{"id":226033,"date":"2026-07-28T11:00:13","date_gmt":"2026-07-28T11:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/226033\/"},"modified":"2026-07-28T11:00:13","modified_gmt":"2026-07-28T11:00:13","slug":"ernaehrungs-apps-mit-ki-fotos-liefern-oft-ungenaue-kalorienwerte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/226033\/","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrungs-Apps mit KI: Fotos liefern oft ungenaue Kalorienwerte"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-justify\">Wer Kalorien z\u00e4hlt, verl\u00e4sst sich zunehmend auf Apps, die Mahlzeiten anhand eines Fotos analysieren. Das spart Zeit und das m\u00fchsame Eingeben einzelner Lebensmittel. Neue Forschungsergebnisse legen jedoch nahe, dass die Technik den Energiegehalt von Mahlzeiten h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Hunderte Kalorien pro Mahlzeit zu wenig<\/p>\n<p class=\"text-justify ad-float-right\">In einer Untersuchung des NIH Clinical Center in den USA analysierten Forscher standardisierte Fotos von 102 Mahlzeiten mit vier bekannten Apps. Das Ergebnis: \u00dcber alle Anwendungen hinweg lagen die berechneten Kalorienwerte im Durchschnitt um etwa 250 bis 345 Kilokalorien pro Mahlzeit unter den tats\u00e4chlichen Werten. Auch beim Fettgehalt zeigten sich deutliche Abweichungen. Die Apps untersch\u00e4tzten diesen im Mittel um rund 30 Gramm pro Mahlzeit.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">F\u00fcr Menschen, die ihr Gewicht kontrollieren oder ihre Ern\u00e4hrung genau dokumentieren m\u00f6chten, k\u00f6nnte das einen sp\u00fcrbaren Unterschied machen. Denn wer sich ausschlie\u00dflich auf die automatisch berechneten Werte verl\u00e4sst, nimmt m\u00f6glicherweise mehr Energie zu sich als angenommen.<\/p>\n<p>Warum die KI ins Stolpern ger\u00e4t<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Foto-basierte Kalorien-Apps nutzen Bilderkennung, um Lebensmittel auf einem Teller zu identifizieren. Anschlie\u00dfend sch\u00e4tzt die Software die Portionsgr\u00f6\u00dfen und gleicht die Ergebnisse mit N\u00e4hrwertdatenbanken ab.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Genau hier liegen m\u00f6gliche Fehlerquellen: Lebensmittel k\u00f6nnen unterschiedlich aussehen, Portionen sind auf Fotos schwer einzusch\u00e4tzen und manche N\u00e4hrstoffe sind schwieriger erkennbar. Die Untersuchung zeigte, dass die Apps Kohlenhydrate vergleichsweise konsistent berechneten. Deutlich gr\u00f6\u00dfere Probleme gab es dagegen bei der Erfassung von Fett.<\/p>\n<p>Besonders schwierig: fettreiche Keto-Mahlzeiten<\/p>\n<p class=\"text-justify\">In einer weiteren, noch laufenden Analyse pr\u00fcften die Forscher mehr als 200 weitere Mahlzeiten. Erste Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem Gerichte einer kohlenhydratarmen ketogenen Ern\u00e4hrung die Apps vor Herausforderungen stellen. Solche Mahlzeiten enthalten h\u00e4ufig gr\u00f6\u00dfere Mengen Fett.\u00a0<\/p>\n<p>Was bedeutet das f\u00fcr den Alltag?<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die analysierten Mahlzeiten stammten aus einer sogenannten Stoffwechselk\u00fcche mit streng kontrollierten Bedingungen. Alle Zutaten wurden dabei bis auf 0,1 Gramm genau gewogen. Dadurch konnten die Forscher die App-Ergebnisse mit sehr pr\u00e4zisen Referenzwerten vergleichen. \u00a0Allerdings sind die Daten vorl\u00e4ufig und wurden bisher in keinem Fachjournal publiziert.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Daten sprechen daf\u00fcr, dass KI-gest\u00fctzte Foto-Apps eine praktische Hilfe sein k\u00f6nnen, ihre Sch\u00e4tzungen jedoch nicht immer exakt sind. Wer die Ergebnisse nutzt, sollte sie daher eher als Orientierung, denn als pr\u00e4zise Messung verstehen. Die Forscher schlagen vor, solche Anwendungen mit klassischen Methoden der Ern\u00e4hrungserfassung zu kombinieren. Dadurch k\u00f6nnte die Bewertung der tats\u00e4chlichen Nahrungsaufnahme genauer werden.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer Kalorien z\u00e4hlt, verl\u00e4sst sich zunehmend auf Apps, die Mahlzeiten anhand eines Fotos analysieren. 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