{"id":224774,"date":"2026-07-27T12:47:49","date_gmt":"2026-07-27T12:47:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/224774\/"},"modified":"2026-07-27T12:47:49","modified_gmt":"2026-07-27T12:47:49","slug":"studie-untersucht-chili-auffaelliger-zusammenhang-mit-speiseroehrenkrebs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/224774\/","title":{"rendered":"Studie untersucht Chili: Auff\u00e4lliger Zusammenhang mit Speiser\u00f6hrenkrebs"},"content":{"rendered":"<p>Wer besonders viele Chilischoten verzehrt, k\u00f6nnte ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr bestimmte Krebsarten des Verdauungstrakts haben. Darauf weist eine systematische \u00dcbersichtsarbeit mit Metaanalyse hin aus China hin. Die Forschenden betonen jedoch ausdr\u00fccklich, dass die Ergebnisse lediglich einen statistischen Zusammenhang zeigen und keine Ursache-Wirkung-Beziehung nachweisen.\u00a0<\/p>\n<p>Studie: Vor allem Speiser\u00f6hrenkrebs f\u00e4llt auf<\/p>\n<p class=\"ad-float-right\">Personen mit dem h\u00f6chsten Chili-Konsum hatten insgesamt ein um rund 64 Prozent h\u00f6heres Risiko f\u00fcr Krebserkrankungen des Magen-Darm-Trakts als Menschen mit dem geringsten Verzehr.<\/p>\n<p>Am deutlichsten war der Zusammenhang beim Speiser\u00f6hrenkrebs: In der Gruppe mit dem h\u00f6chsten Chili-Konsum trat diese Krebsart nahezu dreimal so h\u00e4ufig auf wie bei Personen mit niedrigem Konsum. F\u00fcr Magen- sowie Darm- und Enddarmkrebs ergab die Analyse dagegen keine statistisch signifikanten Zusammenh\u00e4nge.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Analyse wurden 14 Beobachtungsstudien mit mehr als 11.000 Teilnehmenden ausgewertet, darunter \u00fcber 5.000 Menschen mit Krebserkrankungen des Verdauungstrakts.\u00a0<\/p>\n<p>Beweist Chili wirklich ein h\u00f6heres Krebsrisiko?<\/p>\n<p>Die eingeschlossenen Studien waren ausschlie\u00dflich Beobachtungsstudien. Solche Untersuchungen k\u00f6nnen Zusammenh\u00e4nge aufzeigen. Sie belegen aber nicht, dass Chilischoten selbst Krebs verursacht. Andere Einflussfaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Ern\u00e4hrungsgewohnheiten, Infektionen oder sozio\u00f6konomische Unterschiede k\u00f6nnten die Ergebnisse mit beeinflusst haben. Zudem definierten die einzelnen Studien einen hohen Chili-Konsum unterschiedlich. Deshalb l\u00e4sst sich keine allgemeing\u00fcltige Menge nennen.<\/p>\n<p>Hinzu kommt, dass sich die Resultate regional unterschieden: W\u00e4hrend Studien aus Asien, Afrika und Nordamerika h\u00e4ufiger ein erh\u00f6htes Risiko fanden, zeigten Untersuchungen aus Europa und S\u00fcdamerika keine oder sogar gegenteilige Zusammenh\u00e4nge. Unterschiede bei Verzehrmengen, Zubereitungsarten, Chilisorten und genetischen Faktoren k\u00f6nnten f\u00fcr die Ergebnisse also ebenfalls eine Rolle spielen.<\/p>\n<p>Welche gesundheitlichen Vorteile Chili haben k\u00f6nnte<\/p>\n<p>Capsaicin, der Scharfstoff der Chilischote, wird seit Jahren intensiv erforscht. In Labor- und Zellstudien zeigte die Substanz unter anderem auch entz\u00fcndungshemmende, stoffwechselanregende und teilweise sogar krebshemmende Eigenschaften. Fr\u00fchere Beobachtungsstudien brachten regelm\u00e4\u00dfigen Verzehr scharfer Speisen unter anderem mit einem geringeren Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Erkrankungen und einer niedrigeren Gesamtsterblichkeit in Verbindung.<\/p>\n<p>Ob positive oder negative Effekte beim Menschen tats\u00e4chlich \u00fcberwiegen, ist bislang nicht gekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Quellen: DOI <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.3389\/fnut.2022.935865\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.3389\/fnut.2022.935865<\/a>; DOI: <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1002\/mnfr.202200167\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1002\/mnfr.202200167<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer besonders viele Chilischoten verzehrt, k\u00f6nnte ein h\u00f6heres Risiko f\u00fcr bestimmte Krebsarten des Verdauungstrakts haben. 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