{"id":22424,"date":"2026-02-27T06:16:09","date_gmt":"2026-02-27T06:16:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/22424\/"},"modified":"2026-02-27T06:16:09","modified_gmt":"2026-02-27T06:16:09","slug":"ermittlungen-gegen-weltwoche-kolumnistin-anabel-schunke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/22424\/","title":{"rendered":"Ermittlungen gegen Weltwoche-Kolumnistin Anabel Schunke"},"content":{"rendered":"<p>Die Gesinnungspolizei geht um in Deutschland.<\/p>\n<p>In Bremen ermitteln Beamte gegen Anabel Schunke \u2013 eine der profiliertesten liberal-konservativen Stimmen des Landes, Erfolgskolumnistin der Weltwoche. Gegen sie ist bis heute noch nie, aber auch gar nie ein Urteil ergangen.<\/p>\n<p>Trotzdem f\u00fchrt die Polizei Bremen Ermittlungen unter \u00abPMK \u2013 rechts\u00bb, also \u00abpolitisch motivierte Kriminalit\u00e4t\u00bb. Eine bemerkenswerte Vorverurteilung. In einem Schreiben an Schunke heisst es: \u00abGem\u00e4ss Paragraf 51 Absatz 5 Satz 1 Bremer Polizeigesetz ist die Polizei berechtigt, in den F\u00e4llen, in denen bereits Daten zu einer Person vorhanden sind, personengebundene Hinweise, die zum Schutz dieser Person oder zum Schutz der Bediensteten der Polizei erforderlich sind, oder weitere Hinweise, die geeignet sind, dem Schutz Dritter oder der Gewinnung von Ermittlungsans\u00e4tzen zu dienen, hinzuf\u00fcgen.\u00bb<\/p>\n<p>            <img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Schunke_Bild-1024x683.jpg\" alt=\"\" itemprop=\"contentUrl\" class=\"story-img story-img--landscape\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\"\/><\/p>\n<p>Was bedeutet das konkret? Wer einmal ins Visier ger\u00e4t, bleibt gespeichert, gilt fortan als potenziell gef\u00e4hrlich. Ein Kreislauf, aus dem man kaum mehr herauskommt. Und irgendwann klingelt es an der T\u00fcr?<\/p>\n<p>Ausl\u00f6ser der Polizeiermittlungen ist nach Schunkes Angaben ein Schlagabtausch mit den antiisraelischen Islam-Influencern \u00abMaestro\u00bb und \u00abAggressionsprobleme\u00bb (Serhat Sisik). Nachdem sie dort als \u00abrechts, Nazi und rassistisch\u00bb beschimpft worden sei, antwortete Schunke, Muslime seien \u00abdie eigentlichen Nazis der Neuzeit\u00bb. Weiter schrieb sie: \u00abIhr hasst Juden. Ihr hasst Christen. Ihr hasst euch untereinander.\u00bb Nach Drohungen gegen ihre Person l\u00f6schte sie den Beitrag wieder.<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Doch nicht die Drohungen sind nun Gegenstand staatlicher Aufmerksamkeit, sondern die Replik.<\/p>\n<p>Auf Medienanfrage \u00e4usserte sich die Polizei nicht zum konkreten Fall. Ein Sprecher erkl\u00e4rte lediglich: \u00abDie Polizei Bremen gibt generell keine \u00f6ffentliche Auskunft \u00fcber die Speicherung oder Nichtspeicherung von Daten zu Einzelpersonen oder Institutionen.\u00bb Betroffene h\u00e4tten jedoch \u00abgrunds\u00e4tzlich das Recht, auf Antrag Auskunft \u00fcber bei der Polizei Bremen \u00fcber ihre Person verarbeitete personenbezogene Daten zu erhalten.\u00bb<\/p>\n<p>\n                 _e(&#8218;Werbung&#8216;, &#8218;weltwoche&#8216;); ?&gt;\n            <\/p>\n<p>Der Staat weiss also alles. Der B\u00fcrger darf fragen. Vielleicht erh\u00e4lt er eine Antwort.<\/p>\n<p>Der Fall zeigt exemplarisch, wohin sich Teile des deutschen Sicherheitsapparats entwickeln: weg von der Verfolgung konkreter Straftaten, hin zur Beobachtung missliebiger Meinungen. Wer sich scharf \u00e4ussert, riskiert heute nicht nur Widerspruch, sondern Registrierung. Nicht nur Kritik, sondern Kategorisierung. Die Gesinnung wird zur Akte. Und die Akte bleibt.<\/p>\n<p>Sch\u00f6nes neues Deutschland.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Gesinnungspolizei geht um in Deutschland. 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