{"id":226519,"date":"2026-07-28T17:07:49","date_gmt":"2026-07-28T17:07:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/226519\/"},"modified":"2026-07-28T17:07:49","modified_gmt":"2026-07-28T17:07:49","slug":"withings-bodyscan-2-90-sekunden-stillstand-fuer-mehr-gesundheit-lohnt-sich-diese-hightech-waage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/ch-de\/226519\/","title":{"rendered":"Withings Bodyscan 2: 90 Sekunden Stillstand f\u00fcr mehr Gesundheit \u2013 Lohnt sich diese Hightech-Waage?"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr knapp 500 Euro will die Withings Bodyscan 2 aus dem morgendlichen Wiegen ein komplettes Gesundheits-Screening machen. Mehr als 60 Biomarker, ein Display im Griff, ein Herzalter auf Knopfdruck \u2013 nur einen Haken hat die Sache.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eineinhalb Minuten am Morgen k\u00f6nnen verdammt lang sein \u2013 vor allem dann, wenn man barfu\u00df auf einer glasglatten Platte steht, einen metallischen Handgriff umklammert und dabei innerlich durchz\u00e4hlt, w\u00e4hrend das eigene Badezimmer langsam zu einem kleinen Hightech-Labor mutiert. Withings schickt mit der Bodyscan 2 ein neues Modell ins Rennen und verpasst dem Ger\u00e4t direkt einen neuen Titel: \u201eLongevity-Station\u201c. Im Test zeigt sich, was die Waage mit Langlebigkeit meint.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist die Bodyscan 2 kein Leichtgewicht. Mit 3,4 Kilogramm Gewicht steht sie fest auf dem Fliesenboden. Das Design aus geh\u00e4rtetem Glas und hochwertigem Rahmen sieht wirklich edel aus, bis sich nach einigen Tagen auf unserem schwarzen Modell der Staub gelegt hat, der f\u00fcr unseren Geschmack zu gut zu erkennen ist. <\/p>\n<p>Der wahre Star der Hardware sitzt jedoch im ausziehbaren Handgriff. Dort hat Withings ein 3,5 Zoll gro\u00dfes Farbdisplay verbaut, das mit einer scharfen Farbdarstellung gl\u00e4nzt. Wer morgens im Halbschlaf noch ohne Kontaktlinsen oder Brille im Bad steht, wird dieses direkt im Blickfeld liegende Display lieben. <\/p>\n<p>Das Ger\u00e4t begr\u00fc\u00dft einen morgens namentlich, zeigt optional das aktuelle Wetter an und l\u00e4sst sich bei Bedarf \u00fcber neue Daumensensoren am Griff direkt bedienen. Bis zu acht verschiedene Nutzer erkennt die Waage automatisch \u00fcber das Gewicht. Liegt das Gewicht von Familienmitgliedern zu nah beieinander, wechselt man das Profil eben manuell per Daumendruck direkt am Griff.<\/p>\n<p>Ist man erst einmal aufgestiegen und hat den Griff nach oben gezogen, beginnt das eigentliche Ritual. Und hier schl\u00e4gt die Zeit zu Buche: Bis zu 90 Sekunden dauert der vollst\u00e4ndige Scan. Das ist im morgendlichen Ablauf kein un\u00fcberwindbares Drama, aber eben auch nicht das beil\u00e4ufige \u201eDraufstellen, ablesen, weiter\u201c fr\u00fcherer Tage.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend dieser anderthalb Minuten passiert allerdings eine Menge. Und hier wird es leider ein wenig technisch: Die Bioimpedanzanalyse arbeitet nun mit 13 Frequenzen bis zu 800 Kilohertz und l\u00f6st die K\u00f6rperzusammensetzung deutlich feiner auf als der Vorg\u00e4nger. Zur Erkl\u00e4rung: Bei der Messung leitet die Bodyscan 2 einen extrem schwachen, f\u00fcr den Menschen unsp\u00fcrbaren Wechselstrom durch den K\u00f6rper. Fettgewebe enth\u00e4lt kaum Wasser und leitet den Strom daher sehr schlecht. Muskeln, Organe und K\u00f6rperwasser leiten den Strom aufgrund des hohen Wasser- und Elektrolytgehalts hingegen sehr gut. Aus dem gemessenen Widerstand (Impedanz) und unter Einbeziehung von Parametern wie Gr\u00f6\u00dfe, Gewicht, Alter und Geschlecht berechnet die Waage dann diverse K\u00f6rperwerte.<\/p>\n<p>Heraus kommt eine professionelle Sechs-Zonen-Analyse, die Fett- und Muskelmasse getrennt f\u00fcr Arme, Beine und den Rumpf aufschl\u00fcsselt. Das ist vor allem dann spannend, wenn man gezielt trainiert und sehen m\u00f6chte, ob beim Abnehmen tats\u00e4chlich das Fett schwindet oder ob man versehentlich wertvolle Muskelmasse opfert.<\/p>\n<p>Neben der reinen K\u00f6rperzusammensetzung erkennt die Waage mehr als 60 Biomarker, die zum Teil aber von Algorithmen errechnet werden. Neu an Bord sind ein Blutsauerstoff-Sensor (PPG) sowie die Impedanzkardiografie (ICG) zur Bestimmung des Herzalters. Letztere misst die mechanische Pumpleistung und Arteriensteifigkeit, w\u00e4hrend ein integriertes Sechs-Kanal-EKG die elektrische Aktivit\u00e4t des Herzens im Blick beh\u00e4lt.<\/p>\n<p>Ohne Vernetzung l\u00e4uft nichts<\/p>\n<p>In der Praxis erfordert die Messung allerdings etwas Feingef\u00fchl. Wer beim EKG oder der Sauerstoffmessung den Daumen zu fest aufdr\u00fcckt, riskiert einen Abbruch. Die Waage hilft hier zwar musterg\u00fcltig mit einer Live-Grafik auf dem Griff-Display, die den ausge\u00fcbten Druck visualisiert wie ein Einparkassistent, doch ein bisschen \u00dcbung geh\u00f6rt dazu.<\/p>\n<p>Nach der Messung str\u00f6men die Daten per WLAN oder Bluetooth in die Withings-App. Wer mag, verbindet das Ganze mit den gro\u00dfen Health-Plattformen von Apple oder Google, wodurch auch Schrittzahlen, Workouts und Schlafdaten anderer Ger\u00e4te nahtlos einflie\u00dfen. Ein Withings-Konto in der Cloud ist dabei Pflicht \u2013 wer seine Gesundheitsdaten strikt offline halten m\u00f6chte, greift hier ohnehin zum falschen Produkt.<\/p>\n<p>In der App selbst erwartet den Nutzer ein wahres Cockpit. Die Aufbereitung ist im Grunde vorbildlich, erkl\u00e4rt Zusammenh\u00e4nge verst\u00e4ndlich und bricht komplexe Werte herunter. Dennoch lauert hier eine Gefahr: Die F\u00fclle an Informationen kann einen schlicht erschlagen. Werte wie das Gef\u00e4\u00dfalter oder der Trend der Muskelmasse motivieren zwar, aber ein Wert wie der Nervenreaktions-Score wird bei vielen erst einmal Ratlosigkeit ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Dazu kommt der goldene Grundsatz der K\u00f6rperanalyse: Man sollte sich von einzelnen Tageswerten nicht verr\u00fcckt machen lassen. Wasserhaushalt, Salz, Alkohol oder das letzte Training lassen die Bioimpedanz-Werte schwanken. <\/p>\n<p>Der wahre Wert liegt aber im langfristigen Trend \u00fcber Wochen und Monate, nicht im tagesaktuellen Ausschlag. Kritisches Augenma\u00df ist zudem bei den generellen Versprechungen geboten: Eine smarte Waage bleibt am Ende des Tages ein Analyse- und Trendwerkzeug f\u00fcr das heimische Bad, ersetzt aber nat\u00fcrlich keine medizinische Vorsorgeuntersuchung oder klinische Diagnostik.<\/p>\n<p>Abo als Wermutstropfen<\/p>\n<p>Mit einem Verkaufspreis von 500 Euro ist die Bodyscan 2 leider kein Schn\u00e4ppchen. Ungl\u00fccklicherweise kommen f\u00fcr all jene noch Kosten hinzu, die alle Funktionen nutzen wollen. Denn Withings verkn\u00fcpft einen Teil der am lautesten beworbenen Kernfunktionen mit dem Premium-Dienst Withings+, der mit 99,95 Euro pro Jahr zu Buche schl\u00e4gt. <\/p>\n<p>Ohne dieses Abo muss man auf Highlights wie das exakte Herzalter, den Glukose-Resilienz-Score, professionelle kardiologische Auswertungen der EKG-Daten durch echte Fachleute sowie die KI-gest\u00fctzten Longevity- und Lifestyle-Analysen verzichten. Wer das volle Programm will, zahlt langfristig also einen kr\u00e4ftigen Obolus obendrauf.<\/p>\n<p>Fazit: F\u00fcr passionierte Daten-Fans, ambitionierte Sportler oder Menschen, die ihre Herz- und Stoffwechselgesundheit \u00fcber Jahre hinweg akribisch \u00fcberwachen wollen, ist die Bodyscan 2 ein echtes Highlight. Wer jedoch schlicht eine zuverl\u00e4ssige Waage sucht, um ab und an das Gewicht zu kontrollieren, wird vom stolzen Anschaffungspreis und der zus\u00e4tzlichen Abo-H\u00fcrde abgeschreckt. Hier lohnt sich der Blick auf kleinere Geschwistermodelle im Withings-Portfolio oder auf Konkurrenzger\u00e4te, die deutlich g\u00fcnstiger sind. Wer hingegen den Datendschungel liebt, bekommt allerdings das umfassendste Consumer-Gesundheitslabor, das man sich derzeit unter die F\u00fc\u00dfe stellen kann.<\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzcenter von WELT und \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.businessinsider.de\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\">Business Insider Deutschland\u201c<\/a> erstellt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/thomas-heuzeroth\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/thomas-heuzeroth\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Thomas Heuzeroth<\/a> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verbraucher-<\/a> und Technologiethemen, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/unterhaltungselektronik\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/unterhaltungselektronik\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unterhaltungselektronik<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/telekommunikation\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/telekommunikation\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Telekommunikation<\/a>.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr knapp 500 Euro will die Withings Bodyscan 2 aus dem morgendlichen Wiegen ein komplettes Gesundheits-Screening machen. 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