{"id":223386,"date":"2026-07-26T09:19:10","date_gmt":"2026-07-26T09:19:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/223386\/"},"modified":"2026-07-26T09:19:10","modified_gmt":"2026-07-26T09:19:10","slug":"dieter-birr-im-interview-jeans-lange-haare-und-bart-waren-tabu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/223386\/","title":{"rendered":"Dieter Birr im Interview: \u201eJeans, lange Haare und Bart waren tabu\u201c"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Dieter Birr m\u00f6chte sich bei seinem Stammitaliener in Sch\u00f6neiche treffen, das liegt \u00f6stlich von Berlin, noch hinter der bekannten Galopprennbahn Hoppegarten. Fr\u00fcher, sagt der Besitzer, seien die Puhdys alle zu ihm gekommen, aber seit der Trennung der wohl bekanntesten Band der ehemaligen DDR vor zehn Jahren sei nur noch S\u00e4nger \u201eMaschine\u201c da, daf\u00fcr aber regelm\u00e4\u00dfig. Am 1. August wird Dieter Birr beim Hardrock-Festival in Wacken auftreten. Er wird mit 82 Jahren dann der \u00e4lteste K\u00fcnstler sein, der jemals dort gespielt hat.  <\/p>\n<p>WELT: Wie schafft man es, sich im hohen Alter noch fit f\u00fcr Auftritte wie den in Wacken zu halten?<\/p>\n<p>Dieter Birr: Indem man sein ganzes Leben Musik macht und nie eine Pause einlegt (lacht). Au\u00dferdem habe ich offensichtlich ganz gute Gene. Der liebe Gott scheint es jedenfalls gut gemeint zu haben mit mir. Ich m\u00f6chte kein typischer alter Mann sein.<\/p>\n<p>WELT: Was ist denn ein typischer alter Mann?<\/p>\n<p>Birr: Na einer, der auf einmal ausgebeulte Cordhosen tr\u00e4gt und krumm l\u00e4uft. Ich habe da Gl\u00fcck: Meine Frau achtet sehr darauf. Wenn ich mich irgendwie gehen lasse, sagt sie: Lauf mal bitte gerade. Und bei den Klamotten hat sie auch einen guten Geschmack.<\/p>\n<p>WELT: So fit wie Sie sind, k\u00f6nnte man meinen, Sie h\u00e4tten nie Alkohol anger\u00fchrt und nie geraucht.<\/p>\n<p>Birr: (trinkt w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs ein Bier und lacht): Also ganz ehrlich, ein Leben ohne Bier \u2013 ich will jetzt nicht sagen, das geht nicht, aber ich halte das nicht f\u00fcr sehr ratsam. Und geraucht habe ich fr\u00fcher wie ein Verr\u00fcckter. Bis ich 2003 nach einem Zeckenbiss Borreliose hatte.<\/p>\n<p>WELT: Was hatte das mit dem Rauchen zu tun?<\/p>\n<p>Birr: Ging nicht mehr. Mein Gesicht war gel\u00e4hmt, erst die eine Seite, dann beide. Ich lag drei Wochen im Krankenhaus und habe Antibiotika bekommen. Ich konnte nichts mehr machen, nicht rauchen, nicht l\u00e4cheln, nix. <\/p>\n<p>WELT: Sie haben nach dem Krankenhausaufenthalt nie wieder anfangen zu rauchen?<\/p>\n<p>Birr: Hab ich versucht. Morgens zwei Zigaretten zum Kaffee, diese Zeremonie hatte ich echt vermisst Ich bin nach dem Krankenhaus mit meiner Frau an die Ostsee gefahren, damals durfte man noch in Restaurants rauchen. Also wollte ich in Ruhe meine erste Zigarette genie\u00dfen. Ging nicht. War mir irgendwie zu idiotisch. Ich habe nie wieder einen Zug genommen.<\/p>\n<p>WELT: Anfang August treten Sie jetzt also neben Judas Priest in Wacken auf. Warum geben Sie sich das?<\/p>\n<p>Birr: Timsen Hinrichs von Santiano hat auf seinem Soloalbum 2025 ein Lied von uns gecovert \u2013 \u201eLebenszeit\u201c. Bei der Record Release Party traf ich Holger H\u00fcbner, einen der beiden Wacken-Veranstalter. Er hat mich gefragt, ob ich mir das vorstellen k\u00f6nnte, in Wacken aufzutreten. Meine Frau war etwas skeptisch und meinte: Meinst du denn, das passt? Da sagte Holger mit seinem nordischen Charme nur: Sonst w\u00fcrde ich ja nicht fragen.<\/p>\n<p>WELT: Also ziehen Sie die Lederjacke an und geben auf der B\u00fchne mit 82 den Headbanger?<\/p>\n<p>Birr: Na, es kommt ja noch sch\u00e4rfer. Ich trete mit meinem Streichquintett, den Landstreichern, dort auf. Zwei Geigen, Bratsche, Cello und Kontrabass. Es bleibt ja trotzdem Rockmusik. Ich singe \u201eAlt wie ein Baum\u201c jetzt nicht als Arie. Die Rolling Stones haben so was auch schon gemacht, zum Beispiel bei \u201eAs Tears Go By\u201c haben sie ein Streichquartett eingesetzt, der Song ist ein Klassiker geworden. So ungef\u00e4hr h\u00f6ren wir uns dann auch in Wacken an. Das klingt bombastisch, bis jetzt rasten die Leute total aus, wenn wir so spielen. <\/p>\n<p>WELT: Trainieren Sie Ihre Stimme?<\/p>\n<p>Birr: In dem Sinne nicht, nee. Wenn ich ein paar Wochen nicht gespielt habe, singe ich mich ein, das war\u2019s.<\/p>\n<p>WELT: Gibt es jemanden, den Sie ab und an fragen: Geht es noch?<\/p>\n<p>Birr: Ja klar, meine Frau. Ihr spiele ich schon immer jedes neue Lied vor, und sie sagt dann entweder: Ja, das ist G\u00e4nsehaut \u2013 oder: Da musst du noch ein bisschen dran arbeiten.<\/p>\n<p>WELT: Die Puhdys werden f\u00fcr ewig in der Geschichte als erfolgreichste Band der DDR stehen. Was bedeutet Ihnen das?<\/p>\n<p>Birr: Das freut mich nat\u00fcrlich. Vor allem, dass \u00fcber uns zehn Jahre nach der Trennung immer noch gesprochen wird, dass einige Leute noch immer schw\u00e4rmen. Mich wundert, dass unsere Musik eine solche Wirkung hatte. Wir haben vor 22.000 in der Waldb\u00fchne gespielt, das Ding war ausverkauft. Wir konnten das damals gar nicht richtig ausleben. Erst viel sp\u00e4ter erkennst du, was du im Leben geleistet hast. Das geht vielen so, und das ist sch\u00f6n.<\/p>\n<p>WELT: Die Puhdys haben 22 Millionen Platten verkauft. Haben Sie mal durchgerechnet, wie reich Sie heute w\u00e4ren, wenn sie die als West-Band verkauft h\u00e4tten?<\/p>\n<p>Birr (lacht): Nee. Das h\u00e4ngt ja auch davon ab, was du f\u00fcr Konditionen ausgehandelt hast. Aber wenn es auch nur ein Euro pro Platte gewesen w\u00e4re, w\u00e4ren es ja schon mal 22 Millionen. (Macht eine Pause) Aber war ja nicht so.<\/p>\n<p>WELT: Immerhin durften Sie als eine der wenigen DDR-Bands im Westen auftreten. Da gab es doch sicher gutes Geld, oder nicht?<\/p>\n<p>Birr: Dass wir ein bisschen Westgeld gemacht haben, das war mir schon wichtig. Denn davon konnte ich mir Platten, Jeans und neue Instrumente kaufen. Allerdings haben wir zum Beispiel in Hamburg in der \u201eFabrik\u201c f\u00fcr 1000 Westmark gespielt, obwohl sie ausverkauft war. Davon ging ein Pflichtanteil an die K\u00fcnstleragentur, in der Band waren wir zu f\u00fcnft, dazu vier Techniker \u2013 kann man sich ausrechnen, was f\u00fcr jeden \u00fcbrig blieb.<\/p>\n<p>WELT: Mussten Sie die Schallplatten, die Sie im Westen gekauft haben, bei der R\u00fcckkehr in die DDR einschmuggeln?<\/p>\n<p>Birr: Na klar. Es gab ein paar Bands, wie die Rolling Stones, die im Osten unerw\u00fcnscht waren. Und Zeitschriften jeder Art. Ich hab aber nichts in der T\u00fcrverkleidung versteckt, sondern in einer Tasche im Kofferraum. Kam selten vor, dass ich die Tasche \u00f6ffnen musste.<\/p>\n<p>WELT: Wurde Ihnen mal etwas beschlagnahmt?<\/p>\n<p>Birr: Ja, die erste Platte von Nina Hagen nahmen sie mir ab. Alle anderen durfte ich behalten. Aber Nina Hagen war nat\u00fcrlich damals eine echte Sensation. Hab ich mir sp\u00e4ter noch mal gekauft. <\/p>\n<p>WELT: Wie gut ist eigentlich Ihr Englisch? <\/p>\n<p>Birr: Da ist gar nichts.<\/p>\n<p>WELT: Hat jemand versucht, es Ihnen beizubringen?<\/p>\n<p>Birr: Ach was. Wenn wir englische Lieder gespielt haben, haben wir alles phonetisch aufgeschrieben und dann genau so gesungen. Wenn wir von Deep Purple \u201eChild in Time\u201c nachgespielt haben, wussten wir ja sowieso nicht, was wir da gesungen haben.<\/p>\n<p>WELT: Aber 1980 haben Sie sogar ein Puhdys-Album auf Englisch aufgenommen \u2013 es hie\u00df \u201eFar From Home\u201c.<\/p>\n<p>Birr: Das war was! Wir waren in London im Studio. Wir haben gerade das Lied \u201eBis ans Ende der Welt\u201c neu aufgenommen, es hie\u00df \u201eTo the End of the World\u201c. Da war dieses kleine M\u00e4dchen, vier, f\u00fcnf Jahre alt, sie war die Tochter des Tonmeisters. Sie korrigierte mich st\u00e4ndig, sagte beispielsweise: \u201eDas hei\u00dft Earth\u201c. Ich zu ihr zur\u00fcck: \u201eJa, ja, \u00d6rs.\u201c Sie wieder: \u201eNein, Earth.\u201c Ich: \u201eJa, mach ich doch \u2013 \u00d6rs\u201c. Ich schaffte es nicht, das \u201eth\u201c auszusprechen,  ich konnte nicht anders (lacht). Und so ging das eine ganze Weile. Das zu meinem Englisch.<\/p>\n<p>WELT: Die Puhdys waren einer der wenigen Exportartikel der DDR. Waren Sie somit nicht automatisch auch einer der wichtigsten Botschafter des DDR-Regimes?<\/p>\n<p>Birr: Nee, also ich habe uns immer nur als Musiker vertreten, nicht die DDR. Wir hatten nie irgendwelche politischen Ambitionen und schon gar nicht, die DDR zu vertreten. So gut war das nun auch nicht in der DDR.<\/p>\n<p>WELT: Aber Ihnen muss doch bewusst gewesen sein, dass die DDR Sie f\u00fcr ihre Zwecke eingespannt hat. Gab es keine Versuche der Einflussnahme?<\/p>\n<p>Birr: Die haben uns nat\u00fcrlich vor unseren Auslandsreisen gebrieft und belehrt, vor allem, was den Umgang mit Journalisten betrifft. Wir sollten am besten keine Interviews geben. Als wir 1976 in Hamburg waren, habe ich aber gleich ein Fernseh-Interview gegeben. Sogar die Leute von der K\u00fcnstleragentur im Westen haben Blut und Wasser dabei geschwitzt. Alle hatten Angst, ich k\u00f6nnte was Falsches sagen.<\/p>\n<p>WELT: Was w\u00e4re dann passiert?<\/p>\n<p>Birr: Dann w\u00e4ren wohl weder wir, noch irgendeine andere Band so schnell wieder in den Westen gefahren.<\/p>\n<p>WELT: Wie sind Sie in dieser konkreten Situation in Hamburg damit umgegangen, haben Sie sich selbst einen Maulkorb verpasst, sich also verstellt in dem Interview?<\/p>\n<p>Birr: Gar nicht. Ich hab gesagt, wie sch\u00f6n ich alles in Hamburg finde, vor allem die \u201eFabrik\u201c als Konzertlocation. Nur, weil ich in einem kapitalistischen Staat war, musste ich doch nicht sagen, ich f\u00e4nde alles mies.<\/p>\n<p>WELT: Trotzdem wurden Sie in der DDR von einigen Musikfans als \u201eStaatsband\u201c bezeichnet. Hat Sie das verletzt?<\/p>\n<p>Birr: Ja. Heute wei\u00df ich das anders zu bewerten. Einige haben das damals aus Neid gesagt oder weil sie einfach nicht richtig Bescheid wussten. In der DDR gab es unter jungen Leuten so eine Ist-doch-eh-alles-schei\u00dfe-im-Osten-Stimmung. Sobald du auf einer B\u00fchne gespielt hast, die die FDJ hingestellt hat, warst du automatisch eine Staatsband. Aber es gab ja nun mal kaum andere Veranstalter. Irgendwann haben wir es geschafft, dass die Leute unseretwegen Ostradio geh\u00f6rt haben. Das war eigentlich undenkbar. Und manche hielten es eben f\u00fcr unm\u00f6glich, so einen Erfolg zu haben, ohne dass da jemand hinter steht.<\/p>\n<p>WELT: Welche Kompromisse mit dem System mussten Sie eingehen, um als Rockband in der DDR professionell arbeiten zu d\u00fcrfen?<\/p>\n<p>Birr: Wir durften im Fernsehen keine Jeans tragen, die galt als Westsymbol. Lange Haare waren auch tabu. Wer welche hatte, musste sie sich hochstecken. Und Bart durfte auch niemand tragen.<\/p>\n<p>WELT: Machte sich das nur an \u00c4u\u00dferlichkeiten fest?<\/p>\n<p>Birr: \u00dcberwiegend, ja. Wir sind zum Beispiel nach Kuba zu den Weltfestspielen geflogen. Da hie\u00df es vorher, wir sollten f\u00fcr den Flug alle ein FDJ-Hemd anziehen. Ich bin nat\u00fcrlich ohne FDJ-Hemd zum Flughafen gefahren und hab das kurz vor dem Einchecken dort schnell r\u00fcbergezogen und direkt nach der Landung wieder aus. War eh viel zu hei\u00df daf\u00fcr. Aber das mussten alle so machen.<\/p>\n<p>WELT: Wie sind Sie mit der Zensur von Texten umgegangen?<\/p>\n<p>Birr: Na gut, die Texte durften nicht anst\u00f6\u00dfig sein. Da gab es eine gewisse Zensur. Du durftest nat\u00fcrlich nicht \u00fcber die Mauer singen. Das hast du dann verschl\u00fcsselt gemacht, wie wir bei \u201eIkarus\u201c: \u201eFliege Ikarus! Fliege uns voraus! Zeige uns den Weg!\u201c Fliegen war im Osten ein Synonym f\u00fcr Freiheit. Da haben wir uns damals gefreut, dass das durchgegangen ist.<\/p>\n<p>WELT: Was wurde denn bei Ihnen konkret mal zensiert?<\/p>\n<p>Birr: Auf dem Album \u201eDas Buch\u201c hatten wir ein Lied, das sollte hei\u00dfen \u201eDenk ich an Deutschland\u201c. Daraus wurde dann \u201eIch will nicht vergessen\u201c. Im Text blieb der Satz aber drin: \u201eDenke ich an Deutschland fall\u2019n mir Gedichte ein. Klingen gro\u00dfe Namen raus aus toten Stein\u201c. Aber auch mit dem neuen Titel durften wir es nicht im Fernsehen bringen, und im Radio wurde es auch nicht gespielt. Dass es auf dem Album bleiben durfte, hat viele \u00fcberrascht. Einige fragten mich: Sag mal, habt ihr Beziehungen, dass ihr so was singen d\u00fcrft? Live haben wir es nat\u00fcrlich immer gespielt.<\/p>\n<p>WELT: Sie haben also immer wieder mal versucht, die Zensur zu umgehen?<\/p>\n<p>Birr: Na klar. Mein Lied \u201eDer Au\u00dfenseiter\u201c handelte von Schwulen. Damals hie\u00df es: Aber so ein Problem haben wir doch hier gar nicht. Also wurde daraus, dass er Probleme im Leben hat. Vieles hat die Plattenfirma schon angesprochen, bevor es zum Kulturministerium ging.<\/p>\n<p>WELT: Sie durften 25 Jahre vor dem Mauerfall in den Westen reisen. Sicher hatten Sie tausend und eine M\u00f6glichkeit, sich dort abzusetzen. Warum haben Sie keine davon ergriffen?<\/p>\n<p>Birr: Nee, abzuhauen, war nie mein Gedanke. Ich bin an der Grenze in Sp\u00e4thfelde gro\u00df geworden. Vor dem Mauerbau sind wir als Kinder oft mit dem Fahrrad r\u00fcbergefahren. F\u00fcr die kasernierte Volkspolizei, die da pro forma rumstand, haben wir Westzigaretten und Kaugummis mitgebracht. Als die Grenze dann geschlossen wurde, war das doof. Ich habe meinen besten Freund verloren. Er ist einen Tag nach der Grenzschlie\u00dfung durch den Teltowkanal geschwommen, um im Westen zu sein. Aber f\u00fcr mich kam das nie in Frage.<\/p>\n<p>WELT: Weil es Ihnen in der DDR daf\u00fcr zu gut ging?<\/p>\n<p>Birr: Ja. Ich hatte da meine Familie, ich hatte ein Haus, uns ging es gut. Ich wurde nie wie ein Gefangener behandelt. Wir hatten als Musiker viele M\u00f6glichkeiten zu spielen. Und im Westen waren wir Exoten und gerade deshalb interessant.<\/p>\n<p>WELT: Wenn Sie noch mal neu starten k\u00f6nnten \u2013 w\u00fcrden Sie etwas anders machen?<\/p>\n<p>Birr: Nee, eins hat bei mir ins andere gegriffen. Im Osten gab es keinen Starkult. Wir waren nicht von einem Tag auf den n\u00e4chsten pl\u00f6tzlich bekannt, alles ist gewachsen. Das gab mir immer ein gutes Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>WELT: Sie sind 82 Jahre alt. Wie lange rocken Sie noch durchs Land?<\/p>\n<p>Birr: Na erst mal bis 2040. Und dann werde ich mal weitersehen.<\/p>\n<p>Zur Person: Das ist Dieter Birr<\/p>\n<p>Seit 1969 war Dieter Birr Herz der DDR-Rockband Puhdys. Er war bis zu deren Aufl\u00f6sung 2016 S\u00e4nger und Komponist der meisten Hits. Seinen Spitznamen \u201eMaschine\u201e erhielt er, nachdem ihn ein Bandkollege als Fressmaschine bezeichnet hatte. Vor seiner Karriere lernte er den Beruf des Universalschleifers in einer Werkzeugfabrik in Treptow. Dort trat er auch zum erste Mal mit seiner Gitarre auf, er sang den 50er-Jahre-Hit \u201eMarina\u201c von Rocco Granata. Seine erste eigene Komposition \u201eSusi Baby-Twist\u201c schrieb er 1960, erschienen ist sie erst 1994. Die Puhdys sind mit 22 Millionen verkauften Tontr\u00e4ger die erfolgreichste Band der DDR-Musikgeschichte. Ihren gr\u00f6\u00dften Hit landeten sie 1997 mit der Sporthymne \u201eHey, wir woll\u2019n die Eisb\u00e4r\u2019n sehn!\u201c, die sich als Apr\u00e8s-Ski- und Ballermann-Hit etablierte. Nach einem unbemerkten Zeckenbiss erkrankte Birr 2003 schwer an Borreliose, sein Gesicht war gel\u00e4hmt. Drei Wochen lang lag er im Krankenhaus und wurde mit Antibiotika behandelt. Birr geht derzeit mit einem Streichquintett auf Tour und spielt seine gr\u00f6\u00dften Hits: <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/eur01.safelinks.protection.outlook.com\/?url=https%3A%2F%2Fdieter-maschine-birr.de%2Ftermine%2F&amp;data=05%7C02%7Cstefan.frommann%40welt.de%7C568e589afa3542178e7508dee251bc82%7Ca1e7a36c6a4847689d653f679c0f3b12%7C0%7C0%7C639197037842936363%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=F%2Bqa1B3ADdbph%2BHiNbR81%2Ftb9NE7hMy%2BgsGzGYvSzW8%3D&amp;reserved=0\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/eur01.safelinks.protection.outlook.com\/?url=https%3A%2F%2Fdieter-maschine-birr.de%2Ftermine%2F&amp;data=05%7C02%7Cstefan.frommann%40welt.de%7C568e589afa3542178e7508dee251bc82%7Ca1e7a36c6a4847689d653f679c0f3b12%7C0%7C0%7C639197037842936363%7CUnknown%7CTWFpbGZsb3d8eyJFbXB0eU1hcGkiOnRydWUsIlYiOiIwLjAuMDAwMCIsIlAiOiJXaW4zMiIsIkFOIjoiTWFpbCIsIldUIjoyfQ%3D%3D%7C0%7C%7C%7C&amp;sdata=F%2Bqa1B3ADdbph%2BHiNbR81%2Ftb9NE7hMy%2BgsGzGYvSzW8%3D&amp;reserved=0&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">https:\/\/dieter-maschine-birr.de\/termine\/<\/a>\n<\/p>\n<p>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dieter Birr m\u00f6chte sich bei seinem Stammitaliener in Sch\u00f6neiche treffen, das liegt \u00f6stlich von Berlin, noch hinter der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":223387,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[24],"tags":[21764,101,46,21763,8330,68,86,22202,102,7325,45,44,103,69],"class_list":["post-223386","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-prominente","tag-birr","tag-celebrities","tag-ch","tag-ddr-ks","tag-dieter","tag-entertainment","tag-musik","tag-pop-ks","tag-prominente","tag-rockmusik-ks","tag-schweiz","tag-switzerland","tag-texttospeech","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@ch_de\/116985531679222227","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223386","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=223386"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/223386\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/223387"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=223386"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=223386"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=223386"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}