{"id":221843,"date":"2026-07-24T21:33:30","date_gmt":"2026-07-24T21:33:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/221843\/"},"modified":"2026-07-24T21:33:30","modified_gmt":"2026-07-24T21:33:30","slug":"reiki-superswitch-x-audiophiler-switch-ab-3-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/221843\/","title":{"rendered":"Reiki SuperSwitch X: audiophiler Switch ab 3.000 Euro"},"content":{"rendered":"<p>Und wieder treibt uns das Thema Netzwerkverbindung beim Streaming um. Wie im <a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/test-netzwerkswitch-lumin-n1-ruhe-im-karton\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Test des Lumin N1<\/a> angek\u00fcndigt, m\u00f6chten wir Ihnen hier nun eine weitere L\u00f6sung zur LAN-Optimierung vorstellen. Beim Reiki SuperSwitch X, den es in verschiedenen Ausbaustufen gibt, handelt es sich um ein absolutes High-End-Produkt f\u00fcr Kenner, die schon vieles probiert haben und bereit sind, f\u00fcr die letzte Konsequenz in Sachen Klangtuning tief in die Tasche zu greifen. Aber auch Einsteiger in die Thematik sollten beim Blick auf den Preis nicht gleich weg klicken, denn es gibt weitere Hintergrundinformationen zu erforschen, warum es sich lohnt, die Netzwerkverbindung in einem Audiosystem mit gro\u00dfer Sorgfalt zu betrachten. Im Anschluss finden Sie ein Interview mit dem Reiki-Gr\u00fcnder Nigel Bell.<\/p>\n<p>Reiki? Nie geh\u00f6rt!<\/p>\n<p>Falls das Ihre erste Reaktion auf den Namen war, mir ging es genauso. Klingt irgendwie japanisch \u2013 und ist es auch. Aber auch wieder nicht. Reiki ist laut Webseite des Herstellers \u201eeine japanische Form der Heilkunst, die auf der Neuausrichtung der Energie basiert und auf Prinzipien und Praktiken zur\u00fcckgreift, deren Urspr\u00fcnge 2500 Jahre zur\u00fcckreichen.\u201c Und: \u201eUnser Logo-Symbol ist von \u201eCho-ku-rei\u201c inspiriert, dem Reiki-Symbol f\u00fcr zielgerichtete Energie. Uns gef\u00e4llt die \u00c4hnlichkeit mit einem Violinschl\u00fcssel.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201246 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-1.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1081\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1081;\"\/><\/a>Blockbildung \u00e0 la Reiki: Der SuperSwitch X (oben) und das optionale Netzteil PSU X. Der Kleine ist das Hirn, der Gro\u00dfe die Muskeln (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Oha! Das klingt so explizit esoterisch, dass ich schon bef\u00fcrchtet habe, mir hier so einen \u201eSpritmagneten\u201c ins Haus geholt zu haben, der Wunder beim Kraftstoffsparen verspricht, in Wahrheit aber nur Abzocke ist. Ich kann auch verstehen, wenn manche mir nach diesem Artikel immer noch nicht abnehmen wollen, dass so viel Geld f\u00fcr einen \u201eEthernet-Filter\u201c zu rechtfertigen sein soll. Doch ich pers\u00f6nlich war von der Wirkung dieses Switches und dem optionalen Netzwerkkabel JundoStream Reference tief beeindruckt.<\/p>\n<p>Der Markenname mag japanischen Ursprungs sein, doch hinter dem vor erst vier Jahren gegr\u00fcndeten Unternehmen steckt ein Brite: Nigel Bell hei\u00dft der Mann, der auf dem Gebiet der IT-Technik nicht ganz unerfahren ist. Siehe Interview im Anschluss.<\/p>\n<p>Um ein besseres Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das allgemeine Thema Netzwerkverbindungen in Audiosystemen zu erlangen, und als Vorgeschichte, empfehle ich Ihnen, auch den erst k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten <a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/test-netzwerkswitch-lumin-n1-ruhe-im-karton\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Testbericht des Lumin N1<\/a> zu lesen. Ich kn\u00fcpfe hier thematisch teilweise daran an.<\/p>\n<p>Im Test des Reiki hatte ich diese Ausstattung und Zubeh\u00f6re, auf die ich im Folgenden genauer eingehen werde:<\/p>\n<p>Macht summa summarum 11.140 Euro f\u00fcr das getestete Ensemble.<\/p>\n<p>Reiki SuperSwitch X: der Switch, der keiner ist<\/p>\n<p>Was ein Switch ist, habe ich schon mehrfach erkl\u00e4rt: Einfach gesagt eine Art Verteilersteckdose f\u00fcr Netzwerkdaten \u00fcber LAN-Kabel oder andere Verbindungsarten, wie SFP. Der Reiki SuperSwitch X ist aber genau betrachtet \u2013 trotz seines Namens \u2013 kein Netzwerkverteiler, denn er hat in seiner Grundausstattung nur zwei Ports: einen f\u00fcr die Verbindung vom Router und einen zum Anschluss eines Endger\u00e4tes. Eine Verteilung von Netzwerkdaten auf mehrere Endger\u00e4te ist damit nicht m\u00f6glich und somit ist es auch kein Switch im herk\u00f6mmlichen Sinne, sondern eher eine Art Filter. Das hat nat\u00fcrlich seinen Grund.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-2.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201248 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-2.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1080\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1080;\"\/><\/a>Mit etwas Abstand auf dem Rack betrachtet werden die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse der Reiki-L\u00f6sung erkennbar (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Wahlweise liefert Reiki den SuperSwitch X auch mit drei Ports aus, sodass zumindest ein weiteres Endger\u00e4t versorgt werden kann. Etwa ein Roon Server. Dann ist es auch ein Switch, wenn auch nur ein funktional sehr limitierter. Reiki empfiehlt die Drei-Port-Option nur dann, wenn Sie am zus\u00e4tzlichen Port auch wirklich dauerhaft ein Ger\u00e4t anschlie\u00dfen wollen, sonst sollte man es besser bei der Normalausf\u00fchrung mit zwei Ports belassen. Der Grund daf\u00fcr liegt im Konzept des SuperSwitch X selbst.\u00a0<\/p>\n<p>Bei Netzwerktechnik f\u00fcr Audio geht es in erster Linie darum, Signalrauschen zu vermeiden, das aus unterschiedlichen Quellen das Signal degradieren kann. Beim Reiki SuperSwitch X dreht sich fast alles um maximale Abschirmung und Protektion vor allen erdenklichen \u00e4u\u00dferen Einfl\u00fcssen. So sind beispielsweise offene, unbelegte Ports ein riesiges Einfallstor f\u00fcr Elektromagnetische- und Funkstrahlung (EMI\/RFI) \u2013 als w\u00fcrde man bei Sturm s\u00e4mtliche Fenster offen haben.\u00a0<\/p>\n<p>In Sachen EMI\/RFI herrscht in unserer Atmosph\u00e4re st\u00e4ndig Sturm. Radiowellen und Funksignale aller Art von WLAN\/Router &amp; LAN-Br\u00fccken, Mobilfunk, Bluetooth, DECT, Zigbee, TV-\/Sat-\/Streaming-Ger\u00e4te, Mikrowelle, PCs etc. bis hin zu \u00fcberall verlegten Kabeln, die ebenfalls EMV-technisch strahlen. Dazu kommt Strahlung aus Industrie und Medizin sowie nat\u00fcrliche Strahlung.\u00a0<\/p>\n<p>Das Wissen um die Einfallsm\u00f6glichkeit \u00fcber offene Ports ist nicht neu. Viele Hersteller vernachl\u00e4ssigen es jedoch weitgehend, um den Komfort und den Funktionsumfang nicht einzuschr\u00e4nken und im Falle von Switches lieber ausreichend viele Anschlussports zu bieten. Einige Hersteller bieten als L\u00f6sung zur Terminierung offener Ports spezielle Blindstecker an. Manchmal sind das einfach nur simple Kappen, die au\u00dfer Staubschutz gar nichts bringen. Gelegentlich sind es RJ45-Stecker mit einer Art Abschlusswiderstand im Geh\u00e4use, und in seltenen F\u00e4llen (wie beispielsweise bei Ansuz) sind es h\u00f6chst aufwendig gemachte Abschlussstecker mit Spulen und Resonatoren im Inneren, die einfallende Frequenzen nicht einfach blockieren, sondern am Ger\u00e4t ausl\u00f6schen sollen. Sie wirken quasi wie \u201eAnti-Antennen\u201c. Ich habe diese Stecker schon mehrfach ausprobiert und sie wirken tats\u00e4chlich.<\/p>\n<p>Reiki geht die Sache anders an, und zwar direkt an der Wurzel, indem sie knallhart einfach nur so viele Ports einbauen, wie zum Betrieb eines einzelnen Streamers erforderlich ist. Und warum auch nicht? Tats\u00e4chlich d\u00fcrften die allerwenigsten Besitzer herk\u00f6mmlicher Switches alle Ports permanent belegt haben. Auch ich nutze selten alle verf\u00fcgbaren Anschl\u00fcsse an meinem derzeitigen Referenz-Switch, dem <a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/test-dela-s50-switch-der-weichensteller-fuer-bestmoeglichen-streaming-klang\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Dela S50<\/a>, obwohl ich hier neben einem Roon Server, dem Streamer und einem TV auch st\u00e4ndig wechselnde Testger\u00e4te verbunden habe. Auch manche Endstufen haben inzwischen LAN-Ports, um Konfigurationen \u00fcber ein Webinterface vornehmen zu k\u00f6nnen. Beim DELA k\u00f6nnen unbenutzte Ports ganz einfach komplett abgeschaltet und so aus der Gleichung herausgenommen werden. Eine M\u00f6glichkeit, die bislang leider nur sehr wenige Switches f\u00fcr Audiozwecke nutzen. Aber eine Abschaltung allein verschlie\u00dft ja noch nicht das Geh\u00e4use.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-3.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201250 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-3.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1080\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1080;\"\/><\/a>Mit lediglich zwei Ports ist der Switch (oben) eigentlich eher ein Filter als ein Verteiler. Optional ist er auch mit drei Ports erh\u00e4ltlich (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Der SuperSwitch X ist nicht der Erste seiner Art, sondern Nachfolger des SuperSwitch ohne \u201eX\u201c. Beim neuen Modell legt Bell noch eine Schippe in Sachen Abschirmung oben drauf. Wie zuvor besteht das Geh\u00e4use aus einem massiven Alublock, ist aber mit jetzt einem vollen Zentimeter Wandst\u00e4rke rundum doppelt so dick wie zuvor. Das ist noch nicht alles, um unerw\u00fcnschte Strahlung drau\u00dfen zu halten. Zus\u00e4tzlich steckt die Elektronik in einem inneren Kupfergeh\u00e4use, denn Aluminium allein ist, auch bei dieser Wandst\u00e4rke, kein absoluter Schutz gegen Einstrahlungen. Zus\u00e4tzlich gibt es im SuperSwitch X noch spezielle EMI-Absorberschichten vom Materialspezialisten 3M und eine Keramikbeschichtung des Aluminiums. Die Schaltung selbst ist nochmals gekapselt. Fast wie eine <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matrjoschka\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Matrjoschka<\/a>.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ExplodedView2024.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201238 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/ExplodedView2024.jpg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1018\" height=\"1440\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1018px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1018\/1440;\"\/><\/a>Der Geh\u00e4useaufbau des SuperSwitch X (Grafik: Reiki)<\/p>\n<p>Und auch das ist noch nicht das Ende der Ma\u00dfnahmen im Kampf gegen St\u00f6rungen von Au\u00dfen. Das Geh\u00e4use des Switch selbst, sowie das des optionalen Netzteils Pro X PSU (ebenfalls eine Weiterentwicklung), das in einem ebenso massiven Geh\u00e4use steckt, k\u00f6nnen wahlweise mit dicken Absorberf\u00fc\u00dfen von Stack Audio erg\u00e4nzt werden. Denn auch mechanische Resonanzen k\u00f6nnen das Signal beeinflussen.\u00a0<\/p>\n<p>Die Auva genannten <a href=\"https:\/\/stackaudio.co.uk\/de\/produkt\/auva-equipment-isolator\/?utm_source=Fairaudio\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Absorberf\u00fc\u00dfe von Stack Audio<\/a> sind mit einem ausgekl\u00fcgelten und zum Patent angemeldeten Prinzip zur Resonanzkontrolle in unterschiedlichen Frequenzbereichen ausgestattet. Hier ein Querschnitt des mehrteiligen Aufbaus:<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-13.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201266 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-13.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1280\" height=\"774\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1280px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1280\/774;\"\/><\/a>Der Aufbau der Auva Ger\u00e4tef\u00fc\u00dfe von Stack Audio (Foto: F. Borowski)<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-AUVA.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201270 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-AUVA.jpg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"957\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/957;\"\/><\/a>Die optionalen Ger\u00e4tef\u00fc\u00dfe Auva verleihen den Geh\u00e4usen des Reiki-Gespanns einen sicheren, vibrationsarmen Stand. Die Reiki sind zwar schwer f\u00fcr ihre Gr\u00f6\u00dfe, aber hier reichen die F\u00fc\u00dfe f\u00fcr die niedrigste Gewichtsklasse 1 (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Die F\u00fc\u00dfe k\u00f6nnen separat und direkt vom Hersteller f\u00fcr Ger\u00e4te unterschiedlicher Gewichtsklassen geordert werden. Zu einem noch \u00fcberschaubaren und fairen Preis.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus verzichtet Bell sowohl beim Switch, als auch beim Netzteil auf jede Form von Anzeige per LED. Statt etwa wie bei Lumin oder Dela Traffic- und Status-LEDs anzubieten, die bei Nichtgebrauch abschaltbar sind, l\u00e4sst der Reiki-Gr\u00fcnder diese ganz weg. Denn erstens sind blinkende\/leuchtende LEDs eine eigene Rauschquelle und zweitens ben\u00f6tigen Sie Geh\u00e4usedurchbr\u00fcche, die wiederum Einstrahlungen erm\u00f6glichen. Ich habe jedenfalls noch nie so einen Tresor von einem Switch gesehen \u2013 wie Fort Knox.<\/p>\n<p>Das optionale Netzteil Pro X PSU, das \u00fcbrigens locker doppelt so gro\u00df und schwer ist wie der eigentliche Switch und den Preis glatt verdoppelt, wird \u00fcber ein ordentliches DC-Kabel mit dem Switch verbunden. Es handelt sich um ein Linearnetzteil mit Ringkerntrafo. Es bietet lediglich eine Ausgangsspannung von 5V, also gerade mal so viel, wie ein herk\u00f6mmliches USB-Steckernetzteil. Das reicht f\u00fcr den Switch. Hauptsache die Energiezufuhr ist absolut frei von irgendwelchen St\u00f6rungen, wie sie bei billigen Netzteilen zuhauf vorkommen. Die Wirkung eines guten Netzteils sollte man niemals untersch\u00e4tzen. Beim Plattenspieler-Antrieb ebensowenig, wie bei Digitalkomponenten aller Art.<\/p>\n<p>Reiki folgt hier \u00fcbrigens einer anderen, schon im Test des Lumin angesprochenen Strategie, das Netzteil lieber extern zu halten, sodass es mit geb\u00fchrendem Abstand zur Signalschaltung seinen vergleichsweise \u201elauten\u201c Job verrichten kann. Die \u201eDenker-Etage\u201c im Switch bleibt dadurch ungest\u00f6rt, so die Intention.<\/p>\n<p>Das Netzwerkkabel Reiki JundoStream Reference<\/p>\n<p>Inzwischen sind f\u00fcr Audiozwecke optimierte Ethernet-Kabel mit RJ45-Steckern keine Seltenheit mehr. Und wie im High End \u00fcblich, gibt es die ausgefallensten Tricks, mit denen die Entwickler versuchen, den Datenkabeln gute Manieren beizubringen. Wie beim Switch gilt auch hier: Einfluss auf die eigentlichen Daten haben die Kabel nicht. Aber auf die Signalreinheit durchaus.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-4.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201252 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-4.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1080\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1080;\"\/><\/a>JundoStream Reference: Anstatt vier verdrillte Leiterpaare (twisted pair) in einem Strang zu verdrillen, wie bei LAN-Kabeln \u00fcblich, hat im JundoStream X jedes Leiterpaar seinen eigenen Strang. Drei weitere Leitungen (die etwas dunkleren) sind Blindleiter, die als Abstandshalter fungieren (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Eines haben die allermeisten Netzwerkkabel f\u00fcr Audio gemein: Wie ganz normale Netzwerkkabel f\u00fcr IT enthalten sie vier in Folie ummantelte verdrillte Adernpaare mit einer geflochtenen Abschirmung um alle vier Adernpaare, die an beiden Steckern geerdet sind. Anstatt diese Grundarchitektur anzutasten \u2013 was entsprechend eine eigene Kabelfertigung erfordert \u2013 wird meistens an anderer Stelle getunt. Sei es beim Leitermaterial, bei der Abschirmung, oder mit erg\u00e4nzenden Filtern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-14.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-201268 size-full lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-14.jpeg\" alt=\"LAN Kabel Aufbau\" width=\"1440\" height=\"1026\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1026;\"\/><\/a>So ist ein herk\u00f6mmliches LAN-Kabel aufegbaut: Vier verdrillte Leiterpaare in einem Strang und umeinander verdrillt. Je nach Kategorie (CAT) gibt es Variationen in der Verdrillung, Abschirmung und Leitermaterial (Grafik: Internet)<\/p>\n<p>Der sogenannte Twisted-Pair-Aufbau von LAN-Kabeln bewirkt, dass sich die Leiter durch das von ihnen selbst erzeugte elektrische Feld gegenseitig abschirmen. Und erst dieser Trick erm\u00f6glicht die zuverl\u00e4ssige Daten\u00fcbertragung mit relativ hoher Geschwindigkeit und hoher Zuverl\u00e4ssigkeit \u00fcber relativ lange Kabelwege. Nigel Bell hat sich dieses Prinzip aber mal genauer angesehen und dabei festgestellt, dass beim herk\u00f6mmlichen Aufbau manche der Leiter mehr, andere hingegen weniger gut abgeschirmt sind. Die Kabel minimieren das \u00dcbersprechen durch variable Verdrillungsraten, um sicherzustellen, dass die Leiter benachbarter Paare entlang ihrer L\u00e4nge keine regelm\u00e4\u00dfigen Kontaktpunkte aufweisen. Prinzipiell kann dabei nur ein Paar die h\u00f6chste Verdrillungsrate der vier Paare aufweisen, und nur dieses Paar ist am besten gegen RFI-St\u00f6rungen gewappnet.<\/p>\n<p>Beim JundoStream Reference ging Bell daher erneut einen sehr konsequenten Weg, um die prinzipbedingten Probleme zu vermeiden. Dazu verlegt er einfach jedes Leiterpaar in eine eigene Leitung, verdrillt diese gleichm\u00e4\u00dfig und noch enger als \u00fcblich, und trennt die Einzelstr\u00e4nge r\u00e4umlich mit je einer \u201eBlindleitung\u201c als Abstandhalter dazwischen. Daher sieben Leitungen nebeneinander. Diese werden von passend konstruierten und verschiebbaren \u201eK\u00e4mmen\u201c auf stets gleichem Abstand nebeneinander gehalten. Das f\u00fchrt zwar zu einem ziemlich breiten, unhandlichen Kabelstrang mit einem monstr\u00f6sen Steckergeh\u00e4use, aber daf\u00fcr sind nun alle Signalleiter maximal m\u00f6glich einstreusicher.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-10-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201288 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-10-1.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"782\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/782;\"\/><\/a>Der Aufbau des JundoStream Reference im Querschnitt: Auf diese Weise soll das Kabel eine bessere Abschirmung als jedes handels\u00fcbliche LAN-Kabel erzielen (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Erstaunlicherweise: solange das Kabel nicht allzu eng und verdreht verlegt werden muss, l\u00e4sst es sich recht unkompliziert nutzen. Trotz der gro\u00dfen Kabelhalterung vor den Teleg\u00e4rtner-RJ45-Steckern passt es sogar in die recht enge Doppelbuchse an meinem Moon 791.<\/p>\n<p>  <a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-6.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201256 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-6.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1080\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1080;\"\/><\/a>Sieben einzelne Leitungsstr\u00e4nge m\u00fcssen irgendwie zusammengef\u00fchrt werden, was zu einem sehr gro\u00dfen Steckergeh\u00e4use f\u00fchrt. Das Kabel ist \u00fcbrigens richtungsgebunden, weil nur eine Seite mit der Masse verbunden ist (Foto: F. Borowski)<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-5.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201254 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-5.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1081\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1081;\"\/><\/a>Der RJ45-Stecker ist etwas schr\u00e4g in das Kabelgeh\u00e4use eingesetzt. Das erleichtert den Anschluss des Kabels an die RJ45-Buchse (Foto: F. Borowski)<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-8.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201260 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-8.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1080\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1080;\"\/><\/a>Kann eng werden: Das gro\u00dfe Steckergeh\u00e4use und die sieben Leitungen lassen das JundoStream monstr\u00f6s erscheinen, aber es passt sogar an eine eng zusammenliegende Doppel-LAN-Buchse (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Als weitere Ma\u00dfnahme zur Klangverbesserung setzt Reiki auf eine galvanische Trennung der Komponenten. Dazu ist das Kabel an der Quellenseite mit Masse verbunden, an der Ausgangsseite aber nicht. Daher ist das Kabel auch richtungsgebunden. Diesen einfachen Trick nutzen auch einige andere Hersteller von LAN-Kabeln f\u00fcr Audiozwecke. Eine vollst\u00e4ndige galvanische Isolation wie mit optischen Verbindungen ist dadurch aber nicht gegeben.<\/p>\n<p>Praxis und Einsatzm\u00f6glichkeiten<\/p>\n<p>Die Installation der Reiki-L\u00f6sungen ist grunds\u00e4tzlich kinderleicht und erfordert kein Fachwissen. Einfach die LAN-Kabel zwischen Router, Reiki und Streamer anschlie\u00dfen, das Netzteil mit dem DC-Kabel verbinden, optional eine Erdungsleitung (nicht mitgeliefert) an den entsprechenden Klemmen befestigen, Stromkabel anschlie\u00dfen und einschalten. Es gibt nichts zu bedienen oder einzustellen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-9.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201262 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-9.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1081\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1081;\"\/><\/a>Der Reiki SuperSwitch X (hier auf dem k\u00fcrzlich getesteten Lumin N1) (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Etwas ungewohnt war hingegen die vollst\u00e4ndige Abwesenheit von Statusanzeigen jeglicher Art. Man wei\u00df schlicht nicht, ob alles korrekt angeschlossen und aktiv ist. Um das herauszufinden, schaut man entweder in seiner Router-Oberfl\u00e4che nach, ob der angeschlossene Streamer angezeigt wird, oder man startet einfach die Musik. Entweder sie spielt, oder man hat etwas vergessen oder falsch angesteckt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-7.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201258 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Reiki-7.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"1440\" height=\"1080\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1080;\"\/><\/a>Setup: Die blaue Leitung in der Mitte (ein AIM NA-2) kommt vom Dela S50 Switch. Das JundoStream f\u00fchrt zum Streamer. Die Energie wird \u00fcber ein hochwertiges DC-Kabel von der PSU zugef\u00fchrt. Die ist hier zus\u00e4tzlich mit einem Erdungskabel verbunden (Foto: F. Borowski)<\/p>\n<p>Komplizierter ist da vielleicht schon die Frage, wo in der Kette man den Reiki am besten einsetzen sollte, was zum Teil von der vorhandenen Installation abh\u00e4ngt. M\u00f6chten Sie Ihren Streamer ohne weiteren Switch direkt am Router nutzen, ergibt es sich von selbst. Ist aber schon ein Switch vorhanden, der auch weiter genutzt werden soll oder muss (weil vielleicht weitere Ger\u00e4te verbunden werden sollen), gibt es zwei sinnvolle Einsatzorte f\u00fcr den SuperSwitch X: entweder zwischen Router und Switch, oder zwischen Switch und Streamer. Ich habe beide Optionen ausprobiert und favorisierte am Ende die zweite Variante. Also den Reiki hinter dem Switch, auf dem ber\u00fchmten letzten Meter. Die Unterschiede zwischen den beiden Positionen waren aber gering. Andere hingegen nicht.<\/p>\n<p>H\u00f6rtest: So sauber und zart kann Streaming klingen<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von der Tatsache, dass schon der Dela S50 in meinem Netzwerk f\u00fcr eine deutliche Verbesserung sorgt, setzt der Reiki als zus\u00e4tzlicher \u201eFilter\u201c dahinter noch mal ordentlich eins drauf. Ganz zu schweigen von dem erheblichen Klangsprung zwischen \u201egar kein Switch\u201c (Streamer direkt am Router) und mit Reiki im Signalweg.<\/p>\n<p>Man kann es nicht oft genug betonen: Der Einsatz eines guten Switch f\u00fcr Audiozwecke eignet sich NICHT als Mittel zum Klangtuning, um etwa einer zu sanft klingenden Anlage mehr Direktheit beizubringen oder um zu k\u00fchl klingenden Verst\u00e4rkern W\u00e4rme einzuhauchen. Tonal und dynamisch \u00e4ndert sich wenig bis nichts. Alles, was an positiven Effekten wahrgenommen wird, sind sekund\u00e4re Auswirkungen, die durch eine Steigerung der Ruhe im Klangbild zutage treten.<\/p>\n<p>Alles wirkt klarer, wodurch auch mehr Details zum Vorschein treten. Die Aufl\u00f6sung profitiert also. Ebenso kann die Dynamik und der Bassbereich profitieren. Nicht durch mehr Punch oder mehr Tiefgang im Frequenzkeller. Stattdessen wirken etwa gro\u00dfe Trommeln pl\u00f6tzlich konturierter und dadurch irgendwie auch satter. Auf jeden Fall mit mehr nat\u00fcrlichen Texturen, die vorher verschliffen waren und dadurch unbemerkt blieben.<\/p>\n<p>Der Reiki SuperSwitch X erweist sich als besonders kompetent darin, diese essentielle Reinheit des Klangbildes zu erhalten. \u00dcbrigens ist das ein Grund, warum manche Audiophile die Wiedergabe von CD oder einer lokalen SSD bevorzugen, denn diese vermeiden die vielen Fallstricke der Netzwerk\u00fcbertragung komplett. Der Vergleich eignet sich daher sehr gut, den Effekt guter Switches wie dem Reiki erfahrbar zu machen.<\/p>\n<p>Direkt vom Router via LAN gestreamt, ohne den Reiki im Signalweg, ist beispielsweise das fantastisch klingende und nicht umsonst auf vielen HiFi-Messen arg strapazierte Album \u201eConvergence\u201c von Malia &amp; Boris Blank zwar beeindruckend. Mit dem Reiki im Signalweg klappt einem aber f\u00f6rmlich die Kinnlade herunter. Im Vergleich zur Wiedergabe des selben St\u00fcckes von einer SSD (hier im eversolo T8 verbaut) ist mit dem Reiki-Gespann dann praktisch kein Unterschied mehr feststellbar. Der Faktor Netzwerk scheint mit Reiki aus der Gleichung genommen zu sein.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Malia-Boris-Blank.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-201244 size-full lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Malia-Boris-Blank.jpg\" alt=\"Cover Malia &amp; Boris Blank\" width=\"1440\" height=\"1423\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 1440px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 1440\/1423;\"\/><\/a>Welcher Audiophile kennt es nicht? Klanglich ein Feuerwerk an Transparenz, Dynamik und R\u00e4umlichkeit: \u201eCovergence\u201c von Malia &amp; Boris Blank wird auf HiFi-Messen rauf und runter gespielt (Coverscreenshot aus Qobuz)<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Texturen der Musik erscheinen viel feiner strukturiert und weniger harsch. Mich erinnert das an digitale Fotos. Vor allem Smartphone-Fotos wirkten lange Zeit (nicht nur wegen \u00dcbersch\u00e4rfung oder zu geringer Aufl\u00f6sung) unnat\u00fcrlich hart im Vergleich zu den Aufnahmen guter Systemkameras. Nicht, dass bei der Gesamtansicht weniger Details zu sehen waren, aber alles wirkte irgendwie artifizieller. Der Einsatz des Reiki in die LAN-Strecke ist wie der Umstieg von einem mittelm\u00e4\u00dfigen Smartphone auf eine Top-Systemkamera mit Spitzenobjektiv. Ungleich nat\u00fcrlicher und n\u00e4her an der Realit\u00e4t.\u00a0<\/p>\n<p>Einen weiteren Schritt in diese Richtung, und aus audiophiler Sicht kein kleiner Schritt, bewirkt das JundoStream Reference Netzwerkkabel. Verglichen mit anderen, weitaus g\u00fcnstigeren LAN-Kabeln unter anderem von QED, AIM und Furutech, lie\u00df das JundoStream das Klanggeschehen noch kultivierter wirken, was die Mundwinkel noch weiter in die H\u00f6he trieb. F\u00fcr Klanggenie\u00dfer ist das entscheidende Sahneh\u00e4ubchen zum puren Gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Fazit Reiki SuperSwitch X: der Bewahrer des guten Klangs<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse aus diesem Test sind nicht grunds\u00e4tzlich neu. Teils erhellend, teils ern\u00fcchternd. Erhellend in sofern, als dass mal wieder deutlich geworden ist, wie anf\u00e4llig der im Prinzip verlustfreie Netzwerk-Datentransport f\u00fcr alle Arten von Signalst\u00f6rungen (Rauschen) ist. Erhellend auch, wie gut es dem Reiki SuperSwitch X und dem LAN-Kabel JundoStream Reference gelingt, diese degradierenden Faktoren auszuschalten.<\/p>\n<p>Ern\u00fcchternd insofern, weil die Kosten f\u00fcr das Reiki-Gespann wirklich nur f\u00fcr gut betuchte Enthusiasten eine Option sein d\u00fcrften. Darum macht das angesehene <a href=\"https:\/\/www.wittmann-hifi.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">HiFi Studio Wittmann<\/a> in Stuttgart (das sich neben dem Direktverkauf aus reiner \u00dcberzeugung auch um Vertriebst\u00e4tigkeiten bem\u00fcht, wie die Presse mit Informationen und Ger\u00e4ten zu versorgen) auch keinen Hehl. Die St\u00fcckzahlen werden gering sein, aber die R\u00fcckl\u00e4uferquote nach gezielten Teststellungen des Reiki-Sets soll nahezu gleich null sein. Ich kann es nachvollziehen.<\/p>\n<p>Nigel Bell im Interview<\/p>\n<p>Und hier noch wie angek\u00fcndigt mit Reiki-Gr\u00fcnder Nigel Bell:<\/p>\n<p>LowBeats: Nigel, wie bist Du zu dem Thema Netzwerk gekommen und was hat dich zur Gr\u00fcndung von Reiki veranlasst?<\/p>\n<p>Nigel Bell: Ich bin Chartered Engineer (CEng), Chartered IT Professional (CITP) und Fellow des BCS, des Chartered Institute for IT \u2013 und seit jeher Musik\u2011 und HiFi\u2011Enthusiast. Meine IT\u2011Karriere in der Wirtschaft konzentrierte sich auf die Schnittstelle zwischen Technologie und Mensch und f\u00fchrte mich in nationale wie internationale F\u00fchrungspositionen: als CIO bei AstraZeneca, als CEO im britischen NHS und als Direktor im Cabinet O\ufb03ce. Reiki Audio habe ich 2022 gegr\u00fcndet \u2013 ausgel\u00f6st durch eine Art experimentelle Erleuchtung, denn der Netzwerk\u2011Switch, den ich urspr\u00fcnglich nur f\u00fcr meine eigene HiFi\u2011Anlage entwickelt habe, klang besser als alles, was ich bis dahin im Handel geh\u00f6rt hatte. Im Oktober 2023 lie\u00df ich dann das Unternehmensleben hinter mir, um mich vollst\u00e4ndig auf Reiki Audio zu konzentrieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nigel-Bell-Apr-26-1.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-201242 lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Nigel-Bell-Apr-26-1.jpeg\" alt=\"Reiki SuperSwitch X\" width=\"960\" height=\"989\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 960px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 960\/989;\"\/><\/a>Nigel Bell, Gr\u00fcnder von Reiki Audio (Foto: Reiki)<\/p>\n<p>LowBeats: Auf welcher Hardware basiert die eigentliche Schaltung des SuperSwitch X? Ist es eine fertige, zugekaufte L\u00f6sung, die nur besonders stark abgeschirmt wurde?<\/p>\n<p>Nigel Bell:\u00a0Eine Standardplatine in einem \u201eschicken Geh\u00e4use\u201c ist definitiv nicht unser Anspruch. Unsere Platine basiert auf einem hochwertigen Modell, das urspr\u00fcnglich f\u00fcr eine Nicht-Audio-Branche gefertigt wird. Wir haben die Platine umfassend modifiziert. Mehr m\u00f6chte ich an dieser Stelle aber nicht verraten.<\/p>\n<p>Ich finde aber, wir sollten den Blick vom Platinen\u2011Layout l\u00f6sen und verstehen, worum es bei Audio\u2011Netzwerk\u2011Switches technisch eigentlich geht. Audio\u2011Switches sind digitale Ger\u00e4te, die paradoxerweise eingesetzt werden, um ein im Kern nicht\u2011digitales Problem zu l\u00f6sen. Die \u00fcbertragenen Daten selbst lassen sich nicht \u201everbessern\u201c \u2013 das ist technisch ausgeschlossen. Was sich beeinflussen l\u00e4sst, sind ausschlie\u00dflich St\u00f6rger\u00e4usche, sprich: abgestrahlte, leitungsgebundene oder im Ger\u00e4t erzeugte Formen von Rauschen.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen in der Schaltungstechnik k\u00f6nnen diese Effekte nur begrenzt adressieren, und sie betreffen stets das Rauschen, nie die Daten. Deshalb greift die Frage nach kundenspezifischen vs. Standard\u2011Hardware\u2011L\u00f6sungen eigentlich zu kurz. Denn entscheidend ist nicht allein die Platine, sondern ebenso das gesamte Umfeld um die Platine herum \u2013 somit alles, was dazu beitragen kann, St\u00f6rger\u00e4usche zu minimieren. Nehmen wir zum Beispiel die Stromversorgung: Wir haben uns bewusst f\u00fcr eine externe L\u00f6sung entschieden, weil sie besser klingt.<\/p>\n<p>LowBeats: Das Thema Clocking wird hier im Gegensatz zu anderen Herstellern kaum erw\u00e4hnt. Steckt im SuperSwitch X eine besonders hochwertige Clock? TCXO oder OCXO?<\/p>\n<p>Nigel Bell:\u00a0Ich habe den Eindruck, dass die Diskussion \u00fcber Taktung im Ethernet\u2011Bereich h\u00e4ufig auf einem Missverst\u00e4ndnis beruht. Es entsteht, weil manche gedanklich vom digitalen Bereich hinter dem Streamer auf den Ethernet\u2011Bereich vor dem Streamer schlie\u00dfen. Der Bitstrom hinter dem Streamer, in dem unsere Musik kodiert ist, enth\u00e4lt ein wesentliches Timing\u2011Element. Eine h\u00f6here Taktgenauigkeit und \u2011stabilit\u00e4t \u2013 oder, wenn man so will, geringere Jitter\u2011Werte \u2013 haben dort einen tiefgreifenden Einfluss auf die Klangqualit\u00e4t. Hochpr\u00e4zise und stabile Taktgeber im Streamer und im DAC sind daher, wie wir alle wissen, entscheidend f\u00fcr das klangliche Ergebnis.<\/p>\n<p>Ethernet funktioniert jedoch grunds\u00e4tzlich anders: Es ist asynchron, paketbasiert und verf\u00fcgt \u00fcber Fehlererkennung und Fehlerkorrektur sowie bei Bedarf auch \u00fcber die M\u00f6glichkeit der erneuten \u00dcbertragung. Das ist ein wesentlicher Grund f\u00fcr die seit Jahrzehnten bew\u00e4hrte Robustheit des Ethernet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Jitter im Bitstrom hinter dem Streamer f\u00fcr Audiophile zu Recht ein Thema ist, spielt er im Ethernet\u2011Bereich keine Rolle. Die Taktgenauigkeit hat aufgrund der asynchronen Natur des Ethernet keinerlei Einfluss auf die Klangqualit\u00e4t.<\/p>\n<p>LowBeats: L\u00e4sst sich die Wirkung der extremen Abschirmungsma\u00dfnahmen messtechnisch belegen?<\/p>\n<p>Nigel Bell: Ich m\u00f6chte die Abschirmungsma\u00dfnahmen eigentlich nicht isoliert vom restlichen Design der X\u2011Serie betrachten; sie sind ein Faktor, aber eben nur einer unter mehreren. Gleichwohl lassen wir alle unsere Ger\u00e4te von einem zertifizierten Testlabor pr\u00fcfen. Das Labor testet sowohl Audio\u2011 als auch Nicht\u2011Audio\u2011Ger\u00e4te und berichtete uns, dass es bislang noch kein anderes Ger\u00e4t gesehen hat, das einen so niedrigen Rauschpegel bietet und das Signal so pr\u00e4zise nachbildet wie unsere Switches.<\/p>\n<p>LowBeats: Beim JundoStream Reference Network Cable ist in der Beschreibung von \u201eexceeding Cat 8\u201c die Rede. Kannst Du uns verraten, welche \u00dcbertragungsbandbreite das Kabel hat, wenn man es zur reinen Daten\u00fcbertragung im IT-Bereich nutzen w\u00fcrde?<\/p>\n<p>Das Statement machen wir mit voller \u00dcberzeugung, weil wir genau wissen, (a) welche variablen Verdrillungsraten in Cat\u20118\u2011Kabeln eingesetzt werden und (b) wie Cat\u20118\u2011Kabel \u00dcbersprechen vermeiden. Unser Design ist in beiden Bereichen herausragend. Verdrillungsraten spielen eine zentrale Rolle bei der St\u00f6runterdr\u00fcckung. Unsere speziell entwickelten und physikalisch getrennten verdrillten Adernpaare weisen nicht nur \u00fcber alle vier Paare hinweg die gleiche Verdrillungsrate auf \u2013 was in einer Standard\u2011Cat\u20118\u2011Topologie unm\u00f6glich ist \u2013, sondern sie besitzen auch eine h\u00f6here Verdrillungsrate als alle Cat\u20118\u2011Kabel, die wir untersucht haben. Unsere vier physikalisch getrennten verdrillten Adernpaare sind daher selbst an den Leistungsgrenzen weniger anf\u00e4llig f\u00fcr \u00dcbersprechen als Cat\u20118\u2011Kabel. Die maximalen und konsistenten Verdrillungsraten sowie die physikalische Trennung im JundoStream\u2011Design bedeuten: Was auch immer Cat\u20118\u2011Kabel leisten k\u00f6nnen, das JundoStream kann das auch \u2013 und dar\u00fcber hinaus noch einiges mehr.<\/p>\n<p>LowBeats: Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und die Einsichten.<\/p>\n<p>REIKI SuperSwitch X + PSU2026\/07<a href=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/lowbeats-test-vu-meter-ergebnis-4_4.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-69873 size-full lazyload\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/lowbeats-test-vu-meter-ergebnis-4_4.png\" alt=\"Test-Ergebnis: 4,4\" width=\"495\" height=\"355\"  data- style=\"--smush-placeholder-width: 495px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 495\/355;\"\/><\/a>SEHR GUTBewertungen<\/p>\n<p>Klang <\/p>\n<p>Praxis <\/p>\n<p>Verarbeitung <\/p>\n<p>Die Bewertung bezieht sich immer auf die jeweilige Preisklasse.\uf055lupenreiner Klang f\u00fcr Streaming\uf055konsequente, massive Geh\u00e4useausf\u00fchrung\uf055maximal abgeschirmt\uf056hoher Preis, nur zwei (oder drei) Ports<\/p>\n<p>Vertrieb\/H\u00e4ndler:<br \/>HiFi-STUDIO WITTMANN<br \/>Brucknerstra\u00dfe 17<br \/>70195 Stuttgart<br \/>sowie im STUDIO ALLG\u00c4U<br \/>R\u00f6telbachhof<br \/>88316 Isny<br \/><a href=\"http:\/\/www.wittmann-hifi.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.wittmann-hifi.de<\/a><\/p>\n<p>In Deutschland auch erh\u00e4ltlich bei <a href=\"https:\/\/my-sound.net\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">MySound.net<\/a><\/p>\n<p>Preis (Hersteller-Empfehlung):<br \/>Reiki <a href=\"https:\/\/www.wittmann-hifi.de\/Reiki-Audio\/SuperSwitch-Plus-PRO\/Plus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">SuperSwitch X<\/a>: 3.000 Euro<br \/>SuperSwitch X mit Stack Audio Isolation Feet: 3.210 Euro<br \/>SuperSwitch X im Set mit mit Stack PSU (und Auva F\u00fc\u00dfe): 6.550<br \/>JundoStream Reference Network Cable: 4.590 Euro<\/p>\n<p>Die technischen DatenREIKi SuperSwitch XTechnisches Konzept:2-Port Netzwerkswitch (opt. 3-Port)Anschl\u00fcsse:<br \/>2 x RJ45 LAN, Masseklemme, DC-InputLieferumfang (Set im Test):Switch, Netzteil, Ethernet-Kabel, Netzkabel (JundoStream Reference separat)Besonderheit:keine LEDs, nur zwei (oder drei) Ports, extreme Abschirmungsma\u00dfnahmenAbmessungen (B x H x T):19,2 x 6,9 x 11,5 cm (Switch)<br \/>26 x 97 x 14,7 cm (Netzteil)Gewicht:1,8 + 4,85 kg (mit Auva F\u00fc\u00dfen)<a href=\"https:\/\/www.reikiaudio.com\/portfolio\/p\/reiki-audio-superswitch-x-with-pro-x\" target=\"_blank\" class=\"shortc-button medium red \" rel=\"nofollow noopener\">Alle technischen Daten<\/a>Im Text erw\u00e4hnte Komponenten:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/test-dela-s50-switch-der-weichensteller-fuer-bestmoeglichen-streaming-klang\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Test DELA S50 Switch \u2013 Der Weichensteller f\u00fcr bestm\u00f6glichen Streaming-Klang<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/test-netzwerkswitch-lumin-n1-ruhe-im-karton\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Test Netzwerkswitch Lumin N1 \u2013 Ruhe im Karton!<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/doppeltest-eversolo-dac-z10-und-streaming-bridge-t8-ein-weltklassegespann\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Doppeltest eversolo DAC Z10 und Streaming Bridge T8 \u2013 ein Weltklassegespann<\/a><br \/><a href=\"https:\/\/www.lowbeats.de\/test-streaming-vorstufe-plus-endstufe-moon-791-761-bis-zum-mond-und-noch-viel-weiter\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Test Streaming-Vorstufe plus Endstufe Moon 791 + 761: bis zum Mond und noch viel weiter!<\/a><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/390812d01f1c4c65a624dafe05bc0e88.gif\" alt=\"\" width=\"1\" height=\"1\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Und wieder treibt uns das Thema Netzwerkverbindung beim Streaming um. 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