{"id":22165,"date":"2026-02-26T23:39:06","date_gmt":"2026-02-26T23:39:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/22165\/"},"modified":"2026-02-26T23:39:06","modified_gmt":"2026-02-26T23:39:06","slug":"deutsche-beziehung-zu-china-merz-wirbt-und-mahnt-bei-erstem-besuch-in-peking-als-kanzler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/22165\/","title":{"rendered":"Deutsche Beziehung zu China: Merz wirbt und mahnt bei erstem Besuch in Peking als Kanzler"},"content":{"rendered":"<p>Deutsche Beziehung zu ChinaMerz wirbt und mahnt bei erstem Besuch in Peking als Kanzler<\/p>\n<p>25.02.2026, 13:48 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(06:04 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-l-wird-von-Li-Qiang-Ministerpraesident-von-China-mit-militaerischen.webp\" alt=\"Bundeskanzler-Friedrich-Merz-CDU-l-wird-von-Li-Qiang-Ministerpraesident-von-China-mit-militaerischen-Ehren-in-der-Grossen-Halle-des-Volkes-begruesst-Merz-besucht-erstmals-als-Bundeskanzler-China\"\/>Merz wird von Li mit milit\u00e4rischen Ehren in der Gro\u00dfen Halle des Volkes begr\u00fc\u00dft. (Foto: picture alliance\/dpa)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Bei seiner ersten Reise nach China seit Amtsantritt versucht Kanzler Merz den Spagat: Einerseits setzt er sich f\u00fcr mehr Investitionen in Deutschland ein, andererseits muss er auch die problematischen Seiten von Chinas Wirtschaftspolitik ansprechen. Dabei ist der Kanzler nicht alleine.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bundeskanzler Friedrich Merz will die Beziehungen zu China deutlich ausbauen und wirbt dabei ausdr\u00fccklich auch f\u00fcr ein Engagement chinesischer Firmen in Deutschland. &#171;Wir wollen chinesische Investitionen in Deutschland. Wir wollen Arbeitspl\u00e4tze in Deutschland mit chinesischen Investitionen&#187;, sagte Merz in Peking nach einem deutsch-chinesischen Wirtschaftsforum zusammen mit Ministerpr\u00e4sident Li Qiang. Merz hatte zuvor angek\u00fcndigt, dass in diesem Jahr etliche Kabinettsmitglieder nach Peking reisen sollen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach Angaben aus Regierungskreisen sind zudem noch in diesem Jahr bilaterale Regierungskonsultationen geplant, k\u00fcndigte der Kanzler bei seinem Antrittsbesuch an. &#171;Ich lege gro\u00dfen Wert darauf, diese (Beziehungen) zu erhalten und auch zu vertiefen, \u00fcberall wo das m\u00f6glich ist&#187;, sagte er bei einem Treffen mit Li. &#171;Es gibt auch ein gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr weiteres Wachstum unserer beiden Volkswirtschaften.&#187; Merz wird auf seinem zweit\u00e4gigen Besuch in China von einer gro\u00dfen Wirtschaftsdelegation begleitet.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bei einer Unterzeichnungszeremonie im Beisein von Merz und Li wurde unter anderem eine engere Zusammenarbeit beim bestehenden Klima- und Transformationsdialog vereinbart. Zudem will China pr\u00fcfen, ob das Einfuhrverbot von Schweinefleisch aufgehoben werden kann. Der Export von H\u00fchnerf\u00fc\u00dfen nach China soll wieder m\u00f6glich sein. Die China Media Group hat Vereinbarungen mit der Deutschen Fu\u00dfball Liga und dem Deutschen Tischtennis-Bund getroffen. Zudem werde noch \u00fcber m\u00f6gliche Abkommen zwischen Firmen verhandelt, hie\u00df es weiter, ohne dass Details bekannt wurden.<\/p>\n<p>&#171;China muss auch liefern&#187;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Merz, der auch Pr\u00e4sident Xi Jinping trifft, benannte nach Angaben aus Regierungskreisen in seinem Treffen mit dem chinesischen Ministerpr\u00e4sidenten aber auch erhebliche Probleme in den Wirtschaftsbeziehungen. &#171;Der Kanzler hat im Gespr\u00e4ch mit Li die Handelsbeschr\u00e4nkungen, das stark wachsende Handelsdefizit, W\u00e4hrungsfragen und Seltene Erden angesprochen&#187;, hie\u00df es. &#171;Es wurde klar, dass China auch liefern muss, wenn es sein Image als regeltreuer Partner untermauern will.&#187; Merz mahnte, dass beide Volkswirtschaften exportorientierte Industrienationen seien, die in hohem Ma\u00dfe gegenseitig von offenen M\u00e4rkten und klaren Regeln profitierten. China m\u00fcsse seine Binnennachfrage st\u00e4rken, &#171;etwa durch eine moderate Aufwertung seiner W\u00e4hrung&#187;, sagte Merz.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die ersten Gespr\u00e4che wurden von der deutschen Delegation optimistisch bewertet. &#171;Es gibt ein paar positive Signale, das war das beabsichtigte Zeichen&#187;, hie\u00df es in Regierungskreisen zur chinesischen Haltung. Das bedeute aber nicht, dass man nun in einen neuen deutsch-chinesischen Fr\u00fchling wolle.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Daf\u00fcr sind auch aus Sicht des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (APA) die Probleme zu gravierend. Auch der Kanzler hatte schon vor seinem Abflug nach Peking trotz der Bereitschaft zur Kooperation betont, dass f\u00fcr den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen ein &#171;fairer und transparenter Wettbewerb&#187; n\u00f6tig sei. Es m\u00fcsse Verlass auf vereinbarte Regeln sein. Man m\u00fcsse dar\u00fcber reden, wie &#171;systemische \u00dcberkapazit\u00e4ten, Ausfuhrbeschr\u00e4nkungen und Zugangsrestriktionen Wettbewerb verzerren und verhindern&#187;, betonte der Kanzler. Zudem gelte es, Risiken im China-Gesch\u00e4ft abzubauen, ohne sich vom chinesischen Riesenmarkt abzukoppeln.<\/p>\n<p>Merz tritt auch als Europ\u00e4er auf<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Hintergrund sind Klagen deutscher Unternehmen etwa \u00fcber Restriktionen bei der Ausfuhr kritischer Rohstoffe aus China. Zudem hat sich der chinesische Au\u00dfenhandels\u00fcberschuss drastisch ausgeweitet. Der BDI hatte gewarnt, dass es ohne Gegenma\u00dfnahmen der chinesischen Regierung zu EU-Handelssanktionen kommen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Der China-Chef von Volkswagen, Ralf Brandst\u00e4tter, nannte den Besuch ein wichtiges Signal der Stabilit\u00e4t und des Dialogs. F\u00fcr den Autobauer sei China weit mehr als ein Absatzmarkt, sondern ein zentraler Partner f\u00fcr Technologie und Innovation. Deutschland k\u00f6nne bei den Gespr\u00e4chen selbstbewusst seine Interessen vertreten, denn der direkte politische Dialog sei wichtiger denn je. Europa biete etwas, was heutzutage rar sei: Vorhersehbarkeit.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Merz unterstrich bei seinem Treffen mit Li auch den n\u00f6tigen europ\u00e4isch-chinesischen Dialog. \u00dcber die EU k\u00f6nnten alle w\u00e4hrungs- und handelspolitischen Fragen gekl\u00e4rt werden, betonte er. Der Kanzler hatte zuvor versprochen, sich \u00fcber die China-Reise eng mit den europ\u00e4ischen Partnern abzusprechen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Li wiederum bot Deutschland eine st\u00e4rkere internationale Zusammenarbeit an. &#171;Unilateralismus und Protektionismus h\u00e4tten an Bedeutung gewonnen und sind in bestimmten L\u00e4ndern und Regionen sogar weitverbreitet&#187;, sagte Li. &#171;Vor diesem Hintergrund sollten China und Deutschland als zwei gro\u00dfe Volkswirtschaften und einflussreiche Nationen der Welt ihr Vertrauen in die Zusammenarbeit weiter st\u00e4rken&#187;, f\u00fcgte er hinzu. Man m\u00fcsse gemeinsam den Multilateralismus und den freien Handel hochhalten, sagte er.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Merz hatte vor seinem Abflug auch betont, dass er bei dem zweit\u00e4gigen Besuch Menschenrechtsfragen sowie die chinesische Unterst\u00fctzung f\u00fcr Russland und den Ukraine-Krieg ansprechen werde.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, Andreas Rinke, Reuters <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Deutsche Beziehung zu ChinaMerz wirbt und mahnt bei erstem Besuch in Peking als Kanzler 25.02.2026, 13:48 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22166,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[9],"tags":[508,355,3178,8562,8561,42,175,40,49,3643,48,47],"class_list":{"0":"post-22165","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-china","9":"tag-deutschland","10":"tag-friedrich-merz","11":"tag-handel","12":"tag-handelskonflikte","13":"tag-nachrichten","14":"tag-politik","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-welt","17":"tag-wirtschaftspolitik","18":"tag-world","19":"tag-world-news"},"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=22165"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/22165\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=22165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=22165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=22165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}