dass unser Ger\u00e4t geringf\u00fcgige Unterschiede im Fettstoffwechsel pr\u00e4zise und zuverl\u00e4ssig erkennt\u00bb, sagt ETH-Doktorandin Hersberger. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob das neue Messger\u00e4t wirklich dazu genutzt werden kann, um Therapien bei Stoffwechselerkrankungen zu personalisieren. Zusammen mit dem Kinderspital Z\u00fcrich pr\u00fcfen die Forschenden derzeit, ob das Handger\u00e4t Kindern mit Epilepsie dabei helfen kann, ihre ketogene Di\u00e4t besser zu \u00fcberwachen. Andere Anwendungsfelder sind die \u00dcberwachung und Optimierung von medizinischen Di\u00e4ten oder von sogenannten GLP-1-Terapien mit einer \u00abAbnehmspritze\u00bb. Auch Anwendungen im Breitensport stehen zur Diskussion.<\/p>\n<p>Das ETH-Spin-off Alivion AG hat das Ger\u00e4t unter dem Namen \u00abNutrion\u00bb auf den Markt gebracht. Derzeit wird Nutrion in internationalen Forschungsstudien und medizinischen Einrichtungen eingesetzt. F\u00fcr die weitere Skalierung und die Erschliessung zus\u00e4tzlicher Anwendungsfelder sucht Alivion zus\u00e4tzliche Industriepartner und strategische Investoren. \u00abDieses Beispiel zeigt, wie Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in die Praxis \u00fcberf\u00fchrt werden und am Ende der Gesellschaft n\u00fctzen k\u00f6nnen\u00bb, sagt ETH-Professor Andreas G\u00fcntner.<\/p>\n<p>Diese Arbeit wurde finanziell unterst\u00fctzt durch Innosuisse, die Vontobel Stiftung und die Stiftung Accentus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im Kern basiert das nun getestete Handger\u00e4t auf einer Sensortechnologie, deren Entwicklung vor \u00fcber 10 Jahren an der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":219365,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[25],"tags":[7988,1356,1429,45,104],"class_list":["post-219364","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-zuerich","tag-d-mavt","tag-forschung","tag-medienmitteilung","tag-schweiz","tag-zuerich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116965662888016496","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219364"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219364\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/219365"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=219364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=219364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}