{"id":219854,"date":"2026-07-23T09:18:13","date_gmt":"2026-07-23T09:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/219854\/"},"modified":"2026-07-23T09:18:13","modified_gmt":"2026-07-23T09:18:13","slug":"genfer-gericht-stoppt-burkini-verbot-vorlaeufig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/219854\/","title":{"rendered":"Genfer Gericht stoppt Burkini-Verbot vorl\u00e4ufig"},"content":{"rendered":"<p>Frauen d\u00fcrfen in den \u00f6ffentlichen Schwimmb\u00e4dern des Kantons Genf vorerst wieder Burkinis tragen. Das Genfer Verfassungsgericht hat das Ende Mai eingef\u00fchrte Verbot bis zu einem endg\u00fcltigen Urteil vorl\u00e4ufig ausser Kraft gesetzt. Es begr\u00fcndet den Entscheid unter anderem mit der Religionsfreiheit und dem Recht auf Zugang zu \u00f6ffentlichen Einrichtungen.<\/p>\n<p>                <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/520361430_highres-scaled-7-1024x767.jpg\" alt=\"Rolf Haid\/Keystone\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>                                                    Muslimische Sch\u00fclerin im Burkini am Rand eines Schwimmbeckens (Symbolbild)<br \/>\n                                                                            <\/p>\n<p>                                        Rolf Haid\/Keystone<\/p>\n<p>Nach Ansicht des Gerichts k\u00f6nnte das Verbot dazu f\u00fchren, dass betroffene Frauen \u00f6ffentliche Schwimmb\u00e4der nicht mehr nutzen. Gerade im Sommer seien diese wichtige Orte, um sich abzuk\u00fchlen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Das Gericht verweist laut <a href=\"https:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/burkini-verbot-in-genf-vorlaeufig-ausgesetzt-406651577839\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Tages-Anzeiger<\/a> zudem auf pers\u00f6nliche Beweggr\u00fcnde f\u00fcr das Tragen eines Burkinis, etwa religi\u00f6se \u00dcberzeugungen, gesundheitliche Gr\u00fcnde oder das individuelle Schamgef\u00fchl. Ob das Verbot mit dem Gesetz vereinbar ist, wird erst im Hauptverfahren entschieden. Bis dahin bleibt es ausgesetzt.<\/p>\n<p>Das Burkini-Verbot war Ende Mai mit dem neuen Genfer B\u00e4dergesetz in Kraft getreten. Das Kantonsparlament hatte die Regelung mit den Stimmen der b\u00fcrgerlichen Mehrheit beschlossen. Das Gesetz nennt den Burkini zwar nicht ausdr\u00fccklich, erlaubt aber nur Badebekleidung, die h\u00f6chstens bis zu den Knien reicht und die Arme frei l\u00e4sst. Ganzk\u00f6rper-Badeanz\u00fcge sind damit faktisch ausgeschlossen.<\/p>\n<p>Die SVP hatte das Verbot mit dem Schutz von Frauen vor Unterdr\u00fcckung sowie mit Hygienegr\u00fcnden begr\u00fcndet. Linke Parteien kritisierten die Regelung hingegen als diskriminierend und widerspr\u00fcchlich. Die Frau, welche die Beschwerde eingereicht hatte, sprach gegen\u00fcber dem Westschweizer Radio und Fernsehen RTS von einer \u00abgrossen Erleichterung\u00bb und einer \u00abwichtigen Etappe\u00bb. Zus\u00e4tzlich haben f\u00fcnf Genfer Gemeinden Beschwerde eingereicht. Sie sind der Ansicht, das Gesetz greife unzul\u00e4ssig in ihre Zust\u00e4ndigkeiten ein. Ein endg\u00fcltiger Entscheid des Verfassungsgerichts steht noch aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frauen d\u00fcrfen in den \u00f6ffentlichen Schwimmb\u00e4dern des Kantons Genf vorerst wieder Burkinis tragen. 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